Duale Promotion

Duale Promotion erhält Hochschulperle des Monats Juni

Die Duale Promotion ist vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit der Hochschulperle für den Monat Juni 2017 ausgezeichnet worden. Der Stifterverband hat die Auszeichnung mit der folgenden Pressemitteilung veröffentlicht: 

(Hoch-)Schullehrer: Bremer Projekt „Duale Promotion“ erhält Hochschulperle des Monats Juni

An der Universität Bremen können angehende Lehrkräfte ihr Referendariat mit einer Promotion verbinden. Ziel ist es, wissenschaftlichen Nachwuchs für die Lehrerausbildung zu gewinnen. Hierbei kooperieren Universität und Schulen eng miteinander. Der Stifterverband zeichnet das Projekt mit seiner Hochschulperle des Monats Juni aus.

Essen/Berlin, den 23.6.2017. Einmal im Berufsalltag an der Schule angekommen, finden nur wenige Lehrkräfte den Weg zurück an die Uni und wagen sich noch einmal an eine Promotion. Die Universität Bremen will dem entgegenwirken und ermöglicht angehenden Lehrkräften mit dem Stipendium eine Kombination aus Referendariat und Promotion – denn auch in der Lehrerbildung wird Nachwuchs dringend gesucht. Im Projekt „Duale Promotion“ entwickeln die Stipendiaten ihr Forschungsvorhaben in enger Zusammenarbeit mit den Schulen. Danach absolvieren sie dort ihr Referendariat und erheben gleichzeitig die Daten für ihre Dissertation. Die Duale Promotion dauert insgesamt vier Jahre. Der Stifterverband verleiht dem kooperativen Projekt „Duale Promotion“ die Hochschulperle des Monats Juni.

„Ein schönes Projekt, das Praxis und Theorie der Lehrerausbildung auf vorbildliche Weise miteinander verbindet. Die Stipendiaten sind hinterher für beide Berufswelten qualifiziert und tragen mit ihrer Arbeit zu einem regen Austausch zwischen Hochschule und Schule bei“, begründet die Jury des Stifterverbandes die Entscheidung.

Das Projekt „Duale Promotion“ ist bundesweit einzigartig und ist im Oktober 2016 mit den ersten sechs Stipendiaten gestartet. Während ihrer Promotion sind sie in ein Graduiertenkolleg eingebunden, das von der Universität und dem Landesinstitut für Schule (LIS) gemeinsam gestaltet wird. Entwickelt wurde das Projekt von der Creative Unit „Fachbezogene Bildungsprozesse in Transformation“ (FaBiT) der Universität Bremen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung (ZfL).

Weitere Informationen unter: http://www.uni-bremen.de/cu-fabit/duale-promotion.html

Was ist eine ‚Hochschulperle’?

Hochschulperlen sind innovative, beispielhafte Projekte, die in einer Hochschule realisiert werden. Weil sie klein sind, werden sie jenseits der Hochschulmauern kaum registriert. Weil sie glänzen, können und sollten sie aber auch andere Hochschulen schmücken. Der Stifterverband möchte 2017 die vielfältigen und innovativen Schnittstellen von Hochschulen zu gesellschaftlichen Partnern sichtbar werden lassen. Jeden Monat stellt er eine Hochschulperle vor, die einen Beitrag zur Kultur einer „kooperativen Hochschule“ leistet. Aus den Monatsperlen wird Anfang 2018 per Abstimmung die „Hochschulperle des Jahres“ gekürt.

www.hochschulperle.de

Die Pressemitteilung des Bremer Uni-Schlüssels BUS-aktuell finden Sie hier.

Die Duale Promotion in der Lehrerbildung

Die Duale Promotion verbindet den Vorbereitungsdienst (Referendariat) mit einer Promotion und bietet damit einen bundesweit einzigartigen innovativen Qualifikationsweg. Die auf vier Jahre angelegte Duale Promotion schließt sowohl mit dem zweiten Staatsexamen als auch der Promotion in der Fachdidaktik eines der beteiligten Schulfächer ab. Absolvent_innen der Dualen Promotion qualifizieren sich damit nicht nur für eine wissenschaftliche Karriere sondern werden auch bestens vorbereitet, um als Lehrkraft an der Weiterentwicklung und Gestaltung von Unterricht und Schule mitzuwirken. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, dem wachsenden Bedarf an wissenschaftlich fundierter Schul- und Unterrichtsentwicklung gerecht zu werden und dem gefühlten Theorie-Praxis-Dilemma zu begegnen. Ein Schwerpunkt der Forschungsvorhaben wird dabei auf dem Umgang mit der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft liegen.

In der Umsetzung basiert die Duale Promotion auf der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mehrerer Beteiligter, bei der jede Institution ihre Stärken einbringen kann:

Die Dual Promovierenden sind während die gesamten vier Jahre in ein Graduiertenprogramm eingebunden. Eine strukturelle Verzahnung mit dem Vorbereitungsdienst entsteht durch die gemeinsame Gestaltung von Seminaren, die als Studienseminare des Vorbereitungsdienstes anerkannt werden.

Die Duale Promotion startet im Oktober 2016, weitere Informationen erhalten Sie auf den folgenden Seiten.