Geschichte

© Julia Baier / Uni Bremen/ ADE

Der Anfang

Anfang der 90er Jahre" traten Studentinnen und Frauen aus unterschiedlichen Wissenschafts-, Technik- und Verwaltungsbereichen der Universität an die Öffentlichkeit. Sie forderten die Universitätsleitung auf gegen wiederholt auftretende geschlechtsspezifische, sexualisierte Diskriminierung an der Universität tätig zu werden.

Daraufhin verabschiedete der Akademische Senat der Universität 1992 die "Richtlinie zum Verbot der sexuellen Diskriminierung". 1993 wurde dann die Arbeitsstelle gegen sexuelle Diskriminierung und Gewalt am Ausbildungs- und Erwerbsarbeitsplatz, kurz ADE, eingerichtet. Das Ziel war damit dem Bedarf an Beratung, Information und Fortbildungen für Betroffene, Verantwortliche und Interessenvertretungen gerecht zu werden.

Aufbau und Konzept

Die ADE wurde von Sabine Klein-Schonnefeld (Juristin und Sozialwissenschaftlerin) und Ursel Gerdes aufgebaut und in den folgenden 20 Jahren  konzeptionell weiterentwickelt und den Bedarfen entsprechend angepasst.
Bereits Ende der 90er Jahre wurden die Angebote der ADE auf alle zentralen Diskriminierungsgründe und das Arbeitsfeld Konfliktmanagement ausgeweitet. Mit diesem horizontalen Ansatz wird der Gefahr einer hierarchisierenden Bewertung unterschiedlicher Diskriminierungsformen entgegen getreten. Außerdem wird damit den unterschiedlichen Aspekten heterogener Vielfalt und dem Vorkommen von Mehrfachdiskriminierung Rechnung getragen.

Die Erweiterung auf die Unterstützungsbedarfe eines betrieblichen Konfliktmanagements hatte zum einen das Ziel die Angebote der ADE niedrigschwelliger zu machen. Zum anderen wurde damit der Zusammenhang zwischen einem Konflikt- und einem Beschwerdemanagement in Institutionen hergestellt und gestärkt.

Wassertropfen auf Metallfläche und Ecke
© Julia Baier / Uni Bremen/ ADE

Sicherung der ADE 2013 -2014

Im Mai 2013 wurde Sabine Klein-Schonnefeld in den  Ruhestand verabschiedet. Bis dahin war nicht klar, ob es im Rahmen von Sparnotwendigkeiten an der Universität gelingen würde, die ADE unter der Voraussetzung von mindestens zwei Vollzeitstellen zu erhalten.
Initiativen aus der Universität, aus Antidiskriminierungsnetzwerken, aus der Bremer Politik, aus Behörden des Öffentlichen Dienstes Bremens und Bremerhavens, der betrieblichen Interessenvertretung sowie der Frauengleichstellungsarbeit haben die Bedeutung der ADE-Arbeit in dieser Zeit maßgeblich hervorgehoben und den Erhalt gefordert.

Darauf wurden im Juni 2013 konkrete Verhandlungen zwischen der Universität und der Senatorin für Finanzen aufgenommen. Das Ergebnis war ein Kooperationsvertrag, mit dem sich der Öffentliche Dienst des Landes Bremens in Zukunft mit der Finanzierung einer Personalstelle am Erhalt der ADE beteiligt.
Bis zur Besetzung der zweiten Vollzeitstelle als Voraussetzung für den Erhalt der ADE wurde die Arbeit  durch Jonas Hamm als Wissenschaftlichen Mitarbeiter mit einer halben Stelle unterstützt. Jonas Hamm musste im September 2014 aufgrund der Befristungsvorgaben der Universität leider seine Tätigkeit für die ADE beenden.

Seit Mai 2014 ist Almut Dietrich als  zweite Beraterin und Trainerin im Konfliktmanagement und Antidiskriminierungsbereich der ADE  tätig.

Dank

Leider können wir an dieser Stelle nicht alle Menschen nennen, die in den letzten Jahren die Arbeit der ADE im Rahmen von unterschiedlichen Stellenformaten und befristeten Verträgen unterstützt und mitgeprägt haben.

Denn zum Aufbau eines solchen inzwischen etablierten und anerkannten Dienstleistungsangebotes und der darin entwickelten Expertise bedarf es vieler Interessierter, Unterstützer_innen, Mitarbeitender und Nutzer_innen. Bei all diesen möchten wir uns zumindest in dieser Form bedanken!

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