14.11.2016
Autor/in: Eberhard Scholz
Mitteilung Nr.: 309

Das Öffentliche im Privaten

Vortragsreihe „studio“ im Forschungsfeld wohnen+/-ausstellen wird am 19. November mit der Buchpräsentation „Matratze/Matritze“ fortgesetzt

Nr. 309 / 14. November 2016 SC

Am 19. November 2016 stellen die Herausgeberinnen Irene Nierhaus und Kathrin Heinz den dritten Band der Schriftenreihe wohnen+/-ausstellen vor, der im Juli diesen Jahres beim transcript Verlag erschienen ist. Unter dem Titel „Matratze/Matrize: Möblierung von Subjekt und Gesellschaft. Konzepte in Kunst und Architektur“ versammelt das Buch Beiträge zur Bedeutung von Intimität und Körperlichkeit in Subjektivierungsprozessen und sozialen Beziehungen an den vermeintlich privatesten Orten von Schlafzimmer und Bett.

Im Rahmen der Buchpräsentation beschäftigt sich Hanne Loreck (Hamburg) in einem Vortrag mit der zunehmenden Überwachung des öffentlichen Raumes und dessen Auswirkungen auf die Subjekte. Der Vortrag untersucht, auf welche Weise durch Aktionen von Künstlerinnen und Künstlern das „Sichtbarkeitsdiktat“ unterbrochen werden kann. Im Weiteren wirft die Referentin ebenso einen Blick in die Kolonialgeschichte wie auf die Genese der Camouflage um 1900. Hanne Loreck ist Kunstwissenschaftlerin und lehrt als Professorin für Kunst- und Kulturwissenschaft, gender studies an der Hochschule für bildende Künste Hamburg, deren Vizepräsidentin sie seit 2006 ist.

Zweiter Vortrag der Reihe im Januar

Am 17. Januar 2017 diskutiert Sabine Pollak (Linz/Wien) in ihrem Vortrag „Die Gesetze der Gastfreundschaft. Praktiken des Privaten“ das Konzept der sogenannten Post-Privatheit, die den bekannten Begriff des Privaten mehr und mehr zu verdrängen scheint. Was geschieht bei dieser Transformation mit den Praktiken, die seit jeher das private Wohnen bestimmten? Was machen wir in post-privaten Räumen? Welche Rituale sind neu, welche widersetzen sich Veränderungen? Sabine Pollak leitet mit Roland Köb das Architekturbüro Köb & Pollak Architektur Wien. Außerdem ist sie Professorin für Architektur und Urbanistik an der Kunstuniversität Linz.

Die Veranstaltungen gehören zum Programm des Forschungsfeldes wohnen+/-ausstellen in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender, das von Professorin Irene Nierhaus und Dr. Kathrin Heinz geleitet wird. Beide Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr, im Uni-Gebäude GW 2 (Geisteswissenschaften 2), Raum B3850.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Kulturwissenschaften
Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik
Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender
E-Mail: keimnoSpam@uni-bremen.de
Tel.: 0421-218-67711-67700,-67701
www.mariann-steegmann-institut.de  (http://www.mariann-steegmann-institut.de )