M1 Neue Governance

Glasfassade mit stilisiertem U

Flexibel und passgenau Forschung organisieren

Mit neuen Formen der Forschungs-Governance schafft die Universität Bremen für die sechs bestehenden Profilbereiche neue zukunftsfähige organisatorische Grundlagen. Insgesamt wird die Kooperation mit außeruniversitären Einrichtungen ausgeweitet und die verbindliche forschungsstrategische Abstimmung der Universität Bremen mit außeruniversitären Partnern intensiviert.

Die ersten Projekte sind:

  • MARUM als „Research Faculty“
  • Graduiertenkolleg „System Design“
  • ZenTra – Zentrum für Transnationale Studien der Universitäten Bremen und Oldenburg

MARUM als „Research Faculty“

Herausragend ist die strategische Bedeutung des MARUM und des damit des Wissenschaftsschwerpunktes Meeres-, Polar- und Klimaforschung: In Bremen und Bremerhaven arbeiten im Jahr 2010 mehr als 1100 Wissenschaftler/innen in großen untereinander vernetzten meereswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen. Den universitären Kern bildet das von der DFG sowie von Land und Bund geförderte Forschungszentrum/Exzellenzcluster "Der Ozean im System Erde" unter dem Dach des MARUM, umrahmt von starken außeruniversitären Forschungseinrichtungen, einem Institut der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI), einem Institut der Max-Planck Gesellschaft (MPI) und einem Institut der Leibniz-Gemeinschaft (ZMT), ergänzt um die meereswissenschaftliche Forschung in der Jacobs University und um die angewandte Forschung im bremisch finanzierten Institut für Marine Ressourcen (IMARE). Das MARUM hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz in der internationalen Forschergemeinschaft erarbeitet; davon zeugen die internationalen Programme und hochrangige Publikationen. Um die Ankerstellung der universitären Meereswissenschaften unter dem Dach des MARUM zu festigen und dieses als interdisziplinäres Forschungszentrum für Meereswissenschaften langfristig zu etablieren, ist das MARUM nun die einzige „Research Faculty“ der Universität. Damit verfügt MARUM als eine Grundeinheit der Universität neben den zwölf Fachbereichen über eine größere Selbstständigkeit in der Mittelverwaltung, in der Entwicklung und im Abschließen von Verträgen mit Kooperationspartnern und eine größere Unabhängigkeit in allen Fragen innerhalb der Universität.

www.marum.de 

Graduiertenkolleg „System Design“

Mit Beginn der Förderung der Uni Bremen durch die Exzellenz-Initiative startet am 1. November auch das Graduiertenkolleg System Design (SyDe). SyDe ist an der Universität Bremen im Wissenschaftsschwerpunkt „Information – Kognition – Kommunikation“ angesiedelt und ist eine Zusammenarbeit der Universität mit externen Forschungsinstituten: Dem Deutschen Forschunszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Gefördert wird die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit dem Entwurf von elektronischen Systemen beschäftigen werden. Die ständig steigende Komplexität solcher Systeme – die beispielsweise in Mobiltelefonen, aber auch in Autos und Flugzeugen, der Robotik und der Raumfahrt eingesetzt werden – erfordert neue intelligente Verfahren, um ihre korrekte Funktionsweise und Sicherheit zu gewährleisten. 

SyDe startet mit einer Gruppe von 10 Doktorandinnen und Doktoranden, die als wissenschaftliche Mitarbeiterinne und Mitarbeiter in den beteiligten Forschungsgruppen arbeiten. Das Graduiertenkolleg wird die Angebote des Promotionszentrums ProUB um ein wissenschaftliches Curriculum ergänzen, um den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine optimale Ausbildung zu ermöglichen.

www.informatik.uni-bremen.de/syde/ 

ZenTra – Zentrum für Transnationale Studien der Universitäten Bremen und Oldenburg

Unternehmen betreiben Handel mit verschiedenen Nationen, Menschen arbeiten im Ausland – moderne Gesellschaften werden zunehmend von transnationalen Prozessen bestimmt. Wie lassen sich die Probleme und Kosten bewältigen, die dabei entstehen? Welchen Einfluss hat weltumspannendes Handeln auf Arbeitsbedingungen und Recht? Diesen Fragen geht das ZenTra – Zentrum für Transnationale Studien der Universitäten Bremen und Oldenburg nach.

Das ZenTra ist im Delmenhorster Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) angesiedelt. Mehr als 50 Forscherinnen und Forscher der Universitäten Bremen und Oldenburg und internationale Gastwissenschaftler werden am ZenTra beteiligt sein. An der Universität Bremen fügen sich die Arbeiten am ZenTra in den Wissenschaftsschwerpunkt Sozialer Wandel, Sozialpolitik und Staat ein.

Förderer von ZenTra sind die Stiftung Mercator, die VolkswagenStiftung und die Länder Bremen und Niedersachsen. Auch aus der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder fließen Mittel in das Projekt: zwei kooperative Nachwuchsgruppen stärken das ZenTra und nun von Beginn an.

www.zen-tra.de