04 Eigene Projekte für Postdocs

Ausschreibung der Zentralen Forschungsförderung (ZF)

Fortgeschrittene Postdoktoranden und Postdoktorandinnen sollen mit einem eigenständigen Projekt ihre Forschung in einem hochproduktiven Umfeld betreiben können, sich international in ihrer jeweiligen Scientific Community vernetzen und die Voraussetzungen zur Berufung auf eine Lebenszeitprofessur schaffen. Die Entwicklung weiterer individueller Kompetenzen erfolgt durch ein maßgeschneidertes Angebot der Personalentwicklung.

WER KANN SICH BEWERBEN? Alle promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auch aus dem Ausland, deren Promotion zum Zeitpunkt des Bewerbungsschlusses mindestens ein Jahr und höchstens vier Jahre zurückliegt (Datum der Promotionsurkunde). Die zeitgleiche Antragstellung in der Förderlinie ZF03 „Brückenstellen in die Postdoc-Phase“ und in der Förderlinie ZF04 „Eigene Projekte für Postdocs“ ist nicht zulässig. Bereits ZF03 Geförderte können sich nur dann auf ZF04 „Eigene Projekte für Postdocs“ bewerben, wenn Sie das ZF03 Förderziel der Einwerbung eines Drittmittelprojektes erreicht haben und dieses Drittmittelprojekt bis zum Förderbeginn des neuen ZF04 Projektes erfolgreich abschließen. Ein ZF04 Antrag im direkten Anschluss an das ZF03 Projekt ist nicht möglich.

WELCHE ANFORDERUNGEN WERDEN GESTELLT? Weit überdurchschnittliche Publikationsleistungen, exzellentes eigenes Forschungsvorhaben und hohes Potenzial zur Erreichung der Förderziele (Zeiten der Kindererziehung werden bei der Bewertung bisheriger Leistungen berücksichtigt). Die Einbindung in einen Forschungszusammenhang der Universität Bremen bei gleichzeitig hohem Maß an Eigenständigkeit ist durch eine ausführliche Stellungnahme des oder der hauptamtlich an der Universität Bremen forschenden Hochschullehrers oder Hochschullehrerin zu erläutern. Dieser Forschungszusammenhang ist ebenfalls Gegenstand der Bewertung.

DIE FÖRDERKONDITIONEN Postdoktoranden- oder Postdoktorandinnen-Stelle bis Entgeltgruppe E 14 TV-L für 48 Monate zuzüglich Sachmittel von bis zu 6,000 EUR jährlich sowie Angebote der Personalentwicklung und Antrags-Coaching. Bis zu neun Monate insgesamt können zur Forschung im Ausland verbracht werden. Auf ganzen Stellen der Zentralen Forschungsförderung soll bei einer Befristung i. d. R. Lehre im Umfang von einem Seminar pro Semester (entspricht zwei Semesterwochenstunden) übernommen werden.

DAS VERFAHREN Anträge können mit Stellungnahme eines oder einer hauptamtlich an der Universität Bremen forschenden Hochschullehrers oder Hochschullehrerin einmal jährlich gestellt werden. Die zuständige Bereichsforschungskommission empfiehlt nach externer Begutachtung förderwürdige Kandidatinnen und Kandidaten dem Rektorat zur Förderung. Die drei verfügbaren Stellen werden sowohl im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften als auch der Sozial- und Geisteswissenschaften vergeben. Sie werden jeweils zu mindestens 50% an Frauen vergeben.

Antragstermin: 1.4.2017 um 12:00 Uhr.

Antragsleitfaden [DOC] (110 KB) Erklärung [PDF] (440 KB)

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Kriterien zur Begutachtung von Anträgen

Die Bereichsforschungskommission und das Rektorat der Universität Bremen entscheiden über ihren Antrag auf Basis der folgenden Kriterien.

1. Qualifikation der Antragstellerin/des Antragstellers

  • Beitrag der Promotion zur Entwicklung des Forschungsfeldes
  • Herausragende Publikationsleistungen (Qualität, Anzahl, Bedeutung, unter Berücksichtigung von peer review-Verfahren und Allein- bzw. Erstautorenschaften, soweit fachspezifisch relevant)
  • Vernetzung und Kooperationserfahrung in der Scientific Community (beispielsweise Forschungsaufenthalte, internationale Kooperationen, Organisation von Konferenzen, Herausgeberschaften)
  • Führungs-/Managementerfahrungen bzw. erkennbares Potenzial (einschließlich Gender- und Diversity-Kompetenzen)
  • Preise oder andere Auszeichnungen für bisherige wissenschaftliche Leistungen

 2. Qualität des Projekts

  • Originalität und Qualität des Projekts
  • Überzeugender Bezug auf den Stand der Forschung
  • Schlüssige Begründung der Fragestellung/der Hypothesen
  • Überzeugende Vorarbeiten/Vorerfahrungen
  • Sinnvolle Auswahl der Methoden/Verfahren und Durchführbarkeit
  • Ausführlicher und realistischer Arbeits- und Zeitplan sowie angemessener Finanzierungsplan
  • Besondere Bedeutung des Vorhabens (z.B. gesellschaftspolitisch, regional, transferrelevant)
  • Eignung des Projekts zur weiteren Qualifikation des Antragstellers/der Antragstellerin im Sinne der Förderziele (Berufbarkeit, Vernetzung in der Scientific Community)

 3. Einbindung in das wissenschaftliche Umfeld an der Universität Bremen

  • Einbindung in die Arbeitsgruppe/das Institut (Passfähigkeit des Forschungsbereichs)
  • Innovationsgehalt und Eigenständigkeit der Projektidee im Kontext des aufnehmenden Forschungsbereichs
  • Entwicklungspotenzial der Kooperation mit dem aufnehmenden Forschungsbereich
  • Verfügbarkeit der notwendigen infrastrukturellen/apparativen Voraussetzungen

 

 

 

 

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