Einsatz von Studiengebühren

Die Einnahmen aus den Studiengebühren gemäß Studienkontengesetz  werden für die Verbesserung von Studium und Lehre verwendet. In dem vom Akademischen Senat festgelegten Verfahren sollen gezielt Maßnahmen gefördert werden, die als Sondermittel für die Verbesserung der Studiensituation besonders Ansprüche der im folgenden genannten Zielgruppen berücksichtigen:

  • Studierende höherer Semester
  • Studienanfänger/innen
  • Studierende in der Abschlussphase
  • Internationale Studierende
  • Studierende mit Kind

Fünfzig Prozent dieser Einnahmen werden von den Fachbereichen dezentral verausgabt; die andere Hälfte fließt über ein jährliches zentrales Vergabeverfahren in fachbereichsübergreifende Themen und Maßnahmen sowie in die Finanzierung lehrrelevanter Infrastruktur.

Ausschreibung für das Studienjahr 2017/18 [PDF] (89 KB)

Geförderte Projekte im Hochschuljahr 2017/18

Von den für das Studienjahr 2017/18 eingereichten 32 Anträgen wurden 22 Projekte  [PDF] (32 KB)bewilligt.

 

 

 Beispiel-Projekte im Hochschuljahr 2017/18: 

Sprachkenntnisse flexibel erweitern:

Tutorenprogramm des Fremdsprachenzentrums (FZHB)

Das aus Einnahmen aus dem Studienkontengesetz finanzierte Tutorenprogramm des Fremdsprachenzentrums  existiert seit 2008 und ist seitdem zu einer bedeutenden Serviceeinrichtung gewachsen. Es verdankt seine Bedeutung und seinen großen Erfolg der Integration von vier übergeordneten Leitgedanken: Der Verbesserung der Studiensituation durch

  • Flexibilisierung von Lernzeit und Lernumgebung bei gleichzeitiger Verpflichtung zu reflektiertem, ziel- und er­folgsorientiertem  Lernen (Lernvereinbarung,  e-Portfolio,  fachorientierte Projektarbeit),
  • die individuelle Lernberatung und tutorielle Begleitung durch studentische Tutor*innen, die dafür speziell ausgebildet werden,
  • die Einübung und produktive Anwendung von autonomen und zugleich kooperativen Lernformen,
  • die Orientierung an den handlungs- und kompetenzorientierten Prinzipien des Gemeinsamen Europäischen Re­ferenzrahmens für Sprachen.

Die Angebote im Tutorenprogramm reichen von gezielter Schreibberatung bis hin zu offenen Beratungszeiten im Selbstlernzentrum und werden sehr gut nachgefragt. Sie dienen dabei ausdrücklich der Entwicklung von Strategien des forschenden Lernens.

Diversity-Management aus studentischer Perspektive:

Fortführung des Blogs EULe (Dezernat 6: Studentische Angelegenheiten)

„EULe“ steht als Kürzel für Euer Uni-Leben und ist das einzige Medium auf dem Campus, das von Studierenden für Studierende gemacht wird und nicht unter Anleitung eines oder einer Dozierenden.

Die Idee von EULe ist, dass Studierende aus ihrer eigenen Sicht und ihrem Erfahrungshintergrund anderen Studierenden neue Blicke auf das Geschehen auf dem Campus geben und durch ihre Aktivität Kommilitoninnen und Kommilitonen animieren, sich ebenfalls zu äußern und einzumischen. Ein Impuls für dieses Vorhaben waren die Diskussionen auf den Semestergipfeln und Gespräche mit dem Konrektor für Lehre und Studium im Jahr 2010, in welchen seitens der Studierenden über den Mangel an Information über das, was auf dem Campus läuft und wie Einzelne sich einbringen können beklagt wurden. Zusätzlich soll EULe im Rahmen der Diversity-Aktivitäten der Universität der Aktivierung und Vernetzung von studentischen Gruppen und Initiativen dienen und sowohl die Vielfalt der Studierendenschaft als auch deren Anliegen darstellen, um auf diese Weise Verständnis und Akzeptanz zu fördern. Mit ihren Beiträgen dient EULe der Belebung der Universitätskultur und des Diskurses und somit auch der Identifizierung und Aktivierung Studierender.

Studienerfolg ausländischer Studierender:

„Kompass forum international“ (Dez. 1,  International Office)

kompass  ist ein durch das International Office der Universität Bremen organisiertes und betreutes Programm von und für internationale Studierende. Gemeinsam mit fast 20 internationalen Communities werden Kulturveranstaltungen organisiert um sich kennenzulernen, auszutauschen und zu vernetzen. Im Bewilligungszeitraum 2016/17 wurden zwei neue Veranstaltungsformate erprobt: Das Internationale Urban Gardening Projekt und die Internationalen Sporttage. Berichte und Anträge der Vorjahre lassen eine stetige Weiterentwicklung und Optimierung des Projekts erkennen, das geprägt ist durch eine Orientierung an den Bedarfen der Zielgruppe. Der Ausbau zum Gesamtkonzept „kompass forum international“ korrespondiert mit den Ideen und Vorstellungen des Konrektorats „Interkulturalität und Internationalität“. Zudem unterstützt es mit seinen operativen Maßnahmen das strategische Verständnis von Interkulturalität als Querschnittsaufgabe der Gesamtuniversität, damit die Universität Bremen im Wettbewerb um internationale Studierende weiter erfolgreich bleibt. Geplante Schwerpunkte für das akademische Jahr 2017/18 sind:

  • Interkulturelle Sensibilisierung von Studierenden als fachergänzendes Angebot
  • Stabilisierung der Zusammenarbeit mit den regionalen studentischen Communities
  • Durchführung regelmäßiger kompass-Veranstaltungen
  • Beratung und Service, z.B. Organisation eines „Free Shops“ (Vermittlungsbörse für Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände) in Kooperation mit der Akademie für Weiterbildung und den Seniorenstudierenden
  • Vernetzung mit uni-internen Akteuren (z.B. FZHB, Studierwerkstatt, Studentenwerk, AstA) und Kooperation mit externen Akteuren (z.B. ESG/KHG, Bildungsstätte Tagungshaus Bredbeck, Sozialer Friedensdienst Bremen, „Runder Tisch“ Bremen).

Studieren mit Beeinträchtigung:

Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung (KIS), Interessengemeinschaft Handicap (IGH)

An der Universität Bremen gibt es eine Reihe von Unterstützungsangeboten, die sich an Studierende mit Beeinträchtigung richten. Diese Angebote sollen dabei helfen, den Studienalltag möglichst reibungslos zu gestalten. Die KIS dient als Anlaufstelle für Menschen, die in ihrem Studium z.B. durch eine Behinderung oder akute/chronische Erkrankung beeinträchtigt sind. Die IGH ist eine unabhängige Initiative von Studierenden für Studierende mit Handicap. In der Vergangenheit wurden aus Mitteln der Studienkontengelder zwei Projekte von KIS/IGH gefördert.

Das Projekt „Campus barrierefrei“ erfasst unter Mithilfe studentischer Mitarbeitender seit dem Jahr 2011 bauliche Barrieren in Wort und Bild und beteiligt sich an der Entwicklung eines neuen Wegeleitsystems im GW2 zur besseren Orientierung auf dem Campus.

Das Projekt „LoB-Lernen ohne Barrieren“ wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen und thematisiert Barrieren in der Lehre. Ziel ist, Studierende und Lehrende für das Thema kontinuierlich zu sensibilisieren und eine Verbesserung der Lehre zu erwirken. Zu diesem Zweck wurde ein Leitfaden für Lehrende entworfen sowie die Durchführung eines Treffens der norddeutschen Behindertenberatungen an der Uni Bremen organisiert und der Austausch mit Behindertenberatungseinrichtungen anderer norddeutscher Hochschulen vorangetrieben.

Familienfreundliches  Studium:

AG Familienfreundliches Studium und UNIKRÜMEL (Ref. 4, Chancengleichheit)

Seit 2007 nimmt die Universität Bremen erfolgreich an dem audit familiengerechte hochschule unter der Leitung der Arbeitsstelle Chancengleichheit teil. Eines der Projekte ist die im selben Jahr gegründete AG Familienfreundliches Studium, die sich mittlerweile an der Universität als Anlaufstelle für Studierende mit Familienaufgaben etabliert und unter der Leitung der Arbeitsstelle Chancengleichheit Konzepte und Maßnahmen entwickelt hat, die die Situation für Studierende mit Kindern oder anderen Familienaufgaben verbessert. Zudem beteiligt sich die AG auch an dem Ausbau von familienfreundlichen Orten auf dem Campus und betreibt ein Familienservice-Büro.

Ebenfalls fest etabliert hat sich UNIKRÜMEL, ein sehr flexibles, kostenloses Betreuungsangebot für Kinder von Studierenden. Studierende können ihre Kinder im Alter von einem bis unter fünf Jahren für insgesamt 9 Stunden pro Woche durch studentische Hilfskräfte betreuen lassen. Die UNIKRÜMEL sind aus der AG Familienfreundliches Studium im Rahmen des uniweiten audit familiengerechte hochschule im Wintersemester 2011/12 eingerichtet worden und wurden seither aus Studiengeldern finanziert. Bereits vor zwei Jahren wurde zudem eine Kooperation mit dem Welcome Center (International Office) vereinbart für Gastwissenschaftsfamilien, die ihre Kinder mitbringen. Die UNIKRÜMEL unterstützen auf diese Weise auch internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Promovierende.