06.09.2017
Autor/in: Karla Götz
Mitteilung Nr.: 2017064

Carina Schmitt mit ERC Starting Grant ausgezeichnet

Erhält vom Europäischen Forschungsrat 1,5 Millionen Euro für ihre weitere wissenschaftliche Arbeit: Professorin Carina Schmitt.

Carina Schmitt, Professorin für Globale Sozialpolitik im SOCIUM, erhält vom European Research Council einen der begehrten ERC Starting Grants. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council) fördert ihre wissenschaftliche Arbeit mit knapp 1,5 Millionen Euro. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung. Ich habe damit die Möglichkeit ein spannendes Forschungsprojekt in einem tollen Forschungsumfeld hier an der Universität Bremen umzusetzen. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Professorin Schmitt.

Die Politikwissenschaftlerin erforscht das Vermächtnis des Kolonialismus mit Blick auf Ursprünge und Ergebnisse sozialer Sicherung. Sie untersucht, welche Rolle die koloniale Vergangenheit vieler armer Staaten auf die Effektivität von Sozialpolitik zur Bekämpfung von Armut und Ungleichheit spielt. Zudem baut sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen eine Datenbank auf, die Informationen zu Sozialpolitiken in globaler und historischer Perspektive enthält.

Zur Person:

Carina Schmitt ist 37 Jahre alt und seit März 2017 Professorin für Globale Sozialpolitik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Bremen. Nach einer Ausbildung zur Schreinerin und einem Magisterstudium in Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Mainz promovierte sie an der Universität Mannheim. Zwei Jahre später hat sich Carina Schmitt habilitiert. Es folgten Forschungsaufenthalte als John F. Kennedy Fellow an der Harvard University und an der Georgetown University in Washington. Carina Schmitt ist seit 2014 Mitglied der Jungen Akademie.

Die Auszeichnung

Der ERC Starting Grant wird in diesem Jahr europaweit an 406 junge Spitzenforscher und -forscherinnen vergeben. Insgesamt fördert der Europäische Forschungsrat die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit 605 Millionen Euro. Mit dem Geld soll es ihnen ermöglicht werden, ihre eigenen Forschungsideen mit ihren Teams unabhängig umsetzen zu können. Für die hohe Auszeichnung waren 3085 Vorschläge eingegangen.