Lehrveranstaltungen WiSe 2016/2017

Philosophie, B.A.

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Modul G1 Wissenschaftliches Arbeiten

Pflichtveranstaltung fuer das Profilfach im 1. Semester
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-02-B Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten I
Introduction to academic work and writing

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 2040 GW2 B1400 NUR Mi. - So. GW2 B1216 (2 SWS)

Im Seminar werden wir uns erstens mit den notwendigen Formalia beschäftigen, die jede Arbeit erfüllen muss, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt (Recherche, Zitation, Aufbau einer Arbeit, Referate etc.). Zweitens damit, zu untersuchen, was (bspw. im Unterschied zu fachwissenschaftlichen Fragen oder allgemeinen Problemen des Lebens) überhaupt als ein philosophisches Problem zählen kann. Drittens besprechen wir Methoden der philosophischen Problemerschließung (einschließlich der Erschließung philosophischer Texte). Die Teilnahme am Seminar ist nur bei regelmäßiger Anwesenheit, Lektüre und aktiver Mitarbeit sinnvoll.

Claudia Henning
09-30-02-B Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten II
Introduction to academic work and writing

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 SFG 2060 (2 SWS)

Im Seminar werden wir uns erstens mit den notwendigen Formalia beschäftigen, die jede Arbeit erfüllen muss, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt (Recherche, Zitation, Aufbau einer Arbeit, Referate etc.). Zweitens damit, zu untersuchen, was (bspw. im Unterschied zu fachwissenschaftlichen Fragen oder allgemeinen Problemen des Lebens) überhaupt als ein philosophisches Problem zählen kann. Drittens besprechen wir Methoden der philosophischen Problemerschließung (einschließlich der Erschließung philosophischer Texte). Die Teilnahme am Seminar ist nur bei regelmäßiger Anwesenheit, Lektüre und aktiver Mitarbeit sinnvoll.

Claudia Henning

Modul B1 Argumentationstheorie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-03-B Einführung in die Argumentationstheorie
Informal Logic

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GW2 B1170 Tutorium zur Einführung in die Argumentationstheorie
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 0150 (2 SWS)
wöchentlich Di 18:00 - 20:00 SFG 1030 Tutorium zur Einführung in die Argumentationstheorie
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B1630 (2 SWS) Tutorium zur Einführung in die Argumentationstheorie

Einzeltermine:
Fr 27.01.17 12:00 - 16:00 GW2 B1700

Philosophische Fragen sind in der Regel weder durch Experimente noch durch Umfragen entscheidbar. Das Hauptwerkzeug der Philosophie sind deswegen Argumente, und die Theorie und Praxis des guten Begründens von Thesen und Theorien steht im Mittelpunkt des philosophischen Geschäfts. Natürlich sollte man auch außerhalb der Philosophie die eigenen Überzeugungen gut begründen und die Meinungen anderer, wenn nötig, mit guten Argumenten kritisieren.

Der Kurs soll in die Theorie und Praxis des guten Argumentierens einführen und folgende Fragen beantworten: Was ist ein Argument? Was unterscheidet ein gutes von einem schlechten Argument? Welche Argument-Typen gibt es? Es werden Hilfen zur informellen Analyse von Begründungen und Argumenten vermittelt und in praktischen Übungen angewandt. Wir werden auch einen ersten Blick auf die formale Logik werfen und die Rolle von Argumenten in der Kommunikation reflektieren. Speziell geht es dabei auch um die logische Korrektheit und um die Stichhaltigkeit (Triftigkeit) von Argumenten. Wichtig ist die Einübung von Techniken zur Darstellung argumentativer Strukturen und zur Bewertung von Argumenten. Weitere Themen sind besondere Argumentationsformen (Analogieargumente, Selbstanwendungsargumente, transzendentale Argumente) und formale und informelle Fehlschlüsse. Außerdem werden Grundzüge der aristotelischen Syllogistik und einige Themen der traditionellen Logik vorgestellt.

Materialien zum Kurs werden im Internet bereitgestellt. Die erfolgreiche Teilnahme erfordert eine regelmäßige Mitarbeit und die wöchentliche Bearbeitung von Hausaufgaben. Der Besuch des zugehörigen Tutoriums wird empfohlen.

Prof. Dr. Manfred Stöckler

Modul B3 Einführung in die Theoretische Philosophie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-04-B Einführung in die Theoretische Philosophie
Introduction to Theoretical Philosophy

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 GW2 B1632 Tutorium
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 0150 (2 SWS)

Einzeltermine:
Do 16.02.17 - Fr 17.02.17 (Do, Fr) 10:00 - 16:00 SFG 1070 (Schulungsraum Dez. 5)

Die Theoretische Philosophie beinhaltet eine große Bandbreite an Teildisziplinen wie etwa Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie oder Wissenschaftstheorie. Die Vorlesung wird Sie mit ausgewählten Problemen der Theoretischen Philosophie aus diesen Teilbereichen vertraut machen. In einem ersten Schritt wird jeweils ein Sachgebiet vorgestellt; in einem zweiten Schritt werden ein oder zwei exemplarische Fragestellungen erörtert. Die Vorlesung wird aber auch Raum für Diskussionen lassen. Ihr Ziel ist es, Interesse für die Themen der Theoretischen Philosophie zu wecken und einen systematischen Überblick zu vermitteln.

Literatur: Eine Materialsammlung (Skripte und Folien) wird online zugänglich sein.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
09-30-06-B Hume: Untersuchung über den menschlichen Verstand
David Hume: An Enquiry concerning human understanding

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 SFG 1020 (2 SWS)

David Hume gilt als ein Wegbereiter sowohl der kritischen Philosophie als auch des Empirismus, zugleich als radikaler Skeptiker und Irrationalist (Russell nennt ihn den „Zerstörer der Vernunft“), manche sehen in ihm einen frühen Pragmatisten.

Hume sieht in der Erfahrung das Sinnkriterium schlechthin und den Maßstab der Kritik überzogener Ansprüche der Vernunft, aber er sieht zugleich, dass Erfahrungswissen nicht aus der Erfahrung begründet werden kann. Seine „naturalistische“ Lösung des Problems ist umstritten, das Problem selbst nicht, vielmehr muss jede Erkenntnistheorie seit Hume dazu Stellung beziehen.

Anhand der „Untersuchung“ führt das Seminar exemplarisch in zentrale Fragen der theoretischen Philosophie ein:
Was sind sinnvolle Aussagen?
Was sind Arten und Quellen des Wissens?
Gibt es sicheres Wissen?
Was sind seine Kriterien?
Wie können philosophische Entwürfe beurteilt werden?
Können religiöse Überzeugungen gerechtfertigt werden?

Claudia Henning
09-30-21-B Texte zur Theoretischen Philosophie
Introduction into theoretical Philosophy

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)
Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers

Modul B4 Einführung in die Praktische Philosophie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-05-B Einführung in die Praktische Philosophie
Introduction to Practical Philosophy
M.A. Komplexes Entscheiden 09-M39-1-02-01

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 0140 (2 SWS)

Einzeltermine:
So 29.01.17 13:00 - 18:00 MZH 1090
So 05.02.17 13:00 - 18:00 MZH 1090

Die Vorlesung führt in Grundbegriffe der Praktischen Philosophie ein. Sie geht aus vom Begriff der Handlung und entwickelt aus dessen Implikationen einige in der Geschichte der Philosophie und in den gegenwärtigen philosophischen Debatten zentrale Begriffe und Fragestellungen, um mit wichtigen Theorie-Konzeptionen der Praktischen Philosophie vertraut zu machen. Grundkonzepte der Allgemeinen Ethik, der Angewandten Ethik, der Politischen Philosophie und der Rechtsphilosophie werden vorgestellt.

Es werden vor allem die folgenden Begriffe eingeführt: Freiheit, Absicht, Wille, Entscheidung; Nutzen, Glück, Pflicht, Achtung, Unparteilichkeit, Moral; Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Legitimität; Gerechtigkeit, Recht, Menschenrechte.

Die Vorlesung richtet sich an Studierende, die sich Grundlagen der Praktischen Philosophie aneignen (Bachelor Philosophie 1. Jahr und Master Komplexes Entscheiden 1. Jahr). Sie kann aber von allen Interessierten besucht werden.

Literaturangaben finden sich im Lektüre-Leitfaden, der im Stud.IP zum Herunterladen zur Verfügung steht und weitere Angaben zu wichtigen Quellentexten und Forschungsliteratur zur Praktischen Philosophie enthält.

Prof. Dr. Georg Mohr
09-30-23-B Grundpositionen der Moralphilosophie I
Basic problems and concepts of moral philosophy

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 18:00 - 20:00 SFG 1020 (4 SWS)

Im Seminar wird ein vergleichender Überblick über wichtige Positionen, Begründungsverfahren und Probleme der Ethik erarbeitet. Literaturgrundlage ist P. Fischer: Einführung in die Ethik. München: Fink 2003. Die Teilnahme am Seminar ist nur bei regelmäßiger Anwesenheit, Lektüre und aktiver Mitarbeit sinnvoll.

Claudia Henning
09-30-23-B Grundpositionen der Moralphilosophie II
Basic problems and concepts of moral philosophy

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 1080 (2 SWS)

Im Seminar wird ein vergleichender Überblick über wichtige Positionen, Begründungsverfahren und Probleme der Ethik erarbeitet. Literaturgrundlage ist P. Fischer: Einführung in die Ethik. München: Fink 2003. Die Teilnahme am Seminar ist nur bei regelmäßiger Anwesenheit, Lektüre und aktiver Mitarbeit sinnvoll.

Claudia Henning

Modul B5 Einführung in die Geschichte der Philosophie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-01-B Ringvorlesung V: Teil I Geschichte der Philosophie
Lecture series History of Philosophy, Part I

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B1400 NUR Mi. - So. (2 SWS)

Diese Vorlesung ist ein besonderes Angebot, das in dieser Art nur an ganz wenigen anderen Universitäten zu finden ist: Sie gibt einen Überblick über Themen, Theoriekonzeptionen und Lebenswerke einer Auswahl wichtiger Autoren aus der langen Geschichte der Philosophie.

Die Vorlesung hat zwei Teile. Im Wintersemester werden Epochen von der griechischen Antike bis zu Kant vorgestellt, das nächste Sommersemester führt vom deutschen Idealismus bis zur Gegenwart.

Die Veranstaltung findet als Ringvorlesung statt, d.h. die einzelnen Sitzungen werden von verschiedenen Lehrenden bestritten. So kann man die Lehrenden des Instituts für Philosophie kennenlernen und sich mit unterschiedlichen Zugangsweisen und Denkstilen in der Philosophie vertraut machen.

Die Ringvorlesung gibt zugleich auch Einblicke in die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte.

Die Vorlesung und zugehörige Tutorien bilden das Modul B 5 (Einführung in die Geschichte der Philosophie), das durch eine mündliche Modulprüfung im Anschluss an das Sommersemester abgeschlossen wird.

Am Beispiel herausragender Denker werden historische Bedingtheiten und institutionelle Rahmenbedingungen der Philosophie, aber auch der innere Zusammenhang und die Entwicklung philosophischer Problemstellungen und Lösungsvorschläge thematisiert. Der historische Überblick soll es leichter machen, systematische Themen und Seminarveranstaltungen zu einzelnen Autoren aus der Geschichte der Philosophie einzuordnen und ihre Gedanken zu verknüpfen.
Die Teilnahme an der Modulprüfung erfordert eine kontinuierliche und intensive Vor- und Nachbereitung der Sitzungen der beiden Semester. Dazu werden Materialien bereitgestellt, die in den Tutorien vertieft werden können.

Die Ringvorlesung kann auch von TeilnehmerInnen anderer Fächer im Rahmen der General Studies belegt werden. Natürlich sind auch alle willkommen, die sich für die Geschichte der Ideen unabhängig von Creditpoints und Studienordnungen interessieren.

Prof. Dr. Dagmar Hella Borchers
Prof. Dr. Georg Mohr
Prof. Dr. Manfred Stöckler
Svantje Marei Guinebert

Modul P1 Moral: Begründung und Argumentation

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-42-A Philosophien des Films
Philosophies of film

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)

Philosophie des Films, wie sie Gegenstand dieses Seminars ist, kann als ein Teilbereich der Kunstphilosophie analytischer Ausprägung gefasst werden. In ihr werden ontologische Fragen zur Seinsweise des Films gestellt (Was ist Film? Was ist ein Film?), epistemologische Fragen, wie Filme erkannt werden können (Wie können Filme von anderen Entitäten unterschieden werden? Wie kann das, was ein Film darstellt, erkannt werden?), Fragen zum Gehalt oder Bedeutung von Filmen (Wie werden Filme verstanden? Wie sollten sie interpretiert werden?) und evaluative Fragen (Nach welchen Kriterien kann die künstlerische Qualität von Filmen beurteilt werden und wie sind diese begründbar?). Die Fragen bauen nicht nur aufeinander auf, sie überschneiden sich auch in vielerlei Hinsicht. Im Seminar soll eine Systematisierung dieser Fragen anhand ausgewählter prominenter Positionen vorgenommen werden. Dabei werden weitverbreitete Unterscheidungen, wie zum Beispiel zwischen formalistischen und realistischen Filmtheorien, eingeführt und mit Thesen, wie zum Beispiel der sogenannten Transparenz-These zum kinematischen Bild, diskutiert. Ziel des Seminars ist, argumentative Zusammenhänge zwischen den Bereichen zu erhellen und so eine sachliche Orientierung innerhalb eines nicht immer übersichtlichen Feldes aktueller Filmphilosophie zu ermöglichen.

Die Lektüretexte sind weitestgehend in englischer Sprache verfasst und bisher nicht ins Deutsche übersetzt worden. Voraussetzung für die Seminarteilnahme ist daher die Bereitschaft, sich mit englischsprachiger Literatur auseinanderzusetzen.

Felix Engel
09-30-44-A Zeitgenössische Texte zu Fragen der Autonomie
On Autonomy

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1060 Dezernetenbesprechnungsraum - GESPERRT (ab 01.04.2017) (2 SWS)

Der Begriff der Autonomie ist facettenreich – und innerhalb der Philosophie mindestens ebenso mehrdeutig wie bedeutsam. In diesem Seminar werden wir uns mit Fragen der Autonomie beschäftigen und uns in engem Zusammenhang damit auch Fragen der Selbstbestimmung, der Autorität und der Selbstbeherrschung, sowie Willens- und Entscheidungsfreiheit widmen. Es geht darum zu erfahren, welche Fragen und Schwierigkeiten sich im Kontext personaler Autonomie stellen, einige Lösungsansätze kennenzulernen und gemeinsam aktuelle Positionen und Konzepte kritisch zu reflektieren.
Was heißt es eigentlich, „autonom“ zu sein? Warum ist Autonomie wertvoll? Ist sie es überhaupt? Was kann es heißen, selbst zu entscheiden? Was sind Bedingungen personaler Autonomie? Wir werden uns mit einigen zeitgenössischen Texten auseinandersetzen, in denen unterschiedliche Bestimmungen und Verständnisse von Autonomie vorgestellt und diskutiert werden.
Die behandelte Literatur wird auf Stud.IP zur Verfügung gestellt. Die Bereitschaft zur Lektüre englischer Texte sowie zu regelmäßiger aktiver Mitarbeit ist Voraussetzung zu einer gewinnbringenden Teilnahme am Seminar.

Svantje Marei Guinebert
09-30-45-A Kritische Theorie
Critical Theory

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SFG 1080 (2 SWS)

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Zielsetzungen und die Methoden der auch als „Frankfurter Schule“ bekannten Arbeitsgruppe, die sich mit der Gründung des Instituts für Sozialforschung und der seit 1932 erschienen Zeitschrift für Sozialforschung institutionell formierte. Die Einführung konzentriert sich auf die wichtigsten Veröffentlichungen der heute sogenannten „ersten Generation“ der Kritischen Theorie: Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Erich Fromm, Herbert Marcuse. Im Übrigen wird in dieser Vorlesung das Hauptaugenmerk auf die Sozialphilosophie und die Ästhetik der Kritischen Theorie gelegt.

Vor Beginn der Vorlesungszeit zu lesen sind:
Horkheimer, Max: „Traditionelle und kritische Theorie“. In: Zeitschrift für Sozialforschung, 1937, H. 2 [pdf im Stud.IP]
Marcuse, Herbert: „Philosophie und kritische Theorie“. In: Zeitschrift für Sozialforschung, 1937, H. 3 [pdf im Stud.IP]

Einführende Sekundärliteratur:
Bohman, James: „Critical Theory“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy, Winter Edition 2015 (http://plato.stanford.edu/archives/win2015/entries/critical-theory) [pdf im Stud.IP]
Wiggershaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Geschichte – Theoretische Entwicklung – Politische Bedeutung. München: Hanser, 1988; 7. Aufl. dtv 2008.
[gebraucht noch zu kaufen; in der SUUB: a phi 466 fra/081; a soz 283 2aa/826]
Kurzfassung:
Wiggershaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010.

Weitere Literaturangaben erfolgen im Zuge des Fortgangs der Vorlesung.

Prof. Dr. Georg Mohr

Modul P2 Politik, Recht, Staat

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-44-A Zeitgenössische Texte zu Fragen der Autonomie
On Autonomy

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1060 Dezernetenbesprechnungsraum - GESPERRT (ab 01.04.2017) (2 SWS)

Der Begriff der Autonomie ist facettenreich – und innerhalb der Philosophie mindestens ebenso mehrdeutig wie bedeutsam. In diesem Seminar werden wir uns mit Fragen der Autonomie beschäftigen und uns in engem Zusammenhang damit auch Fragen der Selbstbestimmung, der Autorität und der Selbstbeherrschung, sowie Willens- und Entscheidungsfreiheit widmen. Es geht darum zu erfahren, welche Fragen und Schwierigkeiten sich im Kontext personaler Autonomie stellen, einige Lösungsansätze kennenzulernen und gemeinsam aktuelle Positionen und Konzepte kritisch zu reflektieren.
Was heißt es eigentlich, „autonom“ zu sein? Warum ist Autonomie wertvoll? Ist sie es überhaupt? Was kann es heißen, selbst zu entscheiden? Was sind Bedingungen personaler Autonomie? Wir werden uns mit einigen zeitgenössischen Texten auseinandersetzen, in denen unterschiedliche Bestimmungen und Verständnisse von Autonomie vorgestellt und diskutiert werden.
Die behandelte Literatur wird auf Stud.IP zur Verfügung gestellt. Die Bereitschaft zur Lektüre englischer Texte sowie zu regelmäßiger aktiver Mitarbeit ist Voraussetzung zu einer gewinnbringenden Teilnahme am Seminar.

Svantje Marei Guinebert
09-30-45-A Kritische Theorie
Critical Theory

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SFG 1080 (2 SWS)

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Zielsetzungen und die Methoden der auch als „Frankfurter Schule“ bekannten Arbeitsgruppe, die sich mit der Gründung des Instituts für Sozialforschung und der seit 1932 erschienen Zeitschrift für Sozialforschung institutionell formierte. Die Einführung konzentriert sich auf die wichtigsten Veröffentlichungen der heute sogenannten „ersten Generation“ der Kritischen Theorie: Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Erich Fromm, Herbert Marcuse. Im Übrigen wird in dieser Vorlesung das Hauptaugenmerk auf die Sozialphilosophie und die Ästhetik der Kritischen Theorie gelegt.

Vor Beginn der Vorlesungszeit zu lesen sind:
Horkheimer, Max: „Traditionelle und kritische Theorie“. In: Zeitschrift für Sozialforschung, 1937, H. 2 [pdf im Stud.IP]
Marcuse, Herbert: „Philosophie und kritische Theorie“. In: Zeitschrift für Sozialforschung, 1937, H. 3 [pdf im Stud.IP]

Einführende Sekundärliteratur:
Bohman, James: „Critical Theory“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy, Winter Edition 2015 (http://plato.stanford.edu/archives/win2015/entries/critical-theory) [pdf im Stud.IP]
Wiggershaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Geschichte – Theoretische Entwicklung – Politische Bedeutung. München: Hanser, 1988; 7. Aufl. dtv 2008.
[gebraucht noch zu kaufen; in der SUUB: a phi 466 fra/081; a soz 283 2aa/826]
Kurzfassung:
Wiggershaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010.

Weitere Literaturangaben erfolgen im Zuge des Fortgangs der Vorlesung.

Prof. Dr. Georg Mohr
09-30-50-A Adornos Musikphilosophie
Adorno’s Philosophy of Music

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GW2 A4440 (Musik) (2 SWS)

Adorno ist nicht nur der Autor grundlegender Werke der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, er war auch Komponist und philosophischer Musik-Interpret. In einigen der betreffenden Texte verbindet Adorno Musikinterpretation mit Gesellschaftskritik. Musikphilosophie wird zu einem heuristischen Medium der sozialphilosophischen Diagnose: „Gesellschaft im Werk“ lautet treffend der Titel eines kürzlich erschienenen Buches zu Adornos Musikphilosophie (Hg. R. Klein, Alber 2015).

Aus dem umfangreichen musikphilosophischen Schrifttum Adornos werden im Seminar behandelt:

1) Monographien zu Beethoven, Mahler und zur Neuen Musik (Schönberg, Strawinsky),
2) Aufsätze über Popularmusik und Jazz,
3) musiksoziologische Texte zum Hörverhalten,
4) das Kapitel zur Kritik der Kulturindustrie aus Dialektik der Aufklärung.

Die meisten Texte stehen im Stud.IP zum Herunterladen zur Verfügung. Anzuschaffen ist das folgende Buch:

Beethoven. Philosophie der Musik. Fragmente und Texte, Frankfurt/M.: Suhrkamp (stw) ISBN: 978-3518293270

Vor Semesterbeginn muss jede/r Teilnehmer/in zur Vorbereitung des Seminars lesen:

Beethoven. Philosophie der Musik. Fragmente und Texte, Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1993, insbes. S. 21-125.
On Popular Music (1941). In: Zeitschrift für Sozialforschung 9, 1941, S. 17-48.
  • Essays on Music. Ed. Richard Leppert. Berkeley and Los Angeles: University of California Press, 2002, pp. 437-69.
Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens.
  • Gesammelte Schriften, Bd. 14, S. 14-50.

Prof. Dr. Georg Mohr

Modul T1 Erkenntnis, Sprache, Wirklichkeit

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-39-A Philosophie und moderne Psychoanalyse - die neue Synthese
Philosophy and modern psychoanalysis – a new encounter

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 SFG 0140 SFG 0150 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 27.03.17 12:00 - 16:00 SFG 0150

Die Beziehung zwischen Philosophie und Psychoanalyse hat bislang ein wechselvolles Schicksal gehabt. Das klassische, von Freud entwickelte Paradigma der Psychoanalyse hat sich dezidiert von der zeitgenössischen Philosophie abgegrenzt. Zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Philosophen wie Thomas Nagel und Donald Davidson zum ersten Mal versucht, die Psychoanalyse, verstanden als Theorie seelischer Störungen, im Rahmen der damals entstehenden Philosophie des Geistes zu reformulieren. Und das gegenwärtig vorherrschende intersubjektive Paradigma der Psychoanalyse wurde unter anderem von Vertretern der neueren Sozialphilosophie und Kritischen Theorie wie Jürgen Habermas und Axel Honneth auf den Weg gebracht.
Das Seminar wird diesen historischen Hintergrund in den ersten zwei Sitzungen im Umriss skizzieren, sich aber dann den neuesten – überaus interessanten - Entwicklungen der Psychoanalyse (der „modernen Psychoanalyse“) widmen, die sich explizit auf die gegenwärtige Philosophie des Geistes bezieht und zum Teil auch aus evolutionstheoretischer Sicht auf die Theorie und Therapie seelischer Störungen blickt. Dazu werden wir eine Reihe von anregenden Artikeln lesen und diskutieren, die von TeilnehmerInnen des Seminars in Kurzreferaten vorgestellt werden sollten. Am Ende des Seminars sollen Bausteine einer ganz neuen, philosophisch inspirierten Lesart der Theorie seelischer Störungen deutlich werden.

Literatur zum Einstieg:
Badcock, C. 1999: Psychodarwinismus. Die neue Synthese zwischen Darwin und Freud, München.
Slavin, M.; Kriegman, D. 1990: Toward a New Paradigm for Psychoanalysis: An Evolutionary Biological Perspective on the Classical—Relational Dialectic, Psychoanalytic Psychology 7 Supplement, 5–31.
Taubner, S., Nolte T., Luyten P., Fonagy P., 2010: Mentalisierung und das Selbst. Persönlichkeitsstörungen 14: 243-258.
Detel, W. 20153: Philosophie des Geistes und der Sprache. Grundkurs Philosophie Band 3, Stuttgart, Kap.7, 12-56.

Wir werden uns hauptsächlich mit drei Bänden der Zeitschrift Pschoanalytic Inquiry aus den Jahren 2010, 2014 und 2016 beschäftigen, in deren Artikeln der Blickwinkel und die Arbeitsweise einer modernen, für die Philosophie interessanten Psychoanalyse deutlich zum Ausdruck kommen. Die relevanten Artikel aus diesen Bänden sowie weitere Literatur werden zu Beginn des Seminars angegeben und in Kopien zur Verfügung gestellt.

Prof. Dr. Wolfgang Detel
09-30-40-A Geschichte des Sehens
A History of Seeing
02-02-PM1-30S

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 Cog 2030 (2 SWS)
Prof. Dr. Manfred Stöckler
Prof. Dr. Manfred Fahle
09-30-42-A Philosophien des Films
Philosophies of film

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)

Philosophie des Films, wie sie Gegenstand dieses Seminars ist, kann als ein Teilbereich der Kunstphilosophie analytischer Ausprägung gefasst werden. In ihr werden ontologische Fragen zur Seinsweise des Films gestellt (Was ist Film? Was ist ein Film?), epistemologische Fragen, wie Filme erkannt werden können (Wie können Filme von anderen Entitäten unterschieden werden? Wie kann das, was ein Film darstellt, erkannt werden?), Fragen zum Gehalt oder Bedeutung von Filmen (Wie werden Filme verstanden? Wie sollten sie interpretiert werden?) und evaluative Fragen (Nach welchen Kriterien kann die künstlerische Qualität von Filmen beurteilt werden und wie sind diese begründbar?). Die Fragen bauen nicht nur aufeinander auf, sie überschneiden sich auch in vielerlei Hinsicht. Im Seminar soll eine Systematisierung dieser Fragen anhand ausgewählter prominenter Positionen vorgenommen werden. Dabei werden weitverbreitete Unterscheidungen, wie zum Beispiel zwischen formalistischen und realistischen Filmtheorien, eingeführt und mit Thesen, wie zum Beispiel der sogenannten Transparenz-These zum kinematischen Bild, diskutiert. Ziel des Seminars ist, argumentative Zusammenhänge zwischen den Bereichen zu erhellen und so eine sachliche Orientierung innerhalb eines nicht immer übersichtlichen Feldes aktueller Filmphilosophie zu ermöglichen.

Die Lektüretexte sind weitestgehend in englischer Sprache verfasst und bisher nicht ins Deutsche übersetzt worden. Voraussetzung für die Seminarteilnahme ist daher die Bereitschaft, sich mit englischsprachiger Literatur auseinanderzusetzen.

Felix Engel
09-30-43-A Alles Natur? Chancen und Grenzen des Naturalismus in der Philosophie
Naturalism in Philosophy

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 SFG 1030 (2 SWS)

Um den Naturalismus und um ein naturwissenschaftliches Weltbild wird in der Philosophie und im Feuilleton heftig gestritten. Dabei ist häufig überhaupt nicht klar, worum genau gestritten wird. In einer starken Variante behauptet der Naturalismus, dass die einzig verlässlichen Methoden, Wahrheiten über die Welt herauszufinden, naturwissenschaftliche Methoden sind (Quine: The world is as natural science says it is). In einer vorsichtigeren Variante behauptet der Naturalismus, dass es keine Geistsubstanz (im Sinne eines cartesianischen Dualismus), keine teleologischen Prinzipien, keine besonderen Lebenskräfte und keine transzendenten (übernatürlichen) Einflüsse auf die Vorgänge in der Natur gibt, die nicht naturwissenschaftlich erklärbar wären.
Die gegenwärtige Auseinandersetzung um den Naturalismus ist in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzunge des Streits zwischen Materialismus und Idealismus, insbesondere sind die Diskussionen emotional aufgeladen, wie man es bei Weltanschauungsfragen häufig findet.
Wir untersuchen verschiedene Varianten des Naturalismus. Welche Argumente sprechen für den Naturalismus, welche dagegen? Warum ist dieser Streit wichtig, welche Folgen ergeben sich aus den verschiedenen Positionen?

Literatur
Texte werde im Seminar zur Verfügung gestellt.

Prof. Dr. Manfred Stöckler
09-30-46-A Tomasello: Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens
M. Tomasello: The cultural origins of human cognition

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 SWS)

Michael Tomasellos Buch stellt einen bemerkenswerten und erfrischenden Beitrag zur Philosophischen Anthropologie, insbesondere zum Problem des Tier-Mensch-Vergleiches, und zur Philosophie des Geistes dar und hat in der festgefahrenen philosophischen Debatte zwischen „Naturalisten“ und „Kulturalisten“ jede Menge Staub aufgewirbelt, insbesondere auch deshalb, weil es sich auf umfangreiche empirische Belege stützt. Es verknüpft gewöhnlich in verschiedenen Teildisziplinen der Philosophie verhandelte Probleme unter der Frage nach der Konstitution und Entwicklung spezifisch menschlicher Fähigkeiten, wobei diese v.a. durch den Modus ihres Erwerbs in der Ontogenese, nämlich das Lernen durch Imitation, gekennzeichnet sind.

Claudia Henning
09-30-47-A Alva Noë: Action in perception

Seminar

Einzeltermine:
Mi 19.10.16 10:00 - 12:00 GW2 A4020
Mo 06.03.17 - Do 09.03.17 (Mo, Di, Mi, Do) 10:00 - 16:00 SFG 1080

Alva Noë versucht die klassische Ansicht von der Wahrnehmung als rein „rezeptives“ Vermögen zu überwinden. Dabei vertritt er einen „enactive approach“, d.h. Wahrnehmung wird als aktives Vermögen betrachtet. Im Seminar werden wir diesen Ansatz besprechen und überlegen, welche Folgen das für die Philosophie des Geistes hat.

Claudia Henning
09-30-48-A Evolutionäre Ästhetik (in englischer Sprache)
Evolutionary Aesthetics: the evolution of the aesthetic sense from Charles Darwin to the contemporary debate
The evolution of the aesthetic sense from Charles Darwin to the contemporary debate

Seminar

Einzeltermine:
Do 24.11.16 09:00 - 19:00 SFG 3070
Fr 25.11.16 09:00 - 19:00 SFG 3190
Sa 26.11.16 09:00 - 15:00 SFG 2070

Little in the study of the human nature has been left untouched by developments in evolutionary biology (Darwin 1859, 1871) and the inquiry into the nature of aesthetics and aesthetic judgement makes no exception. Our species, like all other living beings, has evolved through natural selection: evolutionary processes, both biological and cultural, have shaped our bodies, behaviours, and psychological traits. Could viewing aesthetics through the lens of Charles Darwin’s theory of evolution contribute to the vast knowledge that philosophers and psychologists have gathered about aesthetic sense, aesthetic experience and the arts over the centuries? What are the fundamental psychological, neurological and biological components of human aesthetic experience?
Over the last two decades Evolutionary Aesthetics (EA) (Voland, Grammer 2003) has emerged as a new subfield of study, the main aim of which is the “importation of aesthetics into natural sciences, and especially its integration into the heuristic of Darwin's evolutionary theory”. In the last years, many scholars (such as Tooby, Cosmides 2001; Miller 2000; Voland, Grammer 2003; Dutton 2009; Dissanayake 1992; Welsch 2004; Prum 2012; Davies 2012) have addressed the question as to whether and to what extent Darwinian evolution can shed light on our capacity to make aesthetic judgments, appreciate aesthetically the world, and produce literary, musical, pictorial artworks.
This seminar will provide an introduction to the major themes and theories of Evolutionary Aesthetics, so as to give students a basic idea of the different perspectives that animate EA' contemporary scenario, explicitly inspired by Darwinian theory. I will pay particular attention to Charles Darwin’s aesthetic theory, arguing that his aesthetic views played a fundamental role in the construction of the theory of evolution by means of natural selection (Kohn 1996; Menninghaus 2003, 2009, 2011). The main aim of the seminar, working on the boundaries between Aesthetics and Biology, is to provide students with a lens through which they can appreciate how close and interconnected are the perspectives and research programmes in the humanities and in the natural sciences about the aesthetic and its role in human and nonhuman evolution.
A list of reading assignments will be provided in the next weeks; the language of the seminar is English; however, as the instructor speaks German, questions and requests of clarification in German are welcome.

References:
Darwin C. R., (1859) On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life, John Murray, London.
Darwin, C.R. (1871), The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex, John Murray, London.
Davies, S. (2012), The Artful Species. Aesthetics, Art and Evolution, Oxford University Press, Oxford.
Dissanayake, E. (1992), Homo aestheticus. Where Art Comes From and Why, New York, Free Press.
Dutton D. (2009), The Art Instinct: Beauty, Pleasure, and Human Evolution, New York, Bloomsbury Press.
Kohn, D. (1996), The aesthetic construction of Darwin's theory, in A. Tauber (ed.), The Elusive Synthesis: Aesthetics and Science, Springer, pp. 13-48.
Menninghaus W., (2009), Biology à la mode: Charles Darwin's Aesthetics of “Ornament”, in «History and philosophy of life sciences», 31, pp. 263-278.
Menninghaus, W. (2003), Das Versprechen der Schönheit, Suhrkamp, Frankfurt am Main.
Menninghaus, W. (2011), Wozu Kunst? Ästhetik nach Darwin, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011.
Miller, G. (2000), The Mating Mind: How Sexual Choice Shaped the Evolution of Human Nature, New York: Random House.
Prum, R. (2012), Aesthetic evolution by mate choice: Darwin's really dangerous idea, «Philosophical Transactions of the Royal Society» B, pp. 2253-2265.
Tooby J., Cosmides L. (2001), Does Beauty Build Adapted Minds? Toward an Evolutionary Theory of Aesthetics, Fiction and Arts, «Substance», 30, 2001, 94/95, pp. 6-27.
Voland, E., Grammer, K. (eds) (2003), Evolutionary Aesthetics, Springer, Berlin
W. Welsch, Animal Aesthetics, in “Contemporary Aesthetics”, 2004 (http://www.contempaesthetics.org/newvolume/pages/article.php?articleID=243)

Mariagrazia Portera
09-30-51-A Geschichtlichkeit und Kino. Der Film als Medium der Historie
History and Cinema. Film as medium of historical experience

Seminar

Einzeltermine:
Fr 28.10.16 10:00 - 14:00 SFG 3190
Fr 18.11.16 10:00 - 17:00 SFG 3070
Fr 18.11.16 13:00 - 17:00 SuUB 4320 (Studio II Medienraum )
Sa 19.11.16 10:00 - 17:00 SFG 1020
Fr 02.12.16 10:00 - 17:00 SFG 3070
Fr 02.12.16 12:00 - 18:00 SuUB 4320 (Studio II Medienraum )
Sa 03.12.16 09:00 - 20:00 SuUB 4320 (Studio II Medienraum )
Sa 03.12.16 10:00 - 17:00 SFG 1020

Das Kino hat eine starke Affinität zur Geschichtsschreibung und zur Geschichtsphilosophie. Diese Affinität hat sich im Lauf seiner Geschichte in verschiedener Weise manifestiert:
1. im Versuch, ein historisches Geschehen mit den Illusionsmitteln des Mediums gleichsam wieder zum Leben zu erwecken,
2. indem Dokumentar-, aber auch Spielfilme selbst als Quelle bzw. als historisches Dokument verstanden worden sind und
3. in vielen seit den Sechzigerjahren entstandenen Filmen, die selbstreflexiv, mit filmischen Mitteln Geschichtsphilosophie betreiben, indem sie die Fähigkeit des Mediums hinterfragen, eine dem historischen Geschehen adäquate ästhetische Erfahrung zu ermöglichen und Wissen über die Historie zu vermitteln.
Die theoretische Grundlage der Auseinandersetzung mit dem Komplex „Kino und Geschichtlichkeit“ bilden klassische und zeitgenössische Texte, in denen sich Geschichtsphilosophie und Filmtheorie miteinander verbinden.
Die in der Auseinandersetzung mit den Texten erarbeiteten Begriffe und Fragestellungen werden, analog zu der oben skizzierten Differenzierung, zuerst an filmische Re-Inszenierungen eines historischen Geschehens herangetragen [beispielsweise in Titanic (USA 1997) oder Schindlers Liste (USA 1993)]. Dann wird es, ausgehend von Alain Resnais' Nuit et Brouillard (1955), um den Dokumentcharakter filmischer Bilder gehen. Abschließend werden wir uns mit Essayfilmen von Filmemachern wie Chris Marker bzw. Harun Farocki beschäftigen, die gleichsam mit der Kamera philosophieren. Ihre Filme stellen den Abbildcharakter des Mediums und damit die ungebrochene Verknüpfung von Leinwand- und Geschichtsbild prinzipiell in Frage.
Literatur- und Filmauswahl werden zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Benjamin Moldenhauer
10-82-3-SIK4-2 Principles of the Peircean Approach to Meaning: an example-based introduction (in englischer Sprache)
09-30-52-A (B.A. Philosophie)

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:15 - 13:45 SFG 2030 SFG 2020 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS)

The American philosopher Charles Sanders Peirce (1839-1917) is widely
accepted as one of the main founders of the modern field of semiotics,
the study of signs. His writings provide fundamental principles for
the workings of language, of pictures, of symbols of all kinds, of
metaphors, of diagrams, of comics, and very much more. And yet,
despite this, it is astounding how little the majority of those
working in any of these areas know of Peirce's work in detail. This
course will provide an example-based introduction to the main tenets
of Peirce's semiotics. In addition to working through some of Peirce's
original writings and the most accessible secondary literature on his
work, we will attempt to actually apply Peirce's framework to real
cases of more or less complex communicative artefacts and
performances. This will give a very hands-on feel both for what the
account can do, and what it cannot. Participation in the course will
require regular attendance and preparation for discussion concerning
distributed readings on related topics as well as preparation and
critical discussion of examples selected for analysis. Attending the
course should enable participants to approach any communicative
artefacts or performances with an increased degree of critical and
differentiating engagement and responsiveness to how they are working.

Basic texts that will work with include:

  • Jappy, T. (2013), Introduction to Peircean visual semiotics,
Bloomsbury, London and New York.

  • Nöth, W. (2011), Visual semiotics: key features and an application
to picture ads, in Eric Margolis & Luc Pauwels, ed., 'The SAGE
Handbook of Visual Research Methods', pp. 298--316.

  • Peirce, C. S. (1868), 'On a New List of Categories', Proceedings of
the American Academy of Arts and Sciences 7, 287--298.

  • Short, T. (1982), 'Life among the legisigns', Transactions of the
Charles S. Peirce Society 18(4), 285--310.

  • Short, T. (2004), The development of Peirce's theory of signs, in
C. Misak, ed., 'The Cambridge Companion to Peirce', Cambridge
University Press, Cambridge, pp. 214--240.

as well as selected extracts from Peirce's collected works which will
be uploaded for class.

Readings will be selected according to the particular interests of the
participants who sign up; the following list gives something of an
idea of the breadth of topics that could be considered (electronic
copies can be provided on demand):

  • Caldwell, J. (2012), 'Comic panel layout: A Peircean analysis',
Studies in Comics 2(2), 317--338.

  • Elleström, L. (2013), Spatiotemporal aspects of iconicity, in Lars
Elleström; Olga Fischer & Christina Ljungberg, ed., 'Iconic
Investigations', John Benjamins, Amsterdam.

  • Hoven, P. J. van den (2010), 'Peircean semiotics and text linguistic
models', Chinese semiotic studies 3(1), 201--226.

  • Kiryushchenko, V. (2015), Maps, diagrams and signs: visual
experience in Peirce's semiotics, in Peter P. Trifonas, ed.,
'International Handbook of Semiotics', Springer, Dordrecht,
pp. 115--124.

  • Lefebrve, M. (2007), The Art of Pointing. On Peirce, Indexicality,
and Photographic Images, in James Elkins, ed., 'Photography Theory',
Routledge, London, pp. 220--244.

  • Magnussen, A. (2000), The semiotics of C.S. Peirce as a theoretical
framework for the understanding of comics, in Anne Magnussen &
Hans-Christian Christiansen, ed., 'Comics & culture: Analytical and
theoretical approaches to comics', Museum Tusculanum Press
University of Copenhagen, Copenhagen, Denmark, pp. 193--207.

  • Nˆth, W. & Jungk, I. (2015), 'Peircean visual semiotics: Potentials
to be explored', Semiotica 207, 657--673.

  • Scott, D. (1997), Indexical/iconic tensions: the semiotics of the
postage stamp, in Winfried Nˆth, ed., 'Semiotics of the Media. State
of the Art, Projects, and Perspectives', Mouton de Gruyter,
Berlin/New York, pp. 191--201.

  • Spaziante, L. (2013), Sound, image and fake realism: sound figures
in audiovisuals, in Lars Ellestrˆm; Olga Fischer & Christina
Ljungberg, ed., 'Iconic Investigations', John Benjamins, Amsterdam,
pp. 263--274.

  • Steiner, W. (2013), Model and icon, in Lars Ellestrˆm; Olga Fischer
& Christina Ljungberg, ed., 'Iconic Investigations', John
Benjamins, Amsterdam, pp. 233--246.

  • Turner, M. (2013), Iconicity by blending, in Lars Ellestrˆm; Olga
Fischer & Christina Ljungberg, ed., 'Iconic Investigations', John
Benjamins, Amsterdam.

Prof. John Arnold Bateman, Ph.D.

Modul T2 Wissenschaft, Methode, Natur

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-40-A Geschichte des Sehens
A History of Seeing
02-02-PM1-30S

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 Cog 2030 (2 SWS)
Prof. Dr. Manfred Stöckler
Prof. Dr. Manfred Fahle
09-30-41-A Naturgesetze
Laws of Nature

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Naturgesetze haben in den Naturwissenschaften und speziell in der Physik eine besondere Stellung. Kant hat Natur als „Existenz der Dinge unter Gesetzen“ definiert, und häufig wird die Suche nach Gesetzen als zentrale Aufgabe der naturwissenschaftlichen Forschung angesehen. Es herrscht auch Einverständnis darüber, welche Formeln in eine Liste typischer Naturgesetze aufzunehmen wären (z.B. Galileis Fallgesetz, Newtons Grundgesetze der Mechanik, Maxwells Gleichungen der Elektrodynamik, Einsteins Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie).
Dennoch ist es der Wissenschaftsphilosophie bisher nicht gelungen ist, eine überzeugende Definition (Explikation) des Begriffs Naturgesetz zu finden, d. h. man kann nicht explizit angeben, was Naturgesetze auszeichnet und wodurch sie sich von anderen Aussagen bzw. Strukturen unterscheiden. Was sind notwendige und hinreichende Bedingungen für gesetzesartige Aussagen? Bilden Naturgesetze objektive Muster einer von uns unabhängigen Realität ab oder sind sie nur notwendige Formen bzw. bloße Instrumente unserer Weltbeschreibung? Was meint man eigentlich, wenn man sagt, Naturgesetze seien notwendig und universell? Wie kann man Naturgesetze erklären bzw. rechtfertigen?
Dass eine gute Antwort auf die Frage „Was sind Naturgesetze?“ bisher aussteht, ist auch deshalb beunruhigend, weil nach einer weit verbreitenden Auffassung besondere Ereignisse durch Allgemeines (z.B. Naturgesetze) verständlich gemacht werden können und die deduktiv-nomologische Theorie der Erklärung ohne Gesetze nicht auskommt.
In unserem Seminar werden wir auch einen Blick auf die Geschichte des Konzepts der Naturgesetze werfen. Vor allem werden wir uns Texte aus der aktuellen Debatte um den Begriff des Naturgesetzes anschauen. Einerseits wird deutlich werden, warum es so schwierig ist zu sagen, was Naturgesetze sind, andererseits kann man in dieser Debatte einen differenzierten Einblick in die Erklärungskraft exakter Naturwissenschaften und die Bedeutung ihrer Aussagen gewinnen.

Studierende aus anderen Fächern, insbesondere solchen, die mit Naturgesetzen zu tun haben, sind herzliche willkommen.


Literatur
Texte werde im Seminar zur Verfügung gestellt.

Prof. Dr. Manfred Stöckler
09-30-43-A Alles Natur? Chancen und Grenzen des Naturalismus in der Philosophie
Naturalism in Philosophy

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 SFG 1030 (2 SWS)

Um den Naturalismus und um ein naturwissenschaftliches Weltbild wird in der Philosophie und im Feuilleton heftig gestritten. Dabei ist häufig überhaupt nicht klar, worum genau gestritten wird. In einer starken Variante behauptet der Naturalismus, dass die einzig verlässlichen Methoden, Wahrheiten über die Welt herauszufinden, naturwissenschaftliche Methoden sind (Quine: The world is as natural science says it is). In einer vorsichtigeren Variante behauptet der Naturalismus, dass es keine Geistsubstanz (im Sinne eines cartesianischen Dualismus), keine teleologischen Prinzipien, keine besonderen Lebenskräfte und keine transzendenten (übernatürlichen) Einflüsse auf die Vorgänge in der Natur gibt, die nicht naturwissenschaftlich erklärbar wären.
Die gegenwärtige Auseinandersetzung um den Naturalismus ist in vielerlei Hinsicht eine Fortsetzunge des Streits zwischen Materialismus und Idealismus, insbesondere sind die Diskussionen emotional aufgeladen, wie man es bei Weltanschauungsfragen häufig findet.
Wir untersuchen verschiedene Varianten des Naturalismus. Welche Argumente sprechen für den Naturalismus, welche dagegen? Warum ist dieser Streit wichtig, welche Folgen ergeben sich aus den verschiedenen Positionen?

Literatur
Texte werde im Seminar zur Verfügung gestellt.

Prof. Dr. Manfred Stöckler
09-30-46-A Tomasello: Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens
M. Tomasello: The cultural origins of human cognition

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 SWS)

Michael Tomasellos Buch stellt einen bemerkenswerten und erfrischenden Beitrag zur Philosophischen Anthropologie, insbesondere zum Problem des Tier-Mensch-Vergleiches, und zur Philosophie des Geistes dar und hat in der festgefahrenen philosophischen Debatte zwischen „Naturalisten“ und „Kulturalisten“ jede Menge Staub aufgewirbelt, insbesondere auch deshalb, weil es sich auf umfangreiche empirische Belege stützt. Es verknüpft gewöhnlich in verschiedenen Teildisziplinen der Philosophie verhandelte Probleme unter der Frage nach der Konstitution und Entwicklung spezifisch menschlicher Fähigkeiten, wobei diese v.a. durch den Modus ihres Erwerbs in der Ontogenese, nämlich das Lernen durch Imitation, gekennzeichnet sind.

Claudia Henning
09-30-48-A Evolutionäre Ästhetik (in englischer Sprache)
Evolutionary Aesthetics: the evolution of the aesthetic sense from Charles Darwin to the contemporary debate
The evolution of the aesthetic sense from Charles Darwin to the contemporary debate

Seminar

Einzeltermine:
Do 24.11.16 09:00 - 19:00 SFG 3070
Fr 25.11.16 09:00 - 19:00 SFG 3190
Sa 26.11.16 09:00 - 15:00 SFG 2070

Little in the study of the human nature has been left untouched by developments in evolutionary biology (Darwin 1859, 1871) and the inquiry into the nature of aesthetics and aesthetic judgement makes no exception. Our species, like all other living beings, has evolved through natural selection: evolutionary processes, both biological and cultural, have shaped our bodies, behaviours, and psychological traits. Could viewing aesthetics through the lens of Charles Darwin’s theory of evolution contribute to the vast knowledge that philosophers and psychologists have gathered about aesthetic sense, aesthetic experience and the arts over the centuries? What are the fundamental psychological, neurological and biological components of human aesthetic experience?
Over the last two decades Evolutionary Aesthetics (EA) (Voland, Grammer 2003) has emerged as a new subfield of study, the main aim of which is the “importation of aesthetics into natural sciences, and especially its integration into the heuristic of Darwin's evolutionary theory”. In the last years, many scholars (such as Tooby, Cosmides 2001; Miller 2000; Voland, Grammer 2003; Dutton 2009; Dissanayake 1992; Welsch 2004; Prum 2012; Davies 2012) have addressed the question as to whether and to what extent Darwinian evolution can shed light on our capacity to make aesthetic judgments, appreciate aesthetically the world, and produce literary, musical, pictorial artworks.
This seminar will provide an introduction to the major themes and theories of Evolutionary Aesthetics, so as to give students a basic idea of the different perspectives that animate EA' contemporary scenario, explicitly inspired by Darwinian theory. I will pay particular attention to Charles Darwin’s aesthetic theory, arguing that his aesthetic views played a fundamental role in the construction of the theory of evolution by means of natural selection (Kohn 1996; Menninghaus 2003, 2009, 2011). The main aim of the seminar, working on the boundaries between Aesthetics and Biology, is to provide students with a lens through which they can appreciate how close and interconnected are the perspectives and research programmes in the humanities and in the natural sciences about the aesthetic and its role in human and nonhuman evolution.
A list of reading assignments will be provided in the next weeks; the language of the seminar is English; however, as the instructor speaks German, questions and requests of clarification in German are welcome.

References:
Darwin C. R., (1859) On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life, John Murray, London.
Darwin, C.R. (1871), The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex, John Murray, London.
Davies, S. (2012), The Artful Species. Aesthetics, Art and Evolution, Oxford University Press, Oxford.
Dissanayake, E. (1992), Homo aestheticus. Where Art Comes From and Why, New York, Free Press.
Dutton D. (2009), The Art Instinct: Beauty, Pleasure, and Human Evolution, New York, Bloomsbury Press.
Kohn, D. (1996), The aesthetic construction of Darwin's theory, in A. Tauber (ed.), The Elusive Synthesis: Aesthetics and Science, Springer, pp. 13-48.
Menninghaus W., (2009), Biology à la mode: Charles Darwin's Aesthetics of “Ornament”, in «History and philosophy of life sciences», 31, pp. 263-278.
Menninghaus, W. (2003), Das Versprechen der Schönheit, Suhrkamp, Frankfurt am Main.
Menninghaus, W. (2011), Wozu Kunst? Ästhetik nach Darwin, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011.
Miller, G. (2000), The Mating Mind: How Sexual Choice Shaped the Evolution of Human Nature, New York: Random House.
Prum, R. (2012), Aesthetic evolution by mate choice: Darwin's really dangerous idea, «Philosophical Transactions of the Royal Society» B, pp. 2253-2265.
Tooby J., Cosmides L. (2001), Does Beauty Build Adapted Minds? Toward an Evolutionary Theory of Aesthetics, Fiction and Arts, «Substance», 30, 2001, 94/95, pp. 6-27.
Voland, E., Grammer, K. (eds) (2003), Evolutionary Aesthetics, Springer, Berlin
W. Welsch, Animal Aesthetics, in “Contemporary Aesthetics”, 2004 (http://www.contempaesthetics.org/newvolume/pages/article.php?articleID=243)

Mariagrazia Portera
09-30-49-A Klima, Börse, Vogelschwärme. Computersimulationen in wissenschaftsphilosophischer Perspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 2060 (2 SWS)

Der Einsatz von Simulationen, die dynamische Prozesse auf Computern nachbilden, ist aus fast keiner Disziplin der Natur- und Sozialwissenschaften mehr wegzudenken. Dabei wurden neuartige Methodologien entwickelt, die sich vom Vorgehen der traditionellen Wissenschaft grundlegend unterscheiden. Auch die Wissenschaftstheorie war lange an dem herkömmlichen Ideal orientiert, nach dem aus allgemeinen Naturgesetzen mit Hilfe logischer Werkzeuge Voraussagen abgeleitet und dann im Experiment überprüft werden.

Dagegen wurde z. B. behauptet, dass Computersimulationen eine Zwischenstellung zwischen Theorie und Experiment einnehmen ("numerisches Experimentieren"). Computersimulationen verwenden Modellierungen, die z.T. hoch idealisiert sind. Wie kann man von solchen Prämissen, von denen man weiß, dass sie in einem gewissen Sinn falsche sind, zu brauchbaren Ergebnissen kommen? Solche Fragen sind einmal für die Wissenschaftsphilosophie selbst wichtig, die sich offenbar von dem lange herrschenden Vorbild der Logik noch mehr lösen muss. Sie sind darüber hinaus aber auch für die Gesellschaft relevant: Worauf beruht die Verlässlichkeit von Erkenntnissen, die man aus Simulationen gewinnt? Wie kann man die Unsicherheiten, die aus speziellen Modellannahmen kommen, befriedigend einschätzen udn beim Handeln berücksichtigen?

In diesem interdisziplinären Seminar werden wir Beispiele von Simulationen aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaften kennenlernen und an diesen Beispielen aktuelle wissenschaftsphilosophische Fragen diskutieren. Wir freuen uns über Studierende aus dem Natur- und Sozialwissenschaften, die evtl. auch selbst schon Erfahrungen mit Simulationen haben, und über Studierende aus der Philosophie und aus anderen Fächern, die sich für Methoden gegenwärtiger empirischer Wissenschaften und für die Frage interessieren, ob und warum wir deren Ergebnissen vertrauen können.

Prof. Dr. Manfred Stöckler
Stefan Bornholdt

Modul PS Philosophie der Moral, der Politik und des Rechts (Spezialisierungsmodul Praktische Philosophie)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-44-A Zeitgenössische Texte zu Fragen der Autonomie
On Autonomy

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 1060 Dezernetenbesprechnungsraum - GESPERRT (ab 01.04.2017) (2 SWS)

Der Begriff der Autonomie ist facettenreich – und innerhalb der Philosophie mindestens ebenso mehrdeutig wie bedeutsam. In diesem Seminar werden wir uns mit Fragen der Autonomie beschäftigen und uns in engem Zusammenhang damit auch Fragen der Selbstbestimmung, der Autorität und der Selbstbeherrschung, sowie Willens- und Entscheidungsfreiheit widmen. Es geht darum zu erfahren, welche Fragen und Schwierigkeiten sich im Kontext personaler Autonomie stellen, einige Lösungsansätze kennenzulernen und gemeinsam aktuelle Positionen und Konzepte kritisch zu reflektieren.
Was heißt es eigentlich, „autonom“ zu sein? Warum ist Autonomie wertvoll? Ist sie es überhaupt? Was kann es heißen, selbst zu entscheiden? Was sind Bedingungen personaler Autonomie? Wir werden uns mit einigen zeitgenössischen Texten auseinandersetzen, in denen unterschiedliche Bestimmungen und Verständnisse von Autonomie vorgestellt und diskutiert werden.
Die behandelte Literatur wird auf Stud.IP zur Verfügung gestellt. Die Bereitschaft zur Lektüre englischer Texte sowie zu regelmäßiger aktiver Mitarbeit ist Voraussetzung zu einer gewinnbringenden Teilnahme am Seminar.

Svantje Marei Guinebert
09-30-45-A Kritische Theorie
Critical Theory

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 SFG 1080 (2 SWS)

Die Vorlesung gibt eine Einführung in die Zielsetzungen und die Methoden der auch als „Frankfurter Schule“ bekannten Arbeitsgruppe, die sich mit der Gründung des Instituts für Sozialforschung und der seit 1932 erschienen Zeitschrift für Sozialforschung institutionell formierte. Die Einführung konzentriert sich auf die wichtigsten Veröffentlichungen der heute sogenannten „ersten Generation“ der Kritischen Theorie: Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Erich Fromm, Herbert Marcuse. Im Übrigen wird in dieser Vorlesung das Hauptaugenmerk auf die Sozialphilosophie und die Ästhetik der Kritischen Theorie gelegt.

Vor Beginn der Vorlesungszeit zu lesen sind:
Horkheimer, Max: „Traditionelle und kritische Theorie“. In: Zeitschrift für Sozialforschung, 1937, H. 2 [pdf im Stud.IP]
Marcuse, Herbert: „Philosophie und kritische Theorie“. In: Zeitschrift für Sozialforschung, 1937, H. 3 [pdf im Stud.IP]

Einführende Sekundärliteratur:
Bohman, James: „Critical Theory“, in: Stanford Encyclopedia of Philosophy, Winter Edition 2015 (http://plato.stanford.edu/archives/win2015/entries/critical-theory) [pdf im Stud.IP]
Wiggershaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Geschichte – Theoretische Entwicklung – Politische Bedeutung. München: Hanser, 1988; 7. Aufl. dtv 2008.
[gebraucht noch zu kaufen; in der SUUB: a phi 466 fra/081; a soz 283 2aa/826]
Kurzfassung:
Wiggershaus, Rolf: Die Frankfurter Schule. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2010.

Weitere Literaturangaben erfolgen im Zuge des Fortgangs der Vorlesung.

Prof. Dr. Georg Mohr
09-30-50-A Adornos Musikphilosophie
Adorno’s Philosophy of Music

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GW2 A4440 (Musik) (2 SWS)

Adorno ist nicht nur der Autor grundlegender Werke der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule, er war auch Komponist und philosophischer Musik-Interpret. In einigen der betreffenden Texte verbindet Adorno Musikinterpretation mit Gesellschaftskritik. Musikphilosophie wird zu einem heuristischen Medium der sozialphilosophischen Diagnose: „Gesellschaft im Werk“ lautet treffend der Titel eines kürzlich erschienenen Buches zu Adornos Musikphilosophie (Hg. R. Klein, Alber 2015).

Aus dem umfangreichen musikphilosophischen Schrifttum Adornos werden im Seminar behandelt:

1) Monographien zu Beethoven, Mahler und zur Neuen Musik (Schönberg, Strawinsky),
2) Aufsätze über Popularmusik und Jazz,
3) musiksoziologische Texte zum Hörverhalten,
4) das Kapitel zur Kritik der Kulturindustrie aus Dialektik der Aufklärung.

Die meisten Texte stehen im Stud.IP zum Herunterladen zur Verfügung. Anzuschaffen ist das folgende Buch:

Beethoven. Philosophie der Musik. Fragmente und Texte, Frankfurt/M.: Suhrkamp (stw) ISBN: 978-3518293270

Vor Semesterbeginn muss jede/r Teilnehmer/in zur Vorbereitung des Seminars lesen:

Beethoven. Philosophie der Musik. Fragmente und Texte, Frankfurt/M.: Suhrkamp, 1993, insbes. S. 21-125.
On Popular Music (1941). In: Zeitschrift für Sozialforschung 9, 1941, S. 17-48.
  • Essays on Music. Ed. Richard Leppert. Berkeley and Los Angeles: University of California Press, 2002, pp. 437-69.
Über den Fetischcharakter in der Musik und die Regression des Hörens.
  • Gesammelte Schriften, Bd. 14, S. 14-50.

Prof. Dr. Georg Mohr

Modul TS Philosophie der Naturwissenschaften (Spezialisierungsmodul Theoretische Philosophie)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-40-A Geschichte des Sehens
A History of Seeing
02-02-PM1-30S

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 Cog 2030 (2 SWS)
Prof. Dr. Manfred Stöckler
Prof. Dr. Manfred Fahle
09-30-41-A Naturgesetze
Laws of Nature

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Naturgesetze haben in den Naturwissenschaften und speziell in der Physik eine besondere Stellung. Kant hat Natur als „Existenz der Dinge unter Gesetzen“ definiert, und häufig wird die Suche nach Gesetzen als zentrale Aufgabe der naturwissenschaftlichen Forschung angesehen. Es herrscht auch Einverständnis darüber, welche Formeln in eine Liste typischer Naturgesetze aufzunehmen wären (z.B. Galileis Fallgesetz, Newtons Grundgesetze der Mechanik, Maxwells Gleichungen der Elektrodynamik, Einsteins Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie).
Dennoch ist es der Wissenschaftsphilosophie bisher nicht gelungen ist, eine überzeugende Definition (Explikation) des Begriffs Naturgesetz zu finden, d. h. man kann nicht explizit angeben, was Naturgesetze auszeichnet und wodurch sie sich von anderen Aussagen bzw. Strukturen unterscheiden. Was sind notwendige und hinreichende Bedingungen für gesetzesartige Aussagen? Bilden Naturgesetze objektive Muster einer von uns unabhängigen Realität ab oder sind sie nur notwendige Formen bzw. bloße Instrumente unserer Weltbeschreibung? Was meint man eigentlich, wenn man sagt, Naturgesetze seien notwendig und universell? Wie kann man Naturgesetze erklären bzw. rechtfertigen?
Dass eine gute Antwort auf die Frage „Was sind Naturgesetze?“ bisher aussteht, ist auch deshalb beunruhigend, weil nach einer weit verbreitenden Auffassung besondere Ereignisse durch Allgemeines (z.B. Naturgesetze) verständlich gemacht werden können und die deduktiv-nomologische Theorie der Erklärung ohne Gesetze nicht auskommt.
In unserem Seminar werden wir auch einen Blick auf die Geschichte des Konzepts der Naturgesetze werfen. Vor allem werden wir uns Texte aus der aktuellen Debatte um den Begriff des Naturgesetzes anschauen. Einerseits wird deutlich werden, warum es so schwierig ist zu sagen, was Naturgesetze sind, andererseits kann man in dieser Debatte einen differenzierten Einblick in die Erklärungskraft exakter Naturwissenschaften und die Bedeutung ihrer Aussagen gewinnen.

Studierende aus anderen Fächern, insbesondere solchen, die mit Naturgesetzen zu tun haben, sind herzliche willkommen.


Literatur
Texte werde im Seminar zur Verfügung gestellt.

Prof. Dr. Manfred Stöckler
09-30-46-A Tomasello: Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens
M. Tomasello: The cultural origins of human cognition

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 SWS)

Michael Tomasellos Buch stellt einen bemerkenswerten und erfrischenden Beitrag zur Philosophischen Anthropologie, insbesondere zum Problem des Tier-Mensch-Vergleiches, und zur Philosophie des Geistes dar und hat in der festgefahrenen philosophischen Debatte zwischen „Naturalisten“ und „Kulturalisten“ jede Menge Staub aufgewirbelt, insbesondere auch deshalb, weil es sich auf umfangreiche empirische Belege stützt. Es verknüpft gewöhnlich in verschiedenen Teildisziplinen der Philosophie verhandelte Probleme unter der Frage nach der Konstitution und Entwicklung spezifisch menschlicher Fähigkeiten, wobei diese v.a. durch den Modus ihres Erwerbs in der Ontogenese, nämlich das Lernen durch Imitation, gekennzeichnet sind.

Claudia Henning
09-30-48-A Evolutionäre Ästhetik (in englischer Sprache)
Evolutionary Aesthetics: the evolution of the aesthetic sense from Charles Darwin to the contemporary debate
The evolution of the aesthetic sense from Charles Darwin to the contemporary debate

Seminar

Einzeltermine:
Do 24.11.16 09:00 - 19:00 SFG 3070
Fr 25.11.16 09:00 - 19:00 SFG 3190
Sa 26.11.16 09:00 - 15:00 SFG 2070

Little in the study of the human nature has been left untouched by developments in evolutionary biology (Darwin 1859, 1871) and the inquiry into the nature of aesthetics and aesthetic judgement makes no exception. Our species, like all other living beings, has evolved through natural selection: evolutionary processes, both biological and cultural, have shaped our bodies, behaviours, and psychological traits. Could viewing aesthetics through the lens of Charles Darwin’s theory of evolution contribute to the vast knowledge that philosophers and psychologists have gathered about aesthetic sense, aesthetic experience and the arts over the centuries? What are the fundamental psychological, neurological and biological components of human aesthetic experience?
Over the last two decades Evolutionary Aesthetics (EA) (Voland, Grammer 2003) has emerged as a new subfield of study, the main aim of which is the “importation of aesthetics into natural sciences, and especially its integration into the heuristic of Darwin's evolutionary theory”. In the last years, many scholars (such as Tooby, Cosmides 2001; Miller 2000; Voland, Grammer 2003; Dutton 2009; Dissanayake 1992; Welsch 2004; Prum 2012; Davies 2012) have addressed the question as to whether and to what extent Darwinian evolution can shed light on our capacity to make aesthetic judgments, appreciate aesthetically the world, and produce literary, musical, pictorial artworks.
This seminar will provide an introduction to the major themes and theories of Evolutionary Aesthetics, so as to give students a basic idea of the different perspectives that animate EA' contemporary scenario, explicitly inspired by Darwinian theory. I will pay particular attention to Charles Darwin’s aesthetic theory, arguing that his aesthetic views played a fundamental role in the construction of the theory of evolution by means of natural selection (Kohn 1996; Menninghaus 2003, 2009, 2011). The main aim of the seminar, working on the boundaries between Aesthetics and Biology, is to provide students with a lens through which they can appreciate how close and interconnected are the perspectives and research programmes in the humanities and in the natural sciences about the aesthetic and its role in human and nonhuman evolution.
A list of reading assignments will be provided in the next weeks; the language of the seminar is English; however, as the instructor speaks German, questions and requests of clarification in German are welcome.

References:
Darwin C. R., (1859) On the Origin of Species by Means of Natural Selection, or the Preservation of Favoured Races in the Struggle for Life, John Murray, London.
Darwin, C.R. (1871), The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex, John Murray, London.
Davies, S. (2012), The Artful Species. Aesthetics, Art and Evolution, Oxford University Press, Oxford.
Dissanayake, E. (1992), Homo aestheticus. Where Art Comes From and Why, New York, Free Press.
Dutton D. (2009), The Art Instinct: Beauty, Pleasure, and Human Evolution, New York, Bloomsbury Press.
Kohn, D. (1996), The aesthetic construction of Darwin's theory, in A. Tauber (ed.), The Elusive Synthesis: Aesthetics and Science, Springer, pp. 13-48.
Menninghaus W., (2009), Biology à la mode: Charles Darwin's Aesthetics of “Ornament”, in «History and philosophy of life sciences», 31, pp. 263-278.
Menninghaus, W. (2003), Das Versprechen der Schönheit, Suhrkamp, Frankfurt am Main.
Menninghaus, W. (2011), Wozu Kunst? Ästhetik nach Darwin, Suhrkamp Verlag, Berlin 2011.
Miller, G. (2000), The Mating Mind: How Sexual Choice Shaped the Evolution of Human Nature, New York: Random House.
Prum, R. (2012), Aesthetic evolution by mate choice: Darwin's really dangerous idea, «Philosophical Transactions of the Royal Society» B, pp. 2253-2265.
Tooby J., Cosmides L. (2001), Does Beauty Build Adapted Minds? Toward an Evolutionary Theory of Aesthetics, Fiction and Arts, «Substance», 30, 2001, 94/95, pp. 6-27.
Voland, E., Grammer, K. (eds) (2003), Evolutionary Aesthetics, Springer, Berlin
W. Welsch, Animal Aesthetics, in “Contemporary Aesthetics”, 2004 (http://www.contempaesthetics.org/newvolume/pages/article.php?articleID=243)

Mariagrazia Portera
09-30-49-A Klima, Börse, Vogelschwärme. Computersimulationen in wissenschaftsphilosophischer Perspektive

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 2060 (2 SWS)

Der Einsatz von Simulationen, die dynamische Prozesse auf Computern nachbilden, ist aus fast keiner Disziplin der Natur- und Sozialwissenschaften mehr wegzudenken. Dabei wurden neuartige Methodologien entwickelt, die sich vom Vorgehen der traditionellen Wissenschaft grundlegend unterscheiden. Auch die Wissenschaftstheorie war lange an dem herkömmlichen Ideal orientiert, nach dem aus allgemeinen Naturgesetzen mit Hilfe logischer Werkzeuge Voraussagen abgeleitet und dann im Experiment überprüft werden.

Dagegen wurde z. B. behauptet, dass Computersimulationen eine Zwischenstellung zwischen Theorie und Experiment einnehmen ("numerisches Experimentieren"). Computersimulationen verwenden Modellierungen, die z.T. hoch idealisiert sind. Wie kann man von solchen Prämissen, von denen man weiß, dass sie in einem gewissen Sinn falsche sind, zu brauchbaren Ergebnissen kommen? Solche Fragen sind einmal für die Wissenschaftsphilosophie selbst wichtig, die sich offenbar von dem lange herrschenden Vorbild der Logik noch mehr lösen muss. Sie sind darüber hinaus aber auch für die Gesellschaft relevant: Worauf beruht die Verlässlichkeit von Erkenntnissen, die man aus Simulationen gewinnt? Wie kann man die Unsicherheiten, die aus speziellen Modellannahmen kommen, befriedigend einschätzen udn beim Handeln berücksichtigen?

In diesem interdisziplinären Seminar werden wir Beispiele von Simulationen aus verschiedenen Bereichen der Wissenschaften kennenlernen und an diesen Beispielen aktuelle wissenschaftsphilosophische Fragen diskutieren. Wir freuen uns über Studierende aus dem Natur- und Sozialwissenschaften, die evtl. auch selbst schon Erfahrungen mit Simulationen haben, und über Studierende aus der Philosophie und aus anderen Fächern, die sich für Methoden gegenwärtiger empirischer Wissenschaften und für die Frage interessieren, ob und warum wir deren Ergebnissen vertrauen können.

Prof. Dr. Manfred Stöckler
Stefan Bornholdt

Modul AM Abschlussmodul

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-22-C Bachelorabschlussseminar
BA-Thesis - Writing class

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 1020 (2 SWS)

Seminar zur Besprechung von Abschlussarbeiten und Studienausgangsphase. Regelmäßige Anwesenheit und die Bereitschaft, die eigene Arbeit vorzustellen und eigene und fremde Ar-beiten zu diskutieren, sind zwingende Teilnahmevoraussetzungen.

Claudia Henning

Modul DK Doktorandenkolloquium

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
09-30-23-D Doktorandenkolloquium Philosophie
Colloquium for Postgraduates in Philosophy

Colloquium

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Do 16:00 - 18:00 SFG 4170 (2 SWS)

Das Doktorandenkolloquium des Instituts für Philosophie tagt regelmäßig alle 2 Wochen und ist für alle Promovierenden der Philosophie geöffnet. Im Rahmen dieses Kolloquiums sollen die Doktoranden unter Betreuung von Professoren des Instituts ihre Doktorarbeiten, einzelne Kapitel daraus bzw. die jeweils aktuellen thematischen Schwierigkeiten und Fragen vorstellen und in Seminarform gemeinsam kritisch diskutieren. Das Kolloquium fungiert als Raum für den Austausch über arbeitsorganisatorische und inhaltliche Problematiken. Dabei kommen philosophische Themen von der Philosophie der Physik über Ethik und Filmtheorie bis zur Politischen Philosophie zum Tragen.

Anne Christina Thaeder

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)