Lehrveranstaltungen SoSe 2017

Soziologie, B.A./Mag.

Veranstaltungen anzeigen: alle | in englischer Sprache | für ältere Erwachsene

2. Semester

Pflichtbereich

Soz-T2: Soziologisches Beschreiben und Erklären

Dieses Modul beinhaltet eine Vorlesung und eine Übung. Es werden 9 Credit Points vergeben, wenn die dem Modul zugeordnete Prüfung mit mindestens "ausreichend" bewertet worden ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-2-T2-1 Soziologisches Beschreiben und Erklären
[Sociological Describing and Explaining]

Vorlesung
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal) (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 14.07.17 18:00 - 20:00 GW1-HS H0070
Mo 02.10.17 10:00 - 12:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)

Die Vorlesung vermittelt im Anschluss an die Einführung in das soziologische Denken wie eine genuin soziologische Beschreibung und eine darauf aufbauende Erklärung sozialer Phänomene aussehen können. Die Veranstaltung ist als Ringvorlesung mit zwei thematischen Blöcken konzipiert. Im ersten Teil der Vorlesung werden zentrale wissenschaftstheoretische und methodologische Positionen vorgestellt und im Hinblick auf ihre Implikationen für die soziologische Analyse dargelegt. Dazu gehört insbesondere die Frage danach, wie ein gelingendes Wechselspiel zwischen empirischen Beobachtungen und theoretischer Abstraktion bewerkstelligt werden kann. Im zweiten Teil der Vorlesung geben Dozierende aus verschiedenen Arbeitsbereichen anhand von klassischen und zeitgenössischen Studien einen Einblick in die reichhaltige Praxis soziologischer Forschung. In der Auseinandersetzung mit theoretisch und methodisch anspruchsvollen Texten (auch englischsprachig) erlangen die Studierenden vertiefte Fähigkeiten zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit sozialen Phänomenen sowie zur kritischen Reflexion theoretischer Werkzeuge und empirischer Methoden.

Die begleitende Übung vertieft die Inhalte der Vorlesung „Soziologisches Beschreiben und Erklären“. Im Vordergrund stehen dabei die gemeinsame Diskussion sowie die kritische Auseinandersetzung mit Studien aus verschiedenen Bereichen der Soziologie.

Prof. Dr. Henning Laux
Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg
Prof. Dr. Betina Hollstein
Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge
Johannes Huinink
08-29-2-T2-2 Übung "Soziologisches Beschreiben und Erklären"
[Tutorial on the Lecture]

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 GW2 B1216 SpT C3140 (2 SWS)
Dr. Sabine Ritter
08-29-2-T2-3 Übung "Soziologisches Beschreiben und Erklären"
[Tutorial on the Lecture]

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)
Lydia Judith Welbers
08-29-2-T2-4 Übung "Soziologisches Beschreiben und Erklären"
[Tutorial on the Lecture]

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 2060 (2 SWS)
Eike Heinze
08-29-2-T2-5 Übung "Soziologisches Beschreiben und Erklären"
[Tutorial on the Lecture]

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 FVG W0090 (2 SWS)
Kevin Wolnik, M.A.
08-29-2-T2-6 Übung "Soziologisches Beschreiben und Erklären"
[Tutorial on the Lecture]

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 FVG W0090 (2 SWS)
Kevin Wolnik, M.A.
08-29-2-T2-7 Übung "Soziologisches Beschreiben und Erklären"
[Tutorial on the Lecture]

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 SFG 2070 (2 SWS)
Prof. Dr. Henning Laux

Soz-STM1: Statistik / Methoden I

Dieses Modul beinhaltet zwei Vorlesungen und eine Übung. Es werden 12 Credit Points vergeben, wenn die dem Modul zugeordnete Prüfung mit mindestens "ausreichend" bewertet worden ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-2-M1-1 Methoden I
[Methods of Social Research]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

Die Vorlesung vermittelt einen einführenden Überblick über Methoden der empirischen Sozialforschung. Im Zentrum stehen eine > Einführung in die Sozialforschung (Schulen, Formen, Beispiele), > Auswahlverfahren, > Systematische Ausfälle in allgemeinen und schwer erreichbaren Populationen, > das standardisierte Interview, > Antwortstile im Interview, > Befragungseffekte im Interview: Modus-, Response- und Interviewereffekte, > Gesamtfehler einer Umfrage, > Experimente im Survey Kontext, > Survey Designs: Telefonsurveys, Web Surveys, Online Panel, Mixed-Mode Surveys, egozentrierte Netzwerksurveys, > Verhaltensbeobachtungen und > Inhaltsanalyse

[The lecture introduces the audience to foundations and techniques of social research. It covers the following topics: > Introduction to social research (schools, forms, examples), > sampling, > unit nonresponse in surveys of the general public and hard-to-survey populations, > the standardized research interview, > response styles in standardized interviews, > mode, response, and interviewer effects in interviews, > total survey error, > survey experiments, > survey designs: telephone surveys, web surveys, online panel, mixed-mode surveys, egocentric network surveys, > behavioral studies, and > content analysis]

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-2-ST1-1 Statistik I
[Social Statistics, Part 1: Descriptive Statistics and Statistical Inference]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 HS 2010 (Großer Hörsaal) (2 SWS)

Vorlesung und begleitende Übungen führen in Grundlagen der deskriptiven und schließenden Statistik ein. Es werden folgende thematische Bereiche behandelt: > Datenmatrix: Variablen, Skalen, Skalenniveaus; > Einfache Häufigkeitsverteilung: Anteilswerte, empirische Verteilungsfunktion und Quantile einer Häufigkeitsverteilung, graphische Darstellungen, > Maße der zentralen Tendenz, Streuungsmaße; > Grundgesamtheit und Stichprobe: Sampling als Zufallsexperiment, > Standardfehler und Faktoren, die sich darauf auswirken; > Normalverteilung und andere Stichprobenkennwerteverteilungen; > Test statistischer Hypothesen und Berechnung von Konfidenzintervallen; >Kontingenztabellenanalyse (inklusive Chi2 und Chi2-basierten Korrelationsmaßen); > t-Test, > Varianzanalyse und F-Test; > Kovarianz, Korrelation, einfache und multiple lineare Regression (inklusive Interaktionseffekten, R2 und adj. R2)

[Lecture and tutorials introduce the audience to foundations of descriptive statistics and statistical inference. The sessions cover the following subjects: > Data matrix: variables, scales and scale levels; frequency distributions: percentages, empirical distribution function and quantiles, diagrams; > mean values and dispersion measures; > Population and sample: Sampling as a random experiment; > standard error and its determining factors; > Normal curve and other samplings distributions; > statistical hypotheses and confidence intervals; > contingency table analysis (incl. Chi2 and related measures of correlation); > t test; > analysis of variance and F test; > covariance, correlation, simple and multiple linear regression (including interaction effects, R2 and adj. R2)]

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-2-ST1-2 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Miriam Reußner, M.A.
08-29-2-ST1-3 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-5 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-6 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Miriam Reußner, M.A.
08-29-2-ST1-7 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-8 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Miriam Reußner, M.A.
08-29-2-ST1-9 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-10 Übung "Statistik 1"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Miriam Reußner, M.A.
08-29-2-ST1-11 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-12 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Alexander Gattig, Ph.D.
08-29-2-ST1-13 Übung "Statistik I"

Übung

Termine:
wöchentlich Fr 14:00 - 16:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)
Miriam Reußner, M.A.

Soz-SO2: Sozialstrukturanalyse

Dieses Modul beinhaltet eine Vorlesung und eine Übung. Es werden 9 Credit Points vergeben, wenn die dem Modul zugeordnete Prüfung mit mindestens "ausreichend" bewertet worden ist.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-2-SO2-1 Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels
[Theoretical and Empirical Analysis of Social Change]

Vorlesung
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal) (2 SWS)

Der Modul beschäftigt sich einführend mit zentralen Fragestellungen sozialen Wandels mit besonderer Fokussierung auf die Theorie und Empirie des Wandels der Sozialstruktur fortgeschrittener Gesellschaften. Der erste Teil der Veranstaltung dient der Klärung der wichtigsten Begriffe und Konzepte der So¬ziologie sozialen Wandels. Außerdem werden bekannte Theorien sozialen Wandels mit ihren Hauptvertretern vorgestellt und auf die hier behandelte Fragestellung des Wandels sozialstruktureller Phänomene bezogen. Anknüpfend an die Vorlesung aus dem Modul SO I wird dabei noch einmal die wechselseitige Beziehung von Sozialstruktur, institutioneller Struktur und dem individuellen Handeln der Akteure in der Gesellschaft besonders beleuchtet und eine Mikrofundierung sozialen Wandels begründet. Weiterhin werden die historischen Veränderungen der letzten hundert Jahre in den zentralen Bereichen der Sozialstruktur moderner Gesellschaften (Bevölkerung, Lebensformen, soziale Ungleichheit, soziale Beziehungsstrukturen) vorgestellt. Sie werden in den Kontext des gesellschaftlichen Wandels insgesamt eingebettet und damit einer Erklärung zugänglich gemacht. Die Thesen und theoretischen Hintergründe der Modernisierungstheorie werden dabei ebenso eine besondere Rolle spielen wie die aktuellen Theorien der fortschreitenden Modernisierung und der Globalisierung, die durchgreifende Auswirkungen auf alle Bereiche der Sozialstruktur zeitigen. Dabei wird der Bezug zu Fragen des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Wandels hergestellt und so die Wechselbeziehung zwischen sozialstrukturellem Wandel und verschiedenen Bereichen gesellschaftlicher Entwicklung und zunehmender internationaler Verflechtungsprozesse erörtert.

Literatur:
Schäfers, Bernhard. 2012. Sozialstruktur und sozialer Wandel in Deutschland, 9. Auflage. Stuttgart : Lucius & Lucius

Johannes Huinink
08-29-2-SO2-2 Übung zur Vorlesung "Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels"
[Tutorial on the lecture "Theoretical and Empirical Analysis of Social Change"]

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 A4020 SFG 0140 (2 SWS)
Roxana-Angela Leu
08-29-2-SO2-3 Übung "Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels"
[Tutorial on the lecture "Theoretical and Empirical Analysis of Social Change"]

Übung

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 FVG M2010 (2 SWS)
Thorsten Schmidt
08-29-2-SO2-4 Übung "Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels"
[Tutorial on the lecture "Theoretical and Empirical Analysis of Social Change"]

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 1020 (2 SWS)
Dr. Anne Schröter
08-29-2-SO2-5 Übung "Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels"

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW1 B0100 (2 SWS)

[Tutorial on the lecture "Theoretical and Empirical Analysis of Social Change"]

Dr. Till Kathmann
08-29-2-SO2-6 Übung "Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels"
[Tutorial on the lecture "Theoretical and Empirical Analysis of Social Change"]

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 FVG M2010 (2 SWS)
Mag. Nepomuk Hurch
08-29-2-SO2-7 Übung "Theorie und Empirie sozialstrukturellen Wandels"
[Tutorial on the lecture "Theoretical and Empirical Analysis of Social Change"]

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 FVG O0150 (Seminarraum) (2 SWS)
Dr. Simone Scherger

4. Semester

Pflichtbereich

Soz-T4: Sozialtheorie (BPO neu / ab Oktober 2016)

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-T4-1 Sozialtheorie
[Social Theory]

Vorlesung
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 HS 1010 (Kleiner Hörsaal) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 10.07.17 16:00 - 18:00 HS 2010 (Großer Hörsaal)

Sozialtheorien formulieren die allgemeinen Fragen und stellen die allgemeinen Begriffe und Modelle soziologischen Denkens bereit, die zur Beschreibung und Erklärung jeglichen sozialen Geschehens herangezogen werden können. Die Vorlesung führt in zentrale Positionen und Kontroversen ein und diskutiert sie vergleichend. Ausgangspunkt ist eine grundlegende Einführung in die heute in der soziologischen Theoriediskussion breit vertretene handlungstheoretische Perspektive. Dies geschieht anhand von vier Komponenten eines soziologischen Bezugsrahmens:

• Wie konstituiert sich Handeln, mit welchen anthropologischen Prämissen wird gearbeitet?

• Wie konstituiert sich Sozialität als handelndes Zusammenwirken – und welche Vorstellungen sozialer Ordnung sind damit verbunden?

• Wie kann eine spezifische Handlung erklärt werden?

• Welche Arten von Konstellationen handelnden Zusammenwirkens und welche daraus hervorgehenden Grundmuster sozialer Strukturdynamiken (Entstehung, Aufrechterhaltung, Veränderung von Strukturen) gibt es?

Ausgehend von dieser handlungstheoretischen Grundlegung der Soziologie werden zwei Alternativen diskutiert: die soziologische Systemtheorie sowie netzwerktheoretische Konzeptionen des Sozialen. Im Vergleich der präsentierten theoretischen Instrumente werden deren Reichweite, Konvergenzen und Konkurrenzen reflektiert.

Begleitend zur Vorlesung finden Seminare statt, die spezifische sozialtheoretische Positionen oder Fragestellungen vertiefend behandeln.

Prof. Dr. Uwe Schimank
08-29-4-T4-2 Was sind Strukturen?
[What are structures?]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Strukturen schränken Akteure ein, bieten ihnen aber zugleich Möglichkeiten, um ihre Projekte zu verfolgen. Aber was sind Strukturen eigentlich? Und wie kann man sie soziologisch beobachten? Um diese Fragen zu klären, setzt sich das Seminar mit soziologischen, anthropologischen und philosophischen Strukturbegriffen auseinander. Diskutiert werden dabei unter anderem Arbeiten von Georg Simmel, Claude Lévi-Strauss, Talcott Parsons, Niklas Luhmann und Pierre Bourdieu.
Literatur zur Einführung:
Reckwitz, Andreas (1997): Struktur. Zur sozialwissenschaftlichen Analyse von Regeln und Regelmäßigkeiten. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Thorsten Peetz
08-29-4-T4-3 Die Logik der Aggregation als sozialtheoretisches Erklärungsinstrument
[The logic of aggregation as an instrument of social theory for explaining]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B1410 SFG 0150 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 23.06.17 13:00 - 18:00 GW1 A0150
Sa 24.06.17 09:00 - 15:00 GW1 A0150

Das Makro-Mikro-Konzept (synonym: die Coleman’sche Badewanne bzw. das Modell der soziologischen Erklärung) ist ein einflussreiches und viel benutztes Instrument in den Sozialwissenschaften, um soziales Geschehen in allgemeiner und umfassender Perspektive beschreiben und erklären zu können. Es ist, das bringt der letzte Teil des vorstehenden Satzes zum Ausdruck, ein sozialtheoretisches Konzept. Sozialtheorie ist im Sommersemester ja auch der Focus der Vorlesung. Mit dem oben erwähnten „sozialem Geschehen“ ist kollektives soziales Geschehen gemeint. Dies erfassen und erklären zu können, darum geht es letztendlich mit diesem Konzept. Im Mittelpunkt stehen dann also nicht die Einzelnen mit ihrem sozialen Handeln, sondern soziale Aggregationen (soziale Gebilde, Systeme, Konstellationen, Prozesse, Normen, Institutionen usw.) bzw. soziale Aggregationsdynamiken, also Reproduktionen, Wandlungen usw. sozialer Aggregationen. Als Kernfrage des Konzeptes könnte man benennen: Wie und warum kommt es im Ausgang von Situationen sozialer Aggregationen durch das Zusammenhandeln verschiedener Akteure – also durch Aggregationsgeschehen – zu gewandelten oder reproduzierten sozialen Aggregationen? Unklar bleibt vielfach, wie Aggregationsgeschehen und das, was daraus als Aggregation resultiert – beides in seinem Zusammenhang wird im Modell der soziologischen Erklärung auch als „Logik der Aggregation“ bezeichnet –, vorzustellen ist. Also was dieses Geschehen ausmacht, wie es zustande kommt, Wirkungen hervorbringt, in welchen Aggregationen diese bestehen usw. Im Seminar soll es nun um zweierlei gehen: Einmal theoretische Konzepte zu erarbeiten und zu diskutieren, die sich mit der skizzierten Aggregationsthematik befassen oder damit in einem engen Zusammenhang stehen. Es geht dann im wesentlichen darum auf den Begriff zu bringen, was die Logik der Aggregation kennzeichnet und ausmacht. Und zum zweiten darum, das erarbeitete Verständnis der Logik der Aggregation an konkret-materialen Fällen von Aggregationsgeschehnissen (von Elias, Popitz, Merton, usw.) anzuwenden und durchzuspielen, um das im ersten Teil des Seminars erarbeitete Verständnis der Logik der Aggregation zu prüfen und zu vertiefen. Der zweite Teil soll anders als der erste nicht wöchentlich, sondern in einer Blockphase stattfinden.

Rainer Greshoff
08-29-4-T4-4 Self, Drama, and Frames. The Sociology of Erving Goffmann.
[Selbst, Drama und Rahmen. Die Soziologie Erving Goffmanns]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Das Seminar führt anhand originalsprachlicher Texte in zentrale Konzepte der dramatologischen Soziologie Erving Goffmans ein. Es stellt Goffman als einen Analytiker der Interaktion unter Anwesenden vor. Diskutiert werden unter anderem Fragen der Bildung sozialer Identitäten, des Rollenverhaltens, der Stigmatisierung und des Framings.
LLiteratur:
Goffman, Erving (1956): The presentation of self in everyday life. Edinburgh: Social Sciences Research Centre.
Goffman, Erving (1974): Frame analysis. An essay on the organization of experience. Boston: Northeastern University Press.

Thorsten Peetz
08-29-4-T4-5 Rollentheorie
[Role Theory]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 16:00 - 18:00 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 16.06.17 13:00 - 18:30 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Sa 17.06.17 09:00 - 14:00 GW2 B3850

Mit seinem 1958 veröffentlichten Essay „Homo Sociologicus“ löste Ralf Dahrendorf in der Scientific Community der bundesdeutschen Soziologie eine grundlegende theoretische Debatte über die Kategorie der sozialen Rolle aus. In der Kontroverse ging es nicht nur um das analytische Potential des Rollenbegriffs, sondern auch um das dem „normativen Paradigma“ zugrundeliegende spezifisch „soziologische Menschenbild“. Die verstärkte Rezeption von Erving Goffman als US-amerikanischem Vertreter des „interpretativen Paradigma“ war einer der Effekte dieser Theoriedebatte.
Das Seminar gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil, der in wöchentlichen Sitzungen stattfindet, wollen wir uns ausgehend von Dahrendorfs rollentheoretischem Ansatz mit weiteren Konzeptionen des Rollenbegriffs auseinandersetzen. Dabei wird es zum einen darum gehen, in der vergleichenden Gegenüberstellung die Spezifika der jeweiligen rollentheoretischen Ansätze herauszuarbeiten. Zum anderen soll nach der wechselseitigen Anschlussfähigkeit der diskutierten Konzepte gefragt werden mit dem Ziel, ein möglichst brauchbares rollentheoretisches Werkzeug zur Beschreibung und Erklärung von Handlungswahlen zu erarbeiten. Im zweiten Teil des Seminars, der Freitag und Samstag am 16. und 17. Juni 2017 als Blockseminar stattfindet, wollen wir anhand unterschiedlicher Fallbeispiele die Anwendung des/r rollentheoretischen Werkzeugs/e erproben und diskutieren.

Dr. Ute Volkmann
08-29-4-T4-6 Wissenssoziologie
[Sociology of Knowledge]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1010 (2 SWS)

Im letzten Jahr fand zu Ehren von Peter L. Berger und Thomas Luckmann eine große internationale Tagung zum Thema “Social Constructivism as Paradigm?” statt: 50 Jahre zuvor hatten Berger und Luckmann mit „The Social Construction of Reality“ einen neuen wissenssoziologischen Ansatz vorgelegt. Ihre sozialkonstruktivistische Wissenssoziologie galt schon bald als Schlüsselwerk soziologischer Theorie und zählt seit den 1980er Jahren zu den modernen Klassikern des Faches.
Das Seminar gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil wird es darum gehen, insbesondere auf Basis der Lektüre zentraler Kapitel aus „The Social Construction of Reality“ die wissenssoziologische Perspektive von Berger und Luckmann kennen zu lernen. Im zweiten Teil soll der sozialkonstruktivistische Ansatz mit einer noch ganz jungen wissenssoziologischen Perspektive konfrontiert werden, die sich dezidiert als dessen Weiterentwicklung versteht: dem Kommunikativen Konstruktivismus.

Dr. Ute Volkmann

Soz-FEM: Fortgeschrittene Empirische Methoden

Im Pflichtbereich sind 2 Veranstaltungen mit je 6 CP in den Fortgeschrittenen Empirischen Methoden zu absolvieren. Die Veranstaltungen können im Bereich der quantitativen Methoden (FEM1) und/oder der qualitativen Methoden (FEM2) frei gewählt werden. Insgesamt müssen 12 CP erworben werden.



Es werden 6 Creditpoints vergeben, wenn die dem Modul zugeordnete Prüfung mit mindestens "ausreichend" bewertet worden ist.

Soz-FEM-1

Fortgeschrittene Quantitative Methoden (mit Anteilen von "Mixed Methods")
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-FEM-1-a Statistik III - Fortgeschrittene Verfahren der Messung und Klassifikation
[Measurement and classification - advanced techniques]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 GW2 B1700 (2 SWS)

Das Seminar beschäftigt sich mit Techniken der Messung und Klassifikation. Im Fokus stehen fortgeschrittene Verfahren und ihre Anwendung auf Daten aus der Sozialforschung. Behandelt werden Skalierungsverfahren (Likert-, Faktorenwerte-, Guttman- und Rasch-Skalierung) sowie Klassifikationsverfahren (Clusteranalyse und latente Klassenanalyse (LCA)). Die LCA wird in ihren Grundlagen, Maßen zur Bestimmung der Modellgüte und Varianten eingehender behandelt. Als Anwendungsfeld einer dieser Varianten, der Latent Class Factor Analysis, wird die Identifikation von Antwortstilen in wissenschaftlichen Umfragen besprochen

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-4-FEM-1-b Fortgeschrittene Datenanalyse mit R
[Advanced Data Analysis Using R]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 2070 SFG 2030 (2 SWS)

Das Seminar macht mit der Statistik- und Grafiksoftware R vertraut, das ohne Lizenzgebühren aus dem Internet heruntergeladen und genutzt werden kann. Mit R lässt sich eine Vielzahl statistischer und grafischer Auswertungen vornehmen. Allerdings ist der Einstieg in R vergleichsweise zu anderen Statistikprogrammen wie STATA oder SPSS schwieriger.

Der Fokus dieses Seminars wird in der Vermittlung von vertiefenden Kenntnissen in R liegen. Dabei werden im Rahmen der statistischen Analysen mit R u.a. die Themen der linearen Regression, logistischen Regression, Faktorenanalyse, Multidimensionale Skalierung und Zeitreihenanalyse behandelt. Auch die Gestaltung von Grafiken und Diagramme mittels des Pakets ggplot2 sowie die Programmierung von eigenen Paketen werden Teil des Seminars sein.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, die bereits fortgeschrittene Grundlagen in Statistik haben und der Umgang mit der Statistiksoftware R nicht fremd ist. Jedoch sei vollständigkeitshalber daraufhin gewiesen, dass zu Beginn des Seminars eine kurze Einführung in die Grundlagen von R gegeben wird.

M. Sc Suat Can
08-29-4-FEM-1-c Text Mining für Sozialwissenschaften
[Data Mining for the Social Sciences]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 1030 GW1 B0100 (2 SWS)

»Text-Mining« befasst sich mit der Analyse und der Verarbeitung von textuellen Daten, um aus diesen versteckte Muster bzw. inhaltliche Zusammenhänge zu erkennen und - je nach Forschungsziel - aus ihnen Wissen zur Weiterverarbeitung zu extrahieren. Das Seminar konzentriert sich darauf dieses Wissen aus unterschiedlichen Quellen (Sozialen Netzwerken, Mikroblogs oder Zeitungsartikel) zu extrahieren und zu verarbeiten. Dazu werden im Seminars u.a. folgende Themen behandelt und anhand von Beispielen demonstriert: (1) Wordfrequenzanalyse, (2) Kookurrenzanalyse, (3) Term Extraktion, (4) Topic Models, (5) Textklassifikation und (6) Textclusteranalyse.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, die bereits Grundlagen in Statistik haben und der Umgang mit der Statistiksoftware R nicht fremd ist. Jedoch sei vollständigkeitshalber daraufhin gewiesen, dass zu Beginn des Seminars eine kurze Einführung in die Grundlagen von R gegeben wird.

M. Sc Suat Can
08-29-4-FEM-1-d Strukturgleichungsmodellierung mit Mplus / DIE VERANSTALTUNG ENTFÄLLT!!!!!!!!!!!!!!
[Structural Equation Modeling with Mplus]

Seminar
Miriam Reußner, M.A.
08-29-4-FEM-1-e Befragungseffekte in Umfragen
[Response Bias in surveys]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. GW2 B1630 (2 SWS)

Die Veranstaltung bietet eine Orientierung über die verschiedenen potentiellen Befragungseffekte (Interviewereffekte, Reihenfolgeeffekte etc.) in Umfragen. Befragungseffekte können zu Umfragefehlern führen und somit die Datenqualität maßgeblich beeinflussen.

Es werden theoretische Grundlagen erarbeitet, die als Erklärungsansatz für Befragungseffekte dienen. Darüber hinaus werden die Befragungseffekte mit Hilfe kleiner Übungen vertieft. Zudem bietet das Seminar die Gelegenheit, sich im Präsentieren zu üben sowie selbst Fragebögen zu korrigieren.

Jennifer Keck, M.A.
08-29-4-FEM-1-f Fragebogenkonstruktion
[Designing Questionnaires and Survey Questions]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mi 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Ziel der Lehrveranstaltung ist die Erarbeitung und Diskussion von Fragebogenentwürfen für Sozialforschungsthemen in vier Feldern: (1) »Smart World«: Nutzung technischer Innovationen; (2) Recht, Religion, Autonomie; (3) Risikowahrnehmung; (4) Gerechtigkeit. Zunächst wird in das jeweilige Thema inhaltlich eingeführt, um vor diesem Hintergrund die jeweilige Fragestellung zu konkretisieren. Parallel dazu werden Regeln der Fragebogenkonstruktion behandelt. Operationales Ziel der sich anschließenden Konstruktionsarbeit ist jeweils ein in studentischen Seminargruppen ausgearbeitetes und im Plenum diskutiertes Fragebogenmodul von zwei bis vier Seiten Länge, und ggf. die Erprobung als Online-Instrument in einer kleinen Pilotstudie.

Prof. Dr. Uwe Engel

Soz-FEM-2

Fortgeschrittene Qualitative Methoden (mit Anteilen von "Mixed Methods")
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-FEM-2-a Einführung in die Analyse von Texten
[Introduction to Textanalysis]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)

In dem sowohl für Bachelor- als auch Master-Studenten geeigneten Seminar werden Grundlagen der quantitativen Textanalyse mit der offenen Programmiersprache "Python" vermittelt. Nach einer basalen Einführung in notwendige Programmiertechniken werden große Textmengen heruntergeladen, transformiert und für die Analyse vorbereitet ("cleaning"), darunter etwa das Löschen von „Stopwörtern“ oder die Rückführung auf kleinste Spracheinheiten (Morpheme). Die Einordnung der Texte in „positiv-negativ“-Schemata erfolgt mit Hilfe einer „Sentiment“-Analyse, die komplexere Extraktion von Themen geschieht mittels Prozeduren des "Topic Modeling“ (insb. LSA und LDA). Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird auf der Anwendung der erlernten Techniken liegen, u.a. werden Pegida-Tweets, die mediale Berichterstattung über das Rentensystem und über die Ebola-Epidemie als Textgrundlage genutzt und analysiert.

Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, die den programmatischen Umgang mit medialem Quellenmaterial kennenlernen möchten. Statistische Grundlagenkenntnisse sowie erste Erfahrungen im Code-Schreiben (etwa in Stata oder R) sind hilfreich, werden aber nicht zwangsläufig vorausgesetzt.

Für einen ersten Überblick (die Mathematik darin ruhig ignorieren):

Evangelopoulos, Nicholas, Xiaoni Zhang, und Victor R. Prybutok. „Latent semantic analysis: Five methodological recommendations“. European Journal of Information Systems 21 (2010): 70–86.

Raphael Heiko Heiberger
08-29-4-FEM-2-b Qualitative Interviews: Grundlagen und praktische Durchführung
[Qualitatvie Interviews: Basics and Practise]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 13.06.17 18:00 - 20:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8)

Das Seminar bietet eine Einführung in das Erheben qualitativer Interviews. Es wird ein Überblick über die Grundlagen qualitativer Interviews und verschiedene Interviewarten (z.B. narratives Interview, leitfadengestütztes Interview) gegeben. Aufbauend darauf werden die verschiedenen Phasen der Erhebung von Interviews durchleuchtet: z.B. das Erstellen eines Leitfadens, das Sampling und der Feldzugang, die Interviewführung sowie die Transkription und Datenaufbereitung. Ein kurzer Ausblick auf Auswertungsverfahren wird ebenfalls gegeben. Im Seminar werden theoretische Grundlagen auf Basis von einschlägigen Texten und Beispielen erarbeitet und mit praktischen Übungen verknüpft.
Ziel ist es, dass die Studierenden seminarbegleitend ein eigenes Interview zu einem soziologischen Thema vorbereiten und selber durchführen. Alle relevanten Schritte einer Erhebung sollen abschließend in einem Projektbericht dargestellt und reflektiert werden.
Es ist empfohlen, für dieses Seminar bereits über einführende Kenntnisse der qualitativen Sozialforschung zu verfügen.

Literaturempfehlungen:
Helfferich, Cornelia (2011): Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. 4. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag.
Kruse, Jan (2014): Qualitative Interviewforschung. Ein integrativer Ansatz. Weinheim/Basel: Beltz/Juventa.
Misoch, Sabine (2014): Qualitative Interviews. Berlin/München/Boston: De Gruyter/Oldenbourg.

Tom Töpfer
08-29-4-FEM-2-c Grundlagen qualitativer Sozialforschung
[Basiscs of Qualitative Research]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Das Seminar bietet eine systematische und zugleich anwendungsbezogene Einführung in die qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. Zu diesem Zweck führt die Veranstaltung zunächst in wissenschaftstheoretische Grundlagen, Forschungslogik und allgemeine Prinzipien qualitativer Sozialforschung ein. Nach einem Überblick über die Stationen des qualitativen Forschungsprozesses wird dieser anhand verschiedener Erhebungs- und Auswertungsverfahren theoretisch und anhand praktischer Übungen nachvollzogen: Behandelt werden wichtige qualitative Erhebungsverfahren (z.B. teilnehmende Beobachtung, Leitfadeninterview) sowie ausgewählte Auswertungsverfahren (z.B. Grounded Theory Methodologie). In den Übungen werden erste praktische Erfahrungen u.a. mit der Leitfadenkonstruktion und mit Interpretations-verfahren gesammelt. Angesprochen werden Fragen der Fallauswahl, des Feldzugangs und der Forschungsethik, der Verallgemeinerbarkeit und der Typenbildung.
Für diesen Kurs wird empfohlen, die Vorlesung Methoden II erfolgreich abgeschlossen zu haben.

Literaturempfehlungen:
Keller, Reiner (2012): Das interpretative Paradigma. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Przyborski, Aglaja, Wohlrab-Sahr. Monika (2013): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4., korrigierte Auflage, München: Oldenbourg.
Strübing, Jörg (2013): Qualitative Sozialforschung. Eine komprimierte Einführung für Studierende. München: Oldenbourg.

Dr. Sabine Ritter
08-29-4-FEM-2-d Diskursanalyse
[Discourse Analysis]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 23.06.17 13:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Sa 24.06.17 10:00 - 13:00 GW2 B2880

Ziel des Seminars ist es, in die theoretischen und methodologischen Grundlagen und praktisch in die methodischen Entwicklungslinien und Möglichkeiten der Diskursanalyse einzuführen. Diese wird eher als analytisch-kritische Perspektive denn als 'strenge' Methode aufgefasst. Sie hat den Charakter eines theoretisch umrissenen Untersuchungsprogramms und bietet Anknüpfungsmöglichkeiten an verschiedene, quantitative und qualitative, Auswertungsmethoden.

Die Lehrveranstaltung findet in zwei Etappen statt. Im ersten Teil, der in sechs wöchentlichen Seminarsitzungen stattfindet, werden wir uns das theoretische und methodologische Handwerkszeug der Diskursanalyse erarbeiten. Als gemeinsamer Ausgangspunkt hierfür dienen die Überlegungen Michel Foucaults zur „Ordnung des Diskurses“ und (in Auszügen) zur „Archäologie des Wissens“ sowie weitere einschlägige Texte, die im Seminar vorgestellt und diskutiert werden. Im zweiten Abschnitt, der am 23. und 24. Juni in Form eines Blockseminars stattfindet, werden wir in Arbeitsgruppen verschiedene, von den Studierenden zu bestimmende Diskurse bzw. Diskursstränge und Diskursformationen auf ihre Regeln und Regelmäßigkeiten, ihre Wirklichkeitskonstruktionen, ihre historischen und sozialen Kontexte, Strukturen und Praktiken hin untersuchen. Das dazu erforderliche Material stellen die Studierenden selbst, einzeln oder in Gruppen, zwischenzeitlich zusammen, sortieren und clustern es und wagen sich an eigene diskursanalytische Auswertungen, die beim Wochenendworkshop präsentiert werden.

Der erfolgreiche Abschluss sowohl der Vorlesung „Methoden 2“ als auch des Seminars „Grundlagen qualitativer Sozialforschung“ wird dringend empfohlen: Das Seminar setzt Grundkenntnisse über verschiedene Textauswertungsmethoden voraus!

Dr. Sabine Ritter
08-29-4-FEM-2-e Einführung in die Feldforschung
[Introduction to Field Research]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B1170 (2 SWS)

Einführung in die Feldforschung:
Ziel des Seminars ist es, in einem ersten Schritt theoretische Grundlagen zur Feldforschung zu vermitteln. Dabei geht es zum einen um den Begriff des Feldes und zum anderen lernen wir das Verfahren der teilnehmenden Beobachtung kennen. Zentrale Fragen dabei sind: Was ist eine Beobachtung und wie kann beobachtet werden? Das Verfahren praktisch anzuwenden und ein/e eigenes Forschungsthema und -fragestellung sowie erste Feldzugänge zu entwickeln, ist der zweite Schritt, der dann von jeder bzw. jedem Seminarteilnehmer*in unternommen werden soll. Als thematischer Rahmen sind großstadtsoziologische und architektursoziologische Themen festgelegt, wobei die konkrete Festlegung durch die einzelnen Seminarteilnehmer*innen vorgenommen wird. Schließlich sollen konzeptionellen Vorüberlegungen umgesetzt werden bei einer Exkursion nach Berlin. Dementsprechend wird die Teilnahme an der Exkursion empfohlen, die im General Studies Bereich angeboten wird.

Dr. Till Kathmann

Wahlpflichtbereich: Spezielle Soziologie

Es werden 9 Creditpoints vergeben, wenn die den Veranstaltungen zugeordneten Modulpruefungen mit mindestens "ausreichend" bewertet worden sind.

Soz-SP4: Bildungssoziologie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-SP4-1 Bildung und soziale Ungleichheit
[Education and Social Inequality]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Vorlesung: Bildung und soziale Ungleichheit / Olaf Groh-Samberg
Die „Gleichheit von Bildungschancen“ ist eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Leitkonzepte geworden. Gleiche Bildungschancen gelten zugleich als Mittel der allgemeinen Mobilisierung von Bildungsreserven, als Inbegriff von „Chancengleichheit“, aber auch als Legitimation sozialer Ungleichheiten, sofern diese auf individuellen Leistungsunterschieden basieren. Auch in der Ungleichheitssoziologie gilt die erworbene Bildung häufig als Indikator für individuelle Leistung. Tatsächlich zeigt die bildungssoziologische Forschung, dass der Erwerb von Bildungstiteln in hohem Maße nicht von den Fähigkeiten und Kompetenzen abhängt, sondern von der sozialen Herkunft. Und diese Abhängigkeit hat auch im Zuge der Bildungsexpansion nicht wesentlich nachgelassen.

In der Vorlesung werden die zentralen theoretischen Konzepte und empirischen Befunde der Bildungssoziologie vorgestellt. Dabei geht es zum einen um ein kritisches Verständnis von Bildung als einem umkämpften gesellschaftlichen Feld: Bildung kann sehr unterschiedlich definiert werden. Zum anderen soll die Entwicklung der quantitativ-empirischen Bildungsforschung in ihren wichtigsten methodischen und inhaltlichen Debatten nachvollzogen werden.


Dozentin des Seminars: Nora Waitkus
Begleitend zur Vorlesung findet ein Seminar statt, in dem zentrale Texte zur Vorlesung diskutiert werden. Erwartet wird hier die Bereitschaft zur regelmäßigen Lektüre auch englischsprachiger Literatur, zur aktiven Teilnahme an der Seminardiskussion und zur Auseinandersetzung mit theoretischen und methodischen Konzepten.

Allgemeine Einführungsliteratur:
Rolf Becker (Hrsg.): Lehrbuch der Bildungssoziologie. Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften, 2009

Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg
08-29-4-SP4-2 Bildung und soziale Ungleichheit
[Education and Social Inequality]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Vorlesung: Bildung und soziale Ungleichheit / Olaf Groh-Samberg
Die „Gleichheit von Bildungschancen“ ist eines der wichtigsten gesellschaftspolitischen Leitkonzepte geworden. Gleiche Bildungschancen gelten zugleich als Mittel der allgemeinen Mobilisierung von Bildungsreserven, als Inbegriff von „Chancengleichheit“, aber auch als Legitimation sozialer Ungleichheiten, sofern diese auf individuellen Leistungsunterschieden basieren. Auch in der Ungleichheitssoziologie gilt die erworbene Bildung häufig als Indikator für individuelle Leistung. Tatsächlich zeigt die bildungssoziologische Forschung, dass der Erwerb von Bildungstiteln in hohem Maße nicht von den Fähigkeiten und Kompetenzen abhängt, sondern von der sozialen Herkunft. Und diese Abhängigkeit hat auch im Zuge der Bildungsexpansion nicht wesentlich nachgelassen.

In der Vorlesung werden die zentralen theoretischen Konzepte und empirischen Befunde der Bildungssoziologie vorgestellt. Dabei geht es zum einen um ein kritisches Verständnis von Bildung als einem umkämpften gesellschaftlichen Feld: Bildung kann sehr unterschiedlich definiert werden. Zum anderen soll die Entwicklung der quantitativ-empirischen Bildungsforschung in ihren wichtigsten methodischen und inhaltlichen Debatten nachvollzogen werden.

Dozentin des Seminars: Nora Waitkus
Begleitend zur Vorlesung findet ein Seminar statt, in dem zentrale Texte zur Vorlesung diskutiert werden. Erwartet wird hier die Bereitschaft zur regelmäßigen Lektüre auch englischsprachiger Literatur, zur aktiven Teilnahme an der Seminardiskussion und zur Auseinandersetzung mit theoretischen und methodischen Konzepten.

Allgemeine Einführungsliteratur:
Rolf Becker (Hrsg.): Lehrbuch der Bildungssoziologie. Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften, 2009

Nora Waitkus

Soz-SP6: Arbeitssoziologie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-SP6-1 Einführung in die Arbeits- und Erwerbssoziologie
[Introduction Sociology of Work and Employment]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 2060 (2 SWS)

Das Modul führt in zentrale soziologische Sichtweisen von Arbeit, Beruf und Arbeitsmarkt ein. Es berücksichtigt formelle und informelle Arbeitsformen, Arbeit und Geschlecht, das Verhältnis von Arbeit und Subjekt, die institutionelle Verfassung von Arbeit und Arbeit in nationaler und globaler Perspektive. Besonderes Augenmerk gilt dem Wandel und Krisen von Arbeit und Arbeitsmärkten, Beruf und Beschäftigungsmustern. Neben überblicksartiger Vermittlung von Theorierichtungen, Kategorien und Forschungssträngen stehen beispielhafte Einführungen in zentrale Debatten um die Entwicklung von Arbeit.

Das Modul umfasst eine Vorlesung und ein Seminar: Beide sind inhaltlich und methodisch in drei Bereiche gegliedert, wobei das Seminar auf der Vorlesung aufbaut.

Im ersten Teil werden historisch-theoretische Grundlagen zu Arbeit und Erwerb in kapitalistischen Marktgesellschaften vermittelt. Er dient zugleich als Einführung in ausgewählte gesellschaftstheoretische Konzepte.

Im zweiten Teil geht es um institutionelle Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit und Lebensformen in der Bundesrepublik. Hier werden die für das deutsche Erwerbssystem typischen Strukturierungen von Erwerbsarbeit durch Arbeitsmärkte, Beruf und Ausbildungssystem sowie industrielle Beziehungen und Gewerkschaften thematisiert.

Der dritte Teil ist aktuellen Veränderungsprozessen von Erwerbsarbeit im Dienstleistungssektor, der Pluralisierung von Erwerbsformen, der Subjektivierung und Flexibilisierung von Arbeit und aktuellen Debatten u.a. um Fachkräftemangel, transnationale Arbeitsmigration und Mindestlohn gewidmet.

Den Abschluss bilden soziologische Interpretationsversuche des damit verbundenen gesellschaftlichen Strukturwandels und eine Einordnung der deutschen Entwicklung in den europäischen und OECD Kontext.

Zur Einführung empfohlene Literatur:
  • Kocka, Jürgen 2013: Geschichte des Kapitalismus. München: Beck
  • Böhle, Fritz; G. Günter Voß; Günther Wachtler (Hg.) 2010: Handbuch Arbeitssoziologie. Wiesbaden: VS Verlag
  • Abraham, Martin; Thomas Hinz (Hg.) 2005: Arbeitsmarktsoziologie. Probleme, Theorien, empirische Befunde. Wiesbaden: VS
Verlag
  • Motakef, Mona 2015: Prekarisierung. Bielefeld: transcript

Prof. Dr. Karin Gottschall
08-29-4-SP6-2 Einführung in die Arbeits- und Erwerbssoziologie
[Sociology of Work and Employment]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 SFG 2060 (2 SWS)

Das Modul führt in zentrale soziologische Sichtweisen von Arbeit, Beruf und Arbeitsmarkt ein. Es berücksichtigt formelle und informelle Arbeitsformen, Arbeit und Geschlecht, das Verhältnis von Arbeit und Subjekt, die institutionelle Verfassung von Arbeit und Arbeit in nationaler und globaler Perspektive. Besonderes Augenmerk gilt dem Wandel und Krisen von Arbeit und Arbeitsmärkten, Beruf und Beschäftigungsmustern. Neben überblicksartiger Vermittlung von Theorierichtungen, Kategorien und Forschungssträngen stehen beispielhafte Einführungen in zentrale Debatten um die Entwicklung von Arbeit.

Das Modul umfasst eine Vorlesung und ein Seminar: Beide sind inhaltlich und methodisch in drei Bereiche gegliedert, wobei das Seminar auf der Vorlesung aufbaut.

Im ersten Teil werden historisch-theoretische Grundlagen zu Arbeit und Erwerb in kapitalistischen Marktgesellschaften vermittelt. Er dient zugleich als Einführung in ausgewählte gesellschaftstheoretische Konzepte.

Im zweiten Teil geht es um institutionelle Rahmenbedingungen von Erwerbsarbeit und Lebensformen in der Bundesrepublik. Hier werden die für das deutsche Erwerbssystem typischen Strukturierungen von Erwerbsarbeit durch Arbeitsmärkte, Beruf und Ausbildungssystem sowie industrielle Beziehungen und Gewerkschaften thematisiert.

Der dritte Teil ist aktuellen Veränderungsprozessen von Erwerbsarbeit im Dienstleistungssektor, der Pluralisierung von Erwerbsformen, der Subjektivierung und Flexibilisierung von Arbeit und aktuellen Debatten u.a. um Fachkräftemangel, transnationale Arbeitsmigration und Mindestlohn gewidmet.

Den Abschluss bilden soziologische Interpretationsversuche des damit verbundenen gesellschaftlichen Strukturwandels und eine Einordnung der deutschen Entwicklung in den europäischen und OECD Kontext.

Zur Einführung empfohlene Literatur:
  • Kocka, Jürgen 2013: Geschichte des Kapitalismus. München: Beck
  • Böhle, Fritz; G. Günter Voß; Günther Wachtler (Hg.) 2010: Handbuch Arbeitssoziologie. Wiesbaden: VS Verlag
  • Abraham, Martin; Thomas Hinz (Hg.) 2005: Arbeitsmarktsoziologie. Probleme, Theorien, empirische Befunde. Wiesbaden: VS
Verlag
  • Motakef, Mona 2015: Prekarisierung. Bielefeld: transcript

Andrea Schäfer, M.A.

Soz-SP7: Familiensoziologie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-SP7-1 Einführung in die Familiensoziologie
[Introduction to family sociology]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B1630 (2 SWS)

Die Familiensoziologie beschäftigt sich mit besonderen Formen sozialer Primärbeziehungen, den Paar-, Elternschafts- und Intergenerationenbeziehungen, die sich von sozialen Beziehungen in der Arbeitswelt, in sozialen Freundschaftsnetzwerken und im erweiterten Verwandtschaftsnetzwerk in charakteristischer Weise unterscheiden. Zentrale Themenbereiche sind die Genese, Entwicklung und Funktionsweise von Paarbeziehungen und Familie und die Wechselbeziehung zwischen den Familienmitgliedern, die Bedeutung von Paarbeziehungen und Familie für die gesellschaftliche Entwicklung und soziale Ungleichheit sowie der gesellschaftliche Wandel von Paarbeziehungen und familialen Lebensformen.

In der Vorlesung gibt es einen Überblick über theoretische Konzepte und Forschungsergebnisse der Familienso¬ziologie. Es werden empirische Kenntnisse über die Familienentwicklung und den Wandel familialer Lebensformen in Deutschland und Europa vermittelt. Dabei werden zahlreiche Bezüge zu aktuellen Problem¬stellungen der Familien¬forschung her¬gestellt und die Rolle der Familienpolitik beleuchtet.

Literatur:
Huinink, Johannes & Dirk Konietzka. 2007. Familiensoziologie. Ein Lehrbuch. Frankfurt/M.: Campus

Johannes Huinink
08-29-4-SP7-2 Family and Employment: When Work Works for Families (in englischer Sprache)
[Familie und Erwerbstätigkeit]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

This seminar accompanies the lecture course in the module “Spezielle Soziologien: Familiensoziologie”. Topical focus is on the relationship between work and family.
There are rising expectations among working people to be able to participate in employment and care and to have more time for leisure, friends, and family life. Yet, the pressure and intensity of work demands are increasing as well as the number of insecure and precarious jobs. In this course, we will review current trends in employment in Europe and theories that address employment relations, work-family interface and work-life balance.

Literatur:
Gornick, Janet und Marcia Meyers (2003): Families that work: Policies for reconciling parenthood and employment. New York: Russel Sage Foundation.

Prof. Sonja Drobnic

Soz-SP8: Migrationssoziologie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-SP8-1 Soziologie der Migration
[Sociology of Migration]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Die Vorlesung führt zunächst ein in die Grundbegriffe der Migrationsforschung und behandelt historische wie gegenwärtige empirische Trends von Wanderungen und residenzieller Mobilität. Sodann werden Theorien der Migration dargestellt und auf Befunde der empirischen Forschung bezogen. Dabei werden stets auch die zur Anwendung kommenden statistischen Forschungsmethoden diskutiert.

Unter anderem aus einer stadtsoziologischen Perspektive werden schließlich die Folgen der Wanderungen für die aufnehmende Gesellschaft behandelt. Dazu gehören die klassischen Beschreibungen der Chicago School, aber ebenso neuere Studien zur Assimilation und Integration, so etwa zum Zusammenhang zwischen ethnischer Herkunft und Jugenddelinquenz, aber auch zu innerstädtischer Segregation, zu sozialen Netzwerken, ethnischen Ökonomien sowie Befunde über Bildungsungleichheit und Heiratsverhalten.



Esser, Hartmut (2004): Welche Alternativen zur Assimilation gibt es eigentlich? In: IMIS Beiträge 23: 41-59.

Kalter, Frank (2003): Stand und Perspektiven der Migrationssoziologie. In: Orth, Barbara; Schwietring, Thomas; Weiß, Johannes (Hg.): Soziologische Forschung. Stand und Perspektiven ; ein Handbuch. Opladen: Leske + Budrich (Handbücher), S. 323–337.

Prof. Dr. Michael Windzio
08-29-4-SP8-2 Sozialstruktur und Migration
[Social Structure and Migration]

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B2880 (2 SWS)

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit der Sozialstruktur von Migranten in Deutschland. Dazu werden mehrere Themenfelder anhand empirischer Artikel angesprochen, wie beispielsweise Eheschließungen und Partnerschaften, Fertilität, Gesundheit, aber auch Bildung und Erwerbstätigkeit. Kenntnisse über Datenquellen und grundlegende Aspekte der verwendeten statistischen Verfahren sollen vermittelt und vertieft werden. Von den Teilnehmern wird erwartet einen wissenschaftlichen Text zu referieren und zu diskutieren. Die Referate werden in der ersten Sitzung vergeben.

Rainer Unger

Soz-SP13: Politische Soziologie

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-SP13-1 Politische Soziologie
[Political Sociology]

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 GW2 B1630 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 11.07.17 08:00 - 10:00 SFG 0150
Mi 04.10.17 10:00 - 12:00 SFG 0150

Die Vorlesung gibt eine systematische Einführung in die Analyse politischer Phänomene. Dabei wird das spannungsreiche Verhältnis von Politik und Gesellschaft anhand von soziologischen Schlüsselbegriffen wie Macht, Ungleichheit, Demokratie und Weltgesellschaft konzeptualisiert und in Auseinandersetzung mit aktuellen Phänomenen wie Populismus, Migration oder Terrorismus verdeutlicht.

Prof. Dr. Henning Laux
08-29-4-SP13-2 Umweltsoziologie
[Environmental Sociology]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 GW2 B1630 (2 SWS)

In der globalen Öffentlichkeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Einsicht durchgesetzt, dass der wissenschaftliche und ökonomische Fortschritt nicht nur Wohlstandswachstum bringt. Vielmehr birgt er auch ein enormes Potenzial an gesellschaftlicher Selbstgefährdung und Selbstzerstörung in sich. Die Liste der Probleme ist lang: Zunehmendes Verkehrsaufkommen führt zu gesundheitlichen, ökologischen und volkswirtschaftlichen Schäden; durch die Ausweitung des Reise- und Güterverkehrs können sich ansteckende Krankheiten weltweit unkontrollierbar ausbreiten; durch den Ausstoß von Treibhausgasen erwärmt sich die Atmosphäre mit unabsehbaren Folgen für das Klima; durch Dünge- und Insektenvernichtungsmittel in der Landwirtschaft erhöht sich die Schadstoffbelastung in Wasser, Boden, Luft, Pflanzen, Tieren und Menschen und durch die Zerstörung der Ökosysteme verringert sich die Biodiversität. In Anbetracht dieser Entwicklungen haben sich die gesellschaftlichen Naturverhältnisse in jüngster Zeit zu einem zentralen soziologischen Forschungsgegenstand entwickelt. Die Veranstaltung bietet eine Einführung in diese aktuellen Diskussionen. Im ersten Teil werden zentrale theoretische Ansätze zur Erfassung und Erklärung biophysischer Gefährdungen moderner Gesellschaften vorgestellt. Im zweiten Teil werden die Ursachen und Folgen pathologischer Entwicklungen an empirischen Beispielen veranschaulicht sowie politische Eingriffsmöglichkeiten diskutiert.

Prof. Dr. Henning Laux

6. Semester

Pflichtbereich / Begleitseminar zur BA - Arbeit (Modul Bachelorarbeit)

Das Modul Bachelorarbeit setzt sich zusammen aus dem verpflichtenden Begleitseminar (3 CP) und der Bachelor - Arbeit (12 CP). Insgesamt umfasst das Modul 15 CP.
VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-6-BSa Begleitseminar zur Bachelorarbeit (Abschlussmodul)
[Colloquium BA Thesis]

Seminar

Einzeltermine:
Mo 10.04.17 12:00 - 14:00 GW2 B3850
Mo 10.04.17 14:00 - 16:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum)
Fr 12.05.17 12:30 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fr 12.05.17 12:30 - 18:00 UNICOM 3.3050 (Haus Turin - Mary-Somerville-Str. 3)
Sa 13.05.17 12:30 - 18:00 SFG 2070
Sa 13.05.17 12:30 - 18:00 SFG 1020
Fr 30.06.17 12:30 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Fr 30.06.17 12:30 - 18:00 UNICOM 3.3050 (Haus Turin - Mary-Somerville-Str. 3)
Sa 01.07.17 12:30 - 18:00 SFG 1010
Sa 01.07.17 12:30 - 18:00 SFG 1020

Kommentierung zur von Dr. Simone Scherger und Prof. Dr. Nadine Schöneck-Voß im Sommersemester 2017 angebotenen Veranstaltung:

Das BA-Kolloquium soll die Studierenden bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeit unterstützen. Studierende des BA-Studiengangs Soziologie, die im Laufe des Sommersemesters ihre BA-Arbeit anfertigen bzw. abschließen, präsentieren ihre Forschungsvorhaben und stellen sie zur Diskussion.

In der ersten Sitzung dieser Lehrveranstaltung – am Montag, den 10.04.2017, 12.00-16.00 Uhr, GW2, Raum B2860 (VIP-Raum) – werden organisatorische Aspekte besprochen und Grundlagen zu Techniken wissenschaftlichen Arbeitens sowie Informationen zur Form der BA-Arbeit im Plenum behandelt.

Anschließend findet das Seminar in Blockveranstaltungsform an vier Terminen statt:
• Freitag, 12.05.2017, 12.30-18.00 Uhr, UNICOM 3.3380
• Samstag, 13.05.2017, 12.30-18.00 Uhr, SFG 1020
• Freitag, 30.06.2017, 12.30-18.00 Uhr, UNICOM 3.3390
• Samstag, 01.07.2017, 12.30-18.00 Uhr, SFG 1010

An diesen vier Terminen werden wir nach Möglichkeit jeweils maximal acht BA-Arbeiten diskutieren.

Die Studierenden erhalten direkt im Anschluss an den jeweiligen Tagesblock – so sie bestanden haben – einen Leistungsnachweis über 3 CP für diesen Teil des Abschlussmoduls. Voraussetzung ist der Besuch der ersten Sitzung am 10.04.2017 sowie der aktive Besuch und die Vorbereitung eines Blocktermins, an dem die eigene Arbeit sowie die Arbeiten der anderen TeilnehmerInnen dieses Blocks präsentiert und diskutiert werden. Die Teilnahme an weiteren Blockterminen ist möglich und wird begrüßt.

Weitere Einzelheiten werden in der ersten Sitzung am 10.04.2017 bekanntgegeben bzw. festgelegt. Bitte melden Sie sich frühzeitig in Stud.IP zu dieser Veranstaltung an.

WICHTIG: Voraussetzung zur Teilnahme an diesem Seminar ist die schriftliche Mitteilung (per E-Mail) über das Thema und die Betreuung der BA-Arbeit durch die/den entsprechende/n Lehrende/n an beide Dozentinnen des Begleitseminars, Dr. Simone Scherger (simone.scherger@uni-bremen.de) und Prof. Dr. Nadine Schöneck-Voß (nsv@uni-bremen.de), spätestens bis zum 30.04.2017.

Literaturempfehlungen:

http://www.soziologie.uni-bremen.de/ccm/content/bachelor/manual-soziologie-studieren/

Manual „Soziologie studieren an der Universität Bremen“. Zum Download unter:
http://www.soziologie.uni-bremen.de/ccm/content/bachelor/manual-soziologie-studieren/

Berninger, Ina/Botzen, Katrin/Kolle, Christian/Vogl, Dominikus/Watteler, Oliver (2012): Grundlagen sozialwissenschaftlichen Arbeitens. Eine anwendungsorientierte Einführung. Opladen: Barbara Budrich.

Frank, Andrea/Haacke, Stefanie/Lahm, Swantje (2013): Schlüsselkompetenzen: Schreiben in Studium und Beruf. Stuttgart: J.B. Metzler (2. Auflage).

Karmasin, Matthias/Ribing, Rainer (2014): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor-, Master- und Magisterarbeiten sowie Dissertationen. Wien: Facultas (8. Auflage).

Samac, Klaus/Prenner, Monika/Schwetz, Herbert (2014): Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule. Wien: Facultas (3. Auflage).

Wolfsberger, Judith (2016): Frei geschrieben. Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Abschlussarbeiten. Wien: Böhlau (4. Auflage).

Prof. Dr. Nadine Schöneck-Voß
Dr. Simone Scherger

Wahlbereich neu / ab WS 2016/2017

In diesem Bereich sind insgesamt 39 CP nachzuweisen. Bei Nichtbestehen kann ein Wahlmodul gemäß § 20 Absatz 3 AT BPO durch ein anderes Modul ersetzt werden.

Die Leistungen können in folgenden Bereichen erbracht werden:

• Module und Lehrveranstaltungen aus dem Wahlpflichtbereich des Bachelorstudiengangs Soziologie sowie die Seminare aus den Pflichtmodulen Fortgeschrittene Empirische Methoden, Gesellschaftstheorie und Sozialtheorie, die vorab nicht besucht worden sind. Prüfungsleistungen im Wahlbereich sind von den Modulprüfungen im Wahlpflichtbereich und im Pflichtbereich durch den Workload geschieden.

• Angebote aus dem Bereich der General Studies des Bachelorstudiengangs Soziologie.

• Angebote aus den Fachergänzenden Studien der Universität Bremen.

• Module aus anderen Fächern der Universität; der Zugang kann jedoch aufgrund kapazitärer Grenzen eingeschränkt sein. Die Entscheidung darüber obliegt dem anbietenden Fach/Fachbereich.

I. General Studies aus dem BA Soziologie

1. Ergänzende und vertiefende Theorieveranstaltungen

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-GS-10 Kapitalismus und Krise - Grundlagen, Entwicklungen und Perspektiven der Systemanalyse und -kritik
[Capitalism and Crisis - basics, developments and perspectives of the system analysis]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 FVG M2010 (2 SWS)

Die Auseinandersetzung mit der „Krise“ prägt nicht zuletzt seit dem Kollaps des finanzmarktgetriebenen Akkumulationsregimes im Jahre 2008 verstärkt den öffentlichen und sozialwissenschaftlichen Diskurs. Die kollektive und politische Verarbeitung wachsender Systemwidersprüche scheint allerdings nach wie vor in einem hohen Maß von Ratlosigkeit geprägt.
Das vorgeschlagene Seminar bietet einen Überblick über Grundlagen, Entwicklungen und Perspektiven der Analyse kapitalistischer Gesellschaften. Gemeinsam mit den Studierenden (das Seminar richtet sich vorrangig an Master-Studierende verschiedener Studiengänge der Sozialwissenschaften) werden jede Woche – in verschiedenen Themenblöcken – Theorien zu gesellschaftlichen, ökonomischen, politischen und kulturellen Dynamiken studiert.
Angefangen bei K. Marx, A. Smith, K. Polanyi und anderen Klassikern, arbeitet sich das Seminar durch die Diskussion um Fordismus und Post-Fordismus, durch Texte neoliberaler Denker (u.a. M. Friedman) ebenso wie durch die kritische Theorie (u.a. Adorno, Marcuse), macht Ausflüge in Systemtheorien (u.a. I. Wallerstein), legt aber einen starken Fokus auf zeitgenössische Ideen und Theoriebildung (u.a. Boltanski/Chiapello).
Die Studierenden sollen letztlich verschiedene Theorieansätze einordnen können und von der Auseinandersetzung mit einem reichen Fundus an kritischer zeitgenössischer Forschung profitieren.

Mag. Nepomuk Hurch
Dipl.-Soz. Jean-Yves Gerlitz
08-29-GS-11 Aktuelle Beiträge zur soziologischen Theorie
[Recent Contirbutions to Sociological Theory]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mo 18:00 - 20:00 UNICOM 9.2200 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 9) (2 SWS)

Die VA findet statt im Besprechungsraum des EMPAS: UNICOM Haus Salzburg, Mary-Sommerville-Str. 9, 2. OG, Raum 2200!!!

Kommentar:
In diesem Seminar werden aktuelle Beiträge zur soziologischen Theorie diskutiert. Dies geschieht auf der Grundlage von Vorträgen, auch eingeladener Gäste, sowie von ausgewählten aktuellen Publikationen. Das inhaltliche Programm wird in der ersten Sitzung zusammengestellt.

Prof. Dr. Uwe Schimank
08-29-GS-12 Konstruktion der Wirklichkeit. Bewusstsein, Ideologie, soziale Ordnung.
[Construction of reality. Cinciousness, ideolgy, social order.]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B1170 (2 SWS)

Das Problem der Erkenntnis gehört zu den ältesten Themen der Philosophie. Erst wenn die Bedingungen der Erkenntnis geklärt sind, lassen sich Aussagen über die soziale Wirklichkeit bewerten. Der Konstruktivismus geht davon aus, dass erkennende Subjekte einen aktiven Eigenbeitrag bei der Verarbeitung von Information leisten. Studien aus der Neurowissenschaft deuten darauf hin, dass die Wirklichkeit im Bewusstsein aktiv „modelliert“ wird. Sind die Bedingungen der Erkenntnis in diesem Sinne geklärt, wird man extrem folgenschwere Handlungen kaum mehr leichtfertig vollziehen. Auch in der Soziologie war das Verhältnis von Umwelt, Wahrnehmung, Erkenntnis und Interesse von Beginn an ein wichtiges Thema, wie sich etwa am Ideologiebegriff bei Karl Marx und Karl Mannheim zeigt. Heute nimmt nicht nur die moderne Systemtheorie von Luhmann eine konstruktivistische Position ein, auch handlungstheoretische Ansätze untersuchen die Konstruktion der sozialen Wirklichkeit durch individuelle und kollektive Akteure. In dem Kurs werden Texte zum Thema „Konstruktionen der Wirklichkeit“ gelesen, präsentiert und diskutiert, und zwar ausgehend von der Mikroebene des Bewusstseins und der Kognition über die Mesoebene kollektiven Denkens und der Ideologie hin zur Makroebene der sozialen Konstruktion von Ordnungen und Institutionen.

Literatur

Glasersfeld, Ernst von (1992): Konstruktion der Wirklichkeit und des Begriffs der Objektivität. In: Peter M. Heil und Siegfried M. Schmidt (Hg.): Einführung in den Konstruktivismus. 1. Aufl., ungekürzte Taschenbuchausg. München [u.a.]: Piper (Veröffentlichungen der Carl-Friedrich-von-Siemens-Stiftung, 5), S. 9–40.

Prof. Dr. Michael Windzio
08-29-GS-13 Ausweitung der Paarungszone. Ein Forschungsseminar zur Algorithmisierung von Intimität
[Algorithms and intimacy. A research seminar]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Di 18:00 - 20:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) SpT C3140 (2 SWS)

Gegenwärtig erobern Online-Dating-Plattformen und ortsbezogene soziale Netzwerke wie Tinder oder Grindr die Welt der Intimität. Sie vervielfachen die Möglichkeiten des Kennenlernens, verändern dabei aber auch die entsprechenden Praktiken der Anbahnung von Intimbeziehungen. Im ersten Teil des Forschungsseminars werden Konzepte zur Analyse dieses Wandels vermittelt. Gegenstand der Diskussionen werden hier zentrale Texte der Soziologie der Liebe, der Soziologie der Bewertung und der Algorithm Studies sein. Im Anschluss daran folgt eine Freiarbeitsphase, in der die Teilnehmer*innen an selbst gewählten Themenstellungen arbeiten. Die Ergebnisse werden im Rahmen einer Seminarkonferenz präsentiert. Voraussetzungen der Teilnahme am Seminar sind die Bereitschaft zur intensiven Auseinandersetzung mit der relevanten Literatur, der Entwicklung und Bearbeitung einer Fragestellung inklusive der Präsentation ihrer Ergebnisse sowie der kritisch-konstruktiven Beteiligung an den Seminardiskussionen.

Thorsten Peetz
08-29-GS-14 Lektürekurs zu Michael Tomasellos „Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens“ (2014)
[Reading Course: Michael Tomasello’s „A Natural History of Human Thinking“ (2014)]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Der Lektürekurs beschäftigt sich mit dem in der Soziologie kontrovers besprochenen Buch „Eine Naturgeschichte des menschlichen Denkens“ von Michael Tomasello. Im Rahmen der Veranstaltung wollen wir Tomasellos Überlegungen zur Evolution der Kooperation und zur Herausbildung sozialer Institutionen einer kritischen Lektüre unterziehen. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Text soll es uns ermöglichen, das soziologische Potenzial dieses anspruchsvollen Werkes zu erschließen. Die Teilnehmenden werden darum gebeten, sich den Text als gemeinsame Seminargrundlage anzuschaffen.

Prof. Dr. Henning Laux

2. Ergänzung und Vertiefung Spezieller Soziologien

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-GS-20 Nachhaltiger Konsum und Umweltverbrauch
[Sustainalbe Consumption and environmental impacts]

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 14:00 - 16:00 GW2 B1700 (2 SWS)

Zu Beginn der Umweltdiskussion war kaum strittig, dass als Hauptverursacher und größter „Umweltsünder“ vor allem die (Groß-) Industrie am Pranger stand. Inzwischen wird die Verantwortung allerdings zunehmend dem Konsum bzw. den KonsumentInnen zugewiesen. Konsum gilt als wichtiger „Treiber“ des Ressourcenverbrauchs wie auch als Ansatzpunkt zur Lösung der damit zusammenhängenden Probleme.

Die empirische Forschung zu der Frage, in welchem Maße welche Konsumentengruppen tatsächlich – direkt und indirekt - als Verursacher zum Umweltverbrauch beitragen, ist allerdings noch lückenhaft und interpretationsbedürftig. Auch wird von einigen Autoren wird kritisch eingewandt, dass der Einfluss und die Handlungsmöglichkeiten der Konsumenten weit überschätzt würden.

Das Seminar wird sich zunächst mit den zentralen Konzepten "nachhaltige Entwicklung" und "nachhaltiger Konsum" sowie mit den damit verbundenen strategischen Ansätzen Effizienz, Konsistenz und Suffizienz beschäftigen. Anschließend werden verschiedene empirische Studien und Ansätze zum Zusammenhang von Konsum und Umweltbelastungen vorgestellt. Auf dieser Grundlage sollen schließlich unterschiedliche Positionen und Beiträge zum Thema „Konsumentenverantwortung“ bearbeitet und diskutiert werden. Eine zentrale Textgrundlage für das gesamte Seminar bildet der Schlussbericht der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“.

Die Veranstaltung ist geeignet für Studierende ab dem 4. Semester. Es können 3 CP erworben werden (Voraussetzung: Referat und kurze schriftliche Ausarbeitung).


Literatur:

Belz, Frank-Martin; Karg, Georg; Witt, Dieter (Hg.) (2007): Nachhaltiger Konsum und Verbraucherpolitik im 21. Jahrhundert, Marburg

Bogun, Roland (2012): Konsum, Umweltverbrauch und soziale Ungleichheit –
eine Frage "unseres Lebensstils"? artec-paper 179, Universität Bremen, Januar 2012

Deutscher Bundestag (2013): Schlussbericht der Enquetekommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft“, Drucksache 17/13300, 3.5.2013

Geden, Oliver (2008): Strategischer Konsum statt nachhaltiger Politik? Ohnmacht und Selbstüberschätzung des "klimabewussten" Verbrauchers, In: Transit - Europäische Revue, H. 36, (http://www.swp-berlin.org/common/get_document.php?asset_id=5747)

Grunwald, Armin; Kopfmüller, Jürgen (2012): Nachhaltigkeit. Eine Einführung, Frankf./M.

Heidbrink, Ludger; Schmidt, Imke; Ahaus, Björn (Hg.) (2011): Die Verantwortung des Konsumenten. Über das Verhältnis von Markt, Moral und Konsum, Frankf./M.

Dr. Roland Bogun
08-29-GS-21 Migration und Segregationsprozesse in Städten
[Migration and Segregation in Cities]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 2060 (2 SWS)

Das Seminar „Migration und Segregationsprozesse in Städten“ befasst sich mit Migration und Integration im Kontext innerstädtischer Segregationsprozesse. Es werden theoretische Grundlagen erarbeitet, die Messung der Segregation anhand von Segregationsindizes vorgestellt und aktuelle Fragestellungen der Segregationsforschung behandelt. Neben der klassischen Betrachtung der Segregation nach ethnischer Zugehörigkeit, werden auch die Segregation nach dem sozialen Status und dem demographischen Status besprochen. Von den TeilnehmerInnen wird erwartet, im Rahmen der Veranstaltung einen wissenschaftlichen Text vorzustellen und diesen mit den anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Des Weiteren wird eine Hausarbeit oder Argumentation geschrieben.

Katharina Kiontke
08-29-GS-22 Exkursion nach Berlin: Feldforschung zur Architekturpolitik einer Hauptstadt
[Field Trip to Berlin]

Seminar
ECTS: 3/6

Einzeltermine:
Mo 04.09.17 - So 10.09.17 (So, Mo, Di, Mi, Do, Fr, Sa) 08:00 - 18:00

Exkursion nach Berlin: Zur Architekturpolitik einer Hauptstadt
Bei der Exkursion sollen die Kenntnisse angewendet werden, die im Seminar Einführung in die Feldforschung erworben wurden, ein Besuch dieses Seminars wird deswegen empfohlen. Ziel der Exkursion ist es, dass jede/r Teilnehmer/in ein eigenes bereits entwickeltes Forschungsvorhaben konkret vor Ort umsetzt. Dabei wollen wir uns Berlin als Großstadt, Hauptstadt, Weltstadt etc. mit seiner vielfältigen Geschichte nähern und dabei spezifische Stadtentwicklungen analysieren. Schließlich geht es auch darum, die methodische Expertise auszubauen, in dem verschiedene Verfahren der Darstellung von einer teilnehmenden Beobachtung (z. B. Beobachtungsprotokolle und -tagebücher, Film und Photographie) angewendet werden.

Dr. Till Kathmann
08-29-GS-23 Inequality and Populism (in englischer Sprache)
[Ungleichheit und Populismus]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)

Inequality & Populism
The idea of this research colloquium is to establish a working group to discuss and work on sociological approaches to social inequality from a more theoretical perspective, but with a strong focus on empirical analysis. Thus, the sessions will be devoted to, first, discuss recent developments in the field of social inequality (e.g., general theoretical approaches, recent publications, frontier projects), but also to go back to more classical readings if necessary. Second, it provides the possibility for participants to present and discuss own work (papers, thesis, ideas). Third, we may also invite external researchers for a presentation and discussion. The research colloquium is open for doctoral, MA and BA students who have a strong interest in research on inequality. It requires a basic knowledge about sociological concepts of inequality and the willingness to read English texts and actively engage in the discussion. The language of the course is English.
In the summer term 2017, we will focus on recent works on the links between inequality and populism. To what extent are the recent outbreaks of populist voting to be understood as outcomes of new inequality dynamics? In order to answer this question, a multidimensional understanding of inequality that carefully distinguishes and integrates economic and cultural dimensions of inequality is of utmost importance. Obviously, recent populist campaigns and parties are heavily attacking the cultural and political hegemony of socio-cultural professionals – a discursive frontier that has been put forward since the emergence of the intellectual “new right” in response to the “new left”. Further, an already well established ad-hoc explanation of the new populist rise holds the economically precarious, but culturally “native” population – the “white working class” – responsible for supporting populist movements. At the same time, populist politicians (and voters) often behave strikingly obedient towards economic elites and inequalities at the top while attacking cultural elites.
The aim of the research colloquium is to look more closely into the wicked entanglement of the various dimensions of inequality, class conflicts and political and cultural hegemony in order to understand the inequality dynamics behind populism. On the other hand, a proper understanding of the changes of political systems is indispensable for understanding the rise and history of populism, including fascism or left-wing populist movements in Latin America. Against this background, we will read and discuss more recent as well as classical studies that aim for an understanding of 1.) the multidimensional (vertical and horizontal) structuration of class inequality (e.g., Bourdieu, Oesch, Savage); 2.) the relation between political systems and class inequalities (e.g., Kitschelt, Krisi, Häusermann, Iversen); 3.) the nature of “populism” (e.g., Laclau); and 4.) more recent works on the topic (like e.g. Hochschildt on Trump voters). The main challenge will be to integrate these studies. A detailed reading list will be set up in the first session – suggestions welcome!
If you are interested in taking part, please send a note to Olaf Groh-Samberg, ogs@bigsss-bremen.de.

Prof. Dr. Olaf Groh-Samberg
08-29-GS-24 Visuelle Soziologie
[Visual Sociology ]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

"Die Visuelle Soziologie arbeitet mit Mitteln der bildlichen Darstellung soziologischer Sachverhalte theoretischer wie empirischer Art. In diesem Seminar sollen Verfahren der Visuellen Soziologie eingesetzt werden - im konkreten Fall die Fotografie - um komplexe soziale Phänomene zu veranschaulichen und zur Reflexion des Betrachters anzuleiten, ohne (immer) eine definitive Deutung des Gezeigten vorzugeben.

Die Studierenden werden in den ersten Stunden des Seminars in die inhaltliche Fragestellung sowie technische, ästhetische und rechtliche Grundlagen der Fotografie eingeführt. In einem ‚Visual Essay’ sollen sie sozialstrukturelle Phänomene im Alltag aufzeigen.

Gesellschaftliches Zusammenleben unterliegt einem beständigen Wandel und sozialen Umbrüchen. Im Alltag beobachten wir vielfach Aufkündigungen bisher unhinterfragter kollektiver Werte und Verhaltensnormen, was sich in devianten Verhaltensweisen verschiedener Art äußert. In diesem Seminar soll auf visuellem Wege spezifischer der Frage nachgegangen werden, ob diese Phänomene heute einen nachhaltigen Verfall sozialer Kooperation und Solidarität in der Gesellschaft reflektieren.

Die inhaltlichen Fragestellungen, die dabei bearbeitet werden sollen, knüpfen an die Vorlesungen zur „Sozialstruktur“ und zum „Sozialen Wandel“ der ersten beiden Semester an. Die Modulprüfung setzt sich aus mehreren, während des Semesters erarbeiteten Teilaufgaben zusammen.

Die Teilnehmerzahl des Seminars ist auf 20 Teilnehmer beschränkt. Sie richtet sich an Studierende des Bachelor Soziologie (4. Semester und mehr) und der sozialwissenschaftlichen Masterstudiengänge. Die Teilnehmer sollten neben profunden Kenntnissen der Grundlagen der Soziologie auch eine hohe Motivation an einem kreativen Umgang mit der Darstellung soziologischen Wissens mitbringen. Vorkenntnisse im Fotografieren sind erwünscht, aber keineswegs Bedingung."

Johannes Huinink
Thorsten Schmidt
08-29-GS-25 The empirical analysis of social inequality: Germany and the United States (in englischer Sprache)
[Die empirische Analyse sozialer Ungleichheit: Deutschland und die USA]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B1170 (2 SWS)

The empirical analysis of social inequalities is a broad field which covers various theoretical and empirical concepts. For a long time, class theories have played a major role in stratification research to explain social inequalities. However, the scope and depth of these approaches differ tremendously, as they are designed to explain different phenomena and mechanisms.
Most approaches today can be traced back to classical sociologists like Marx, Weber, and Durkheim and - in a more recent hybrid form – Bourdieu. Weberian approaches mainly try to explain material inequalities while Marxians also think about class formation and class action. Durkheimian approaches also tackle questions like lifestyles and habitus. Furthermore, each tradition has its own understanding what social classes are, how they emerge and how they contribute to intra- and intergenerational inequality.
This seminar tackles social inequality in Germany and the United States from a social class perspective. While we won’t focus a lot on classical approaches we are more interested in the theorization and empirical operationalization of social class inequalities in current approaches. We consider concepts put forward by Erik Olin Wright (1985; 1997), Goldthorpe and colleagues (1992; 1987; 2007), Weeden and Grusky (2005; 2012), Bourdieu (1984; 1985; 1987) (1984; 1989), Sørensen (1996; 2000) as well as more theoretical papers by Savage and colleagues (2005) as well more empirical studies like Oesch (2006) and Esping-Andersen (1993). We might integrate or omit some further approaches according to the student’s preferences.
To investigate the analytical scope of these inequality approaches we compare the link between theory and empirical investigation. With regard to theoretical approach we ask

• What is the theoretical basis of this approach?
• What does this approach wants to explain?
• Does this approach explain what its wants to explain?
• How is the reproduction of inequality explained?
With regard to the empirical operationalization we want to know
• How is the approach operationalized?
• Was the approach tested, what are the results?
• For what kind of questions was this approach used?

If we find answers to all these aforementioned questions, we can thoroughly judge these approaches from a comparative standpoint. All empirical investigations of social class inequalities will be based on articles on Germany and the United States.
Conditions of participation are the commitment to write at least two excerpts (with short presentations) or a book review (longer presentation).

Bourdieu, Pierre (1984): Distinction. Cambridge: Harvard University Press.
— (1985): The Social Space and the Genesis of Groups. Theory and Society, 14(6):723-744.
— (1987): What Makes a Social Class? On The Theoretical and Practical Existence Of Groups. Berkeley Journal of Sociology, 32:1-17.
Erikson, Robert, and John H. Goldthorpe (1992): The Constant Flux. A study of Class Mobility in Industrial Societies. Oxford: Clarendon Press.
Esping-Andersen, Gøsta (1993): Changing classes: Stratification and mobility in post-industrial societies. London Newbury Park, California: Sage Publications.
Goldthorpe, John H. (1987): Social mobility and class structure in modern Britain. Oxford: Clarendon Press. Oxford: Clarendon Press.
— (2007): On Sociology. Volume Two: Illustration and Retrospect. Stanford: Stanford University Press.
Oesch, Daniel (2006): Redrawing the Class Map. Stratification and Institutions in Britain, Germany, Sweden and Switzerland. New York: Palgrave Macmillan.
Savage, Mike, Alan Warde, and Fiona Devine (2005): Capital, assets, and resources: some critical issues. The British Journal of Sociology, 56(1):31-47.
Sørensen, Aage B. (1996): The Structural Basis of Social Inequality. American Journal of Sociology, 101(5):1333-1365.
— (2000): Toward a Sounder Basis for Class Analysis. American Journal of Sociology, 105(6):1523-1558.
Weeden, Kim A., and David B. Grusky (2005): The Case for a New Class Map. American Journal of Sociology, 111(1):141-212.
— (2012): The Three Worlds of Inequality. American Journal of Sociology, 117(6):1723-1785.
Wright, Erik Olin (1985): Classes. London: Verso.
— (1997): Class Counts: Comparative Studies in Class Analysis. Cambridge: Cambridge University Press.

Nora Waitkus
08-29-GS-26 From Scheler to Knorr-Cetina: An Introduction to the Sociology of Knowledge / DIE VERANSTALTUNG ENTFÄLLT!!!!! (in englischer Sprache)
[Von Scheler zu Knorr-Cetina: Eine Einführung in die Wissenssoziologie]

Seminar
ECTS: 3/6

Basic requirement for participation is a general understanding of sociological theory and practice. Regular participation in the seminar is recommended. Active in-class engagement and coursework contribution are compulsory in successfully fulfilling the performance requirements.

The sociology of knowledge as a subdiscipline in sociology focuses on the social processes involved in the production of knowledge.
In its brief history since the early 20th century, and with its roots in European philosophy as well as the conflicts of ideology in Germany from before the first to after the second World War, it has attempted to study the relationship between knowledge and social structures. In line with Knorr-Cetina, it can thus be described as the school of thought that aims at studying “how we know what we know” (Knorr-Cetina 1999: 1). In doing so, particular focus is payed to not only a society’s authoritative ideas and formal knowledges but in addition to those which operate in the realm of everyday life and are often referred to as ‚informal‘ or everyday knowledges.

The here proposed seminar entitled ‘From Scheler to Knorr-Cetina: An Introduction to the Sociology of Knowledge‘, is designed as a journey from early 20th century thought by Max Scheler (1874-1928), Karl Mannheim (1893-1947) and Alfred Schütz (1899-1959) to Peter Berger (1929-) and Thomas Luckmann (1927-2016), as well as newer developments in the field by colleagues such as Gudrun Lachenmann (1935-), Helga Nowotny (1937-), Karin Knorr-Cetina (1944-), Hubert Knoblauch (1959-) and Reiner Keller (1962-). The theoretical further developments within the subdiscipline are discussed with reference to the socio-political and historical contexts which heavily influenced their authors. Furthermore, most of the conceptual directions will be broken down by looking in a bit more detail at concrete empirical examples of studying the interdependence of social structures and the defining of what is considered as knowledge, worth knowing, worth producing, storing and worth to pass on to later generations as ‚valid‘ interpretations of reality. The empirical examples for doing so are largely taken from non-European contexts, which – given the European bias of most of the conceptual currents discussed – in addition invites a continuous reflection of the interplay between western theoretical perspectives for assessing ‚the world‘ and their limitations in doing so.

Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge
08-29-GS-27 Transnational families (in englischer Sprache)
[Transnationale Familien]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 1040 UNICOM 3.3050 (Haus Turin - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

The seminar provides an overview of literature on transnational families, concentrating on topics like parenting practices, communication and well-being of children. It will introduce students to these topics and enable them to get a deeper understanding of the consequences of transnational family arrangements. Transnational families are hereby understood as families that live apart in different nation states but at the same time try to create 'familyhood'. In recent years researchers have increasingly addresses some gaps in the knowledge about transnational families, the seminar will review these contributions.

Dr. Mandy Boehnke
08-350-M5a-2 Gender and the Welfare State (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7) (2 SWS)
Anna Hokema
09-74-M8910-2 How to decolonize knowledge: Assembling a tool-kit from the anthropology and sociology of knowledge, postcolonial approaches and STS

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 SFG 2070 (2 SWS)

Gast: Prof. Dr. Banu Subramaniam (Internationale Gastprofessorin im Juni 2016)

Diese Veranstaltung kann zusammen mit der Ringvorlesung "Beyond contradition: Epistemological politics in knowledge practices" (VAK 09-74-M8910-3) als gesamt Modul „Transcultural knowledge practices and politics“ belegt werden.

Diese Veranstaltung gehört zum Themensemester 2017 "Dekolonisierung der Stradt - Dekolonisierung des Wissens?!"

Kommentar

Prof. Dr. Michaela Knecht
Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge

3. Fortgeschrittene Empirische Methoden

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-29-4-FEM-1-a Statistik III - Fortgeschrittene Verfahren der Messung und Klassifikation
[Measurement and classification - advanced techniques]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 GW2 B1700 (2 SWS)

Das Seminar beschäftigt sich mit Techniken der Messung und Klassifikation. Im Fokus stehen fortgeschrittene Verfahren und ihre Anwendung auf Daten aus der Sozialforschung. Behandelt werden Skalierungsverfahren (Likert-, Faktorenwerte-, Guttman- und Rasch-Skalierung) sowie Klassifikationsverfahren (Clusteranalyse und latente Klassenanalyse (LCA)). Die LCA wird in ihren Grundlagen, Maßen zur Bestimmung der Modellgüte und Varianten eingehender behandelt. Als Anwendungsfeld einer dieser Varianten, der Latent Class Factor Analysis, wird die Identifikation von Antwortstilen in wissenschaftlichen Umfragen besprochen

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-4-FEM-1-b Fortgeschrittene Datenanalyse mit R
[Advanced Data Analysis Using R]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 SFG 2070 SFG 2030 (2 SWS)

Das Seminar macht mit der Statistik- und Grafiksoftware R vertraut, das ohne Lizenzgebühren aus dem Internet heruntergeladen und genutzt werden kann. Mit R lässt sich eine Vielzahl statistischer und grafischer Auswertungen vornehmen. Allerdings ist der Einstieg in R vergleichsweise zu anderen Statistikprogrammen wie STATA oder SPSS schwieriger.

Der Fokus dieses Seminars wird in der Vermittlung von vertiefenden Kenntnissen in R liegen. Dabei werden im Rahmen der statistischen Analysen mit R u.a. die Themen der linearen Regression, logistischen Regression, Faktorenanalyse, Multidimensionale Skalierung und Zeitreihenanalyse behandelt. Auch die Gestaltung von Grafiken und Diagramme mittels des Pakets ggplot2 sowie die Programmierung von eigenen Paketen werden Teil des Seminars sein.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, die bereits fortgeschrittene Grundlagen in Statistik haben und der Umgang mit der Statistiksoftware R nicht fremd ist. Jedoch sei vollständigkeitshalber daraufhin gewiesen, dass zu Beginn des Seminars eine kurze Einführung in die Grundlagen von R gegeben wird.

M. Sc Suat Can
08-29-4-FEM-1-c Text Mining für Sozialwissenschaften
[Data Mining for the Social Sciences]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 SFG 1030 GW1 B0100 (2 SWS)

»Text-Mining« befasst sich mit der Analyse und der Verarbeitung von textuellen Daten, um aus diesen versteckte Muster bzw. inhaltliche Zusammenhänge zu erkennen und - je nach Forschungsziel - aus ihnen Wissen zur Weiterverarbeitung zu extrahieren. Das Seminar konzentriert sich darauf dieses Wissen aus unterschiedlichen Quellen (Sozialen Netzwerken, Mikroblogs oder Zeitungsartikel) zu extrahieren und zu verarbeiten. Dazu werden im Seminars u.a. folgende Themen behandelt und anhand von Beispielen demonstriert: (1) Wordfrequenzanalyse, (2) Kookurrenzanalyse, (3) Term Extraktion, (4) Topic Models, (5) Textklassifikation und (6) Textclusteranalyse.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende, die bereits Grundlagen in Statistik haben und der Umgang mit der Statistiksoftware R nicht fremd ist. Jedoch sei vollständigkeitshalber daraufhin gewiesen, dass zu Beginn des Seminars eine kurze Einführung in die Grundlagen von R gegeben wird.

M. Sc Suat Can
08-29-4-FEM-1-d Strukturgleichungsmodellierung mit Mplus / DIE VERANSTALTUNG ENTFÄLLT!!!!!!!!!!!!!!
[Structural Equation Modeling with Mplus]

Seminar
Miriam Reußner, M.A.
08-29-4-FEM-1-e Befragungseffekte in Umfragen
[Response Bias in surveys]

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B1400 NUR Mo. + Di. GW2 B1630 (2 SWS)

Die Veranstaltung bietet eine Orientierung über die verschiedenen potentiellen Befragungseffekte (Interviewereffekte, Reihenfolgeeffekte etc.) in Umfragen. Befragungseffekte können zu Umfragefehlern führen und somit die Datenqualität maßgeblich beeinflussen.

Es werden theoretische Grundlagen erarbeitet, die als Erklärungsansatz für Befragungseffekte dienen. Darüber hinaus werden die Befragungseffekte mit Hilfe kleiner Übungen vertieft. Zudem bietet das Seminar die Gelegenheit, sich im Präsentieren zu üben sowie selbst Fragebögen zu korrigieren.

Jennifer Keck, M.A.
08-29-4-FEM-1-f Fragebogenkonstruktion
[Designing Questionnaires and Survey Questions]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mi 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Ziel der Lehrveranstaltung ist die Erarbeitung und Diskussion von Fragebogenentwürfen für Sozialforschungsthemen in vier Feldern: (1) »Smart World«: Nutzung technischer Innovationen; (2) Recht, Religion, Autonomie; (3) Risikowahrnehmung; (4) Gerechtigkeit. Zunächst wird in das jeweilige Thema inhaltlich eingeführt, um vor diesem Hintergrund die jeweilige Fragestellung zu konkretisieren. Parallel dazu werden Regeln der Fragebogenkonstruktion behandelt. Operationales Ziel der sich anschließenden Konstruktionsarbeit ist jeweils ein in studentischen Seminargruppen ausgearbeitetes und im Plenum diskutiertes Fragebogenmodul von zwei bis vier Seiten Länge, und ggf. die Erprobung als Online-Instrument in einer kleinen Pilotstudie.

Prof. Dr. Uwe Engel
08-29-4-FEM-2-a Einführung in die Analyse von Texten
[Introduction to Textanalysis]

Seminar
ECTS: 6/3

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 GW2 B2760 (CIP-FB 8) (2 SWS)

In dem sowohl für Bachelor- als auch Master-Studenten geeigneten Seminar werden Grundlagen der quantitativen Textanalyse mit der offenen Programmiersprache "Python" vermittelt. Nach einer basalen Einführung in notwendige Programmiertechniken werden große Textmengen heruntergeladen, transformiert und für die Analyse vorbereitet ("cleaning"), darunter etwa das Löschen von „Stopwörtern“ oder die Rückführung auf kleinste Spracheinheiten (Morpheme). Die Einordnung der Texte in „positiv-negativ“-Schemata erfolgt mit Hilfe einer „Sentiment“-Analyse, die komplexere Extraktion von Themen geschieht mittels Prozeduren des "Topic Modeling“ (insb. LSA und LDA). Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird auf der Anwendung der erlernten Techniken liegen, u.a. werden Pegida-Tweets, die mediale Berichterstattung über das Rentensystem und über die Ebola-Epidemie als Textgrundlage genutzt und analysiert.

Das Seminar richtet sich an Studierende aller Fachrichtungen, die den programmatischen Umgang mit medialem Quellenmaterial kennenlernen möchten. Statistische Grundlagenkenntnisse sowie erste Erfahrungen im Code-Schreiben (etwa in Stata oder R) sind hilfreich, werden aber nicht zwangsläufig vorausgesetzt.

Für einen ersten Überblick (die Mathematik darin ruhig ignorieren):

Evangelopoulos, Nicholas, Xiaoni Zhang, und Victor R. Prybutok. „Latent semantic analysis: Five methodological recommendations“. European Journal of Information Systems 21 (2010): 70–86.

Raphael Heiko Heiberger
08-29-4-FEM-2-b Qualitative Interviews: Grundlagen und praktische Durchführung
[Qualitatvie Interviews: Basics and Practise]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Di 14:00 - 16:00 SFG 1020 (2 SWS)

Einzeltermine:
Di 13.06.17 18:00 - 20:00 GW2 B2750 (CIP-FB 8)

Das Seminar bietet eine Einführung in das Erheben qualitativer Interviews. Es wird ein Überblick über die Grundlagen qualitativer Interviews und verschiedene Interviewarten (z.B. narratives Interview, leitfadengestütztes Interview) gegeben. Aufbauend darauf werden die verschiedenen Phasen der Erhebung von Interviews durchleuchtet: z.B. das Erstellen eines Leitfadens, das Sampling und der Feldzugang, die Interviewführung sowie die Transkription und Datenaufbereitung. Ein kurzer Ausblick auf Auswertungsverfahren wird ebenfalls gegeben. Im Seminar werden theoretische Grundlagen auf Basis von einschlägigen Texten und Beispielen erarbeitet und mit praktischen Übungen verknüpft.
Ziel ist es, dass die Studierenden seminarbegleitend ein eigenes Interview zu einem soziologischen Thema vorbereiten und selber durchführen. Alle relevanten Schritte einer Erhebung sollen abschließend in einem Projektbericht dargestellt und reflektiert werden.
Es ist empfohlen, für dieses Seminar bereits über einführende Kenntnisse der qualitativen Sozialforschung zu verfügen.

Literaturempfehlungen:
Helfferich, Cornelia (2011): Die Qualität qualitativer Daten. Manual für die Durchführung qualitativer Interviews. 4. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag.
Kruse, Jan (2014): Qualitative Interviewforschung. Ein integrativer Ansatz. Weinheim/Basel: Beltz/Juventa.
Misoch, Sabine (2014): Qualitative Interviews. Berlin/München/Boston: De Gruyter/Oldenbourg.

Tom Töpfer
08-29-4-FEM-2-c Grundlagen qualitativer Sozialforschung
[Basiscs of Qualitative Research]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GW2 B1632 (2 SWS)

Das Seminar bietet eine systematische und zugleich anwendungsbezogene Einführung in die qualitativen Methoden der empirischen Sozialforschung. Zu diesem Zweck führt die Veranstaltung zunächst in wissenschaftstheoretische Grundlagen, Forschungslogik und allgemeine Prinzipien qualitativer Sozialforschung ein. Nach einem Überblick über die Stationen des qualitativen Forschungsprozesses wird dieser anhand verschiedener Erhebungs- und Auswertungsverfahren theoretisch und anhand praktischer Übungen nachvollzogen: Behandelt werden wichtige qualitative Erhebungsverfahren (z.B. teilnehmende Beobachtung, Leitfadeninterview) sowie ausgewählte Auswertungsverfahren (z.B. Grounded Theory Methodologie). In den Übungen werden erste praktische Erfahrungen u.a. mit der Leitfadenkonstruktion und mit Interpretations-verfahren gesammelt. Angesprochen werden Fragen der Fallauswahl, des Feldzugangs und der Forschungsethik, der Verallgemeinerbarkeit und der Typenbildung.
Für diesen Kurs wird empfohlen, die Vorlesung Methoden II erfolgreich abgeschlossen zu haben.

Literaturempfehlungen:
Keller, Reiner (2012): Das interpretative Paradigma. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Przyborski, Aglaja, Wohlrab-Sahr. Monika (2013): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4., korrigierte Auflage, München: Oldenbourg.
Strübing, Jörg (2013): Qualitative Sozialforschung. Eine komprimierte Einführung für Studierende. München: Oldenbourg.

Dr. Sabine Ritter
08-29-4-FEM-2-d Diskursanalyse
[Discourse Analysis]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Einzeltermine:
Fr 23.06.17 13:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Sa 24.06.17 10:00 - 13:00 GW2 B2880

Ziel des Seminars ist es, in die theoretischen und methodologischen Grundlagen und praktisch in die methodischen Entwicklungslinien und Möglichkeiten der Diskursanalyse einzuführen. Diese wird eher als analytisch-kritische Perspektive denn als 'strenge' Methode aufgefasst. Sie hat den Charakter eines theoretisch umrissenen Untersuchungsprogramms und bietet Anknüpfungsmöglichkeiten an verschiedene, quantitative und qualitative, Auswertungsmethoden.

Die Lehrveranstaltung findet in zwei Etappen statt. Im ersten Teil, der in sechs wöchentlichen Seminarsitzungen stattfindet, werden wir uns das theoretische und methodologische Handwerkszeug der Diskursanalyse erarbeiten. Als gemeinsamer Ausgangspunkt hierfür dienen die Überlegungen Michel Foucaults zur „Ordnung des Diskurses“ und (in Auszügen) zur „Archäologie des Wissens“ sowie weitere einschlägige Texte, die im Seminar vorgestellt und diskutiert werden. Im zweiten Abschnitt, der am 23. und 24. Juni in Form eines Blockseminars stattfindet, werden wir in Arbeitsgruppen verschiedene, von den Studierenden zu bestimmende Diskurse bzw. Diskursstränge und Diskursformationen auf ihre Regeln und Regelmäßigkeiten, ihre Wirklichkeitskonstruktionen, ihre historischen und sozialen Kontexte, Strukturen und Praktiken hin untersuchen. Das dazu erforderliche Material stellen die Studierenden selbst, einzeln oder in Gruppen, zwischenzeitlich zusammen, sortieren und clustern es und wagen sich an eigene diskursanalytische Auswertungen, die beim Wochenendworkshop präsentiert werden.

Der erfolgreiche Abschluss sowohl der Vorlesung „Methoden 2“ als auch des Seminars „Grundlagen qualitativer Sozialforschung“ wird dringend empfohlen: Das Seminar setzt Grundkenntnisse über verschiedene Textauswertungsmethoden voraus!

Dr. Sabine Ritter
08-29-4-FEM-2-e Einführung in die Feldforschung
[Introduction to Field Research]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GW2 B1170 (2 SWS)

Einführung in die Feldforschung:
Ziel des Seminars ist es, in einem ersten Schritt theoretische Grundlagen zur Feldforschung zu vermitteln. Dabei geht es zum einen um den Begriff des Feldes und zum anderen lernen wir das Verfahren der teilnehmenden Beobachtung kennen. Zentrale Fragen dabei sind: Was ist eine Beobachtung und wie kann beobachtet werden? Das Verfahren praktisch anzuwenden und ein/e eigenes Forschungsthema und -fragestellung sowie erste Feldzugänge zu entwickeln, ist der zweite Schritt, der dann von jeder bzw. jedem Seminarteilnehmer*in unternommen werden soll. Als thematischer Rahmen sind großstadtsoziologische und architektursoziologische Themen festgelegt, wobei die konkrete Festlegung durch die einzelnen Seminarteilnehmer*innen vorgenommen wird. Schließlich sollen konzeptionellen Vorüberlegungen umgesetzt werden bei einer Exkursion nach Berlin. Dementsprechend wird die Teilnahme an der Exkursion empfohlen, die im General Studies Bereich angeboten wird.

Dr. Till Kathmann
08-29-GS-30 Rekonstruktive Sozialforschung: eine Einführung in die dokumentarische Methode
[Reconstruvtive Social Research: Intro to Documentary Method]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Mi 16:00 - 20:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3) (2 SWS)

Einzeltermine:
Mi 05.04.17 18:00 - 20:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Di 23.05.17 14:00 - 17:00 Die VA findet statt im UNICOM in Raum 7.3050
Mi 14.06.17 16:00 - 20:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Mi 28.06.17 18:00 - 21:00 UNICOM 3.3390

„Die prozessorientierte Rekonstruktion ermöglicht jenseits des geäußerten
Wortes Einblicke darin, wie die soziale Wirklichkeit der Beforschten hergestellt
wird. (…) In ihren Erzählungen davon, wie [die Schüler] die freie Zeit verbringen, werden grundlegende Orientierungen erkennbar, die ihr Handeln anleiten: der gute Schulabschluss für den gelungenen Start ins Leben; die gezielte Muse als Abkehr von einer als überfordernd empfundenen Gesellschaft; der Besitz von Geld als Ausweis der Selbstständigkeit.“ Aus Kleemann/ Krähnke/ Matuschek (2013)

Das Seminar führt mit Fokus auf die dokumentarische Methode in die rekonstruktive Sozialforschung ein. Nachdem zunächst zur Rahmung kurz auf die wissenschaftstheoretischen Grundlagen und das Verhältnis zu anderen Ansätzen der qualitativen Sozialforschung eingegangen wurde, wird das gemeinsame Forschungsinteresse rekonstruktiver Forschungsmethoden gemeinsam erarbeitet. Wie rekonstruierend vorgegangen werden kann, wird im nächsten Schritt an Hand der dokumentarischen Methode vorgestellt, die auch gemeinsam eingeübt wird. Dabei wird auf Daten aus einem laufenden Forschungsprojekt zu kollektiven Entscheidungsprozessen in Investmentclubs zurückgegriffen. Zur Analyse ist kein besonderes Hintergrundwissen erforderlich. Bei den Deutungswerkstätten auf Daten aus verschiedenen Erhebungskontexten zurückgegriffen um Ihren Blick für den Einfluss der Erhebungsmethode, aber u.a. auch der Forschenden, auf die Auswertung zu schärfen. Wenn bei den Teilnehmenden Interesse besteht, können im letzten Teil des Seminars die Daten auch noch vergleichend mit einem anderen methodischen Ansatz betrachtet werden um zu verdeutlichen, inwiefern Auswertungsmethode und Befunde zusammenhängen. Somit geht es auch um die Reflexion von Forschungsdesigns.
Damit Sie als Teilnehmende die Logik nachvollziehen können, bitte ich um eine kontinuierliche Teilnahme bzw. Vernetzung untereinander und Nachbereitung, insbesondere bei den Deutungswerkstätten. In der ersten Sitzung und zu Beginn der Phase der Analyse besteht die Möglichkeit Ihre Interessen und Bedürfnisse in den Veranstaltungsplan mit einfließen zu lassen.
Um Ihre Einarbeitung zu erleichtern sollte methodische Grundkenntnisse (Soz-STM1) vorhanden sein. Es empfiehlt sich an Soz-STM2 teilgenommen zu haben. Der General Studies-Kurs kann mit 3 oder 6 CP abgeschlossen werden.

Als einführende Literatur eignet sich das fünfte Kapitel aus Kleemann, Frank; Krähnke, Uwe; Matuschek, Ingo (2013): Interpretative Sozialforschung. Eine Einführung in die Praxis des Interpretierens. 2. Aufl. Wiesbaden, S. 153-166. Online verfügbar unter http://dx.doi.org/10.1007/978-3-531-93448-8.

Lydia Judith Welbers
08-29-GS-31 Netzwerkforschung
[Social Network Research]

Seminar
ECTS: 3/6

Einzeltermine:
Mi 21.06.17 12:00 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 22.06.17 12:00 - 18:00 UNICOM 7.4680 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 7)
Mi 28.06.17 12:00 - 18:00 UNICOM 3.3390 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)
Do 29.06.17 12:00 - 18:00 UNICOM 3.3380 (SOCIUM - Mary-Somerville-Str. 3)

Organisatorisches
Basistexte in Stud.ip
General Studies für Master- oder fortgeschrittene Bachelor-Studierende
Prüfungsleistung: 3 oder 6 CP

Überblick

Über einzelne Akteure hinausgehend, beschreibt die Netzwerkforschung die Relationen zwischen mehreren Akteuren (wie Cluster- und Cliquenbildungen) und untersucht die Bedeutung von Netzwerkstrukturen (wie der Dichte von Netzwerken, von Brückenverbindungen, von Gatekeeper- oder Brokerpositionen) für die soziale Integration, für ökonomische und politische Prozesse und gesellschaftliche Entwicklungen. Die theoretischen Konzepte und Methoden der Netzwerkforschung lassen sich auf unterschiedliche Themengebiete und Gegenstandsbereiche anwenden: Erforscht werden können persönliche, politische oder virtuelle Netzwerke, Netzwerke zwischen und Netzwerke innerhalb von Organisationen, subkulturelle Szenen und soziale Bewegungen. Mögliche Fragen richten sich auf so unterschiedliche Phänomene wie die Bedeutung von Sozialkapital für Migration und Soziale Mobilität, die Erfolgsbedingungen von Innovationsnetzwerken, die Strukturen von kriminellen Netzwerken oder Ansteckungsprozesse auf Finanzmärkten.

Die Veranstaltung bietet einen Überblick über zentrale Konzepte, Anwendungsbereiche und Erträge der soziologischen Netzwerkforschung und führt ein in Forschungsstrategien und Methoden, mit denen soziale Netzwerke analysiert werden können. Es sind keine Vorkenntnisse zur Netzwerkforschung erforderlich, jedoch ist die Kenntnis über allgemeine soziologische Theorien und Konzepte erwartet. Der Kurs richtet sich dementsprechend an fortgeschrittene BA- und alle MA-Studierenden.


Literatur zum Einstieg

Adloff, Frank & Steffen Mau (2005) (Hg.): Vom Geben und Nehmen. Zur Soziologie der Reziprozität. Frankfurt/Main: Campus.
Burt, Ronald (2007): Brokerage and closure. An introduction to social capital. Oxford.
Coleman, James S. (1990): Foundations of Social Theory. Cambridge.
Diewald, Martin (1991): Soziale Beziehungen: Verlust oder Liberalisierung? So¬ziale Unterstüt-zung in infor¬mellen Netzwerken. Berlin: Ed. Sigma.
Emirbayer, Mustafa & Goodwin, Jeff (1994) 'Network analysis, culture, and the problem of agency', American Journal of Sociology, 99 (6), 1411-1454.
Hennig, Marina, Ulrik Brandes et al. (2013)): Studying social networks. Frankfurt: Campus.
Hollstein, Betina/Florian Straus (2006) (Hrsg.): Qualitative Netzwerkanalyse. Konzepte, Methoden, Anwendungen. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Hollstein, Betina (2011): Qualitative Approaches. In: John Scott & Peter J. Carrington (Eds.): Sage Handbook of Social Network Analysis. London/New Delhi: Sage, pp. 404-417.
Jansen, Dorothea (1999): Einführung in die Netzwerkanalyse. Opladen: Leske & Budrich.
Schweizer, Thomas (1996): Muster sozialer Ordnung. Netzwerkanalyse als Fundament der Sozialethnologie. Berlin: Reimer.
Scott, John (2000): Social Network Analysis. A Handbook. London/ Newbury Park /New Delhi: Sage.
Scott, John & Peter J. Carrington (Eds.) (2011): Sage Handbook of Social Network Analysis. London/New Delhi: Sage.
Stegbauer, Christian & Roger Häußling (Hrsg.) (2010): Handbuch Netzwerkforschung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden.
Sydow, Joerg & Arnold Windeler (1999): Steuerung von Netzwerken. Konzepte und Praktiken. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.
Wasserman, Stanley/ Faust, Katherine (1994): Social Network Analysis. Methods and Applications. Cambridge: Cambridge University Press.
Weyer, Johannes (Hg.) (2000): Soziale Netzwerke. München: Oldenbourg.
White, Harrison C. (1992): Identity and Control. Princeton: Princeton University Press.
Windeler, Arnold (2001): Unternehmensnetzwerke. Konstitution und Strukturation. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag.

Raphael Heiko Heiberger
11-GS-Spez.Methoden-1 Qualitative Sozialforschung - Methodentraining anhand bereits erhobener Daten
Secondary data analysis of qualitative data

Seminar
ECTS: 2

Einzeltermine:
Fr 28.04.17 16:00 - 20:00 GRA2 0140
Sa 10.06.17 - So 11.06.17 (So, Sa) 09:00 - 18:00 GRA2 0180

Qualitative Sozialforschung ist eine immens wichtige Forschungsstrategie zur Generierung empirisch-fundierter, sozialwissenschaftlicher Kenntnisse und Theorien. Gleichzeitig hinterlässt die Methoden- und Instrumentenvielfalt der qualitativen Sozialforschung (nicht nur bei Studierenden) haeufig Unsicherheiten im Umgang mit dem konkreten Datenmaterial. In diesem Praxis-Seminar wird die Auswertungsmethode der Grounded Theory vorgestellt und anhand bereits erhobeneb Interviewmaterials getestet.

Infos zur Anmeldung:
Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen (20) für die Veranstaltung verteilt.
Eine Anmeldung ist möglich von 01.02.2017, 14:00 bis 15.03.2017, 22:00.
Die Plätze in den betreffenden Veranstaltungen werden am 15.03.2017 um 23:59 verteilt.
Eine Warteliste ist aktiviert.

Dr. Patrick Ehnis

4. Praxisrelevanz und Berufsorientierung

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-26-GS-1 Schritt für Schritt - von Deiner Forschungsfrage zum wissenschaftlichen Ergebnis

Blockveranstaltung

Einzeltermine:
Sa 22.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B1580
Sa 22.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B3850
Sa 22.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B2890
So 23.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B1580
So 23.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B3850
So 23.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B2890
Sa 29.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B1580
Sa 29.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B3850
Sa 29.04.17 10:00 - 17:30 GW2 B2890
Sa 13.05.17 10:00 - 17:30 GW2 B1580
Sa 13.05.17 10:00 - 17:30 GW2 B3010 (Kleiner Studierraum)
Sa 13.05.17 10:00 - 17:30 GW2 B1700

In diesem Seminar wird ein Einblick in den praktischen Forschungsprozess von Sozialwissenschaftlern gegeben. Neben kurzen Impulsvorträgen werden gemeinsam Probleme und Herausforderungen während eines Forschungsprojekts besprochen. Im Vordergrund steht die Erarbeitung einer Forschungsfrage und die Analyse von empirischem Material. Dies erfolgt anhand verschiedener Themen in Kleingruppen. Die Teilnahme eignet sich für Studierende zu Beginn des Studiums, die eine praxisorientierte Ergänzung zu ihren Methodenveranstaltungen suchen. Für fortgeschrittene Studierende kann er als Einstieg zur Vorbereitung einer BA-Arbeit dienen. In der Regel werden unbenotete Scheine vergeben, falls Sie einen benoteten Schein erhalten möchten, kontaktieren Sie bitte die Dozentinnen.

Linda Monsees
Stephan Dochow
Franziska Matthes
08-29-GS-40 Soziologie trifft Psychologie: Interkulturalität und Kommunikation für sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen
[Sociology meets Psychology: Interculturality and Communication for Social Sustainability In Organisations]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 1) Di 18:00 - 21:00 SFG 1040 SFG 0140 (2 SWS)

Soziologie trifft Psychologie: Interkulturalität und Kommunikation für sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen
Sociology meets Psychology: Interculturality and Communication for Social Sustainability In Organisations

„Verstehen ist die Reise in das Land eines anderen.“ (Fazil Hüsnü Daglarca, türk. Dichter)

Verstanden zu werden setzt Verstehen voraus. Um sozial nachhaltig in Organisationen handeln zu können, sollen Menschen in der Arbeitswelt ihre immer komplexer werdenden Rollen kompetent gestalten. Überfachlichen Anforderungen an soziale Kompetenz wachsen – unter anderem hinsichtlich des Umgangs mit der Vielfalt des menschlichen Seins. Reicht ein Auslandsaufenthalt, um „interkulturell kompetent“ zu werden, reicht ein Training, das Lesen eines Buches? Vermutlich nicht. In diesem Semester werden Ansätze der Interkulturalität und Theorien, die daran anschlussfähig sind, in 7 Workshops à 3 Stunden darauf hin untersucht, welche Modellvorstellungen ihnen zugrunde liegen, welche Übungen und Reflexionsangebote sich daraus ergeben, und welchen Erkenntnis- und Anwendungswert sie zum Thema Interkulturalität für die eigene Handlungspraxis mit sich bringen. Fragen wie diese werden gemeinsam mit Blick auf den eigenen Berufseinstieg als Akademiker/in im Seminar interaktiv mit theoretischen und praktischen Anteilen erarbeitet.

Zur Rahmung: Nachhaltigkeit ist ein seit der Rio-Konferenz der UN für Umwelt und Entwicklung 1992 formuliertes, globales Ziel mit den drei Handlungsfeldern ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Während in Organisationen v. a. versucht wird, ökonomische Nachhaltigkeit voranzutreiben (Wirtschaftlichkeit) und ökologische Fragen aufholen (politischer Druck), gerät das Subjekt zunehmend in Bedrängnis. Darum werden im Rahmen dieser General Studies Reihe verschiedene Gebiete in den Blick genommen: Teil 1 Problemlagen, Teil 2 Lösungsansätze, Teil 3 Vertiefende Auswahlthemen, Teil 4 Interkulturalität und Kommunikation. Forschung zur Nachhaltigkeit betrifft Makro-, Meso- oder Mikrophänomene. Während Politik und Soziologie eher die Makro- und Mesoebene interessieren, setzt dieses Seminar über sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen an der Schnittstelle von Soziologie und Psychologie bei der Meso- und Mikroebene an – bei der Organisation und den in ihr handelnden Menschen. Teile dieses General Studies können einzeln oder einander ergänzend studiert werden.

Konzipiert für Studierende ab dem 3. Semester, jedoch offen ab 1. Semester bei Interesse an Psychologie & Soziologie in der Arbeitswelt. Studierende anderer Fachrichtungen und Erasmus-Studierende sind willkommen. Der Kurs ist begrenzt auf 20 Teilnehmende.

2 SWS: 14-tägig, beginnend in der 1. Semesterwoche, 3-stündig (s.t.!), Dienstag von 18-21 Uhr. Um verbindliche Anmeldung via Stud.IP wird gebeten; siehe auch alle Unterlagen dort.

Einführende Literatur
Kumbier, D. & Schulz von Thun, F. (Hg.)(2010). Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele. (4. Aufl.) Reinbek bei Hamburg: Rowohlt
Meyerhuber, S. (2012). Soziale Nachhaltigkeit im Spannungsfeld postmoderner Arbeit. In: Molter, Schindler & von Schlippe, Vom Gegenwind zum Aufwind. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 86-155.
Boesch, E. (1996). Das Fremde und das Eigene. In: Thomas, A., Psychologie interkulturellen Handelns. Göttingen: Hogrefe, 88-105.

Art der Prüfungsleistung / CP (ECTS)
Interaktive Stundenvorbereitung & schriftliche Ausarbeitung (Dokumentation) in kleiner Gruppe (gemäß Wunsch: 6 CP/ 3 CP)

Dr. Sylke Meyerhuber
08-29-GS-41 Sociology Meets Psychology: Intercultural Communication for Social Sustainability in Organisations (in englischer Sprache)
[Soziologie trifft Psychologie: Interkulturelle Kommunikation für sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen]

Seminar
ECTS: 3/6

Termine:
zweiwöchentlich (Startwoche: 2) Di 18:00 - 21:00 SFG 0140 SFG 1040 (2 SWS)

Attention: The seminar starts at 6pm sharp!!! No academic quarter!

Sociology Meets Psychology: Intercultural Communication for Social Sustainability in Organisations
(Soziologie trifft Psychologie: Interkulturelle Kommunikation für sozial nachhaltiges Handeln in Organisationen)

“Understanding is the journey into the land of the other.”(Fazil Hüsnü Daglarca, poet)

To be understood stems from understanding, an ability to change perspective and of reflection. In order to act socially sustainable in organisations, people are obliged to deal with their growingly complex role set in competent ways. Key competences and social skills play a vital role in order to deal with the complexity of human diversity. Is it enough to travel, to attend a training, to read a book in order to reach “intercultural competence”? Probably it is not. In this seminar, approaches of intercultural understanding are examined in 7 workshops of 3 full hours: Which theoretical framework is laid out, which exercises and level of reflection are offered? What enlightenment and practical value can be gained from the approach? Questions like these are examined by the participants interactively with theory and by exercises, always in the light of entering a probably intercultural work life in the near future.

Framework: Social sustainability is one of three global goals noted in the Rio Convention 1992 by the UN World Commission of Environment and Development. While economic sustainability is a booster of change for modern organisations, ecological sustainability remains a constant task, and social sustainability is less looked at in the everyday workplace. Therefore, it is important to understand how organisational structures and subjective processing and coping are interlinked. This General Studies offers different parts: 1 Postmodern issues, 2 Selected solutions, 3 Issues of further in-depth investigation, 4 Intercultural communication. It is based on sociological and psychological knowledge, focussing on theories and praxis concepts that allow gathering an understanding on how organisations and their role actors can shape a workplace “socially sustainable”. Parts can be studied separately or as a row.

The seminar uses English as a lingua franca. Coping with the effects of this setting is part of the reflection within the course, referring to differences between communication, comprehension and understanding within a working environment. Students are supported to express themselves, didactically and by the lecturer. The interactive setting combines theoretical and practical parts, supporting reflection of own experiences. Students should be willing to participate in this manner. A field exploration for research-based learning will be part of this terms requirements.

Open for 1st semester students and above, recommended for Bachelor students before their internship and thesis, as well as for Master students, and open to Erasmus students and to students of other faculties. This course is limited to 20 participants.

2 SWS: Fortnightly, starting in the 2nd week of the term, (probably) Tuesdays 6 – 9 pm; 3 hours (s.t.!). Please register reliable via Stud.IP for your participation.

References
Hall, E. (1959). The Silent Language. New York: Garden City. https://monoskop.org/images/5/57/Hall_Edward_T_The_Silent_Language.pdf
Hofstede, G. (1980): Cultures Consequences. International differences in work-related values. London: Sage.
Kuebel, Mary (2002) Living Learning. A reader in theme-centered interaction. Dehli: Media House.

Performance requirement ECTS points
Preparation of an interactive lecture and exposition in small groups (6 CP / 3 CP).

Dr. Sylke Meyerhuber
08-29-GS-42 Bachelorarbeit - Themenfindung
Bachelor Thesis - Finding a Subject

Seminar
ECTS: 3/6

Einzeltermine:
Fr 02.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1010
Sa 03.06.17 10:00 - 14:00 SFG 2060
Fr 16.06.17 14:00 - 18:00 SFG 2030
Sa 17.06.17 10:00 - 14:00 SFG 2060
Fr 30.06.17 14:00 - 18:00 SFG 1080
Sa 01.07.17 10:00 - 14:00 SFG 2060

Wie verfasse ich eine Bachelorarbeit? Wie beginne ich mit dem Schreiben und welche Vorbereitungen sollte ich getroffen haben? Das Seminar dient der Themenfindung und Vorbereitung einer Bachelorarbeit. Durch schrittweise aufeinander aufbauende Aufgaben werden die TeilnehmerInnen durch den Vorbereitungs- und Strukturierungsprozess einer Bachelorarbeit geleitet. Anhand von existierenden Studien ziehen wir die logische und argumentative Struktur von wissenschaftlichen Texten nach und sehen, wie der vorhandene Forschungsstand in eine neue Forschungsfrage übergeleitet wird. Auf dieser Grundlage formulieren die TeilnehmerInnen erste Fragestellungen, die sie im weiteren Verlauf des Seminars konkretisieren bzw. revidieren. Parallel suchen sie nach geeigneter wissenschaftlicher Literatur, bewerten diese und erarbeiten sich damit den Forschungsstand zu dem sie interessierenden Themengebiet. Während des Seminars werden außerdem regelmäßig Schreibübungen durchgeführt und Beispiele von guten Bachelorarbeiten an den Bremer Instituten für Politikwissenschaft und Soziologie präsentiert. Am Ende des Seminars verfassen die TeilnehmerInnen ein Exposé mit einer spezifischen und durchführbaren Fragestellung anhand dessen sie gezielt mit ihren BetreuerInnen über ihre Bachelorarbeit diskutieren können.

Carolin Baur

II. Fachergänzende Studien der Universität Bremen / General Studies FB 8 / Sozialwissenschaften

VAK Titel der Veranstaltung DozentIn
08-zsp-GS-1003 Welche beruflichen Perspektiven bieten sich für Sozialwissenschaftler/innen außerhalb der Wissenschaft und Forschung?
Which career prospects for social scientists open up beyond science and research?

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GW2 B2900 (2 SWS)

Einzeltermine:
Mo 10.07.17 16:00 - 18:00 GW2 B2900

Die Frage, wohin die berufliche Reise nach dem Studium gehen könnte, lässt sich für Studierende der Sozialwissenschaften nicht so einfach beantworten. Das Spektrum der beruflichen Möglichkeiten ist sehr breit gefächert und orientiert sich sehr stark an den individuellen Interessen und Fähigkeiten. Daher ist es ein persönlicher Lernprozess, eigene berufliche Vorstellungen zu entwickeln.

Das Seminar richtet sich im Sommersemester 2017 an Masterstudierenden und Bachelorstudierende ab dem 4. Fachsemester. Ziel des Kurses ist es, die Teilnehmer/innen zu ermutigen, die eigenen Stärken zu ermitteln und herauszufinden, welche Tätigkeitsfelder das persönliche Interesse wecken. Häufig bieten Neigungen, Überzeugungen und Werte eine hilfreiche Orientierung. Zudem soll der Kurs aufzeigen, wie die beruflichen Ziele erreicht werden können.

Es gilt Strategien zu entwickeln, wie der Berufseinstieg gelingen kann. Zumal Sozialwissenschaftler/innen von Unternehmen, Organisationen und Institutionen selten gezielt gesucht werden. Da sie häufig mit Psycholog(en)innen, Sozialpädagog(en)innen, Gesundheitswissenschaftler*innen, Kulturwissenschaftler*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen und Jurist(en)innen konkurrieren, gilt es vor allem berufliche Netzwerke aufzubauen und den versteckten Arbeitsmarkt in den Blick zu nehmen.

Es werden Berufspraktiker/innen aus verschiedenen Branchen und Tätigkeitsfeldern eingeladen. Sie werden Einblicke in Ihren beruflichen Alltag geben und über Ihren beruflichen Werdegang berichten.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1008 Freiwilliges zivilgesellschaftliches Engagement
Voluntary commitment in the realm of civil society (Tutorial to students´volunteering)

Seminar
ECTS: 3

Einzeltermine:
Fr 28.04.17 12:00 - 14:00 GW2 B2335a
Fr 12.05.17 12:00 - 14:00 GW2 B2335a
Fr 30.06.17 12:00 - 14:00 GW2 B2335a

Der Fachbereich Sozialwissenschaften (FB 8) fördert das studentische Ehrenamt, da das zivilgesellschaftlichen Engagement zunehmend an Bedeutung für das Gemeinwohl gewinnt. Die Motivation von Studierenden, sich beispielsweise sinnstiftend für andere Menschen einzusetzen, politisch Einfluß zu nehmen, gesellschaftliche Partzipationsprozesse mitzugestalten oder einen humanitären Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, soll somit gewürdigt werden.

Außerdem bietet das freiwilligen Engagement die Möglichkeit praktische Erfahrungen zu sammeln und Fähigkeiten zu erlangen, die auch nützlich für die berufliche Orientierung oder sogar für den Berufseinstieg sein können.

Studierende, die gerne eine ehrenamtliche Tätigkeit ausüben möchten, werden im Begleitseminar bei der Suche nach einer passenden Tätigkeit unterstützt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Freiwilligen Agentur Bremen und Serve the City statt.

Dieses Begleitseminar richtet sich ausschließlich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben. Am 28.04.2017 werden die Regeln für die Teilnahme und die Leistungsanforderungen erläutern.

Dipl.-Sozw. Birgit Ennen
08-zsp-GS-1009 Freiwilliges Engagement im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" der Freiwilligen-Agentur Bremen

Seminar
ECTS: 6

Einzeltermine:
Fr 21.04.17 12:00 - 14:00 GW2 B2335a

Wer möchte sich gerne verantwortungsvoll für ein Kind im Grundschulalter engagieren? Im Rahmen des Mentorenprogramms "Balu und Du" erhalten Studierende die Möglichkeit, als Paten, einmal in der Woche, ehrenamtlich, Zeit mit einem Schulkind zu verbringen. Diese Paten bzw. Balus bringen Bewegung und Abwechslung in den konkreten Alltag der Patenkinder bzw. Moglis. Balu und Mogli treffen sich zuverlässig über einen Zeitraum von einen Jahr.

Für Moglis ist es eine ganz besondere Gelegenheit eine etwas andere Welt kennenzulernen. Durch die Freundschaft mit ihrem Balu entsteht häufig ein Entwicklungsschub. Sie wirken in der Schule konzentrierte, offener und konflikfähiger.

Das bundesweite Mentorenprogramm "Balu und Du" besteht seit 2002. Menschen an 70 Standorten in Deutschland engagieren sich dafür, dass es Kindern in besonderen Lebenslagen besser geht. Seit 2008 wird das Konzept des Mentorenprogramms von der Freiwilligen-Agentur Bremen umgesetzt.

Der Fachbereich Sozialwissenschaften fördert das ehrenamtliche Engagement von Studierenden, insbesondere im Rahmen des Mentorenprogramm. Daher besteht eine Kooperation mit der Freiwilligen-Agentur Bremen.

Das Begleitseminar dient der Supervision sowie der Vor- und Nachbereitung der Patinnen und Paten für die anspruchvolle Rolle des Balus.

Claudia Fantz
08-zsp-GS-1013 Projekte planen und erfolgreich umsetzen (Teil 2)
Planning and completing projects successfully
Realisierung der Veranstaltungskonzepte des Wintersemesters 2016/2017

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B2335a (2 SWS)

An diesem Begleitseminar können ausschließlich Studierende teilnehmen, die im Wintersemester 2016/2017 für ihr ausgearbeitetes Veranstaltungskonzept eine Empfehlung für die Umsetzung erhielten. Diese Veranstaltungen leisten einen Betrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bremen.

Marie-Helene Wichmann, M.A.
08-zsp-GS-1014 Public Relations für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft
Public relations for politics, cultural and social awareness, environment and economy

Seminar
ECTS: 3

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GW2 B3850 (2 SWS)

Welche Fähigkeiten muss ein PR-Redakteur/in haben? Wie sieht der Arbeitsalltag eine(s)r Pressesprecher(s)in in der Politik aus? Unterscheidet sich die Öffentlichkeitsarbeit eines Theaters von der eines Unternehmens? Diese und viele weitere Fragen rund um die Berufsfelder der Public Relations werden wir im Verlauf des Seminars gemeinsam stellen und beantworten.

Dieses Seminar richtet sich ausschliesslich an Studierende im FB 8. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Teilnahmebedingung ist die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, zur Teamarbeit und zur Einhaltung von Vereinbarungen. Am 05.04.2017 werden die Regeln fuer die Teilnahme und die Leistungsanforderungen vereinbart.

Am 12.04.2017 werden die Teams gebildet, die die Aufgabe erhalten jeweils ein inhaltliches Thema zu bearbeiten. Ergänzend dazu werden Interviews mit Experten aus der Praxis geführt. Die Arbeitsergebnisse der Teams werden dem Plenum anschaulich vermittelt. Fuer ihren Vortrag erhalten die Teams ein ausführliches Feedback. Für die zweite Haelfte der Veranstaltungszeit ist eine Exkursion in einem Betrieb oder einer Organisation vorgesehen.

Das weiterführende "Praxisprojekt Public Realations" (08-zsp-GS-1015) im Sommersemester 2018 wird empfohlen. Das Praxisprojekt zeichnet sich durch seine Praxisnaehe aus. Es werden Modellagenturen gebildet, die reale Aufgaben von Betrieben und Einrichtungen aus der Region erhalten. Es wird empfohlen, vor Beginn des Praxisprojektes, das Seminar "Projekte zielgerichtet und strukturiert planen" (08-zsp-GS-1012 ) zu besuchen.

Axel Hausmann
08-zsp-GS-1015 Praxisprojekt Public Relations
Professional practice in public relations (tutorial)
Begleitseminar zum Praxisprojekt

Seminar
ECTS: 9

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 SFG 1040 (4 SWS)

Einzeltermine:
Mi 01.02.17 12:00 - 14:00 GW2 B2335a
Mi 12.07.17 10:00 - 16:00 GW2 B2890
Fr 14.07.17 10:00 - 16:00 SFG 1020

Im Praxisprojekt werden studentische PR-Agenturen gebildet, die reale Aufgaben von Einrichtungen und Unternehmen aus der Region erhalten. Am Praxisprojekt können ausschließlich Studierende teilnehmen, die das Seminar „PR für Politik, Kultur, Soziales, Umwelt und Wirtschaft“ erfolgreich abgeschlossen haben. Die Grundlagenveranstaltung und das Praxisprojekt bilden das Praxismodul Public Relations. Das Praxisprojekt dauert 16 Wochen und schließt mit einer Modulprüfung ab, die in der Zeit vom 17.07. bis 21.07.2017 stattfindet. Fuer die verbindliche Teilnahme wird ein Entgelt von 50 Euro als "Pfand" erhoben. Bitte melden Sie sich bis zum 26.01.2017 direkt beim Zentrum Studium und Praxis an!

Vor Beginn des Praxisprojektes wird die Teilnahme an dem Seminar "Projekte zielgerichtet und strukturiert planen" (08-zsp-GS-1012) empfohlen.

Axel Hausmann

Ansprechpartner für die Inhalte des Veranstaltungsverzeichnisses

Alte Vorlesungsverzeichnisse (bis Sommersemester 2012)