Veranstaltungsverzeichnis

Lehrveranstaltungen WiSe 2023/2024

Berufliche Bildung - Pflegewissenschaft, BA

Modul Pfleg1: Wissenschaftliches Arbeiten (9 CP)

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Birte Berger-Höger
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg1-1Einführung in die Pflegewissenschaft

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 SFG 0140 Online (2 SWS)
Maite Schlacke
11-PW-BA-Pfleg1-2Einführung in die Technik wissenschaftlichen Arbeitens

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 GRA2A 0050/60 (2 SWS)
Birte Berger-Höger
11-PW-BA-Pfleg1-3TTutorium
Techniken des wisschenschaftlichen Arbeitens

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 Cog 1370
Julia Konrad
11-PW-BA-Pfleg1-4TTutorium Studienorganisation und -techniken

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 Cog 1370
Jan Donix

Modul Pfleg2: Theoretische Grundlagen

Modulverantwortliche: Prof. Dr.Birte Berger-Höger
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg2-1Pflegewissenschaftliche Grundbegriffe und Bezugswissenschaften

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 08:00 - 10:00 GRA2 0080 (2 SWS)
Kathrin Seibert
11-PW-BA-Pfleg2-2Einführung in die klinische Forschung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 12:00 - 14:00 GRA2 0130 (2 SWS)
Maite Schlacke
11-PW-BA-Pfleg2-3Kommunikation und Ethik in der Pflege

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GRA2A 0050/60 (2 SWS)

Das Seminar Kommunikation und Ethik in der Pflege ist der Versuch, die beiden noch sehr jungen Forschungsfelder der „Gesundheitskommunikation“ und der „Ethik in den Gesundheitswissenschaften“ mit der Praxis der Pflege zusammenzubringen. Zwar ist nicht erst durch die aktuelle starke Betonung des Aspekts der „Beziehungsgestaltung“ in der neuen generalistischen Ausbildung deutlich geworden, dass das Thema Kommunikation aus der Praxis der Pflege überhaupt nicht mehr wegzudenken ist. Denn schon seit mehr als 30 Jahren wird international immer wieder beton, dass die kommunikativen Handlungen in der Pflege eigentlich einen ebenso hohen Stellenwert haben müssten wie die technisch vorgetragenen Aktivitäten. Es ist aber auch kein allzu großes Geheimnis, dass weltweit beide Anteile in der Praxis nicht nur „unterschiedlich“ wertgeschätzt werden, sondern die kommunikativen Kompetenzen auch noch schlechter vorgetragen, schlechter gelehrt und gelernt werden.
Unter enormen Druck gerät diese Umstand aber auch dadurch, dass Forschungsergebnisse immer deutlicher zeigen, dass eine wenig einfühlsame Kommunikation in der Pflege nicht nur die Gesundheit der Patient:innen nachhaltige negativ beeinflusst, sondern auch die Gesundheit der Pflegekräfte davon betroffen ist. Hier wird der starke und bisweilen sogar existenzielle „Link“ zwischen der sozialen Interaktion der Kommunikation auf der einen und unserer Gesundheit auf der anderen Seite mehr als deutlich. Doch communcation skills lassen sich trainieren. Und Empathie ist keine Eigenschaft, die wir als Persönlichkeitsmerkmal mal mehr oder weniger oder sogar gar nicht besitzen. Solche sehr unwissenschaftlichen Mythen werden gerne immer dort herumgereicht, wo es an aufrichtiger Bereitschaft und dem nötigen Willen fehlt, unseren Mitmenschen ihre unverwechselbar einzigartige Autonomie und Subjektivität zuzugestehen. Die Gewährung, Anerkennung und Förderung der Autonomie der Patient:innen ist aber nicht umsonst das erste und wichtigste Prinzip der „Principles of Biomedical Ethics“ (Beauchamp & Childress 2013) geworden.

Dr. Thomas Hehlmann

Modul Pfleg3: Diagnostik

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg3-1Grundlagen pflegerischer Diagnostik

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 10:00 - 12:00 GRA2 0180 (2 SWS)
Pia von Boetticher
11-PW-BA-Pfleg3-2Methoden qualitativer Diagnostik

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 GRA2 0080 (2 SWS)
Dipl.-Psych. Joerg-Friedrich Gampper

Modul Pfleg7: Versorgungsforschung und Versorgungssteuerung

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg7-1Versorgungsforschung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 14:00 - 16:00 GRA2 0130 (2 SWS)
Janissa Altona, M.A.
11-PW-BA-Pfleg7-2Versorgungssteuerung

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (2 SWS)
Ellen Johanna Dunker, M.Sc.

Modul Pfleg8: Ethik

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg8-1Ethik - Grundlagen

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 18:00 - 20:00 GRA2A 0050/60 (2 SWS)
Dr. Heiner Friesacher

Modul Pfleg9: Versorgungssettings und Zielgruppen

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg9-1Eine andere Sicht auf die Entstehung der sporadischen Form der Alzheimerkrankheit

Seminar

Einzeltermine:
Fr 03.11.23 14:00 - 20:00 GRA2A 0050/60
Fr 17.11.23 14:00 - 20:00 GRA2A 0050/60
Fr 12.01.24 14:00 - 20:00 GRA2A 0050/60
Fr 26.01.24 14:00 - 20:00 GRA2A 0050/60
Prof. Dr. med. Norbert Wrobel
11-PW-BA-Pfleg9-2Diskriminierungen im Gesundheits- und Pflegewesen. Entwicklungsmöglichkeiten in der Klinischen Ethik - Online -

Seminar

Einzeltermine:
Do 26.10.23 16:00 - 20:00
Do 09.11.23 16:00 - 20:00
Do 16.11.23 16:00 - 20:00
Do 14.12.23 16:00 - 20:00
Do 25.01.24 16:00 - 20:00

Diskriminierungen im Gesundheits- und Pflegewesen. Entwicklungsmöglichkeiten in der Klinischen Ethik.

Im Jahr 2022 lebten in Deutschland 23,8 Millionen Menschen mit einem Migrationshintergrund (Statistische Bundesamt 2023). Der stetige Anstieg geht vor allem auf die Zuwanderung von Schutzsuchenden in den Jahren 2015 und 2016 zurück. Seither gibt es keine Anzeichen, dass die Zahl rückläufig ist. In Ballungsgebieten kommt es vor, dass bis zu 50% Prozent der KrankenhauspatientInnen einen Migrationshintergrund aufweisen. Interkulturelle Behandlungssituationen gehören mehr und mehr zum Berufsalltag in deutschen Krankenhäusern.
Wie auch andere Einrichtungen, sind Krankenhäuser zunehmend Orte, in denen sich Menschen unterschiedlicher Kulturkreise begegnen und sich mit existentiell bedrohlichen Situationen wie schweren Erkrankungen, Verletzungen, Sterben und Tod auseinandersetzen. Es steigt nicht nur die Zahl der PatientInnen mit Migrationshintergrund, sondern ebenfalls die Zahl der Personen mit einer familiären Migrationsgeschichte, die im Gesundheitswesen arbeiten (vgl. RKI 2009: 30-32). Sowohl die Organisation Krankenhaus als auch die in ihr handelnden Menschen sind gefordert, sich einer beschleunigten kulturellen Pluralisierung zu stellen. Wie kann das gelingen?
Neben den Möglichkeiten eines funktionierenden Diversity-Managements und Maßnahmen zur kulturellen Öffnung sowie die Etablierung regelmäßiger Bildungsangebote, können Organisationsformen der Klinischen Ethik, wie beispielsweise Klinische Ethikkomitees, einen Raum zur Reflexion ethische Fragen im Umgang mit „Fremden“ bieten. Darüber hinaus ist ein intersektionaler Zugang, d.h. der erweiterte Blick auf Ungleichheit, insbesondere in Bezug auf Gender, sozialer Status und Alter, hilfreich.
Inhalte
- Grundlagen zu Diskriminierung und Rassismus
- Rassismus im Krankenhaus
- Pflege und Rassismus
- Interkulturelle Öffnung & Diversity Management
- Organisationsformen der Klinischen Ethik
- Intersektionalität


Literatur
Agbih, S. (2014): Interkulturalität als Thema Pflegeethik. In: Coors, M./Grützmann, T./Peters, T. (Hrsg.): Interkulturalität und Ethik. Der Umgang mit Fremdheit in Medizin und Pflege. Göttingen: Ruprecht, 37-51
Bartig, Susanne; Kalkum, Dorina; Mi Le, Ha; Lewick, Aleksandra (Hg.) (2021): Diskriminierungsrisiken und Diskriminierungsschutz im Gesundheitswesen. Wissensstand und Forschungsbedarf für die Antidiskriminierungsforschung. Antidiskriminierungsstelle des Bundes
Domening, D. (Hg.) (2021): Transkategoriale Kompetenz in der Klinik – eine Zukunftsperspektive. In: Frewer, A., Franzó, K.; Langmann, E. : Die Zukunft der Medizin im Gesundheitswesen. Prognosen, Visionen, Utopien. Würzburg: Königshausen & Neumann, 143-153
Ilkilic, I. (2017): Interkulturelle Kompetenz als Schlüsselqualifikation. In: Gesundheit Gesellschaft Wissenschaft 17, 2, 24-30
Kohlen, Helen; Könninger, Sabine, Fischer, Nils (2022): Die Bedürfnisse der Anderen und Sorgekompetenz von Pflegenden im Krankenhaus. Pflege und Gesellschaft, S. 212-223
Maase, Angelika; Kohlen, Helen (2022): „Wir sind mehr als ein Paar Hände“ – Migrierte Pflegefachkräfte und ihr sinnbildlicher Kampf um fachliche und akademische Anerkennung in deutschen Krankenhäusern. Pflege und Gesellschaft, S. 240-253
Kohlen, Helen. 2019. Ethische Fragen der Pflegepraxis im Krankenhaus und Möglichkeiten der Thematisierung. Ethik Med 38(6):303 https://doi.org/10.1007/s00481-019-00547-0
Pöchhacker, Franzu (2000): Kulturelle und sprachliche Verständigung mit Nichtdeutsch- sprachigen in Gesundheitseinrichtungen. In Migration – Frauen – Gesundheit. Perspektiven im europäischen Kontext. Dokumentation unseres zweiten Symposiums vom 29. September 1999 in Berlin zum Thema „Migration – Frauen – Gesundheit im europäischen Kontext“, Hrsg. Matthias David, Theda Borde, und Heribert Kentenich, 155–176. Frankfurt a. M.: Mabuse
Scherr, Albert; Mafaalani, El; Yüksal, Gökçen, (Hg.) (2017): Handbuch Diskriminierung. Wiesbaden: Springer
Schödwell, Steffen et al. (2022): Diskriminierung und Rassismus in der Krankenhausversorgung und die Rolle der ökonomischen Rahmenbedingungen in der interkulturellen Öffnung. Bundesgesundheitsblatt https://doi.org/10.1007/s00103-022-03615-x
Tezkan-Güntekin, H./ Stern, A. (2020): Kultursensible Pflege in Deutschland. Ein Blick auf die professionelle Pflege. In: Sozialer Fortschritt 69, 147-162

Helen Kohlen

Modul Pfleg10: Professionalisierung National und International

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Birte Berger-Höger
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg10-1Stellenwert der Pflege im demografischen Wandel

Seminar

Einzeltermine:
Fr 24.11.23 14:00 - 19:00 UNICOM 3.0210 Seminarraum 2
Sa 25.11.23 10:00 - 16:00 SFG 0150
Fr 19.01.24 14:00 - 19:00 GRA2 0180
Sa 20.01.24 10:00 - 16:00 GRA2 0180

In der Veranstaltung wird zu Beginn auf die demografische Entwicklung eingegangen und die Auswirkungen auf die gesundheitliche und pflegerische Versorgung beleuchtet. Es wird die Frage untersucht, was der Fachkräftemangel in einer älterwerdenden Gesellschaft für Auswirkungen auf den Bereich der Pflege haben wird. Sodann werden juristische Grundlagen (für Nicht-Juristinnen und Nicht-Juristen!) der Gesetzgebung im Bereich Gesundheitsrechterörtert.
Im 2. Teil werden die Pflegeversicherung, die Familienpflegezeit und die Pflegeberufe mit ihren rechtlichen Grundlagen und ihren praktischen Implikationen erörtert.
Es können Leistungsnachweise in Form von Referaten mit schriftlicher Ausarbeitung erstellt werden.

Prof. Dr. Matthias Gerhard von Schwanenflügel, Honorarprofessor
11-PW-BA-Pfleg10-2Journal Club für angehende Pflegelehrende – Unterrichtsinhalte forschungsbasiert vorbereiten

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 16:00 - 18:00 GRA2 0080 (2 SWS)

Das nachfolgend beschriebene Lernangebot richtet sich insbesondere an Studierende, die eine Lehrtätigkeit im Berufsfeld Pflege anstreben und die ihre im Studium erworbenen Kenntnisse zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden vertiefen möchten:
Seit nunmehr über 15 Jahren sind Pflegelehrende in Deutschland gesetzlich verpflichtet, ihre Pflegeunterrichte auf eine - soweit es der derzeitige Erkenntnisstand zulässt - (pflege-)wissenschaftlich abgesicherte inhaltliche Basis zu stellen.
Der Anspruch an eine wissenschaftliche Fundierung von pflegerischen Unterrichtsinhalten fordert Pflegelehrende enorm heraus und verlangt ihnen neben der Kompetenz, wissenschaftliche Literatur systematisch zu recherchieren insbesondere auch die Kompetenz ab, Forschungsstudien sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache zu lesen, zu verstehen und kriteriengeleitet zu bewerten bzw. Evidenzsynthesen zu erstellen.
Sowohl empirische Studien als auch eigene Erfahrungen im Austausch mit Pflegelehrenden und -studierenden in den letzten zehn Jahren geben Hinweise darauf, dass bis heute in der deutschen Pflegeausbildung nicht davon auszugehen ist, dass Lernenden überwiegend (pflege-)wissenschaftlich fundierte Lernangebote von ihren Lehrenden gemacht werden. Die Hintergründe hierfür sind sicher vielschichtig.
Eine - möglicherweise bedeutsame - Ursache könnte darin liegen, dass angehende Pflegelehrende wissenschaftliche Arbeits- und Denktechniken der Literaturrecherche und v.a. des Lesens, der Analyse sowie der kritischen Bewertung von Forschungsstudien und systematischen Übersichtsarbeiten in ihrem Studium eventuell nicht ausgiebig genug trainieren.
Die praktisch ausgerichtete Lehrveranstaltung „Journal Club für angehende Pflegelehrende – Unterrichtsinhalte forschungsbasiert vorbereiten“ setzt an dieser Stelle an und zielt darauf ab, Studierende zu unterstützen, relevante Forschungsstudien und systematische Reviews (z.B. für ihre im Studium zu entwickelnden Pflegeunterrichte bzw. für ihre Haus- und Abschlussarbeiten) gemeinsam zu lesen, kriteriengeleitet zu bewerten und zu diskutieren.
Mit diesem Lernangebot sollen eine Kultur des fachlichen Austauschs über aktuelle, für Pflegelehrende relevante Forschungsergebnisse und ein vertrauterer Umgang mit internationalen und nationalen Fachzeitschriften gefördert werden. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht daher ein intensives, gemeinsames und begleitetes Einüben dieser Techniken.

Dr. phil. Gerlinde Klimasch

Modul M11: Theorien und Modelle von Gesundheit und Krankheit

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Ansgar Gerhardus
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PH-BA-TheMo-2aDie Public-Health-Perspektive am Beispiel seltener Erkrankungen
Public Health Perspectives: the Example of Rare Diseases

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GRA2 0140 (2 SWS)

Während jede einzelne seltene Erkrankung für sich selten vorkommt, so sind „die Seltenen“ jedoch vielzählig und betreffen sehr viele Menschen. Weltweit sind bislang etwa 8.000 verschiedene seltene Erkrankungen bekannt, allein in Deutschland sind etwa 4 Mio. Menschen von einer seltenen Erkrankung betroffen.
Im Seminar gestalten wir einen Einstieg in Ihr Public Health Studium, in dem wir am Beispiel der seltenen Erkrankungen erfahren, was es bedeutet gesundheitsrelevante Probleme bzw. Zustände aus einer Public Health-Perspektive zu betrachten. Sie lernen verschiedene Sichtweisen auf das Thema kennen und üben es diese zu vergleichen bzw. in einen Zusammenhang zu bringen. Bezogen auf seltene Erkrankungen lernen wir exemplarisch ein paar Krankheitsbilder kennen und analysieren die Diagnose und Versorgung seltener Erkrankungen, gesellschaftliche und soziokulturelle Aspekte, ökonomische Aspekte, Ethik, Forschung sowie aktuelle Bestrebungen und Bedarfe im Themenbereich.

Dr. Imke Schilling
11-PH-BA-TheMo-2bDie Public-Health-Perspektive am Beispiel seltener Erkrankungen
Public Health Perspectives: the Example of Rare Diseases

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GRA2 0140 (2 SWS)

Während jede einzelne seltene Erkrankung für sich selten vorkommt, so sind „die Seltenen“ jedoch vielzählig und betreffen sehr viele Menschen. Weltweit sind bislang etwa 8.000 verschiedene seltene Erkrankungen bekannt, allein in Deutschland sind etwa 4 Mio. Menschen von einer seltenen Erkrankung betroffen.
Im Seminar gestalten wir einen Einstieg in Ihr Public Health Studium, in dem wir am Beispiel der seltenen Erkrankungen erfahren, was es bedeutet gesundheitsrelevante Probleme bzw. Zustände aus einer Public Health-Perspektive zu betrachten. Sie lernen verschiedene Sichtweisen auf das Thema kennen und üben es diese zu vergleichen bzw. in einen Zusammenhang zu bringen. Bezogen auf seltene Erkrankungen lernen wir exemplarisch ein paar Krankheitsbilder kennen und analysieren die Diagnose und Versorgung seltener Erkrankungen, gesellschaftliche und soziokulturelle Aspekte, ökonomische Aspekte, Ethik, Forschung sowie aktuelle Bestrebungen und Bedarfe im Themenbereich.

Dr. Imke Schilling
11-PH-BA-TheMo-2cDie Public-Health-Perspektive am Beispiel von Tabak- und Nikotingebrauch (in englischer Sprache)
Public Health Perspectives: The Example of Tobacco and Nicotine

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 12:00 - 14:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (2 SWS)

Tobacco use is one of the biggest public health threats the world has ever faced, killing more than 8 million people a year, including around 1.2 million deaths from exposure to second-hand smoke (WHO). Learn about tobacco and nicotine use, its health effects and its effects on the (global) burden of disease and thus, its relevance to Public Health. Gain a better understanding of factors contributing to socially patterned tobacco use and cessation outcomes and various forms of interventions for smoking cessation.

By completing this seminar, learners will:

• Know the current prevalence and overall trends of combustible tobacco use in Germany and worldwide
• Gain an understanding of the health effects of smoking
• Understand the social determinants of smoking
• Be able to identify factors contributing to difficulties with smoking cessation
• Learn about the various forms of interventions for smoking cessation
• Be able to explain the concept of harm reduction with the example of vaping
• Gain Knowledge about novel approaches to smoking cessation (i.e., mHealth)

Dr. Tina Jahnel
11-PH-BA-TheMo-2dDie Public-Health-Perspektive am Beispiel von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
The public health perspective using the example of pregnancy, birth and the postpartum period

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 16:00 - 18:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (2 SWS)

Die Geburt eines Kindes hat eine große Bedeutung für die Familie und das unmittelbare Umfeld des Kindes, rückt aber auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene immer mehr in das öffentliche Interesse. Die Versorgung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett hat ein großes Potenzial zur Gesundheitsförderung einzelner Personen, ganzer Familien sowie Bevölkerungsgruppen. Es zeigen sich aber auch Probleme beispielsweise durch eine Über-, Unter- oder Fehlversorgung in einzelnen Bereichen und für einzelne Bevölkerungsgruppen und -schichten. In dem Seminar beschäftigen wir uns mit der Versorgung in den Phasen der Schwangerschaft, der Geburt und des Wochenbetts. Nach dem Seminar kennen Sie:

• grundlegende medizinische, psychologische und soziale Veränderungsprozesse und geeignete Interventionen diese Prozesse zu fördern
• Versorgungsmodelle rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und setzen sich im Zuge dessen auch mit der Bremer Versorgungslandschaft auseinander
• mögliche belastende Lebensumstände rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett und Möglichkeiten, diese zu verbessern
• wichtige Berufsgruppen und Anlaufstellen rund um die Versorgung und beschäftigen sich mit ihrer Zusammenarbeit untereinander
• aktuelle gesellschaftliche und politische Bestrebungen förderlich auf die Versorgung von Mutter, Kind und der ganzen Familie einzuwirken

Lydia Wendt
11-PH-BA-TheMo-2eDie Public-Health-Perspektive am Beispiel von Ernährung und Gesundheit
The Example of Public Health Nutrition

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 16:00 - 18:00 GRA2A 0050/60 (2 SWS)

Jede und jeder von uns muss jeden Tag essen um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Dies macht das Thema ‚Ernährung‘ zu einem gesellschaftlich sehr relevanten Thema. In unserem Seminar widmen wir uns der Public Health Perspektive auf die Ernährung der Bevölkerung. Wir werden einige der in der Vorlesung gelernten Modelle und Theorien von Gesundheit und Krankheit auf spezifische Ernährungsthemen anwenden, vergleichen und diskutieren. Wir lernen zum Beispiel welche Faktoren mit dem Zugang zu einer adäquaten Ernährung zusammenhängen oder welche Bevölkerungsgruppen besonders vulnerabel sind und mit welchen Maßnahmen wir diese Gruppen unterstützen können. Dafür lernen wir zunächst alle relevanten Begriffe und Akteur:innen kennen, die wir dann mit Themen aus der Disziplin Public Health Nutrition verknüpfen und dabei gesellschaftliche und soziodemographische Faktoren berücksichtigen.

Dr. Hannah Jilani
11-PH-BA-TheMo-2fDie Public-Health-Perspektive am Beispiel von Ernährung besonderer Gruppen
The public health perspective using nutrition of special groups as an example

Seminar

Termine:
wöchentlich Fr 10:00 - 12:00 Achterstr. 30 1.550 (2 SWS)

Ziel des Seminars ist, eine Unterrichtseinheit zu entwickeln, durchzuführen und anschließend in einem Protokoll (Hausarbeit) zu reflektieren. Die Formulierung von Zielen für gesundheitsförderliche Maßnahmen, das Ableiten von geeigneten Methoden und die abschließende Erfolgsprüfung (Evaluation) sind zentrale Meilensteine in der Implementierung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention.
In der Unterrichtseinheit sollen die Studierenden vermitteln:
• Welche Ernährungsprobleme bestehen bei besonderen Bevölkerungsgruppen?
• Welche gesundheitsförderlichen Maßnahmen könnten die Lage verbessern?
• Welche hinderlichen und förderlichen Faktoren dabei müssen berücksichtigt werden?

Nach einer Einführung in
a) die Methoden der Ernährungserhebung,
b) Beispiele für Modelle von Gesundheit und Krankheit,
c) Wissenschaftliches Arbeiten
lehnt sich das Format inhaltlich an die Anwendung unterschiedlicher Modelle und Theorien im Bereich Ernährung an. Das Seminar vermittelt einen praktischen Eindruck in berufsbezogene Aufgaben der Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich Ernährung, zu denen die Vermittlung von Projektinhalten/-Erfolgen an unterschiedliche Zielgruppen gehört.

***
The aim of the seminar is to develop and implement a teaching unit and then to reflect on it in a protocol (term paper). The formulation of goals for health-promoting measures, the identification of suitable methods and the final effect evaluation are central milestones in the implementation of health promotion and prevention measures.
In the teaching unit, the students should convey:
  • What nutrition problems exist among special populations?
  • What health promotion interventions could improve the situation?
  • What are the barriers and facilitators to be considered?

After an introduction to
(a) Methods for dietary data collection,
(b) Examples of models/theories of health and disease,
© Scientific working
the format is based on the application of different models and theories in the field of nutrition. The seminar provides a practical insight into job-related tasks of health promotion and prevention in the field of nutrition, which include the communication of project content/achievements to different target groups.

Dr. Antje Hebestreit

Modul 13b: Epidemiologie II

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Gabriele Bolte
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PH-BA-Epi II-1Epidemiologie II
Epidemiology II

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Do 08:00 - 10:00 GRA2A H 0100 (2 SWS)

Die Vorlesung baut auf den Inhalten der Vorlesung Epidemiologie I auf.
Wesentliche Themen sind:
  • Studientypen: Fall-Kontroll-Studien, Interventionsstudien
  • Zufallsfehler und systematische Fehler
  • Kausalitätskriterien in der Epidemiologie
  • Studienevaluation und Meta-Analyse
  • bevölkerungsbezogenes Screening

Prof. Dr. Gabriele Dagmar Bolte
Franziska Heinze
11-PH-BA-Epi II-2aEpidemiologie II
Epidemiology II

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GW1-HS H1000 (2 SWS)
Dr. Klaus Telkmann
Gesa Czwikla
11-PH-BA-Epi II-2bEpidemiologie II
Epidemiology II

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GRA2 0180 (2 SWS)
Pia Hasselder
11-PH-BA-Epi II-2eEpidemiology II (englischsprachig) (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 Achterstr. 30 2.690 (2 SWS)
Prof. Dr. Ulrike Haug
Elida Sina ((LB))
11-PH-BA-Epi II-2fEpidemiologie II
Epidemiology II

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GW2 B3009 (Großer Studierraum) (2 SWS)
Dr. Stefanie Dreger
11-PH-BA-Epi II-T1Tutorium 1 Epidemiologie II
Tutorial

Tutorium

Termine:
wöchentlich Mi 08:00 - 10:00 GRA2 0180
Viktoria Wiesner ((T))

Modul M21a: Soziale Ungleichheit und Gesundheit

Modulverantwortlicher: Dr. Lorraine Doetter
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PH-BA-SozUn-2aRassismus und Gesundheitliche Ungleichheiten (Bilingual: Deutsch/Englisch)
Racism and health inequalities (bilingual: German/English)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GRA2 0140 (4 SWS)
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 GRA2 0140

Soziale Ungleichheiten manifestieren sich in vielen Formen innerhalb und zwischen Gesellschaften: in systematischen Unterschieden bei den Chancen und dem Erreichen von Bildung, Wohnraum, Beschäftigung und Wohlstand sowie beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und anderen Formen des Sozialschutzes. Unterschiede entstehen in der Regel entlang bestimmter Trennlinien oder zwischen ‚sozialen Statusgruppen‘, die typischerweise in Bezug auf Geschlecht und/oder Gender, ethnische Herkunft oder in Form von Rassismus, und anderen Formen von Diskriminierung konstruiert werden. Ihre Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit, sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene, sind tiefgreifend und als „soziale Determinanten von Gesundheit“ zu verstehen. Soziale Ungleichheiten sind deshalb eng mit gesundheitlichen Ungleichheiten verbunden und dies hat enorme Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit in einer Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund bietet das vorliegende Seminar den Studierenden eine theoretische Einführung in das Studium der sozialen Determinanten von Gesundheit (Teil 1, Theorie) sowie eine vertiefte Untersuchung der Rolle von Rassismus als soziale Determinante auf der Metaebene (Teil 2, Fallstudie). (In diesem Seminar betrachten wir „Rasse“ als soziales Konstrukt, welches die sozioökonomische und politische Realität vieler Menschen bestimmt, insbesondere - aber nicht ausschließlich - in Ländern wie den Vereinigten Staaten, in welchen seit Generationen soziale Klüfte zwischen rassisch definierten Gruppen bestehen.) Dabei werden wir ein theoretisches Instrumentarium zum Verständnis der kausalen Pfade entwickeln, die von verschiedenen Arten von Rassismus - institutionellem, interpersonellem und internalisiertem Rassismus - zu negativen Gesundheitsoutcomes führen. Wir werden uns vor allem auf die Auswirkungen von institutionellem oder strukturellem Rassismus auf das Leben Schwarzer Amerikaner:innen, der Latinx Community, und Native Americans konzentrieren. Entscheidend ist, dass die Erfahrungen diese gesellschaftlichen Gruppen sowohl einzigartig als auch universell sind und uns eine Fallstudie darüber bieten, wie Rassismus die Gesundheit und Wohlbefinden sowohl kurz- als auch langfristig beeinträchtigt.

Die folgenden Lernziele sind vorgesehen:

Bis zum Abschluss des Seminars werden die Studierenden lernen:

1. ein umfassendes Verständnis von den Grundkonzepten ‚Gerechtigkeit,‘ ‚Gesundheitspolitik,‘ ‚Public Health,‘ und ‚Ungleichheit‘ sowie der Beziehung zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit zu erlangen;
2. einen Überblick über die Unterschiede im Gesundheitszustand zwischen den sozialen Statusgruppen in Deutschland, sowie bestimmten Gruppen in anderen Ländern, vor allem in den USA, zu bekommen;
3. die gesellschaftlichen Ursachen bzw. Faktoren sozialer Ungleichheit identifizieren und kritisch zu hinterfragen;
4. das Verhältnis zwischen sozialer Ungleichheit und gesundheitlicher Versorgung genauer zu betrachten und zu verstehen;
5. einen tieferen Einblick in die Auswirkungen von spezifischen sozialen Ursachen auf Gesundheit insb. Bildungschancen, Gesundheitsversorgung, Housing und Umweltpolitik, und Strafjustiz, zu erlangen.

Aufbau des Seminars
Vor diesem Hintergrund ist das Seminar in zwei Teilen strukturiert:

Der erste allgemeine Teil stellt die Grundlagen und -konzepte dar.
Diese Grundlagen bilden dann das Handwerkzeug für den zweiten konkreteren Teil, in dem die erlernten Konzepte, Theorien, Daten und historischen Hintergründe des Seminars auf insgesamt vier konkrete Themengebiete bzw. Fallstudien angewendet werden. Die Fallstudien dienen als Vertiefung in die Forschung über die Rolle von Rassismus als soziale Determinante von Gesundheit in vier sozialpolitischen Bereichen in den USA:
1. Bildungssystem
2. Housing und/oder Umweltpolitik
3. Strafjustizsystem
4. Gesundheitssystem
Ziel Ihres Referats ist es, zunächst eine Zusammenfassung der Situation (d.h. Problemdefinition,
Beschreibung des Status quo oder historischer Entwicklungen in diesem sozialpolitischen Bereich) zu präsentieren; die Erkenntnisse darüber darzulegen, wie sich diese politischen Entwicklungen und Praktiken in spezifischen sozialen Determinanten der Gesundheit ausdrücken; und zu erörtern, wie (gemäß von Theorie und Daten) die genannten sozialen Determinanten die Gesundheit und das Wohlbefinden der zu untersuchenden gesellschaftlichen Gruppe beeinflussen.

Dr. Lorraine Doetter
11-PH-BA-SozUn-2bRassismus und Gesundheitliche Ungleichheiten (Bilingual: Deutsch/Englisch)
Racism and health inequalities (bilingual: German/English)

Seminar

Termine:
wöchentlich Mi 08:00 - 12:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (4 SWS)

Soziale Ungleichheiten manifestieren sich in vielen Formen innerhalb und zwischen Gesellschaften: in systematischen Unterschieden bei den Chancen und dem Erreichen von Bildung, Wohnraum, Beschäftigung und Wohlstand sowie beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und anderen Formen des Sozialschutzes. Unterschiede entstehen in der Regel entlang bestimmter Trennlinien oder zwischen ‚sozialen Statusgruppen‘, die typischerweise in Bezug auf Geschlecht und/oder Gender, ethnische Herkunft oder in Form von Rassismus, und anderen Formen von Diskriminierung konstruiert werden. Ihre Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit, sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene, sind tiefgreifend und als „soziale Determinanten von Gesundheit“ zu verstehen. Soziale Ungleichheiten sind deshalb eng mit gesundheitlichen Ungleichheiten verbunden und dies hat enorme Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit in einer Gesellschaft.

Vor diesem Hintergrund bietet das vorliegende Seminar den Studierenden eine theoretische Einführung in das Studium der sozialen Determinanten von Gesundheit (Teil 1, Theorie) sowie eine vertiefte Untersuchung der Rolle von Rassismus als soziale Determinante auf der Metaebene (Teil 2, Fallstudie). (In diesem Seminar betrachten wir „Rasse“ als soziales Konstrukt, welches die sozioökonomische und politische Realität vieler Menschen bestimmt, insbesondere - aber nicht ausschließlich - in Ländern wie den Vereinigten Staaten, in welchen seit Generationen soziale Klüfte zwischen rassisch definierten Gruppen bestehen.) Dabei werden wir ein theoretisches Instrumentarium zum Verständnis der kausalen Pfade entwickeln, die von verschiedenen Arten von Rassismus - institutionellem, interpersonellem und internalisiertem Rassismus - zu negativen Gesundheitsoutcomes führen. Wir werden uns vor allem auf die Auswirkungen von institutionellem oder strukturellem Rassismus auf das Leben Schwarzer Amerikaner:innen, der Latinx Community, und Native Americans konzentrieren. Entscheidend ist, dass die Erfahrungen diese gesellschaftlichen Gruppen sowohl einzigartig als auch universell sind und uns eine Fallstudie darüber bieten, wie Rassismus die Gesundheit und Wohlbefinden sowohl kurz- als auch langfristig beeinträchtigt.

Die folgenden Lernziele sind vorgesehen:

Bis zum Abschluss des Seminars werden die Studierenden lernen:

1. ein umfassendes Verständnis von den Grundkonzepten ‚Gerechtigkeit,‘ ‚Gesundheitspolitik,‘ ‚Public Health,‘ und ‚Ungleichheit‘ sowie der Beziehung zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit zu erlangen;
2. einen Überblick über die Unterschiede im Gesundheitszustand zwischen den sozialen Statusgruppen in Deutschland, sowie bestimmten Gruppen in anderen Ländern, vor allem in den USA, zu bekommen;
3. die gesellschaftlichen Ursachen bzw. Faktoren sozialer Ungleichheit identifizieren und kritisch zu hinterfragen;
4. das Verhältnis zwischen sozialer Ungleichheit und gesundheitlicher Versorgung genauer zu betrachten und zu verstehen;
5. einen tieferen Einblick in die Auswirkungen von spezifischen sozialen Ursachen auf Gesundheit insb. Bildungschancen, Gesundheitsversorgung, Housing und Umweltpolitik, und Strafjustiz, zu erlangen.

Aufbau des Seminars
Vor diesem Hintergrund ist das Seminar in zwei Teilen strukturiert:

Der erste allgemeine Teil stellt die Grundlagen und -konzepte dar.
Diese Grundlagen bilden dann das Handwerkzeug für den zweiten konkreteren Teil, in dem die erlernten Konzepte, Theorien, Daten und historischen Hintergründe des Seminars auf insgesamt vier konkrete Themengebiete bzw. Fallstudien angewendet werden. Die Fallstudien dienen als Vertiefung in die Forschung über die Rolle von Rassismus als soziale Determinante von Gesundheit in vier sozialpolitischen Bereichen in den USA:
1. Bildungssystem
2. Housing und/oder Umweltpolitik
3. Strafjustizsystem
4. Gesundheitssystem
Ziel Ihres Referats ist es, zunächst eine Zusammenfassung der Situation (d.h. Problemdefinition,
Beschreibung des Status quo oder historischer Entwicklungen in diesem sozialpolitischen Bereich) zu präsentieren; die Erkenntnisse darüber darzulegen, wie sich diese politischen Entwicklungen und Praktiken in spezifischen sozialen Determinanten der Gesundheit ausdrücken; und zu erörtern, wie (gemäß von Theorie und Daten) die genannten sozialen Determinanten die Gesundheit und das Wohlbefinden der zu untersuchenden gesellschaftlichen Gruppe beeinflussen.

Dr. Lorraine Doetter
11-PH-BA-SozUn-2cSoziale Ungleichheiten, Gerechtigkeit und Gesundheit am Beispiel Adipositas

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 14:00 GRA2A 0050/60 (4 SWS)

Soziale Ungleichheiten manifestieren sich in vielen Formen innerhalb und zwischen Gesellschaften: in systematischen Unterschieden bei den Chancen und dem Erreichen von Bildung, Wohnraum, Beschäftigung und Wohlstand sowie beim Zugang zur Gesundheitsversorgung und anderen Formen des Sozialschutzes. Unterschiede entstehen in der Regel entlang bestimmter Trennlinien oder zwischen 'sozialen Statusgruppen', die zu Diskriminierungen führen können. Die Auswirkungen verschiedener sozialer Einflussfaktoren auf die physische und psychische Gesundheit, sowohl auf individueller als auch auf kollektiver Ebene, sind tiefgreifend und als "soziale Determinanten von Gesundheit" zu verstehen. Soziale Ungleichheiten sind deshalb eng mit gesundheitlichen Ungleichheiten verbunden und dies hat enorme Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit in einer Gesellschaft.
Doch was meinen wir eigentlich, wenn wir von "sozialer Gerechtigkeit" sprechen? Dieser Frage gehen wir aus der Sicht der Public Health Ethik nach. Wir analysieren, welche Ungleichheiten als ungerecht bewertet sind und welche Strategien sich im Gesundheitssystem bzw. in der Gesellschaft angesichts bestehender Ungerechtigkeiten einfordern lassen. Am Beispiel des hohen Körpergewichts (medizinisch auch bekannt als Adipositas) rekonstruieren wir gängige Theorien der Gesundheitsgerechtigkeit. Mit ihrer Hilfe wollen wir kulturelle Rahmungen und mögliche Stigmatisierungen bzw. Diskriminierungen in Bezug auf Körpernormen kritisch aufarbeiten und die Bedürfnisse von schwergewichtigen Menschen näher verstehen. Entscheidend ist, dass die Erfahrungen dieser gesellschaftlichen Gruppen sowohl einzigartig als auch universell sind und uns eine Fallstudie darüber bieten, wie hohes Körpergewicht die Gesundheit und Wohlbefinden sowohl kurz- als auch langfristig beeinträchtigen kann.
Das Seminar setzt die Lektüre englischer und deutscher Texte sowie die Bereitschaft zur gemeinsamen Diskussion voraus.

PD Dr. Solveig Lena Hansen
11-PH-BA-SozUn-2dGender and global health inequalities (in englischer Sprache)

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 14:00 GRA2A 0050/60 (4 SWS)

Social inequalities manifest in many forms within and between societies: in systematic differences in access to education, housing, employment and wealth, as well as in access to health care and other forms of social protection. Differences tend to emerge along particular dividing lines or between 'social status groups' which in turn can lead to discrimination. The impact of various social determinants on physical and mental health, both at the individual and collective level, is profound and should be understood as 'social determinants of health'. Social inequalities are therefore closely linked to health inequalities and this has huge implications for social justice in a society.

This seminar provides both a theory-based introduction to social determinants of health (part 1, theory) and a contextual analysis of the role(s) that gender plays as a social determinant (part 2, case study). We will examine constructs of gender in Global Health research and practice, analyze who profits and who is harmed by which attributions, and reflect on our own positionality as researchers and Public Health practitioners when designing, implementing and evaluating interventions that (also) address gender justice.

Course language is English and we will read English texts and watch English film excerpts, but you are always welcome to talk German in class.

Prof. Dr. Melanie Böckmann

Modul M23a: Gesundheitsökonomie I

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Heinz Rothgang
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PH-BA-Öko I-1Gesundheitsökonomie I
Health Economics I

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Di 08:00 - 10:00 SFG 0150 (2 SWS)
Heinz Rothgang
11-PH-BA-Öko I-2aGesundheitsökonomie I - Übung Gruppe A
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Di 16:15 - 17:45 Online (2 SWS)

Gruppe A

Dr. Oliver Lange
11-PH-BA-Öko I-2bGesundheitsökonomie I - Übung Gruppe B
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 14:15 - 15:45 GRA4 A0110 (2 SWS)

Gruppe B

Dr. Oliver Lange
11-PH-BA-Öko I-2cGesundheitsökonomie I - Übung Gruppe C
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mi 16:15 - 17:45 GRA4 A0110 (2 SWS)

Gruppe C

Dr. Oliver Lange
11-PH-BA-Öko I-2dGesundheitsökonomie I - Übung Gruppe D
Tutorial

Übung

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 GW2 B1580 SFG 1020 (2 SWS)

Gruppe D

Freya Diederich

Modul M31: Theorien und Grundlagen der Prävention und Gesundheitsförderung

Modulverantwortlicher: Prof. Dr. Benjamin Schüz
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PH-BA-EinPräg-1Einführung in Prävention und Gesundheitsförderung
Foundation of Health Promotion and Prevention of Disease

Vorlesung

Termine:
wöchentlich Mo 08:00 - 10:00 NW1 H 1 - H0020 (2 SWS)

Diese Vorlesung ist eine Einführung in das mittlerweile fast unüberschaubar große Feld der Gesundheitsförderung und Prävention. Sie bietet einen Überblick über die Gesamtentwicklung und stellt die wichtigsten Themenfelder vor, die aktuell diskutiert werden. Gesundheitsförderung und Prävention sind zu einem extrem komplexen Handlungsfeld geworden, was insofern nicht überrascht, da wir es mit Menschen zu tun haben, die nun mal nicht wie triviale Maschinen funktionieren und daher auch nicht vorhersagbar denken und handeln. Wer sich einmal ansehen möchte, wie komplex allein das Thema Adipositas gegenwärtig verhandelt wird, der oder die sollte sich einmal folgenden link ansehen:
http://engineering.columbia.edu/files/engineering/obesitymapclusters.png
Die Vorlesung wird die Definitionen von Gesundheit und Gesundheitsförderung nachzeichnen und einen Überblick über die Krankheitsentwicklung des letzten Jahrhunderts aufzeigen. Sie bietet eine Einführung in das Salutogenesekonzept von Aaron Antonovsky und zeigt auf, welchen Einfluss sein Konzept auf die gedankliche Neu-Orientierung der Gesundheitswissenschaften hatte. Leider wird diese Vorlesung auch von der mangelhaften Qualität berichten müssen, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Gesundheitsförderung zieht und bislang nur in wenigen, ambitionierten Konzepten wirklich auffindbar ist.
Sich gemeinsam mit anderen professionell um die Gesundheit seiner Mitmenschen zu sorgen, bleibt aber wohl das spannendste Projekt der Moderne. Die Vorlesung soll daher auch dazu dienen - trotz aller Defizite, Rückschläge und Anfeindungen - Euch Mut zu machen, mit viel Kreativität und Humor eine Welt zu gestalten, in der alle Menschen gesünder leben, arbeiten und lieben können.

Prof. Dr. Benjamin Schüz

Modul M63: Statistik

Modulverantwortlicher: Dr. Lisa Lüdders
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PH-BA-Stat I-1aEinführung in die Deskriptive Statistik
Introduction to Descriptive Statistics

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 10:00 - 12:00 GRA2 0130 (2 SWS)

Sie erhalten dort eine Einführung in die Deskriptive Statistik und werden die Inhalte praxisnah erarbeiten. Dabei beginnen wir von Anfang an: Von der Analyse eindimensionaler Verteilungen geht es in die Analyse zweidimensionaler Verteilungen über. Im Fokus stehen Grundkonzepte der Statistik, die es Ihnen ermöglichen werden, erste Analysen auf Basis von Datensätzen durchzuführen. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt durch Anmeldung in Stud.IP.

Dr. Lisa Lüdders
11-PH-BA-Stat I-1bEinführung in die Deskriptive Statistik
Introduction to Descriptive Statistics

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 12:00 - 14:00 GRA2 0130 (2 SWS)

Sie erhalten dort eine Einführung in die Deskriptive Statistik und werden die Inhalte praxisnah erarbeiten. Dabei beginnen wir von Anfang an: Von der Analyse eindimensionaler Verteilungen geht es in die Analyse zweidimensionaler Verteilungen über. Im Fokus stehen Grundkonzepte der Statistik, die es Ihnen ermöglichen werden, erste Analysen auf Basis von Datensätzen durchzuführen. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt durch Anmeldung in Stud.IP.

Dr. Lisa Lüdders
11-PH-BA-Stat I-1cEinführung in die Deskriptive Statistik
Introduction to Descriptive Statistics

Seminar

Termine:
wöchentlich Mo 14:00 - 16:00 GRA2 0130 (2 SWS)

Sie erhalten dort eine Einführung in die Deskriptive Statistik und werden die Inhalte praxisnah erarbeiten. Dabei beginnen wir von Anfang an: Von der Analyse eindimensionaler Verteilungen geht es in die Analyse zweidimensionaler Verteilungen über. Im Fokus stehen Grundkonzepte der Statistik, die es Ihnen ermöglichen werden, erste Analysen auf Basis von Datensätzen durchzuführen. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt durch Anmeldung in Stud.IP.

Dr. Lisa Lüdders
11-PH-BA-Stat I-1dEinführung in die Deskriptive Statistik
Introduction to Descriptive Statistics

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 10:00 - 12:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (2 SWS)

Sie erhalten dort eine Einführung in die Deskriptive Statistik und werden die Inhalte praxisnah erarbeiten. Dabei beginnen wir von Anfang an: Von der Analyse eindimensionaler Verteilungen geht es in die Analyse zweidimensionaler Verteilungen über. Im Fokus stehen Grundkonzepte der Statistik, die es Ihnen ermöglichen werden, erste Analysen auf Basis von Datensätzen durchzuführen. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt durch Anmeldung in Stud.IP.

Dr. Lisa Lüdders
11-PH-BA-Stat I-1eEinführung in die Deskriptive Statistik
Introduction to Descriptive Statistics

Seminar

Termine:
wöchentlich Di 12:00 - 14:00 UNICOM 3.0220 Seminarraum 4 (2 SWS)

Sie erhalten dort eine Einführung in die Deskriptive Statistik und werden die Inhalte praxisnah erarbeiten. Dabei beginnen wir von Anfang an: Von der Analyse eindimensionaler Verteilungen geht es in die Analyse zweidimensionaler Verteilungen über. Im Fokus stehen Grundkonzepte der Statistik, die es Ihnen ermöglichen werden, erste Analysen auf Basis von Datensätzen durchzuführen. Der Zugang zur Veranstaltung erfolgt durch Anmeldung in Stud.IP.

Dr. Lisa Lüdders

Modul Pfleg PA1: Aufgaben und Kompetenzen in der Pflege

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg PA1Aufgaben und Kompetenzen in der Pflege (3 CP)
Betreutes Selbststudium

sonstige

Einzeltermine:
Mi 18.10.23 08:00 - 10:00 GRA2 0130
Mi 13.12.23 08:00 - 10:00 GRA2 0130
Pia von Boetticher

Modul Pfleg PA2: Pflege- und bezugswissenschaftliche Grundlagen des Pflegeprozesses

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg PA2Pflege- und bezugswissenschaftliche Grundlagen des Pflegeprozesses (12 CP)
Betreutes Selbststudium

sonstige

Einzeltermine:
Mi 18.10.23 08:00 - 10:00 GRA2 0130
Mi 06.12.23 08:00 - 10:00 GRA2 0130
Mo 05.02.24 - Di 06.02.24 (Mo, Di) 08:00 - 15:00 GRA2 0180
Pia von Boetticher

Modul Pfleg FD1: Theorie und Praxis der Pflegedidaktik

Modulverantwortliche: Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg FD1-1Einführung in die Pflegedidaktik

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 12:00 GRA2 0080 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck
11-PW-BA-Pfleg FD1-2Planung, Durchführung und Auswertung von Unterrichtseinheiten

Seminar

Termine:
wöchentlich Do 12:00 - 14:00 GRA2 0080 (2 SWS)
Prof. Dr. Ingrid Darmann-Finck

Modul V19-BP3 Berufspädagogik III: Berufsbildung in internationalen Kontexten

Modulverantwortlicher: Dr. Christian Staden
VAKTitel der VeranstaltungDozentIn
11-PW-BA-Pfleg-BP3Berufspädagogik III: Berufsbildung in internationalen Kontexten

Seminar
ECTS: 6

Termine:
wöchentlich Do 10:00 - 14:00 ECO5 2.07 (4 SWS)
Dr. Christian Staden