Einzelanzeige 2014

28.04.2014
Autor/in: Meike Mossig
Mitteilung Nr.: 127

Uni-Projekt „Aus den Akten auf die Bühne“ baut Zusammenarbeit mit Bremer Schulen und dem LidiceHaus aus

Kooperation mit bremer shakespeare company wird von der Stiftung „die schwelle“ und dem Bremer LidiceHaus gefördert / Projekt zeigt ab Mai weitere szenische Lesungen in Bremen, Brüssel und Dresden

Nr. 127 / 28. April 2014 MM 

Geschichte zum Anfassen: Das ermöglicht seit sieben Jahren das mehrfach ausgezeichnete Projekt „Aus den Akten auf die Bühne” des Instituts für Geschichtswissenschaft der Universität Bremen. Unter der Leitung von Dr. Eva Schöck-Quinteros entwickeln und inszenieren Studierende zusammen mit Schauspielern der bremer shakespeare company (bsc) szenische Lesungen zu historischen Themen an Originalschauplätzen in der Hansestadt. Zurzeit bringen Schauspieler der bsc unter der Regie von Peter Lüchinger zum Beispiel den Alltag in Bremen während des Ersten Weltkriegs auf die Bühne. Für Pädagogen ist das Projekt eine gute Möglichkeit, Jugendlichen Bremer Geschichte anschaulich zu vermitteln. Dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung „die schwelle“ und des Bremer LidiceHauses soll die Kooperation mit Bremer Schulen und außerschulischen Jugendbildungseinrichtungen jetzt ausgebaut werden. Die Förderung beträgt für die nächsten drei Jahre insgesamt 45.000 Euro.

Pädagogen können recherchierte Quellen für Geschichtsprojekte nutzen

„Bislang war eine Zusammenarbeit mit Schulen aufgrund unser knappen Ressourcen leider nur punktuell möglich“, sagt die Projektleiterin Eva Schöck-Quinteros. Seit einiger Zeit häufen sich jedoch die Anfragen von Lehrkräften und Fachleitern. Die finanzielle Förderung schaffe jetzt neue Möglichkeiten. Während eines Workshops im Landesinstitut für Schulen (LIS) und in Gesprächen mit der Stiftung „die schwelle“ und dem LidiceHaus entstand die Idee, die Kooperation von Universität und Theater mit Bremer Schulen und Jugendbildungseinrichtungen zu erweitern. „Die Pädagogen sollen mit ihren Jugendlichen die Möglichkeit haben, die recherchierten historischen Quellen der Studierenden zu nutzen“, so Schöck-Quinteros. Seit 2007 ist ein umfangreicher Fundus an digitalisierten und transkribierten Quellen zu zentralen Themen des 20. Jahrhunderts entstanden. Es  soll möglich sein, an aktuellen Projekten mitzuarbeiten. Um das zu realisieren, soll mit den neuen Finanzmitteln eine zusätzliche halbe Stelle im Projekt eingerichtet werden. „Weitere Förderer für die Einrichtung dieser Stelle sind willkommen“, sagt die Projektleiterin Eva Schöck-Quinteros.

Förderer: „Uni-Projekt betreibt historische Friedensforschung“

„Wir unterstützen seit langem historische Friedensforschung“, sagt Wiebke Jung vom Vorstand der Stiftung „die schwelle“. Diese setzt sich mit ihren Partnern weltweit für Frieden und Gerechtigkeit ein und vergibt zum Beispiel den internationalen Bremer Friedenspreis. „Zur historischen Friedensforschung zählen wir auch die Arbeit dieses Uni-Projektes.“ Die Art der Lehre und Vermittlung durch „Aus den Akten auf die Bühne“ erreiche sehr viele Leute, so Wiebke Jung. Ähnlich sieht es eine Vertreterin des LidiceHauses: „Wir unterstützen das Uni-Projekt, weil es moderne, jugendgerechte Zugänge zur (Bremer) Geschichte ermöglicht“, sagt die dortige Sozialpädagogin Anette Klasing. Ihre Einrichtung sehe sich hier als ein geeigneter Ort, an dem Forschung und Praxis zusammen kommen und lebendig werden können. Das LidiceHaus ist eine gemeinnützige Bildungs-, Beratungs- und Informationseinrichtung für Jugendliche und Fachkräfte der Jugendarbeit. Unter seinem Dach arbeiten die Jugendbildungsstätte und das ServiceBureau Jugendinformation.


Weitere Termine für szenische Lesungen:


Das aktuelle Projekt „Eine Stadt im Krieg: Bremen 1914-1918“ zeigt die bremer shakespeare company am 7. und 12. Mai sowie am 4. und 24. Juni 2014 jeweils um 19.30 Uhr am Theater am Leibnizplatz (12 Euro/ermäßigt 6 Euro).

Neben den Aufführungen in Bremen sind weitere Gastspiele geplant: Auf Einladung der Bremischen Landesvertretung wird „Eine Stadt im Krieg: Bremen 1914-1918“ am 2. und 3. Juni 2014 in Brüssel gezeigt. In Dresden wird die Lesung am 19. September 2014 im Rahmenprogramm der Ausstellung „14-Menschen-Krieg“ im Militärhistorischen Museum aufgeführt.

Karten und weitere Informationen gibt es unter www.sprechende-akten.de sowie www.shakespeare-company.com/gastspiel/eine_stadt_im_krieg. Informationen zu den Förderern findet man unter lidicehaus.de und http://dieschwelle.de .

Achtung Redaktionen: Fotomaterial zum aktuellen Projekt „Eine Stadt im Krieg: Bremen 1914-1918“ finden Sie unter www.sprechende-akten.de/ (Projektreihe?Presseservice).

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Fachbereich Sozialwissenschaften
Institut für Geschichtswissenschaft
Dr. Eva Schöck-Quinteros
Tel.: 0421 218-67251
E-Mail: esqnoSpam@uni-bremen.de
www.sprechende-akten.de