04.12.2017
Autor/in: Stefanie Möller
Mitteilung Nr.: 234

Universität Bremen veranstaltet im Dezember folgende Tagungen:

Nr. 234 / 04. Dezember 2017 ML

Mit einer hochaktuellen Problematik befasst sich am 6. Dezember 2017 die internationale Konferenz „Transformation of Academia in Turkey and its Impacts on German Higher Education" von Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftlern der Universität Bremen. Es geht um die steigende Zahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die aus politischen Gründen die Türkei verlassen und in Deutschland Exil finden. Ziel der Veranstaltung ist es, dies in einem akademischen Kontext zu erläutern und von einer kritischen Perspektive zu betrachten. Neben dem Schwerpunkt der universitären Bildung in der Türkei liegt ein weiterer Fokus auf der Hochschulbildung in Deutschland, in der im Exil lebende Akademikerinnen und Akademiker ihre Karriere fortsetzen. Da die Wissenschaftsfreiheit aktuell nicht nur in der Türkei, sondern auch in vielen andern Orten auf der Welt bedroht ist, soll diese Problematik auch aus einer globalen Perspektive betrachtet werden. Insbesondere der Einfluss des Neoliberalismus auf Hochschulbildung sowie alternative Strategien und Gegenentwicklungen, die das Potential bieten könnten, autoritären Entwicklungen entgegenzuwirken, stehen hierbei im Zentrum der Diskussion. Organisiert wird die Konferenz von Professorin Betül Yarar, Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung. Die Konferenz findet auf Englisch statt, mit Übersetzung ins Deutsche und ins Türkische. Veranstaltungsort ist das Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5 in Bremen. Kontakt: Julian Götsch, Telefon: +49 171 1633933, E-Mail: jgoetschnoSpam@uni-bremen.de.

Neuere Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung und Datafizierung von Medienkommunikation beeinflussen auf tiefgreifende Weise, wie Menschen Zeit wahrnehmen und bewerten, um die Welt, in der sie leben, zu gestalten. Eine internationale Tagung des Zentrums für Medien-, Kommunikations- und Informationsforschung (ZeMKI) der Universität Bremen fragt am 7. und 8. Dezember 2017: Wie sozial konstruiert ist unsere Zeit? Ziel der Konferenz „The Mediatization of Time: New perspectives on media, data and temporality ist es, das Zusammenspiel von Medien und Zeit mit Blick darauf zu diskutieren, wie soziale Zeit konstruiert, angepasst und erfahren wird. Dabei wird auch hinterfragt, wie neue Technologien und Repräsentationen von Zeit grundsätzlich die zeitliche Organisation unserer heutigen mediengesättigten Gesellschaften beeinflussen und wie sich die Vermittlung von Zeit verändert. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist der immense Aufwand, den Nutzer im Alltag betreiben, um Kalender-Anwendungen verschiedener Systeme und Endgeräte miteinander zu synchronisieren. Die Konferenz wird organisiert von Professor Christian Pentzold und Professorin Christine Lohmeier vom ZeMKI, Universität Bremen in Kooperation mit Anne Kaun, School of Culture and Education, Södertörn University, Stockholm. Die Vorträge sind in englischer Sprache. Veranstaltungsort: Swissôtel Bremen, Hillmannplatz 1, Bremen. Weitere Informationen unter: http://www.zemki.uni-bremen.de/de/veranstaltungen/tagungen/the-mediatization-of-time.html. Kontakt: Dr. Leif Kramp, E-Mail: krampnoSpam@uni-bremen.de.