MINT-Vorträge 11:30 - 12:30

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Mathematik

Mathe mal Anwenden

Prof. Dr. Christoph Büskens, Zentrum für Technomathematik (ZeTeM)

© ZeTeM - Uni Bremen

“Mathematik ist die Hochtechnologie von heute“ oder auch “Mathematik ist die Schlüsseltechnologie von morgen“; - tolle Slogans, die aber erst einmal niemandem helfen. Denn die eigentliche daraus abgeleitete Frage lautet: „WIE gelangt die Mathematik überhaupt in die Anwendung?“ oder noch genauer “WER bringt die Mathematik in die Anwendung?“

Mathematiker liefern nur Theorie, die anderen machen Anwendungen. Das war immer so und so wird es (kurze rhetorische Pause) nicht mehr sein, denn warum sollen immer nur die anderen den Spaß haben?

In diesem Vortrag geht es um die Frage, was passiert in dem eigentlich undenkbaren Fall, dass sich der Mathematiker der Anwendung annimmt und nicht umgekehrt der Anwender der Mathematik; - mit erstaunlichen Resultaten und Antworten auf die Fragen: Was ist der Zusammenhang zwischen dem aktuellen Dieselskandal und einem Eismaulwurf auf dem Saturnmond Enceladus? Was hat ein autonom fahrendes Auto mit der Energieversorgung eines Bauernhofs zu tun? Was verbindet Asteroidenbergbau mit der Energiewende und was macht eigentlich Lars im Lager?

Informatik

Von High-Tech im Alltag zum Alltag dank High-Tech

Dr. Serge Autexier, Deutsches Zentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)

© DFKI

Ein sprechender Kleiderschrank in der mitdenkenden Wohnung oder ein elektrischer Rollstuhl, der den Menschen automatisch zum Einkaufen und wieder nach Hause fährt: Technische Systeme erleichtern ­­– und bestimmen zunehmend – nicht nur unseren Alltag, sie können uns auch helfen den Alltag länger selbständig zu meistern.

Ziel des Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems am DFKI  ist es, solche komplexen Systeme zu entwickeln und zu gewährleisten, dass sie sicher funktionieren. Ein internationales Forscherteam beschäftigt sich hier mit Fragen wie: Wie sieht die Wohnung der Zukunft aus? Welche technischen Gehilfen werden wir in Zukunft zur Verfügung haben? Welche Eigenschaften sollten sie bieten, um den Menschen bestmöglich zu unterstützen?

Die Wissenschaftler/-innen entwickeln Assistenzsysteme, die sie rund um die 60 m² große Labor-Wohnung „BAALL“ (Bremen Ambient Assisted Living Lab) testen. Im Rahmen des Vortrags erhalten Sie einen Einblick in das BAALL, die aktuellen Forschungen des DFKI und wie wir die intelligente Wohnung nutzen, um Schülerinnen und Schülern informatische Grundkonzepte anschaulich und anfassbar zu vermitteln. In einem Workshop am Nachmittag haben sie die Gelegenheit die Wohnung kennen zu lernen und selbst zu experimentieren.

Naturwissenschaften

Beobachtung klimarelevanter Gase

Dr. Annette Ladstätter-Weißenmayer, Institut für Umweltphysik (IUP)

© Universität Bremen

Seit der Industrialisierung werden in verstärktem Maße anthropogene Gase in die Atmosphäre emittiert. Dazu zählen auch klimarelevante Gase, wie z. B. Kohlenstoffdioxid, Methan, Distickstoffoxid, Halogenierte Fluorkohlenwasserstofe, Perfluorierte Kohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid. Ein weiteres klimarelevantes Gas ist das Ozon. Es wird photochemisch produziert und ist in erhöhtem Maße während sogenannter Smogsituationen sichtbar. Messungen dieser Gase werden lokal, d.h. von Instrumenten am Boden, auf Flugzeugen oder Ballonen, oder aber, um die globale Verteilung einer Vielzahl von Gasen zu bestimmen, von Satelliten durchgeführt. Auf diese Weise ist es möglich wichtige Emissionsquellen zu identifizieren und zu quantifizieren.

Technik

Neue Materialien für den technologischen Fortschritt

Prof. Dr. Lutz Mädler, Institut für Werkstofftechnik (IWT)

Werkstoffentwicklung durch Sprühkompaktieren
© FG Mechanische Verfahrenstechnik, Universität Bremen
Werkstoffentwicklung durch Sprühkompaktieren
© FG Mechanische Verfahrenstechnik, Universität Bremen

Durch eine sich rasant entwickelnde Technik wachsen auch die Anforderungen an die Werkstoffe, aus denen sie konstruiert ist. Beim Finden oder Entwickeln neuer Werkstoffe waren Ingenieurinnen und Ingenieure in der Geschichte häufig auf den Zufall angewiesen. So ist z. B. die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten und der verschiedenen Mischungsverhältnisse von Metallen in einer Legierung unendlich groß. In interdisziplinären materialwissenschaftlichen Projekten wird an der Universität Bremen daher unter anderem an neuen Methoden geforscht, um Werkstoffe passgenau zu designen. Dabei arbeiten IngenieurInnen, NaturwissenschaftlerInnen, InformatikerInnen und MathematikerInnen eng zusammen. Im Vortrag gibt Prof. Lutz Mädler (Mechanische Verfahrenstechnik, Fachbereich Produktionstechnik) Einblicke in diese Zusammenarbeit und berichtet darüber hinaus von Kooperationsprojekten, die wissenschaftliche Fragestellungen und Erkenntnisse in den Schulalltag bringen.

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