Kooperationsstudium: Beispiel Bremen

Beispiel Anna: Kooperationsstudium mit Heimatuniversität Bremen

Bewerbung

Anna möchte gerne Russisch- und Geschichtslehrerin am Gymnasium oder an einer Oberschule werden. Die Universität Oldenburg bietet zwar beide Fächer an, aber man darf sie nicht miteinander kombiniert studieren. An der Universität Bremen ist diese Fächerkombination möglich, allerdings nur im Rahmen eines Kooperationsstudiums. Sie informiert sich bei der Zentralen Studienberatung der Universität Bremen, was es alles Wichtiges zu beachten gibt.

Anna bewirbt sich an der Universität Bremen für das Kooperationsstudium. Ihre Heimatuniversität ist zwangsläufig Bremen. Dort reicht sie auch ihre Bewerbung ein. Da sie das Kooperationsfach an der Universität Oldenburg studieren möchte, entscheidet die Universität Oldenburg, ob für die Bewerbung Fremdsprachenkenntnisse oder ähnliches nötig sind. Ob es Voraussetzungen (z.B. Fremdsprachenkenntnisse) für die Bewerbung für Geschichte gibt, entscheidet die Universität Bremen.

Studienaufbau und -gestaltung

Anna wird zugelassen. Sie weiß, dass man beim Kooperationsstudium viele Dinge beachten muss. Als sie die Zulassung bekommt, vereinbart sie als erstes einen Termin mit der Studienfachberatung für Russisch / Slavistik in Oldenburg und mit der Studienfachberaterin für Geschichte in Bremen. Die Studienfachberatung für Geschichte findet Anna in der Datenbank Studium der Universität Bremen auf der Seite des Studiengangs Geschichte beim Registerpunkt "Kontakt".

Anna belegt an der Universität Bremen Lehrveranstaltungen in Geschichte und im sogenannten Bereich Erziehungswissenschaft. Das Kooperationsfach Russisch / Slavistik studiert sie an der Universität Oldenburg. Welche Veranstaltungen sie belegen muss und welchen Zeitpunkt die Universitäten dafür empfehlen, findet Anna in ihren Prüfungsordnungen. Dort steht auch, welche Fremdsprachenkenntnisse Anna im Laufe des Russisch-Studiums nachweisen muss und ob ein Auslandsaufenthalt erforderlich ist.

Prüfungsordnungen

Da Bremen ihre Heimatuniversität ist, richtet sich Annas Studium nach der Studienstruktur der Universität Bremen. Für sie gilt unter anderem der allgemeine Teil der Bachelorprüfungsordnung der Universität Bremen, in dem viele übergreifende Fragen geklärt sind, die Bremer Prüfungsordnung für Geschichte sowie die Bremer Prüfungsordnung für den Bereich Erziehungswissenschaften. Was sie im Kooperationsfach Slavistik/Russisch studieren soll, entnimmt sie der Ordnung für das Kooperationsfach Slavistik. Die Universität Oldenburg hat dafür keine eigenständige Prüfungsordnung, sondern nimmt Informationen zum Kooperationsstudium in die reguläre Prüfungsordnung für Slavistik auf.

Die Universität Bremen stellt die relevanten Ordnungen auf der Webseite des Prüfungsamtes Bremen online zur Verfügung (siehe Prüfungsordnungen → Bachelor bzw. Master of Education und dann ggf. → Kooperation). Ordnungen der Universität Oldenburg findet sie auf der Webseite des Prüfungsamtes Oldenburg.

Stundenplan

Für die Lehrveranstaltungen, die von der Universität Bremen angeboten werden, und die dazugehörigen Prüfungen meldet sich Anna ganz regulär an der Universität Bremen an. Wie sie sich ihren Stundenplan erstellt, welche Zugangsdaten sie braucht und woher sie sie bekommt und viele weitere wichtige Informationen findet Anna im Ersti-Portal der Universität Bremen. Für die Lehrveranstaltungen im Kooperationsfach, die von der Universität Oldenburg angeboten werden, und die dazugehörigen Prüfungen meldet sich Anna dort an. Alle wichtigen Informationen für Erstsemester*innen findet Anna auf einer speziellen Webseite zum Thema "Studium organisieren" an der Universität Oldenburg.

Da Annas Lehrveranstaltungen an zwei Hochschulen und in zwei verschiedenen Städten stattfinden, kann Anna nicht so schnell studieren wie viele ihrer Mitstudierenden. Ihr Studium ist nicht überschneidungsfrei. Manchmal finden zur selben Zeit an beiden Universitäten wichtige Veranstaltungen statt. Außerdem kommt es vor, dass sie bis um 9:45 Uhr eine Lehrveranstaltung in Bremen besuchen müsste, um 10:15 Uhr aber bereits die nächste Veranstaltung in Oldenburg beginnt. In beiden Fällen muss sich Anna entscheiden, an welcher Veranstaltung sie teilnehmen möchte. Die andere belegt sie meist erst ein Jahr später. Die darauf aufbauenden Vertiefungsveranstaltungen kann sie erst danach belegen, so dass sich alles verzögert. Ihr Studium dauert zwar etwas länger als das ihrer Mitstudierenden, aber dafür hat Anna am Ende einen Abschluss in zwei Fächern, die sie wirklich interessieren und die sie gerne viele Jahre lang unterrichten möchte.

Praktika

Auch die Struktur der Praktika richtet sich nach der Heimatuniversität. Anna absolviert daher nach dem 1. Studienjahr ein schulisches Orientierungspraktikum (OP) mit erziehungswissenschaftlichem Schwerpunkt und später jeweils ein Praxisorientiertes Element (POE) mit fachdidaktischem Schwerpunkt, eins in Geschichte und eins in Russisch. Im Master of Education für das Lehramt an Gymnasien und Oberschule kommt dann noch ein Praxissemester. Für alle Praktika meldet sich Anna im Praxisbüro des Zentrums für Lehrerbildung der Universität Bremen an. Auch das POE in Russisch findet im Land Bremen statt.

Alle Praktika werden durch Lehrveranstaltungen vorbereitet und begleitet. Vorbereitung und Begleitung für das OP und das POE in Geschichte finden an der Universität Bremen statt. Da es hier aber keine Lehrenden für Russisch gibt, übernimmt die Universität Oldenburg die Vorbereitung und Begleitung für das POE Russisch. Weil es nur wenige Kooperationsstudierende gibt, wird keine extra Veranstaltung für diese Begleitung angeboten. Stattdessen belegt Anna eine Lehrveranstaltung, die zu einem der in Oldenburg vorgesehenen Praktika gehört. Das beeinflusst auch, wann sie das POE machen kann. Wichtig ist, dass Anna rechtzeitig bei der Universität Oldenburg nachfragt, wann die entsprechenden Verantaltungen stattfinden, damit das POE in Russisch gut vorbereitet und begleitet wird.

Noten und Zeugnisse

Die Universität Oldenburg leitet alle Informationen zu Annas belegten Kursen an ihre Heimatuniversität weiter. Die Informationen zu den in Bremen besuchten Veranstaltungen hat die Universität Bremen sowieso. Ihr Bachelorzeugnis und ihr Zeugnis für den Master of Education erhält Anna nur von ihrer Heimatuniversität, der Universität Bremen.