Kooperationsstudium: Beispiel Oldenburg

Beispiel Frank: Kooperationsstudium mit Heimatuniversität Oldenburg

Bewerbung

Frank möchte gerne Französisch- und Mathematiklehrer am Gymnasium werden. Diese Fächer könnte er an der Universität Bremen studieren. Da er in Oldenburg wohnt, möchte er aber gerne dort studieren, nur bietet die Universität Oldenburg das Fach Französisch nicht an. Er erfährt vom Kooperationsstudium und informiert sich bei der Zentralen Studienberatung der Universität Oldenburg, was es alles Wichtiges zu beachten gibt. Danach vereinbart er noch einen Gesprächstermin mit der Studienfachberaterin für Französisch an der Universität Bremen.

Frank bewirbt sich an der Universität Oldenburg für das Kooperationsstudium. Seine Heimatuniversität ist zwangläufig Oldenburg. Dort reicht er auch seine Bewerbung ein. Welche Voraussetzungen (Französischkenntnisse) für die Bewerbung für Französisch gelten, entscheidet die Universität Bremen. Ob für Mathematik Zulassungsvoraussetzungen bestehen, entscheidet die Universität Oldenburg.

Studienaufbau und -gestaltung

Frank wird zugelassen. Er weiß, dass man beim Kooperationsstudium viele Dinge beachten muss. Als er die Zulassung bekommt, vereinbart er als erstes einen Termin mit der Studienfachberatung für Mathematik in Oldenburg und der Studienfachberaterin für Französisch in Bremen.

Frank belegt in Oldenburg Lehrveranstaltungen in Mathematik und im sogenannten Professionalisierungsbereich. Das Kooperationsfach Französisch studiert er an der Universität Bremen. Welche Veranstaltungen er belegen muss und welchen Zeitpunkt die Universitäten dafür empfehlen, findet Frank in seinen Prüfungsordnungen. Dabei achtet er auf den vorgeschriebenen Auslandsaufenthalt, der an der Universität Bremen beim Studium einer Fremdsprache obligatorisch ist.

Prüfungsordnungen

Da Oldenburg seine Heimatuniversität ist, richtet sich Franks Studium nach der Studienstruktur der Universität Oldenburg. Für ihn gilt unter anderem die Oldenburger Prüfungsordnung für Mathematik sowie die Oldenburger Prüfungsordnung für den Professionalisierungsbereich. Was er im Kooperationsfach Französisch/Frankoromanistik studieren soll, entnimmt er der Ordnung für das Kooperationsfach Französisch. Die Universität Bremen hat dafür eine eigenständige Prüfungsordnung, die "Bachelorprüfungsordnung im Rahmen der Kooperation der Universitäten Bremen und Oldenburg mit den fachspezifischen Regelungen für die Studienfächer Geographie, Frankoromanistik/Französisch, Hispanistik/Spanisch für Kooperationsstudierende mit Heimatuniversität Carl von Ossietzky Universität Oldenburg".

Die Universität Bremen stellt die relevanten Ordnungen auf der Webseite des Prüfungsamtes Bremen online zur Verfügung (siehe Prüfungsordnungen → Bachelor bzw. Master of Education und dann ggf. → Kooperation). Ordnungen der Universität Oldenburg findet er auf der Webseite des Prüfungsamtes Oldenburg.

Stundenplan

Für die Lehrveranstaltungen, die von der Universität Oldenburg angeboten werden, und die dazugehörigen Prüfungen, meldet sich Frank ganz regulär an der Universität Oldenburg an. Alle wichtigen Informationen für Erstsemester*innen findet Frank auf einer speziellen Webseite zum Thema "Studium organisieren" an der Universität Oldenburg. Für die Lehrveranstaltungen im Kooperationsfach, die von der Universität Bremen angeboten werden, und die dazugehörigen Prüfungen meldet sich Frank dort an. Wie er sich seinen Stundenplan erstellt, welche Zugangsdaten er braucht und woher er sie bekommt und viele weitere wichtige Informationen findet Frank im Ersti-Portal der Universität Bremen

Da Franks Lehrveranstaltungen an zwei Hochschulen und in zwei verschiedenen Städten stattfinden, kann Frank nicht so schnell studieren wie seine Kommiliton*innen, die beide Fächer an derselben Universität studieren. Sein Studium ist nicht überschneidungsfrei. Manchmal finden zur selben Zeit an beiden Universitäten wichtige Veranstaltungen statt. Außerdem kommt es vor, dass er bis um 9:45 Uhr eine Lehrveranstaltung in Bremen besuchen müsste, um 10:15 Uhr aber bereits die nächste Veranstaltung in Oldenburg beginnt. In beiden Fällen muss sich Frank entscheiden, an welcher Veranstaltung er teilnehmen möchte. Die andere belegt er meist erst ein Jahr später. Die darauf aufbauenden Vertiefungsveranstaltungen kann er erst danach belegen, so dass sich alles verzögert.

Praktika

Auch die Struktur der Praktika richtet sich nach der Heimatuniversität. Frank absolviert daher nach dem 1. Studienjahr ein außerschulisches Orientierungspraktikum und nach dem 4. Semester ein Allgemeines Schulpraktikum (ASP). Im Master of Education für das Lehramt an Gymnasien folgt dann noch ein fachdidaktisches Fachpraktikum. Wie die Anmeldung für seine Praktika funktioniert, findet Frank im Flyer "Wegweiser für Praktika", den er auf der Webseite des diz zum Kooperationsstudium herunterladen kann. Alle schulischen Praktika finden im Land Niedersachsen statt.

Alle Praktika werden durch Lehrveranstaltungen vorbereitet und begleitet. Vorbereitung und Begleitung für das ASP und das Fachpraktikum finden an der Universität Oldenburg statt. Da es hier aber keine Lehrenden für Französisch gibt, übernimmt die Universität Bremen die Vorbereitung und Begleitung für das Fachpraktikum. Da es nur wenige Kooperationsstudierende gibt, wird keine extra Veranstaltung für diese Begleitung angeboten. Stattdessen belegt Frank eine Lehrveranstaltung, die zu einem der in Bremen vorgesehenen Praktika gehört. Das beeinflusst auch, wann er das Fachpraktikum machen kann. Wichtig ist, dass Frank rechtzeitig bei der Universität Bremen nachfragt, wann die entsprechenden Veranstaltungen stattfinden, damit der Französisch-Anteil im Fachpraktikum gut vorbereitet und begleitet wird und damit er mit der Universität Oldenburg abstimmen kann, wann er sein Fachpraktikum machen soll.

Noten und Zeugnisse

Die Universität Bremen leitet alle Informationen zu Franks belegten Kursen an seine Heimatuniversität weiter. Die Informationen zu den in Oldenburg besuchten Veranstaltungen hat die Universität Oldenburg sowieso. Sein Bachelorzeugnis und sein Zeugnis für den Master of Education erhält Frank nur von seiner Heimatuniversität, der Universität Oldenburg.