BreGoS

Bremen Goes Sustainable: Eine Hochschulregion auf dem Weg zur Nachhaltigkeit - Vom Projekt zur Struktur

Ausgangssituation und Forschungsfragen

Nachhaltigkeitstransformation an Hochschulen scheitert häufig weniger an einzelnen Projekten als an fehlender struktureller Verankerung. Engagement wird oft nicht institutionell anerkannt, verbindliche Zuständigkeiten und unterstützende Governance-Strukturen fehlen und Kommunikation zwischen relevanten Akteurinnen und Akteuren ist nicht ausreichend etabliert. Hinzu kommen knappe Ressourcen, Priorisierungskonflikte und Konkurrenz zwischen Standorten, wodurch eine langfristige, hochschulübergreifende Zusammenarbeit erschwert wird. Vor diesem Hintergrund adressiert BreGoS² zentrale Fragen der Verstetigung. Welche Ressourcen und Zuständigkeiten sind vorhanden oder müssen geschaffen werden, welche institutionellen Voraussetzungen fördern dauerhaft wirksame Strukturen, wo liegen Gestaltungsspielräume und wie lassen sich Anerkennung, Wirksamkeitserleben und transparente, partizipative Kommunikation so organisieren, dass sie kulturellen und strukturellen Wandel tragen?

 

Projektziele und zu erwartende Ergebnisse

BreGoS² versucht dauerhaft nutzbare Netzwerkstrukturen zu etablieren, die als verlässliche Anlaufstellen wirken, koordinierte Entscheidungen ermöglichen und die nachhaltige Transformation in der Bremer Hochschullandschaft institutionell absichern. Zugleich sollen umsetzbare Maßnahmen messbare Effekte erzeugen, etwa durch reduzierte Energieverbräuche in Laboren oder sichtbar wirksame Verbesserungen in biodiversitätsfördernden Außenräumen. Die Verstetigung wird durch wirksame Kommunikations- und Beteiligungsformate sowie durch die curriculare Einbindung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung unterstützt, sodass Studierende aktiv in Forschung, Kommunikation und Transformationsprozesse eingebunden werden und relevante Kompetenzen erwerben. Die Wirksamkeit wird wissenschaftlich begleitet und anhand nachvollziehbarer Indikatoren dokumentiert, um strukturellen und kulturellen 

Wandel sichtbar zu machen, die Ansätze kooperativ weiterzuentwickeln und übertragbare Modelle für langfristige Verstetigungsstrategien bereitzustellen.

Projektansatz und Vorgehen

BreGoS² setzt nicht auf punktuelle Impulse, sondern auf den Ausbau hochschulübergreifender Kompetenznetzwerke, die Verantwortung bündeln und Zusammenarbeit verlässlich organisieren. Bereits erprobte Reallaboransätze werden miteinander verknüpft, um konkrete ökologische und organisatorische Verbesserungen mit kooperativen Entscheidungsprozessen und Bildungsangeboten zu verbinden. Thematische Austausch- und Arbeitsformate werden moderiert, systematisch dokumentiert und durch transparente Informationswege zwischen den beteiligten Institutionen gestützt. Relevante Statusgruppen und Funktionsbereiche werden gezielt einbezogen, damit die Ergebnisse in bestehende Strukturen der Hochschulentwicklung hineinwirken. Ergänzend werden Transferpfade in die Hochschulöffentlichkeit, in die Stadtgesellschaft und in politische Zusammenhänge gestärkt, sodass Erfahrungen und Erkenntnisse in strategische Planungsprozesse einfließen können.

Das Logo für das Projekt Bremen Goes Sustainabel 2

Übersicht zum Projekt

Beteiligte InstitutionenHochschule Bremerhaven, Hochschule Bremen, Universität Bremen
Laufzeit01.11.2025 - 31.10.2027
ProjekttypDrittmittelprojekt
ProjektfördererBMFTR
Förderlinie

Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen

Dg-HochN Wikiwiki.dg-hochn.de/wiki/BreGoS2_-_Bremen_Goes_Sustainable
LinkedIn-Profilwww.linkedin.com/company/bremen-bregos/
Instagram-Accountwww.instagram.com/bregos_/

Koordination

Prof. Dr. Marko Rohlfs

Universität Bremen
Fachbereich 2 Biologie/ Chemie
Chemische Ökologie

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+49 421 218 62936

 

Arbeitspakete

AP 1 Biodiversitätsfördernde Außenräume

Lead: Hochschule Bremen

Das interdisziplinäre AP entwickelt innovative Lehr-, Austausch- und Praxisformate, um die Spannungsfelder zwischen urbaner Entwicklung und Biodiversität konstruktiv zu lösen. In enger Zusammenarbeit von Hochschulen, Studierenden und Praxispartner*innen werden konkrete Maßnahmen erprobt, evaluiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, zukünftige Fachkräfte für nachhaltige Transformation zu qualifizieren und übertragbare Lösungen für Hochschulen und Gesellschaft zu schaffen.

Ansprechperson:

Michaela Hoppe 
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Schaubild der Luftwechselanlagen in einem Labor

AP 2 Nachhaltiges Labor

Lead: Hochschule Bremerhaven

Im Fokus steht die energetische Optimierung von Laboren durch eine bedarfsgerechte Steuerung der Lüftung, die erhebliche CO₂- und Energieeinsparungen ermöglicht und exemplarisch umgesetzt sowie evaluiert wird. Ergänzend werden umfassende Energie- und Nutzungsdaten aus Labor- und Campusgebäuden systematisch erfasst und in ein zentrales Auswertungssystem integriert, um Transparenz über das energetische Verhalten zu schaffen.

Ansprechpersonen:

Axel Gottschalk
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Jan-Hendrik Ohlendorf 
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Schaubild eines Hubs

AP3 Transfer und Transparenz

Lead: Universität Bremen

Ein interinstitutionelles Team koordiniert die themenspezifischen Hubs und fördert den Austausch zwischen Hochschulen sowie mit externen Partnern, um Kompetenzen, Ressourcen und Wissen gezielt zu vernetzen. Durch strukturierte Treffen, kontinuierliche Dokumentation und begleitete Umsetzung entsteht ein nachhaltiger Arbeitsprozess, der in ein langfristiges Kompetenznetzwerk überführt wird.

Ansprechperson:

Marko Rohlfs 
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BMFTR-Verbundprojekt

der Hochschulen Universität Bremen (UB), Hochschule Bremen (HSB) und Hochschule Bremerhaven (HS Bhv)

Projektlaufzeit: 01.11.2025 - 31.10.2027

Fördermaßnahme: Nachhaltigkeit in der Wissenschaft - Transformationspfade für nachhaltige Hochschulen

 

Förderer