Zum Hauptinhalt springen

Erholungsurlaub


Die Dauer des Erholungsurlaubs ist für Beschäftigte tarifvertraglich (TV-L/TVöD) bzw. für Beamtinnen/Beamte in der Bremischen Urlaubsverordnung (BremUrlVO) geregelt.

Der tarifliche Urlaubsanspruch ist in § 26 der Tarifverträge TV-L bzw. TVöD geregelt und beträgt 30 Arbeitstage in jedem vollen Kalenderjahr. Bei einer anderen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit als auf fünf Tage in der Woche erhöht oder vermindert sich der Urlaubsanspruch entsprechend.

Der Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen ist in § 125 SGB lX geregelt und beträgt fünf Arbeitstage im Jahr. Verteilt sich die regelmäßige Arbeitszeit des schwerbehinderten Menschen auf mehr oder weniger als fünf Arbeitstage in der Kalenderwoche, erhöht oder vermindert sich der Zusatzurlaub entsprechend.

Erholungsurlaub kann erstmalig nach 6 Monaten beantragt werden. Hierbei ist folgendes zu beachten:

  • Erholungsurlaub ist frühzeitig auf dem Dienstweg zu beantragen;
  • er soll grundsätzlich zusammenhängend genommen und gewährt werden,
  • ein Urlaubsteil soll zwei volle Wochen umfassen,
  • zur Änderung des bereits genehmigten Erholungsurlaubsantrags (Kürzung oder Stornierung) ist ein neuer Antrag über den Vorgesetzten zu stellen,
  • Resturlaub verfällt, wenn er nicht bis zum Ablauf des 30. Septembers des folgenden Jahres genommen worden ist,
  • Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet,
  • das wissenschaftliche Personal hat bei der Urlaubsplanung seine Lehrverpflichtung zu berücksichtigen,
  • Professoren/innen / Hochschuldozenten/-innen sind von der Antragstellung befreit, haben aber die Urlaubsabwesenheit im Dekanat anzuzeigen.

Bei befristeten Beschäftigungsverhältnissen ist der Erholungsurlaub innerhalb der Laufzeit des Arbeitsvertrages zu nehmen. Die Auszahlung eines Resturlaubs ist nicht möglich.

Dieses gilt grundsätzlich auch bei einer vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Lediglich wenn der Urlaub in einem solchen Fall wegen Krankheit oder aus dienstlichen Gründen nicht vollständig genommen werden kann, ist er in einzelnen Fällen abzugelten. Dienstliche Gründe sind vom Vorgesetzten im Einzelfall schriftlich darzulegen.
Urlaubsansprüche gehen bei durchgehender Arbeitsunfähigkeit spätestens 15 Monate nach Ende des Urlaubsjahres unter und sind bei einer späteren Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht abzugelten (Rundschreiben Nr. 5/2012).

Beginnt oder endet das Arbeitsverhältnis im Laufe eines Jahres, steht als Erholungsurlaub für jeden vollen Monat des Arbeitsverhältnisses ein Zwölftel des Urlaubsanspruchs nach Absatz 1 zu; § 5 Bundesurlaubsgesetz bleibt unberührt.

Ruht das Arbeitsverhältnis, so vermindert sich die Dauer des Erholungsurlaubs einschließlich eines etwaigen tariflichen Zusatzurlaubs für jeden vollen Kalendermonat um ein Zwölftel.

Noch bestehende Ansprüche auf Erholungsurlaub, die im Jahr 2019 entstanden sind, verfallen grundsätzlich mit Ablauf des 30.09.2020, wenn sie nicht rechtzeitig vor diesem Datum beantragt und in Anspruch genommen werden.

Da gegenwärtig noch nicht absehbar ist, zu welchem Zeitpunkt die Beschränkungen des täglichen Lebens inklusive der Möglichkeit zu reisen wieder aufgehoben sein werden, wird durch eine Änderung der Bremischen Urlaubsverordnung für das Urlaubsjahr 2019 eine Verlängerung des Übertragungszeitraumes bis zum Ablauf des 31. Dezember 2020 zugelassen.

Die aus dem Jahr 2019 noch zustehenden Urlaubstage können dem letzten „Urlaubsauszug“ entnommen werden. Der aus dem Jahr 2019 stammende Resturlaub ist so rechtzeitig anzutreten, dass er noch vollständig bis zum 30.09.2020 bzw. bis zum 31.12.2020 abgebaut werden kann. Ansonsten verfällt der Anspruch.

Bitte beachten Sie, dass der verbleibende Resturlaubsanspruch insbesondere vor dem Ende eines befristeten Vertrages zwingend anzutreten ist.

Der Jahresurlaub dient dem Zweck, für Erholung und Entspannung zu sorgen. Damit dieser Zweck erreicht werden kann, ist der Jahresurlaub rechtzeitig zu beantragen, und zwar so, dass eine Gewährung faktisch noch erfolgen kann. Sollten Sie den Ihnen zustehenden Jahresurlaub trotz der Möglichkeit dazu nicht beantragen, wird dieser zum Ende des Übertragungs- oder Beschäftigungszeitraums ersatzlos verfallen. Eine finanzielle Abgeltung des nicht genommenen Jahresurlaubs ist nicht möglich.

Erholungsurlaub hat eine wichtige Funktion für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Begriff Erholungsurlaub ist wörtlich zu verstehen. Urlaub dient der Regeneration von Stress und Anstrengung und somit auch dem Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch und gerade in den aktuellen herausfordernden Zeiten sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daher nicht auf den Erholungsurlaub verzichten.

Einmal im Jahr sollte ein Urlaub von mindestens 2 Wochen genommen werden, um die notwendige Erholung zu gewährleisten. Eine Abwägung der dienstlichen Interessen und der Fürsorgepflicht des/der Vorgesetzten ist immer erforderlich.

Sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Wunsch äußern Urlaub zu stornieren und sollte es zudem dienstlich notwendig sein bereits bewilligten Urlaub zu stornieren, bitten wir Sie die Stornierung über das reguläre Formular zu beantragen. Bitte beachten Sie, dass auch ein Antrag auf Stornierung möglichst 4 Wochen vor dem bewilligten Urlaubszeitraum erfolgen sollte.

Aktualisiert von: K. Frank