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Addressing (and) Inequality

Approaches to Subjectivation in Educational Science and beyond.
Eine internationale Konferenz des Arbeitsbereichs Allgemeine Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Bildungstheorie, Prof.in Nadine Rose (FB 12)

 

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International Conference

The conference aims to clarify the specificity and scope of research on subjectivation, especially but not exclusively in education. The concept of subjectivation allows for a theoretical engagement beyond the dichotomy of autonomy and subjection by emphasizing relational subjectivity. It conveys the promise of focusing on the subjects and their practices without disregarding social power relations, but to consequently take those into consideration as a constitutive condition for subjects in (pedagogical) everyday practices. By highlighting processes of “addressing” – a central notion of subjectivation theory – it enables a critical analysis of pedagogical practices and institutions while taking into account categories like sex(ual orientation), gender, class, race or dis/ability, which work to constitute subjects while at the same time reproducing and perpetuating social inequalities.

 

On this conference, international and national researchers engaged in issues of subjectivation enter a dialogue in order to discuss the following questions:

 

  1. What is the (originary) contribution that subjectivation research can add to educational science?
  2. What can (an analysis with) subjectivation theory accomplish theoretically and empirically if it is stripped of its close connection to topics of difference and social inequality?
  3. Which implications for further development does current research on subjectivation suggest?

 

Internationale Konferenz

Die Konferenz erkundet die Spezifität und Reichweite von Subjektivierungsforschung in der Erziehungswissenschaft und ihren Nachbardisziplinen. Das Subjektivierungstheorem erlaubt eine machttheoretische Auseinandersetzung jenseits der Dichotomie von Souveränität und Unterwerfung und verweist auf eine relationierte Subjektivität. Es steht wie kaum eine andere Denkfigur für das Versprechen, sich Subjekten und ihrem Handeln zuwenden zu können, ohne dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse auszublenden, sondern sie gerade konsequent in ihrer Bedeutung für die Entwicklung von Subjektivität(en) in den (pädagogischen) Alltagspraktiken mitzudenken. Der Blick auf Anrufungen und Adressierungen ermöglicht dabei auch eine kritische Analyse pädagogischer Praktiken und Institutionen hinsichtlich Differenzkategorien wie sex, gender, class, race und dis/ability, über die Subjekte konstituiert und gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse reaktualisiert und verfestigt werden.

 

Die Konferenz bringt internationale und nationale Wissenschaftler*innen aus dem Feld und Umfeld der (erziehungswissenschaftlichen) Subjektivierungsforschung miteinander ins Gespräch um Folgendes auszuloten:

 

  1. Welchen (originären) Beitrag leistet die Subjektivierungsforschung in der Erziehungswissenschaft?
  2. Was kann eine (erziehungswissenschaftliche) Analyse von Subjektivierung theoretisch und empirisch sichtbar machen und inwieweit spielt es dafür eine Rolle, dass sie ihre enge Verbindung zu Fragen von Differenz und sozialer Ungleichheit erhält?
  3. Welche Implikationen legen die bisherigen Befunde und Untersuchungen hinsichtlich der Weiterentwicklung von Subjektivierungsforschung nahe?