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Umwelt- und Klimagerechtigkeit ist ohne Gesundheit nicht denkbar

19.01.2023, 18:15-19:45 | Vortrag von Prof. Dr. Gabriele Bolte & Christiane Bunge im artec-Kolloquium | GW2 3009 (Großer Studierraum)

Im Wintersemester 2022/23 laden das artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit und das EnJustNetwork im Rahmen des artec-Kolloquiums gemeinsam zu Veranstaltungen ein, in denen das Thema Umweltgerechtigkeit in verschiedenen Facetten diskutiert wird. Die Termine starten jeweils um 18:15 Uhr im Raum GW2 B3009 (Großer Studierraum).

 

19.01.2023, 18:15 Uhr, GW2 B3009
Umwelt- und Klimagerechtigkeit ist ohne Gesundheit nicht denkbar – Konzepte, empirische Evidenz und kommunale Praxisbeispiele aus Public Health-Perspektive

Prof. Dr. Gabriele Bolte
geschäftsführende Direktorin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen

Christiane Bunge
Diplom-Soziologin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Umweltbundesamt (UBA) im Fachgebiet „Übergreifende Angelegenheiten Umwelt und Gesundheit“ Berlin

Der Vortrag befasst sich aus Public Health-Perspektive mit dem Thema Umwelt- und Klimagerechtigkeit. Forschung, Politik und Praxis schließen hierbei an den Diskurs zu gesundheitlicher Ungleichheit an und führen die Themen Umwelt, Gesundheit und soziale Lage zusammen. Der Vortrag skizziert konzeptionelle Herangehensweisen und stellt Bezüge zu Ansätzen wie Planetary Health, Health-in-All-Policies und den SDGs her. Es wird ein Überblick über die empirische Evidenz zu sozialen Ungleichheiten in Hinblick auf gesundheitsrelevante Umweltbelastungen und -ressourcen gegeben (Verteilungsgerechtigkeit). Ebenso wird auf unterschiedliche Vulnerabilitäten und Aspekte der Verfahrensgerechtigkeit eingegangen. Ausgewählte Beispiele sollen zeigen, wie der integrierte Ansatz Umweltgerechtigkeit insbesondere auf kommunaler Ebene bereits umgesetzt wird und so ein Beitrag zur Schaffung gesundheitlicher Chancengleichheit geleistet werden kann.

Christiane Bunge, Diplom-Soziologin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Umweltbundesamt (UBA) im Fachgebiet II 1.1 „Übergreifende Angelegenheiten Umwelt und Gesundheit“. Ihre Themenschwerpunkte sind Umweltgerechtigkeit und Gesundheit in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Sie ist Mitglied im Beratenden Arbeitskreis des Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), in der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Gesundheitsfördernde Gemeinde- und Stadtentwicklung (AGGSE) sowie im Sachverständigenbeirat für Naturschutz und Landespflege des Landes Berlin.

Gabriele Bolte, Professorin für Sozialepidemiologie. Sie ist geschäftsführende Direktorin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen, leitet die Abteilung Sozialepidemiologie des IPP und das WHO Collaborating Centre for Environmental Health Inequalities am IPP. Schwerpunkte ihrer Forschung sind Umweltgerechtigkeit, Zusammenarbeit von Stadtplanung und Public Health für eine nachhaltige, klimagerechte und gesundheitsfördernde Stadtentwicklung sowie Equity Impact Assessment von Interventionen. Sie ist Mitglied u.a. der nationalen Kommission Environmental Public Health und des internationalen Arbeitskreises Urban Planning for Health Equity der ARL-Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft.

 

Die artec-Kolloquien bieten Raum, aktuelle Entwicklungen in der sozial-ökologischen Transformationsforschung zu diskutieren. Dazu werden regelmäßig Gastwissenschaftler:innen zu Vorträgen eingeladen. Zudem stellen die Mitglieder des artecs ihre aktuellen Forschungsprojekte und Ergebnisse vor. Die Kolloquien finden jedes Semester zu einem unterschiedlichen thematischen Schwerpunkt statt. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an Wissenschaftler:innen, Studierende und Interessierte aller Fachbereiche. Weitere Informationen finden Sie hier.

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