Vorträge
Ob zum Thema “Künstliche Intelligenz in der Schule” oder “Eine kurze Geschichte der Gravitation”.
Bei kurzen Vorträgen bekommen Sie Einblicke in verschiedenste Themen.
Von 13:30 bis 16:30 Uhr finden im MZH Gebäude Vorträge verschiedenster Fachrichtungen statt.
Unten finden Sie eine Überischt der Vorträge.
Diese können Sie kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung besuchen.
MZH
Das MZH (Mehrzweckhochhaus) der Universität Bremen ist ein zentral gelegenes, funktionales Hochhaus, das für seine markante Stahlbetonbauweise bekannt ist.
Es beherbergt vor allem die Fachbereiche Mathematik und Informatik (Fachbereich 3) und dient als wichtiger Campus-Hub mit zahlreichen Seminar- und Lernräumen, Laboren und Büros.

13:30
MZH Raum 1090
Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) sind die beiden wichtigsten menschgemachten Treibhausgase und mit ihren steigenden Konzentrationen in der Erdatmosphäre hauptverantwortlich für den Klimawandel. Um diesen besser zu verstehen und um die Treibhausgas-Emissionen global zu überwachen sind Messungen vom Satelliten nötig. In unserem Vortrag werden wir allgemeinverständlich erklären, wie solche Messungen funktionieren und Einblicke in den Stand der Forschung geben. Um auch schon Schüler:innen ein Bewusstsein für die Erdatmosphäre und deren grundlegende Eigenschaften zu vermitteln, haben wir letzten Sommer in Kooperation mit dem Jugend forscht-Atelier der Oberschule Schwachhausen und dem meerMINT Projekt die Space-Camembert-Mission durchgeführt. Dabei wurde ein Wetterballon mit verschiedenen Experimenten ausgerüstet, der dann bis an den Rand zum Weltraum aufgestiegen ist. Im zweiten Teil des Vortrages werden wir über diese Mission berichten und eindrucksvolle Bilder zeigen, die während des Fluges aufgenommen wurden.
Referent: Dr. Maximilian Reuter
MZH Raum 1100
„Eine Uni für alle“ – was bedeutet das für die Universität Bremen? Im Rahmen des Vortrags soll anhand eines Films die Antidiskriminierungssatzung vorgestellt und auch weitere Maßnahmen der Antidiskriminierungsarbeit an der Universität Bremen diskutiert werden. Der Vortrag umfasst die Vorführung des Animationsfilms (11 min) mit anschließendem Gespräch.
Referentinnen: Anneliese Niehoff & Almut Dietrich
MZH Raum 1460
Essen ist nie nur Nebensache: In Literatur, Theater und Film werden anhand von Mahlzeiten Fragen von Identität, Migration, Macht und Zugehörigkeit verhandelt. Wer isst was – und mit wem? Wer bleibt hungrig? Welche Geschichten erzählen Nahrungsmittel und ihre Inszenierung über globale Verflechtungen? Der Kurzvortrag gibt einen Einblick in den Master Transnationale Literaturwissenschaft. Anhand ausgewählter Beispiele aus Literatur, Theater und Film wird das Alimentäre als wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand vorgestellt und gezeigt, wie kulturelle Produktionen über nationale und sprachliche Grenzen hinweg analysiert werden können. Im Anschluss freuen sich Lehrende und Studierende darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen – über das Studium, spannende Beispiele und alles, was euch schon immer über Literatur, Theater, Film oder Essen interessiert hat.
Referentin: Teresa Cordero Villar
MZH Raum 1470
Von Oktober 2019 bis September 2020 driftete der Forschungseisbrecher Polarstern für ein Jahr mit dem Meereis in der Arktis. Die internationale MOSAiC-Expedition unter der Leitung des Alfred-Wegener-Instituts hat zum Ziel das arktische Klimasystem besser zu verstehen und Klimamodelle zu verbessern. Dafür ist ein stark inter-disziplinäres Messprogram von großer Bedeutung, dass die Bereiche Atmosphäre, Ozean, Meereis, Biologie und Bio-Geochemie abdeckt. In diesem Vortrag wird der Schwerpunkt auf Satellitenfernerkundung von Meereis und Klima liegen. Seit mehr als 40 Jahren zeigen Satellitenmessungen die drastische Abnahme des arktischen Meereises. Der Temperaturanstieg in der Arktis ist drei bis viermal so hoch wie im globalen Mittel. Dieses als „Arktische Verstärkung“ bezeichnete Phänomen ist eines der stärksten zurzeit beobachteten Signale des weltweiten Klimawandels. Auch während des MOSAiC-Jahres gab es klare Anzeichen dieser Veränderungen: Die überdurchschnittlich warmen Temperaturen entlang der russischen Küste führten zur zweitniedrigsten je gemessenen Meereisausdehnung. Die Eisdrift in dem dünneren, leichter deformierbaren Eis verlief schneller als erwartet. Mit der Folge, dass das Forschungscamp gegen Ende der Expedition weiter nach Norden verlegt werden musste. Im Gebiet nördlich von Grönland bis zum Nordpol, in dem sonst mehrjähriges, dickes Eis vorherrscht, taten sich große offene Wasserflächen auf. Satelliten sind die einzige Möglichkeit solche Veränderungen über längere Zeiträume und für die ganze Arktis zu beobachten. Um neue Verfahren zu entwickeln und bestehende zu verbessern, wurde ein umfangreiches Fernerkundungsprogram während MOSAiC durchgeführt. Dr. Gunnar Spreen war während des ersten und letzten MOSAiC-Fahrtabschnitts mit an Bord von Polarstern und wird über Eindrücke und Forschungsergebnisse berichten.
Referent: Dr. Gunnar Spreen
14:00 Uhr
MZH Raum 1090
„Papa, klick mal da oben links … nein, nicht das Symbol. Das andere!“ Viele kennen diese Szene. Man sitzt neben den Eltern oder Großeltern. Oder andersherum: Die Kinder und Enkel sitzen neben einem. Das Handy in der Hand. Man taucht ein in die Tiefen der Symbole, Menüs und Apps. Solche Momente zeigen: Digitale Technik gehört längst zu unserem Alltag. Und wir lernen ständig voneinander. Niemand kennt jedes Gerät und jede neue Funktion. Genau darin liegt die Chance. Digitale Kompetenz heißt nicht, alles zu wissen. Sondern neugierig zu bleiben. Dinge auszuprobieren. Und gemeinsam Lösungen zu finden. Was im Wohnzimmer beginnt, setzt sich in der Wissenschaft fort. Auch an der Universität wird Arbeit immer digitaler. Neue Methoden. Neue Werkzeuge. Immer mehr Daten. Forschende stehen vor ähnlichen Fragen wie wir im Alltag: Wie behalten wir den Überblick? Wie gehen wir mit neuen Technologien um? Doch wo können sie das lernen? Und was hat eigentlich ein Wollknäuel mit all dem zu tun? Wer wissen will, wie man sich in verstrickten digitalen Welten orientiert und dabei einen Blick hinter die Kulissen der Forschung werfen möchte, ist bei diesem Vortrag genau richtig.
Referentinnen: Nele Fuchs, Sarah Büker
MZH Raum 1470
Warum fallen Dinge zu Boden, warum kreisen Planeten um Sterne, und warum krümmt sich das Licht ferner Galaxien? Was ist die Natur der Gravitation, die für all diese Phänomene verantwortlich ist? Diese Fragen beschäftigen Forschende schon seit Menschengedenken und in diesem Vortrag gehen wir ihnen auf den Grund. Los geht's mit einer Übersicht von historischen Ideen, die uns von Aristoteles über Newton zu unserem modernen und derzeit besten Weltbild der Gravitation, der Einsteinschen allgemeinen Relativitätstheorie (ART), führen. Die ART selbst ist seit über 100 Jahren unfassbar erfolgreich in der Beschreibung der Phänomene der Gravitation wie: die Bewegung von Planeten, Sternen und Galaxien, der Ausbreitung von Licht, schwarze Löcher, der Evolution des Universums und Gravitationswellen. Doch ist das nicht alles. Neben diese Antworten hat die ART auch neue Rätsel aufgeworfen, zum Beispiel: Was ist die Dunkle Materie, die Galaxien zusammenhält? Was ist dunkle Energie, welche die beschleunigte Expansion des Universums antreibt? Was geschieht im Innersten Schwarzer Löcher? Und wie lässt sich Gravitation mit der Quantenphysik vereinen? Wir werden die Erfolge und Grenzen der ART kennenlernen, und diskutieren warum unser Verständnis der Gravitation noch nicht vollständig ist. Dies führt uns dann zu aktuellen neuen Ideen die uns in Zukunft vielleicht den Weg zu einem erweiterten Verständnis der Gravitation über die ART hinaus zu weisen, um so einer Antwort auf die Frage "Was ist die Natur der Gravitation?" ein Stuck näher zu kommen.
Referent: Christian Pfeifer
Raum MZH 1100
Jeden Tag umkreist der deutsche Satellit TerraSAR-X unsere Erde. Dabei ist er mit einer unglaublichen Geschwindigkeit unterwegs: In nur einer einzigen Sekunde legt er fast 8 Kilometer zurück. Damit ist er viel schneller als eine Pistolenkugel und lässt jedes Verkehrsflugzeug wie eine Schnecke aussehen! TerraSAR-X ist ein sogenannter Erdbeobachtungssatellit – sein Job ist es, unsere Welt von oben zu beobachten.
Um das zu schaffen, nutzt er aber keine normale Kamera, sondern er „sieht“ mit Radar. Das funktioniert so ähnlich wie bei einer Fledermaus: Der Satellit schickt unsichtbare Signale zur Erde hinunter, die am Boden, an Häusern oder auf dem Wasser abprallen. Diese Echos kommen zum Satelliten zurück und werden von ihm wieder eingefangen. Der große Vorteil: Radarstrahlen kommen sogar durch dicke Wolken und funktionieren auch bei völliger Dunkelheit.
Dr. Anja Frost arbeitet beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und untersucht, wie sich unsere Umwelt verändert. Sie erklärt euch, wie Computer aus den eingefangenen Echos richtige Bilder zaubern, auf denen man die Erdoberfläche ganz genau erkennen kann. In der kalten Arktis lässt sich so verfolgen, wie das Meereis schmilzt oder wie riesige Eisberge im Wasser treiben. Durch diese Beobachtungen aus dem All verstehen wir immer besser, wie sich unsere Erde erwärmt und was wir tun können, um unsere Natur zu schützen.
Referentin: Dr. Anja Frost (DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung)
MZH Raum 1460
Die wissenschaftliche Mitarbeiter*in und Anthropolog*in, Tülin Fidan, stellt das EU-Interreg-Forschungsprojekt REMARCO vor, dass sich interdisziplinär und mit einem Umweltfokus damit beschäftigt, wie mit der Munition im Meer umgegangen werden kann. Die Munition wurde nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils im Meer verklappt. Dort rostet sie seitdem vor sich hin, wodurch Giftstoffe der Munition ins Wasser gelangen.
Referent:in: Tülin Fidan
14:30 Uhr
MZH Raum 1470
Der Workshop bietet einen spielerischen Einstieg zum Thema Mehrsprachigkeit.
Maximale Teilnehmendenzahl von 15 Personen.
Der Workshop richtet sich vor allem an Kinder im Alter von ca. 8-10 Jahre
Referentin: Antonella Lavagno und Christine Rodewald (SZHB)
MZH Raum 1100
Auf welchen Wegen lässt sich Geschichte für alle zugänglich machen? Antworten auf diese Frage geben Studierende des Masterstudiengangs Public History. Anhand von Plakaten erläutern sie ihre Auffassung von Public History als geschichtswissenschaftliche Disziplin, die die Grenzen des Fachs überschreitet. Dafür haben sie Konzepte, Theorien, Methoden und Schlüsselbegriffe der Public History in sogenannte PublicHisTrees übertragen. Lernen Sie die Public History als vielfältigen Studiengang und Transdisziplin der Geschichtswissenschaft kennen!
Referent:innen: Dr. Thekla Keuck und Anna Leinen mit Studierenden des Masterstudiengangs Public History
MZH Raum 1090
Ein Leben ohne Smartphone – heutzutage absolut undenkbar. Milliarden Menschen nutzen Funktechnologien vielfach täglich. Nach 5G kommt 6G und die Forschung zu 6G hat längst begonnen. Welche Innovationen dürfen wir in der Raumfahrt durch 6G erwarten, welche Rolle spielen dabei erdumspannende Konstellationen von Kleinsatelliten und Künstliche Intelligenz und was bedeutet das für uns? Diskutieren Sie diese Fragen zusammen mit Prof. Armin Dekorsy, Universität Bremen.
Referent: Prof. Dr. Armin Dekorsy
MZH Raum 1460
Essen ist nie nur Nebensache: In Literatur, Theater und Film werden anhand von Mahlzeiten Fragen von Identität, Migration, Macht und Zugehörigkeit verhandelt. Wer isst was – und mit wem? Wer bleibt hungrig? Welche Geschichten erzählen Nahrungsmittel und ihre Inszenierung über globale Verflechtungen? Der Kurzvortrag gibt einen Einblick in den Master Transnationale Literaturwissenschaft. Anhand ausgewählter Beispiele aus Literatur, Theater und Film wird das Alimentäre als wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand vorgestellt und gezeigt, wie kulturelle Produktionen über nationale und sprachliche Grenzen hinweg analysiert werden können. Im Anschluss freuen sich Lehrende und Studierende darauf, mit euch ins Gespräch zu kommen – über das Studium, spannende Beispiele und alles, was euch schon immer über Literatur, Theater, Film oder Essen interessiert hat.
Referentin: Teresa Cordero Villar
MZH Raum 1110
Seit der Vorstellung von ChatGPT 3.5 im November 2022 hat die Nutzung von sogenannten KI-Chatbots enorm zugenommen. Die größten Chatbots werden von bis zu 800 Millionen Personen wöchentlich genutzt. Gerade Schülerinnen und Schüler nutzen Chatbots um Hausaufgaben zu bearbeiten, Referate zu erstellen, Texte zu übersetzen oder sich den Schulstoff erklären zu lassen. Einerseits besteht das Potenzial, den Lernenden individuelle Unterstützung bereitzustellen, andererseits gibt es wissenschaftliche Studien, welche belegen, dass die unreflektierte Nutzung der Chatbots zu einer Verminderung der eigenen Lern- und Denkfähigkeiten der Lernenden führt. In diesem Vortrag werden deshalb beide Seiten beleuchtet: Welche Chancen ergeben sich durch welche Nutzungen?
Referent: Prof. Dr. Karsten D. Wolf
15:00 Uhr
Schulungsraum 1 (Raum 1040), Ebene 1, SuUB
Die Bibliothek hat die historischen Adressbücher Bremens von 1794 bis 1980 digitalsiert. Man erfährt in den Adressbüchern, wer in welcher Straße bzw. in welchem Haus gewohnt hat, welchen Beruf er/sie ausübte und wie sich die Bewohnerschaft in den unterschiedlichen Jahrhunderten veränderte. Adressbücher erzählen auch spannende Geschichten z.B. welche Einflüsse der erste und zweite Weltkrieg durch Tod, Flucht und Vertreibung hatten.
Referentin: Maria Elisabeth Müller
Hiweis: Der Vortrag findet NICHT im MZH statt, sondern direkt in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen!
Adresse:
Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Bibliothekstrasse 9
28359 Bremen
MZH Raum 1470
Schwarze Löcher sind Extreme der Raumzeit und so kompakt, dass Licht nicht entkommen kann. Wie kann man etwas beobachten, das per Definition unsichtbar ist? Wir erklären, was schwarze Löcher sind und welche messbaren Spuren sie hinterlassen: von Sternbewegungen über leuchtende Akkretionsscheiben und den "Schatten" bis hin zu Gravitationswellen. Mit diesen Beobachtungen können wir dann schwarze Löcher nutzen, um Einsteins Relativitätstheorie auf die Probe zu stellen.
Referentin: Eva Hackmann
MZH Raum 1460
Es soll hier, ausgehend von einem zentralen Bild aus dem Film "Findet Nemo" darum gehen, warum und welche Quallen gefährlich sind für Wirbeltiere wie Fische und letztendlich auch Menschen. Überleitend werde ich beschreiben, welche Forschung wir in der Arbeitsgruppe Marine Ökologie mit Quallen machen und was wir herausfinden wollen. Dazu passt dann auch die Laborführung, wo wir unsere Korallen- und Quallenzuchten sowie die Experimente mit diesen Nesseltieren vorstellen.
Referent: Christian Wild
MZH Raum 1090
Ob Künstliche Intelligenz, Soziale Medien oder Zukunftstechnologien: unsere Welt unterliegt einem permanenten Wandel. Im Rahmen des Vortrags stellt der Informatiker Prof. Dr. Rolf Drechsler aktuelle Trends der Digitalisierung vor und erklärt in welcher Form diese im Rahmen des Comics „Noerdman“ aufgegriffen werden.
Referent: Prof. Dr. Rolf Drechsler
MZH Raum 1100
Bremen ist bekanntlich bunt - dazu gehört auch, dass Bremen mehrsprachig ist. In der einschlägigen Forschung wird Mehrsprachigkeit als Ressource betrachtet. Oft ist davon die Rede, dass Sprachen Türen öffnen: Sie ermöglichen erweiterten Zugang zu Wissen, Menschen und Kulturen. So sind entsprechende Sprachkenntnisse beim Reisen hilfreich, sie werden aber auch im Beruf als Kapital angesehen. So stellen sie auch ein Ziel von Bildung dar - nach der Sprachenpolitik des Europarates sollten alle Menschen in Europa mindestens drei Sprachen sprechen. Und dennoch wird Mehrsprachigkeit gerade im Bildungsbereich häufig auch als Problem oder zumindest Herausforderung bezeichnet. Ausgehend von diesen unterschiedlichen Sichtweisen werden wir uns mit den zugrundeliegenden Verständnissen von Mehrsprachigkeiten beschäftigen. Mithilfe von Praxisbeispielen wird Mehrsprachigkeit auf das Open Campus Themas "Welten öffnen - Wissen teilen" bezogen.
Referentin: Andrea Daase
15:30 Uhr
Raum MZH 1100
Jeden Tag umkreist der deutsche Satellit TerraSAR-X unsere Erde. Dabei ist er mit einer unglaublichen Geschwindigkeit unterwegs: In nur einer einzigen Sekunde legt er fast 8 Kilometer zurück. Damit ist er viel schneller als eine Pistolenkugel und lässt jedes Verkehrsflugzeug wie eine Schnecke aussehen! TerraSAR-X ist ein sogenannter Erdbeobachtungssatellit – sein Job ist es, unsere Welt von oben zu beobachten.
Um das zu schaffen, nutzt er aber keine normale Kamera, sondern er „sieht“ mit Radar. Das funktioniert so ähnlich wie bei einer Fledermaus: Der Satellit schickt unsichtbare Signale zur Erde hinunter, die am Boden, an Häusern oder auf dem Wasser abprallen. Diese Echos kommen zum Satelliten zurück und werden von ihm wieder eingefangen. Der große Vorteil: Radarstrahlen kommen sogar durch dicke Wolken und funktionieren auch bei völliger Dunkelheit.
Dr. Anja Frost arbeitet beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und untersucht, wie sich unsere Umwelt verändert. Sie erklärt euch, wie Computer aus den eingefangenen Echos richtige Bilder zaubern, auf denen man die Erdoberfläche ganz genau erkennen kann. In der kalten Arktis lässt sich so verfolgen, wie das Meereis schmilzt oder wie riesige Eisberge im Wasser treiben. Durch diese Beobachtungen aus dem All verstehen wir immer besser, wie sich unsere Erde erwärmt und was wir tun können, um unsere Natur zu schützen.
Referentin: Dr. Anja Frost (DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung)
16:00 Uhr
MZH Raum 1460
Es erwarten Sie Fragen rund um verschiedene Sprachen.
Referent:innen: SZHB-Team
MZH Raum 1090
Der Vortrag stellt ein Projekt näher vor, welches seit dem Jahr 2019 am Universitätsarchiv durchgeführt wird. In dem Projekt werden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Zuge von Interviews zu ihren Erfahrungen und Erlebnissen an der Uni befragt. Die Personen waren in der Vergangenheit an der Uni beschäftigt (Wissenschaft / Dienstleister:innen) oder haben hier studiert. Der Vortrag beginnt mit einer kurzen Vorstellung des Universitätsarchivs selbst.
Referent: Dr. Heiko Garrelts
MZH Raum 1470
Was haben vulkanische Gesteine, Waschpulver und Erdölraffinerien miteinander gemeinsam? In allen dreien spielen Zeolithe eine Rolle! Zeolithe sind spannende Materialien mit sehr kleinen Hohlräumen, in denen verschiedenste Moleküle und Ionen Platz finden können. Im Rahmen dieses Vortrags werde ich die strukturellen Besonderheiten von Zeolithen erläutern und einige besonders wichtige Anwendungen, beispielsweise in der Wasserenthärtung und der industriellen Katalyse, vorstellen. Zudem werde ich darauf eingehen, wie Zeolithe dabei helfen können, einer zunehmenden Verschmutzung von Luft und Wasser entgegenzuwirken.
Referent: Michael Fischer
16:30 Uhr
MZH Raum 1460
Ob für Studium, Beruf oder internationale Pläne: Ein offizielles Zertifikat macht den Unterschied. Das Instituto Cervantes stellt seine Prüfungen DELE und SIELE vor. In 30 kurzweiligen Minuten zeigen wir, worin sie sich unterscheiden. Finde heraus, welches Prüfungsformat am besten zu dir passt und wirklich beweist, dass du Spanisch kannst!
Referentin: Nuria Estevan Molina
MZH Raum 1470
Ein Flug zum Mars dauert mindestens sechs Monate – und ein Start von der Erde ist nur alle 26 Monate möglich. Vergisst man etwas oder geht etwas kaputt, gibt es keinen schnellen Ersatz. Zudem herrschen auf dem Mars extreme Bedingungen: Temperaturen zwischen -150 und 30 Grad Celsius, kaum Ressourcen und keine fossilen Brennstoffe. Wenn Menschen dort eines Tages leben wollen, müssen sie vor Ort Materialien gewinnen, weiterverarbeiten und Bauteile herstellen können. In diesem Vortrag stellen wir das neue Exzellenzcluster der Universität „The Martian Mindset – Die Marsperspektive“ vor: Wie könnte Materialgewinnung, Verarbeitung und Produktion auf dem Mars funktionieren? Und was können wir daraus für die Nachhaltigkeit auf der Erde lernen?
Referent: Daniel Meyer
MZH Raum 1090
Dieser Info-Vortrag richtet sich an Studieninteressierte ohne Abitur, die z. B. bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben und über ein Studium nachdenken. Er zeigt auf, welche alternativen Zugangswege es an die Universität gibt und unter welchen Voraussetzungen ein Studium auch ohne die allgemeine Hochschulreife möglich ist.
Referentin: Betina da Rocha
Foto- und Videoaufnahmen
Der OPEN CAMPUS ist eine öffentliche Veranstaltung, auf der die Fotografen der Universität Fotos und Videos machen werden. Die Universität nutzt diese Fotos und Videos sowohl auf der Website als auch auf ihren Social-Media-Kanälen. Damit dokumentieren und illustrieren wir die Berichterstattung online und im Print zu unserer Veranstaltung.
