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Perspektivwechsel: Studierende im Projekt „Theater mit Musik – Inklusion im künstlerisch-pädagogischen Kontext“ – eine qualitative Studie

Dissertationsvorhaben von Julia Schulenburg (geb. Wernicke)

Um die Studierenden auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten, werden zunehmend inklusiv ausgerichtete Seminare in pädagogischen Studiengängen angeboten. Gleichzeitig ist jedoch innerhalb der musikpädagogischen Unterrichtsforschung im Bereich Behinderung/Inklusion weitestgehend unerforscht, wie die Studierenden solche Seminare wahrnehmen und worin sie den Wert des Seminarbesuchs sehen. Wernickes Promotionsvorhaben nimmt diesen Perspektivwechsel vor und beschreibt erstmalig umfassend die studentische Perspektive auf die Teilnahme bei einem mixed-abled (fähigkeitsgemischten) Seminar im musikpädagogischen Kontext. Damit bildet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zum musikpädagogischen Diskurs und eröffnet Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsvorhaben in dem Bereich.

Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit den Begriffen „Behinderung“ und „Inklusion“ sowie dem Einfluss von Interaktion auf die menschliche Denk-, Handlungs- und Wahrnehmungsweise, mündet die Arbeit in einer als Methodentriangulation angelegten qualitativen Studie. Mittels leitfadengestützter Interviews, Videographie und anderer Beobachtungsdaten werden jene Aspekte erfasst, die Entwicklungen auf Seiten der Studierenden beschreiben. Die Auswertung erfolgt durch qualitative Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse werden in kategorisierter Form dargestellt.

Die Arbeit ist angebunden an das Projekt „Theater mit Musik“ (Leitung: Prof. Dr. Dierk Zaiser) des Fachbereichs Rhythmik/Music & Movement der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen, welches von geistig behinderten Erwachsenen der näheren Umgebung sowie Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen der Musikhochschule Trossingen und der Fachschule für Sozialpädagogik Tuttlingen besucht wird.

Der empirische Teil wird begleitet von Prof. Dr. Christina Zenk (Staatliche Hochschule für Musik Trossingen).

Die Arbeit wird von Prof. Dr. Alexander J. Cvetko (Universität Bremen) betreut.

Vita

Julia Schulenburg (geb. Wernicke, Kontakt), B. A. Gebärdensprachen und Dipl. Rhythmik. Promovendin an der Musikhochschule Trossingen, bis Anfang 2019 Stipendiatin der Aktion Mensch e.V. Mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Schwerpunkt Hörschädigung. Sie gibt Fortbildungen und Rhythmikangebote für unterschiedliche Zielgruppen. Als Choreografin interpretiert sie klassische Instrumental- und Vokalmusik in Deutsche Gebärdensprache.