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Wintersemester 2019/2020

Zu den Lehrveranstaltungen (Reihenfolge alphabetisch):

   

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UMD Dr. Susanne Gläss

Ensembleleitung

Veranstalterin: Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläss, Tel. 218-60 109,
sglaess[at]uni-bremen.de
Termin: Mittwochs, 16.00 - 18.00 Uhr; Theatersaal (unter der Mensa)
Beginn: mittwoch, 16. oktober
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Wie dirigiere ich ein Schulorchester, ein Musikschulorchester, ein Blasorchester, ein Akkordeonorchester, ein Musical-Orchester? Wie bewege ich mich dabei, welche Zeichen gebe ich mit meinen Armen und Händen? Wie lese ich eine Partitur, wie richte ich sie mir fürs Dirigieren ein? Wie leite ich eine Probe?

Die Antworten auf diese und andere Fragen sind Gegenstand des einsemestrigen Kurses. Er richtet sich insbesondere an Studierende im Master Lehramt Gymnasien. Am Ende des Semesters kann in Proben mit dem Orchester der Universität im 1. Studienjahr des Masters Musik Gymnasien innerhalb des Moduls Schulpraxis ein Schein in „Ensembleleitung Kunstmusik europäischer Prägung“ erworben werden.

 

Orchester

www.uni-bremen.de/orchester-chor
Leitung: Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß, Tel. 218-60 109,
sglaess[at]uni-bremen.de
Proben: mittwochs, 19.30 – 22 Uhr im GW1-Hörsaal
1. Probe: Mittwoch, 16. Oktober
Erstes gemeinsames Probenwochenende mit dem Chor zum Kennenlernen der gegenseitigen Parts: Freitag, 29. November, 19 - 22.30 Uhr und Sonnabend, 30. November, 13 – 19 Uhr (GW1-Hörsaal)
Hauptprobenwochenende: Freitag, 24. Januar, 19 – 22.30 Uhr und Sonnabend, 25. Januar, 15 - 21 Uhr (GW1-Hörsaal)
Generalprobe: Freitag, 31. Januar, 19 - 22 Uhr
Konzert: Sonnabend, 1. Februar, 20 Uhr, Glocke
General Studies/Professionalisierungsbereich-Schlüsselqualifikationen: 3 CP
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Beinahe wäre der Film „The Life of Brian“ von der Komikergruppe Monty Python nie gedreht worden, weil EMI kurzfristig aus der Finanzierung ausgestiegen war, da deren Vorstandsvorsitzenden das Thema zu heiß geworden war. Der (Ex-)Beatle George Harrison sprang mit seinem Privatvermögen ein, belieh sein Haus und ermöglichte damit den Film. Er sollte es nicht bereuen - der Film wurde nach seiner Premiere 1979 ein Welterfolg und wurde noch 2007 als bester britischer Film aller Zeiten gefeiert.

Wie soll eine Komödie enden, deren Handlung unweigerlich darauf zuläuft, dass der Held Brian, der irrtümlicherweise für den Messias gehalten wird, einen brutalen Tod durch Kreuzigung erleidet? Eric Idle hatte die Idee, als komischen Kontrast dazu einen heiteren Song im harmlosen Walt-Disney-Stil mit einem gepfiffenen Refrain zu komponieren. Dieser Song erhielt den Titel „Always Look on the Bright Side of Life“ und wurde zusammen mit dem Film zu einem Welterfolg.

Da Eric Idle das musikaffinste Mitglied der Komikertruppe Monty Python war, lag es nahe, dass er den Film auch irgendwann auf die Konzertbühne bringen wollte. Sein Partner dabei wurde der Komponist und virtuose Trompeter John Du Prez. Als dem geistlichen Gegenstand angemessene musikalische Form wählten die beiden das barocke Oratorium und schufen so im Jahr 2007 das vielleicht erste komische Oratorium der Musikgeschichte. Natürlich ließen sie sich die Gelegenheit für einige Seitenhiebe auf Georg Friedrich Händels „Messias“ (auf Englisch „Messiah“) nicht entgehen. Sie bauten deshalb - neben einem Mariachi und Nummern im Musical-Stil - einige wunderbar barock klingende Trompetensoli ein. „Always Look on the Bright Side of Life“ ist als letzte Nummer gesetzt. Orchester & Chor der Universität bringen das Werk in Bremen unter der Leitung von Susanne Gläß in großer Besetzung zur deutschen Erstaufführung.

In der Oboe, im Schlagwerk und in sämtlichen Streichinstrumentengruppen sind Plätze frei. Speziell für dieses Projekt werden außerdem zwei Gitarren (eine vorwiegend akustisch und eine vorwiegend elektrisch), ein Akkordeon und eine Orgel (Kirchenorgel oder elektrische Orgel) gesucht. Neue Mitglieder nehmen vorher mit Susanne Gläß Kontakt auf.

 

Chor

www.uni-bremen.de/orchester-chor
Leitung: Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß, Tel. 218-60 109,
sglaess[at]uni-bremen.de
Proben: montags, 19.30 – 22 Uhr im GW1-Hörsaal
1. Probe: Montag, 14. Oktober
Stimmbildungswochenende: Sonnabend, 26. Oktober, 15 - 20 Uhr und Sonntag, 27. Oktober, 12 - 15 Uhr (GW1-Hörsaal)
Erstes gemeinsames Probenwochenende mit dem Chor zum Kennenlernen der gegenseitigen Parts: Freitag, 29. November, 19 - 22.30 Uhr und Sonnabend, 30. November, 13 – 19 Uhr (GW1-Hörsaal)
Hauptprobenwochenende: Freitag, 24. Januar, 19 – 22.30 Uhr und Sonnabend, 25. Januar, 15 - 21 Uhr (GW1-Hörsaal)
Generalprobe: Freitag, 31. Januar, 19 - 22 Uhr
Konzert: Sonnabend, 1. Februar, 20 Uhr, Glocke
General Studies/Professionalisierungsbereich-Schlüsselqualifikationen: 3 CP
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Eric Idle, Mitglied der Komikertruppe Monty Python, hat im Jahr 2007 gemeinsam mit dem Komponisten John Du Prez aus dem Stoff der Filmkomödie Monty Python's Life of Brian (1979) ein Musikwerk geschaffen, das er selbst „A Comic Oratorio“ nennt. Es trägt den Titel „Not The Messiah: He’s A Very Naughty Boy“ und endet wie der Film mit dem Song „Always Look on the Bright Side of Life“. Orchester & Chor der Universität Bremen werden es am Sonnabend, den 1. Februar um 20 Uhr in der Glocke zur deutschen Erstaufführung bringen (siehe auch den Text bei der Ankündigung des Orchesterprojekts).

Neue Mitglieder sind willkommen und können einfach zur ersten Probe (Schnupperprobe) kommen. Chorerfahrung und die Fähigkeit Noten zu lesen sind Voraussetzung. Noten für den Chor (Klavierauszüge) können ab 30 Minuten vor Beginn der ersten Chorprobe im Foyer des GW1-Hörsaals erworben werden (10 €). Ein Einstieg ins Projekt ist nur in der ersten Probe möglich. Die erste Probe ist eine Schnupperprobe; wer sich danach gegen das Mitsingen entscheidet, kann die Noten zurückgeben und erhält das Geld zurück.

 

SEMINAR M4all – Musik für alle (Teil von Culture4all): Verfassen eines Programmheftes und gemeinsame Gestaltung einer Einführungsveranstaltung zur Aufführung von „Not The Messiah: He’s A Very Naughty Boy. A Comic Oratorio by Eric Idle and John Du Prez“ (i.e. Monty Python's Life of Brian vertont für großen Chor und Orchester)

Leitung: Universitätsmusikdirektorin Dr. Susanne Gläß, Tel. 218-60 109,
sglaess[at]uni-bremen.de
Seminar: dienstags, 18 - 21 Uhr, GW 1, A 0010
1. Seminarsitzung: Dienstag, 15. Oktober
zusätzliche Blockseminartermine: Freitag, 6. Dezember, 17 – 22 Uhr und Freitag, 13. Dezember, 17 – 22 Uhr/Sonnabend, 14. Dezember, 14 – 18 Uhr
Das Seminar kann im Rahmen von General Studies oder als Teil des B.A. Kulturwissenschaft als Modul M8/9 belegt werden. Es können 9 CPs erworben werden.
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Das Oratorium "Not The Messiah" ist 2007/8 komponiert und bisher in Deutschland noch nicht aufgeführt worden. Es basiert auf der Filmkomödie "Monty Python's Life of Brian" aus dem Jahr 1979, ist aber in seiner Handlung gegenüber dem Originalfilm stark gekürzt und vereinfacht. Außerdem wird natürlich die gesamte Handlung gesungen und instrumental gespielt; sie endet wie der Film mit der berühmtesten Nummer des Films, dem Song „Always Look on the Bright Side of Life“ (siehe auch den Text zum Orchesterprojekt).

Was geschieht, wenn ein (populärer) Film in ein klassisches Oratorium verwandelt wird? Wie stellt die Komik sich in der Vertonung des Films als Oratorium musikalisch dar? Gibt es konkrete Bezüge zu Händels Messias (auf Englisch „Messiah“)? Auf welche biblischen Hintergründe bezieht sich die 1979 entstandene Filmkomödie „Monty Python’s Life of Brian“? Woraus entsteht dort die Komik, was ist überhaupt Komik? Ist der Film blasphemisch? Wie ist er rezipiert worden?

Das Seminar wird diese und weitere Fragen aus dem Feld zwischen Kultur, Filmwissenschaft, Musikwissenschaft, Bibelwissenschaft und Politik diskutieren und anschließend gemeinsam einen öffentlichen Einführungsvortrag im "Haus der Wissenschaft" in der Reihe "Wissen um 11" am 18. Januar und ein gedrucktes  Programmheft zur Aufführung durch Orchester und Chor der Universität am 1. Februar in der Glocke gestalten.

Das Seminar ist vierstündig und es können 9 CP erworben werden. Teilnahme an Orchester oder Chor sind willkommen, aber nicht notwendig. Weitere Informationen zum Projekt siehe unter www.uni-bremen.de/orchester-chor.


Dr. Ulrich Matyl

SEMINAR Philharmonic4all. Eine Einführung ins Hören von Kunstmusik mit Besuchen philharmonischer Orchester- und Kammerkonzerte für Studierende aller Fachbereiche. In Kooperation mit der Philharmonischen Gesellschaft Bremen und den Bremer Philharmonikern

Leitung: Dr. Ulrich Matyl, Tel. 25 75 180, matyl[at]t-online.de
Seminar: dienstags, 18 – 20 Uhr, Bibliothek/4. Ebene, R 4330 (Studio 1) und 8 Konzertbesuche samt Konzerteinführung (Eintritt frei)
1. Seminarsitzung: Dienstag, 15. Oktober
General Studies/Professionalisierungsbereich Schlüsselqualifikationen: 3 CP

Themen des Seminars:
Über das Ohr ins Universum - Musik als Abbild des Kosmos

Wie entsteht Musik? - Hörübungen an Improvisationen (Jazz)

Keine Freiheit ohne Grenze - Wie kommt Musik in Form?

Alles zusammen? - Übungen im Hören mehrstimmiger Musik

Musik zum Sehen! - Die Noten. Übungen im Notenlesen ohne Noten lesen zu können

Wo die Sprache aufhört - Von der Freiheit des unbegrifflichen Klangs

Musik als Sprache - Symbole, Gefühle, Bilder, Experimente mit Wort und Musik

Alter Zopf? - 2000 Jahre Moderne Musik/Die Geschichtlichkeit von Musik/Was haben Mozart und Morrison gemeinsam?

Wer spielt die Musik richtig? - Interpretationen im Vergleich

Wo steht was? - Lexika, Nachschlagewerke, Handbücher, Literatur, Zeitschriften, Konzerte, CD-Bibliographien, Homepages in Überblick und Auswahl

Üben, üben, üben - Besuch der Probe eines Profiorchesters (Bremer Philharmoniker)

Auch Musik braucht Geld. – Wie sind die Bremer Philharmoniker und die Philharmonische Gesellschaft Bremen organisiert?


Ezzat Nashashibi

Digitale Audioproduktion

Das Angebot richtet sich an Studierende, die selbst singen oder ein Instrument spielen und ihre Musik (auch Band oder Ensemble) im Tonstudio der Uni Bremen aufnehmen möchten.

Alternativ sind auch Produktionen von Soundtracks zu visuellen Medien oder Hörspiele u. ä. möglich, wenn dafür überzeugende, realisierbare Ideen existieren.
Die Veranstaltung gliedert sich in Planungs- und Theoriesitzungen einerseits sowie Aufnahmetermine andererseits.

Planungs- und Theoriesitzungen:
Benennung der Projekte, inhaltliche und zeitliche Planung, Klärung von Fragen zur Mikrofonierung, Durchführung und Bearbeitung, ggf. Präsentation und Diskussion von Arbeitsergebnissen.
Die Vorbesprechung findet am 18.10.2019 statt.
Zzgl. evtl. Wochenendtermine für größere Projekte nach Absprache.

 

Grundlagen der Audioproduktion

In dieser Veranstaltung erwerben die TeilnehmerInnen Grundkenntnisse und Fähigkeiten im Aufnehmen von Musik und Sprache, im Bearbeiten und Abmischen von Audioaufnahmen mit Audio-Software und im Beschallen.

Vermittlung der Inhalte:
An eine theoretische Einführung schließen sich i.d.R. Aufgaben an, um die Kenntnisse sofort innerhalb des Unterrichts in der Praxis anzuwenden. Nach Möglichkeit sollen dabei eigene kleine Projektideen innerhalb der Gruppe realisiert werden.

Themenüberblick:
Mikrofoncharakteristiken und Mikrofonierung, Signalfluss in Mischpult, PA und DAW, Laufzeit- und Intensitätsstereofonie, Aufnahmeräume, Schallausbreitung, digitales Schneiden und Abmischen (Panorama, Lautstärkeverläufe, Klangbearbeitung, Export), Audio-Dateiformate, digitale Fehler, Effektkunde (frequenzselektive und dynamische Regelverstärker, Hall etc.), Beschallung, Beurteilung von Audio-Aufnahmen.

Anrechenbarkeit:
Die Veranstaltung kann zum Erbringen einer Prüfungsleistung (Modulprüfung) im Modul Musik und Medien im Studiengang Muskpädagogik (BA) genutzt werden. Nach Maßgabe freier Plätze ist sie aber für alle StudentInnen der Uni Bremen geöffnet.

Bitte über StudIP anmelden. Zum Speichern der Arbeiten bitte geeignete Speichermedien (z.B. USB-Sticks ab 2 GB) mitbringen.

Die Vorbesprechung findet am 18.10.2019 statt.

 

Computergetützte Notation

Beim Notieren von Musik am Computer lernen die TeilnehmerInnen verschiedene Typen von Partituren und Instrumentalnoten sowie das Notensatzprogramm SIBELIUS 7 und die Open-Source-Software MuseScore kennen. Für die Übungen sind Notenkenntnisse erforderlich!

Die Software erlaubt das Schreiben von Notentexten in hoher graphischer Qualität, eine Hörkontrolle der notierten Musik und das Importieren und Exportieren von Daten in verschiedenen Formaten. Nach einer Einarbeitungszeit lässt sich mit Notensatzprogrammen sogar Zeit sparen, z.B. wenn es darum geht, Einzelstimmen aus Partituren zu ziehen.

Vermittlung der Inhalte:
In den Sitzungen wechseln sich theoretische Einführungen und betreute Praxisphasen ab. Im Laufe des Kurses lernen die Student*innen so, verschiedene Arten von Partituren zu erstellen. In die Einführungen und Übungen fließen Themen aus Notationskunde, Instrumentation und Komposition ein. Die Aufgabenstellungen werden im Semesterverlauf schwieriger.

Klausur:
Neben den regelmäßigen Terminen sind zwei Blockveranstaltungen angesetzt. In der zweiten Blockveranstaltung wird – in Form einer Klausur - die Prüfung durchgeführt   (Teilprüfung des Moduls Musik und Medien im Studiengang Musikwissenschaft).

Bitte über StudIP anmelden. Zum Speichern der Arbeiten bitte geeignete Speichermedien (z.B. USB-Sticks) mitbringen.

Der erste Termin (18.10.19) dient der Einführung und Vorbesprechung.


AR Dr. Axel Schröter

Einführung in die Musikgeschichte

Die Vorlesung gibt einen Überblick über wichtige Strömungen, die die Musikgeschichte vom Mittelalter bis hin zur jüngeren Vergangenheit prägten. Dabei werden Epochen, zentrale Gattungen und Komponisten vorgestellt sowie Probleme der Musikgeschichtsschreibung erörtert. Schwerpunkte liegen auf der Musik des Generalbasszeitalters sowie der Klassik, Romantik und Moderne. Ein Hauptlernziel der Lehrveranstaltung ist es, repräsentative Werke der Musikgeschichte vor dem Hintergrund eines differenzierten Zeitrasters klassifizieren und einordnen zu können.

 

Einführung in das musikwissenschaftliche Arbeiten

In der Übung werden grundlegende Techniken des musikwissenschaftlichen Arbeitens und die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis vermittelt. Dazu zählen die Recherche nach Literatur, das Erstellen von Bibliographien, der seriöse und reflektierte Umgang mit Primär- und Sekundärliteratur, das Verfassen von wissenschaftlichen Arbeiten, die Präsentation von Referaten etc... Darüber hinaus wird ein Überblick über Fachlexika und -Enzyklopädien, seriöse Internetquellen, -datenbanken und Zeitschriften gegeben, der für ein wissenschaftliches Studium unentbehrlich ist. Schließlich erfolgt eine Reflexion wichtiger Methoden der historischen Musikwissenschaft.

 

Einführung in die Notationskunde

Die Notation von Musik, wie sie heute allgemein im Gebrauch ist, hat sich seit der Klassik im Grunde kaum noch verändert, sieht man von ausgefallen Notationsweisen „neuer“ Musik ab. Vom Mittelalter bis hin zum Spätbarock war die Notation jedoch einem immensen Wandel unterworfen, der zugleich auch das sich ändernde musikalische Denken zum Ausdruck bringt. Im Rahmen der Übung mit obligatorischem Tutorium sollen neben grundsätzlichen Fragen der Notation von Musik (Schlüsselungen, Partituranordnungen, Empfehlungen für einen guten Notensatz) vor allem die schwarze und weiße Mensuralnotation näher kennengelernt werden, aber auch Grundzüge der Orgel- und Lautentabulaturen sowie der Notation des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Ein Hauptlernziel ist es, die historischen Notationsweisen lesen und in die heute allgemein übliche Notenschrift transkribieren zu können.

 

Stationen der Geschichte der musikalischen Hermeneutik

Die Frage danach, was musikalische Hermeneutik und deren Aufgabe sei, hat die Musikwissenschaft seit Hermann Kretzschmars anregenden Publikationen aus den Jahren 1902 und 1905 oder Arnold Scherings umstrittenen Beethovendeutungen („Beethoven und die Dichtung“ (1936), „Beethoven in neuer Deutung“ (1934)) zu immer wieder neuer Auseinandersetzung und Beantwortung gereizt. Meilensteine stellten 1973 die Frankfurter Tagung („Beiträge zur musikalischen Hermeneutik“, hg. von Carl Dahlhaus, Regensburg 1975) sowie zu Beginn der 1990er Jahre die Salzburger Ringvorlesung („Musikalische Hermeneutik im Entwurf. Thesen und Diskussionen“, hg. von Gernot Gruber und Siegfried Mauser, Laaber 1994) dar, wo führende Vertreter des Faches impulsgebend diskutierten. Im Seminar werden die unterschiedlichen Varianten des musikbezogenen Hermeneutikbegriffs erarbeitet.

 

Zum gesellschaftlichen Gehalt von Musik

Das Seminar geht von der These aus, dass Musik in einem hohen Grade gesellschaftlich vermittelt ist und in ihr auch ontologisch gesellschaftliche Gehalte in Erscheinung treten. Dieser Gedanke wurde konsequent von Theodor W. Adorno in seiner „Musiksoziologie“ entwickelt, die diesbezüglich zunächst auszugsweise gelesen und diskutiert werden soll. Im Anschluss daran werden – in Anlehnung an die Komponistenschriften Adornos – konkrete Beispiele mit Blick auf die Widerspiegelung gesellschaftlicher und politischer Zeiterscheinungen untersucht werden, u.a. Beethovens „Fidelio“ und „Egmont“-Musik, Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“, Mahlers 9. Symphonie, Bergs „Wozzeck“, Weills „Dreigroschenoper“ sowie Schostakowitschs „Lady Macbeth“, Schönbergs „Ein Überlebender aus Warschau“ sowie – vor dem Hintergrund einer pluralistischen Gesellschaft – Zimmermanns „Requiem für einen jungen Dichter“.

 

Die Messe als musikalische Gattung von Machaut bis zur Gegenwart

Das Seminar soll einen Überblick über die Messe als musikalische Gattung vermitteln. Dabei werden vor dem Hintergrund traditionellen Epochendenkens herausragende Werke der Musikgeschichte diskutiert werden, u.a. von Machaut, Ockeghem, Palestrina, Bach, Haydn, Beethoven, Schubert, Puccini, Strawinsky, Hindemith, Bernstein und Pärt. Neben gattungs- und werkgeschichtlichen Aspekten wird u.a. Fragen der liturgischen Voraussetzungen sowie einer genuinen Kirchenmusik nachgegangen werden.


Prof. Friederike Woebcken

Kammerchor

www.hochschulchor-bremen.de

Leitung: Prof. Friederike Woebcken (Kontakt: 9595-1504, -1529 und f.woebcken[at]hfk-bremen.de)

Im Wintersemester gibt es einige freie Plätze im Kammerchor. Die Teilnahme ist nach erfolgreichem Vorsingen und bei ausreichenden Plätzen möglich.

Bitte bald melden! Kontakt: f.woebcken[at]hfk-bremen.de

Im WS 19/20 stehen zwei Projekte an:

  1. 04. - 08. Dezember 2019  Konzerte in Bremen, Stuttgart und Heilbronn
  2. 30. Januar 2020 Konzert im Bremer Dom

Termine:
Mittwoch | 19:00-21:30 Uhr | 1.05 (Kammermusiksaal)
wöchentlich | Beginn: 16.10.19

Intensivproben I:
Do 21.11. 15.30-17.30 Frauenstimmen; 18.00-20.00 Männerstimmen; 20.15-21.30 Tutti

Intensivproben II: Do 16.1.16.00-18.30 Frauenstimmen; Fr 17.1. 16.00-18.30 Männerstimmen;

Sa 18.1. 11.30-15.00 Tutti;

Mi 29.1.20 GP Dom; Do 30.1.20 19.00 Uhr Semesterabschlusskonzert


Zusätzliche Informationen:

Der Kammerchor ist inzwischen eine feste musikalische Größe im Musikleben Bremens. Er hat Konzertreisen unternommen innerhalb Deutschlands (Berlin, Stuttgart, Tübingen, Heilbronn) und nach Göteborg (WS 2007/08), Island (SS 2009), Kopenhagen (SS 2010) und Tolosa (Spanien) (WS 2011/12), Stockholm (SS 2012), Israel (WS 2013), Lissabon (SS 2015), Riga (SS 2017), Salerno, Süditalien (SS 2019). 2006 gewann er den zweiten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb in Kiel. Im Juni 2015 wurde er zweimal mit Gold ausgezeichnet beim internationalen Chorwettbewerb in Lissabon.

Noten: werden zu Semesterbeginn durch die Hochschule gestellt.

 

Großer Hochschulchor

www.hochschulchor-bremen.de

Leitung: Prof. Friederike Woebcken (Kontakt: 9595-1504, -1529 und f.woebcken[at]hfk-bremen.de)

Termine:
Dienstag | 18:00 - 20:00 Uhr | 1.05 (Kammermusiksaal) wöchentlich | Beginn: 15.10.19

Intensivproben: Do 16.1.19.00-21.30 Männerstimmen; Fr 17.1. 19.00-21.30 Frauenstimmen; Sa 18.1. 10.00-14.00 Tutti; Mi 29.1.20 GP Dom; Do 30.1.20 Semesterabschlusskonzert

Veranstaltungsbeschreibung:
Chormusik für Chor und Orgel - "WELTEN SINGEN DANK UND EHRE" - Werke für Chor und Orgel von Mendelssohn Bartholdy, Ludwig van Beethoven, Hubert Parry

Zusätzliche Informationen:
Noten können in der ersten Probe käuflich erworben oder in der HfK Bibliothek ausgeliehen werden (solange der Bestand reicht). Studierende der Universität Bremen können bei regelmäßiger Teilnahme an Proben und Konzert CP im Rahmen von General Studies erwerben. Nicht immatrikulierte GastsängerInnen erhalten nur bei ausreichender Kapazität eine Teilnahmezulassung.

 

Chorleitung I (Anfänger_innen)

Übungen zum Dirigieren (Schlagfiguren); Einstudieren und Anleiten ein- und mehrstimmiger Lieder, Kanons und einfacher mehrstimmiger Chorsätze; Probenmethodik; chorische Stimmbildung; Aspekte der Kinder- und Jugendchorleitung.

Zusätzliche Informationen:
Der Kurs richtet sich an Bachelor Lehramtsstudierende und Studierende der EMP und KPA. Studierende aus anderen Studiengängen sind willkommen; es könnenCP im Wahlbereich erworben werden.

Anmeldung ab sofort bei: f.woebcken[at]hfk-bremen.de

Am Ende SS 2020 Modulprüfung, benoteter Schein.

Begleitend zum Chorleitungsunterricht wird die Teilnahme an einem der drei Hochschulchöre empfohlen:

  • Großen Hochschulchor (dienstags 18.00 h)
  • Kammerchor (mittwochs 19.00 h)
  • Jazz- und Popchor (montags)

 

Chorleitung II (Fortgeschrittene)

Differenzierte Schlagtechnik, Unabhängigkeit der Hände, Stimmbildung, Erarbeitung mehrstimmiger Sätze, Partituranalyse, Probenmethodik; Literaturkunde.

Dieser Kurs richtet sich an Master Lehramtsstudierende, die bereits den Bachelor Kurs abgelegt haben. Studierende aus anderen Studienrichtungen (EMP, KA, KPA) sind ausdrücklich willkommen. Es können CP im Wahlbereich erworben werden. Chorleiterische Vorkenntnisse und Chorerfahrung erwünscht. Gäste aus anderen Studiengängen sind willkommen, bitte vorab Rücksprache mit der Dozentin halten.

Anmeldung ab sofort bei: f.woebcken[at]hfk-bremen.de

Am Ende SS 2020 Modulprüfung, benoteter Schein. Begleitend zum Chorleitungsunterricht wird die Teilnahme an einem der drei Hochschulchöre empfohlen:

  • Großen Hochschulchor (dienstags 18.00 h)
  • Kammerchor (mittwochs 19.00 h)
  • Jazz- und Popchor (montags)