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Aktuelles

Titelblatt des Programmhefts zum Queer Power Month Bremen Herbst 2021

Queer Power Month Bremen Herbst 2021

Der diesjährige Queer Power Month Bremen (QPM21) findet von Ende August bis Dezember statt. Zahlreiche Veranstaltungen in Bremen und Bremerhaven bilden im Herbst ein vielfältiges Programm aus Workshops, Performances, Lesungen und weiteren Veranstaltungen. Der QPM21 dient zum Austausch über queere Geschichte(n) sowie Lebensweisen und Erfahrungen und schafft Angebote für queere Menschen der LSBT*I* Community und ihren Verbündeten.

Die Angebote können überwiegend kostenlos oder auf freiwilliger Spendenbasis von Kindern, Jugendlichen und/oder Erwachsenen besucht werden und sind teilweise kostenpflichtig.

Mit dem magischen Perofmance Abend „Gender Blender“ am Samstag, den 18.09. findet eine offene Bühne im Hinterhof des Lidice Hauses statt. Zum stöbern und schmökern sind alle Teilnehmenden ab 5 Jahren am Freitag, den 19.11. herzlich im Rahmen der Veranstaltung „Queeres Leben in Bilderbüchern“ eingeladen. Die Fortbildung „Coming-Out im Klassenraum“ am Freitag, den 10.12. richtet sich an alle Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte und findet am Landesinstitut für Schule (LIS) statt. Weitere spannende Veranstaltungen sind auf der Internetseite des QPM21 einsehbar.

Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich und die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Einige Veranstaltungen finden digital statt. Mehr Informationen zu pandemiebedingten Zulassungsbeschränkungen sind auf den Internetseiten der jeweiligen Veranstaltungsorte zu finden.

Das QPM21-Programm wurde koordiniert und organisiert von: Jugendzentrum Burglesum (AWO) LidiceHaus Mädchen*treff Lilas Pause (AWO) und engagierten Einzelpersonen.

Bunte Klötzchen bilden das Wort Nonbinary

International non-binary people’s day

Sich nicht in einer zweigeteilten Konstruktion und Auffassung von Geschlechterordnung widerspiegeln können und wiederfinden wollen – das trifft auf Menschen zu, die sich selbst als nicht-binär begreifen und bezeichnen. Eine nicht-binäre Geschlechtsidentität beschreibt, dass Geschlecht vielfältig erlebt werden kann und verschiedene Ausprägungen hat. Aufgrund dessen funktioniert die Begrifflichkeit nicht-binär als eine Sammelbezeichnung für Diversität in der geschlechtlichen Zugehörigkeit. Begriffe wie non-binary oder enby sind aus dem englischsprachigen Gebrauch und dienen ebenfalls der Beschreibung.

Auf die Situation von nicht-binären Menschen aufmerksam macht jährlich am 14. Juli der International non-binary people’s day. An diesem Tag wird vermehrt für das Schaffen eines Bewusstseins gekämpft, dass mehr als zwei Geschlechter existieren und es Menschen gibt, die sich von einem binärem Konzept von gender nicht repräsentiert sehen und fühlen. Die  vereinfachte Unterscheidung in „Frau“ oder „Mann“ dominiert jedoch den Alltag von allen Menschen - sei es bei Behördengängen, am Arbeitsplatz oder in vielen weiteren Lebensbereichen. Für sich selbst die nicht-binäre Geschlechtsidentität zu wählen ist häufig mit äußeren Zwängen verbunden, sich doch der genderbinären Norm unterwerfen zu müssen. Das kann die Nutzung einer öffentlichen Toilette ebenso betreffen wie die falsche Anrede in einer E-Mail.

Tage wie der International non-binary people’s day sind also zur Sensibilisierung gedacht, die Geschlechtsidentitäten in ihrer Verschiedenheit sichtbar machen und wertschätzen.

Demonstrant*innen des Cristopher Street Day Bremen

Pride Month und CSD in Deutschland und Bremen 2021

Weltweit wird ab dem 1. Juni der Pride Month und in Deutschland der Christopher Street Day (CSD) mit Veranstaltungen, Demonstrationen und dem Anbringen der Regenogenfahne und weiterer Flaggen gegen Diskrimminierung und Ausgrenzung und für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bi-,  trans*- inter*, queeren und asexuellen Menschen (LSBTIQA*) demonstriert. Damit wird an den Widerstand und Protest von Lesben, Schwulen und Trans*-Aktivist*innen gegen die Polizeigewalt in der New Yorker Christopher Street im Juni 1969 erinnert. Dieser wurde maßgeblich von Schwarzen Queers und queeren Aktivist*innen of Color initiiert und getragen.

Wie deutschandweit Rathhäuser und öffentliche Institutionen und viele Firmen macht auch die Universität Bremen durch das Hissen der Regenbogenfahne deutlich, dass sie sich zu den Zielen von Gleichberechtigung und dem Abbau von Diskriminierungen gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter*, queeren und asexuellen Menschen bekennt.

Während die bloße Vereinnahmung der Regenbogenflage als Marketingsstrategie und ohne konkrete Umsetzungsstrategien zum Abbau von Diskriminierungen kritisch zu betrachten ist, gibt es umgekehrt auch immer wieder Proteste, weil öffentliche Institutionen wie zuletzt die UEFA eindeutige Positionierungen gegen Homo-, Trans*- und Queerfeindlichkeit über die Regenbogenflagge scheuen.

In Bremen wird der CSD seit einigen Jahren im August begangen. Am 27.08. wird es um 15 Uhr eine Kundgebung geben und am Tag darauf eine Demo, dessen Aufstellung um 10 Uhr beginnt und sich um 12Uhr in Bewegung setzt. Die Kundgebung startet am Altenwall (Ecke Stadtbibliothek) und führt über den Wall zum Bahnhof. Von dort bewegt sich die Demo über Bürger-Meister-Smidt und Obernstraße wieder zum Altenwall.

Alle weiteren Informationen zum Bremer CSD Programm finden Sie hier.

Infografik mit einem Mikrofon und dem Aufruf zum Equality Slam

Erster Equality Slam der Uni Bremen

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Universität Bremen, ruft das Referat 04 – Chancengleichheit zur Teilnahme am Equality Slam 2021 auf.

Gesucht werden FLINTA Personen die Lust haben mit Slams, spoken word poetry oder comedy auf der Bühne zu stehen und ihre selbstgeschriebenen Texte zu performen. Insbesondere BIPoC-Künstlerinnen* sind herzlich Willkommen sich zu bewerben. Unter dem Motto „Ist alles so schön einfarbig hier?!“ treten die Artistinnen* nicht gegen- sondern miteinander an und zeigen gereimt, gerappt, gesungen oder gesprochen, wie es aus ihrer Perspektive um Hürden und Chancen in Wissenssystemen und Bildungsprozessen steht.

Die auserwählten Artistinnen* werden am 29.10.21 die Gelegenheit haben, ab 20 Uhr in der Schwankhalle Bremen ihre Texte live zu performen. Moderiert wird die Veranstaltung von der Schauspielerin und YouTuberin Idil Baydar.

Interessierte können sich mit einem Bewerbungsvideo und einem kurzen Anschreiben noch bis zum 27.06.21 hier bewerben: equality.slamprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de

Zum ausführlichen Aufruf geht es hier.

9. Deutscher Diversity-Tag

„Vielfalt verbindet“ heißt es am 18. Mai 2021, dem inzwischen 9. bundesweiten Diversity-Tag. Mit öffentlichen und internen Aktionen machen sich teilnehmende Institutionen stark für die bewusste Inklusion von Vielfalt am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft und gegen Diskriminierung. Dabei geht es um die uneingeschränkte Anerkennung und Wertschätzungen aller Mitarbeiter*innen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung/Identität, nationaler/ethnischer Herkunft, sozialem Hintergrund, geistiger/körperlicher Fähigkeit, Alter, Religion oder Weltanschauung.
Durch das digitale Angebot in diesem Jahr gibt es die Möglichkeit an einer Vielzahl von Aktionen teilzunehmen. Unter Anderem bietet die Universität Konstanz zum Anlass des Diversity-Tags mehrere Veranstaltungen an. Diese finden im Rahmen einer „Diversity-Awareness-Week“ vom 17. bis 22. Mai statt. Weitere Informationen zu den Vorträgen und Workshops sind hier zu finden.
Auch die Kieler Hochschule beteiligen sich im Rahmen des Diversity-Tags mit mehreren digitalen Veranstaltungen. Vom 17. bis 21. Mai findet die Veranstaltungsreihe statt. Um an den Vorträgen teilzunehmen ist eine vorherige Anmeldung notwendig.
Zusätzlich lädt am 07. Juni der Bremer Diversity Preis zu einer virtuellen Konferenz ein. Das Motto der Veranstaltung ist: BRAVE NEW WORK: Mit Vielfalt und Chancengerechtigkeit in die Zukunft“. Mehr Informationen und der Link zur Anmeldung sind hier zu finden.

IDAHOBI*T*

Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten feiern und sichtbar machen – das passiert jährlich am 17. Mai am IDAHOBI*T*, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*feindlichkeit. Der Aktionstag wird seit 2005 begangen und ist im Laufe der Jahre diversen namentlichen Veränderungen unterlaufen. Einst als International Day Against Homophobia (Internationaler Tag gegen Homophobie, kurz IDAHO) an den Start gegangen, entwickelte sich der globale Protesttag über den IDAHOT (Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie) zum IDAHOBI*T*, denn: Die Diskriminierung und Gewalt, die sich gegen Menschen in der Diversität ihrer sexuellen Orientierung richtet ist zwar von jener zu unterscheiden, die gegen Menschen in ihrer geschlechtlichen Vielfalt zum Tragen kommt, doch beidem steht eine patriarchale Unterdrückung zugrunde, die auf heteronormativer Weltanschauung beruht.

Das Gründungsdatum des Tages geht auf den 17.05.1990 zurück, denn erst dann wurde Homosexualität von der Weltgesundheitsorganisation nicht mehr länger als Krankheit gelistet. Mit globalen Protestaktionen, Demonstrationen und (Online-)Kampagnen möchte die LSBT*I*AQ+ Community mit ihren Verbündeten darauf aufmerksam machen, welche Diskriminierungen und Stigmatisierungen queere Menschen noch täglich bedrohen und ausgrenzen.

Der diesjährige IDAHOBI*T* steht unter dem Motto Together: Resisting, Supporting, Healing!“ 

Die Stiftung proutatwork möchte mit ihrer Online Kampagne #queeratwork insbesondere queeres Leben am Arbeitsplatz sichtbar machen. Auf der Homepage des internationalen IDAHOBI*T* Komitees wird zudem über den IDAHOBI*T* weltweit berichtet.

Außerdem hat der Verein RAT&TAT - Zentrum für queeres Leben eine online Diskussion veranstaltelt, die anlässlich des IDAHOBI*T* diverse Perspektiven und Erfahrungen queerer Geflüchteter schildert. Die Aufzeichnung "The invisible refugees – Realities, struggles and demands of Queer Refugees in Germany" ist hier zu finden.

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Am 5. Mai findet der europaweite Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Hauptziel des Aktions- und Protesttags ist es auf Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen. Es soll eine Grundlage für eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft geschaffen werden. Der Aktionstag steht dieses Jahr unter dem Motto "Deine Stimme für Inklusion – mach mit!". Auch in Bremen gibt es dieses Jahr verschiedene Aktionen. Unter anderem ruft der Arbeitskreis Bremer Protest zu einer Veranstaltung am 5.Mai von 12-13Uhr auf. Zahlreiche Aktionen sollen bei der Kundgebung auf dem Bremer Marktplatz stattfinden. Weitere Aktionen in Bremen sind hier  zu finden.

Da der Aktionstag aufgrund von Corona nicht in vollem Maße stattfinden kann, ruft Aktion Mensch zu einer großen Social Media-Aktion auf. Details zu der Aktion sind hier  zu finden.

zwei weiblich gelesene Gesichter die sich küssen

Lesbian Visibility Day

Ein wichtiger Bestandteil von Antidiskriminierungsarbeit ist die vermehrte und positive Repräsentation und Sichtbarkeit von Menschen, die in Gesellschaften (mehrfach) marginalisiert sind. Dafür setzt sich auch der Lesbian Visibility Day ein. Seit 2008 wird am 26.04. jährlich der Tag der lesbischen Sichtbarkeit begangen und die Aufmerksamkeit auf die Lebensrealitäten von Lesben gelenkt. Gleichzeitig steht der Tag auch solidarisch der gesamten LSBT*I*AQ+ Community gegenüber, um Vielfalt in Geschlechtern und sexueller Orientierung zu feiern.

Insbesondere im Arbeitskontext ist die Unsichtbarkeit von queeren Erwerbstätigen im Allgemeinen und Lesben im Besonderen noch stark vorhanden. Eine heteronormative und binäre Grundauffassung von  Sexualität und Geschlecht sorgt dafür, dass Menschen ihre sexuelle Orientierung am Arbeitsplatz oftmals nicht thematisieren, um Diskriminierungen und Benachteiligungen zu vermeiden. Für das Erwerbsleben kommt es dadurch für lesbische Frauen zu einer doppelten Diskriminierung, die auch mit weiteren Abwertungen und Ausgrenzungen verbunden sein kann. Die Hervorhebung von lesbischen Identiäten und Vorbildern sowie Kultur und Vielfalt ist aufgrund dessen Fokus am Lesbian Visibility Day, der vielerorts auch zu einer Lesbian Visibility Week ausgeweitet wird.

Internationaler Tag gegen Rassismus am 21. März

Am 21. März findet jährlich der „Internationale Tag gegen Rassismus“ statt. Weltweit wird dabei die systematische Diskriminierung thematisiert, die sich gegen BIPoC durch rassistische Zuschreibungen und daraus resultierender Unterdrückung richtet. Die soziale Ungleichheit und strukturelle Gewalt, die negativ betroffene Menschen täglich erfahren, spiegelt sich nicht nur in rassistischen Anfeindungen, Übergriffen und schlechteren Zugängen zu gesellschaftlichen Ressourcen wider. Auch eine europäische Abschottungspolitik gegenüber Geflüchteten oder institutionelle Polizeigewalt sind Ausdruck eines Systems, das herrschende Machtasymmetrien demonstriert und aufrechterhält.
Zurück zu führen ist die Etablierung des Tages auf das Massaker von Sharpeville, bei dem am 21.03.1960 während eines friedlichen Protests gegen das südafrikanischen Apartheid-Regime 69 Schwarze Demonstrierende ums Leben kamen und viele weitere lebensgefährlich verletzt wurden. Sechs Jahre später erklärten die Vereinten Nationen das Datum des Massakers zum „Internationalen Tag gegen Rassismus“. Mit verschiedenen Aktionen wollen seither Organisationen und Bündnisse im Rahmen der „Internationalen Woche gegen Rassismus“ (15.03. – 21.03.) auf die durch Rassismus verursachten, gesellschaftlichen Missstände hinweisen und zu mehr Solidarität aufrufen.
Auch im Bildungssystem kommt es zu rassistisch motivierten Konflikten und Ungerechtigkeiten. Zur Sichtbarmachung dieser Problematik, bietet der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf die Veranstaltungsreihe „weiße Flecken. Rassismus im Hochschulkontext“ an. Anmeldungen für einzelne Veranstaltungen oder alle drei Veranstaltungen sind hier möglich.

Black Story Month Bremen

2020 initiierte die Black Student Union erstmalig den Black OurStory Month Bremen – und bot damit eine abweichende Perspektive auf die Zelebrierung des Black History Month und seine gängige heteronormative Ausrichtung Schwarzer Geschichtsschreibung. In diesem Jahr findet der Black Story Month unter dem Motto Afrotopia – Schwarze Visionen in Gegenwart und Zukunft statt und widmet sich dem gesamten Februar über der Sichtbarmachung Schwarzer Lebensrealitäten. Die Initiative Zukunft ist bunt hat im kollektiven Zusammenschluss mit aktivistischen Einzelpersonen eine Veranstaltungsreihe geschaffen, die der Erzählung Schwarzer Geschichte(n) dienen soll, welche die vorwiegend weiße Geschichtsschreibung um Schwarze Perspektiven erweitert sowie dekolonisiert und einen positiven Blick auf Errungenschaften und Persönlichkeiten in diesem Kontext wirft.

Verschiedene Community-Events lassen Schwarze Menschen zusammenkommen, um gegenseitiges (Kennen-)Lernen und Empowerment in geschützten Räumen zu ermöglichen. Dabei geht es um Vernetzungs- und Austauschmöglichkeiten, Gedenken und die Verortung der eigenen, Schwarzen Identität zwischen (Widerstands-)Geschichte und zukunftsorientierten Handlungsmöglichkeiten. Somit ermöglicht das künstlerisch-performative Unterhaltungsprogramm des Black Story Month, mittels Dialog und Feierlichkeit, Schwarze Geschichte transparent zu erzählen und fortwährend weiterzuschreiben.

Figur stützt Statistiksäule in Schieflage, zweite Figur reicht helfend die Hand

Wissenschaftsfeindlichkeit als politisches Machtinstrument

Wenn laut Gablerlexikon Wissenschaft auf methodischer Forschung basiert und dem Erkenntnisgewinn, seiner Veröffentlichung und Vermittlung dient, dann stellt ihre akademische Kritisierbarkeit zwangsläufig eine ihrer wichtigsten Gütekriterien dar. Werden hingegen valide rassismuskritische Forschungsergebnisse aus rein idiologischen Gründen als "unhaltbar" und "gesellschaftsspaltend" verunglimpft, dient das einzig dem Versuch, unliebsame Fakten zu verschweigen und die Arbeit ihrer Erheber*innen zu demontieren.

Dieser nicht nur vollkommen unwissenschaftlichen sondern vor allem gefährlichen politischen Forderung stellt sich der Rat für Migration e.V. entschieden entgegen.

Diversity @ Uni Bremen

Am Mittwoch, 10.2.2021, lädt die Konrektorin für Internationalität und Diversität, Prof. Eva-Maria Feichtner, gemeinsam mit Dr. Margrit E. Kaufmann, wissenschaftlicher Expertin für Diversity,von 18.00 bis 19.30 Uhrzur Videokonferenz mit dem Erziehungswissenschaftlter* und Migrationsforscher* Prof. Dr. Paul Mecheril. Dabei sollen sowohl das allgemeine als auch das universitätsspezifische Anliegen der Rassismuskritik sowie ihr Einfluss auf eine mögliche Demokratisierung von Hochschule "als Institution der Schaffung weltwirksamen Wissens" vorgestellt und diskutiert werden.

Für die Teilnahme wird um Anmeldung per E-Mail gebeten.

Akteur* #Mein21

Neujahrswünsche für #Mein2021

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", heißt es in Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) - und doch kämpfen Menschen heute, über siebzig Jahre nach der Verabschiedung der Deklaration, auch in Deutschland noch immer um Gleichberechtigung und Sicherheit.

Der Bremer Rat für Integration hat in zehn junge Menschen gefragt, was sie sich für das kommende Jahr wünschen. Herausgekommen ist #Mein21, ein Kurzfilm, in dem sich die Akteur*innen für mehr soziale Gerechtigkeit, den Schutz von Frauen*, Unterstützung im Kampf gegen Rassismus und Religionsfeindlichkeit sowie mehr Sichtbarkeit und Repräsentation aussprechen.

 

Screenshot der Ausschreibung "Onlineschulung w/m/d_"

Einladung zur Onlineschulung

Was haben eigentlich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetzt (AGG) und der Arbeitsschutz gemeinsam? Und was genau bedeutet „(w/m/d)“ überhaupt für meinen Arbeitsalltag?

Diesen und anderen Fragen rund um das Thema"Geschlechtliche Vielfalt im Job" näher sich das Netzwerk IQ in Zusammenarbeit mit ADA und der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben praktische an und lädt mit einem kostenlosen Onlineworkshop zur kritischen Auseinandersetzung mit den eigenen Denkmodellen ein:

am 21.01.2021 in der Zeit von 10:00 - 15:00 Uhr

Interessierte melden sich zum Erhalt des Teilnahmelinks sowie einer technischen Einführung bitte unter Anmeldung(at)ada-bremen.de, Betreff "Onlineschulung w/m/d/_",  an.

Queer Power Month September in Bremen

Im September lädt der Queer Power Month Bremen (QPM20) zu informativen wie empowernden Workshops, Lesungen, Performances und dem Austausch rund um queeres Leben und seine Geschichte ein.

Dabei umfasst das Angebot sowohl Räume zum gemeinsamen Sein und voneinander Lernen für alle Menschen, die sich nicht in der gängigen cis-heterosexuellen Norm wiederfinden, als auch allen anderen Interessierten die Gelegenheit, Neues zu Vielfalt und Antidiskriminierung zu lernen. Dazu gehören zahlreiche kostenlose Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene wie das BilderBuchKino „Das kleine Krokodil und die große Liebe“ in türkischer und deutscher Sprache, der Wendo-Workshop „Empowerment, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung" für queere FLINT*BIPoC und Karu Grunwald-Delitz' Lesung „Von sie. Zu er. Zu mir. – Spoken and Written Words eines Trans*Mannes" als auch kostenpflichtige wie Julia B. Laperrières Performance „Falla" und Pia Thilmanns Video-Lecture „Female Masculinities".

Für die meisten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich und die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Je nach Entwicklung wird, nach Nötig- und Möglichkeit, auf eine digitale Veranstaltungsform umgestellt.

Umfrage zur Arbeitssituation von LSBT*I*Q+-Personen in Deutschland

Basierend auf der 2017-er Studie "Out of Office?!" lädt das Institut für Diversity- und Antidiskrinimierungsforschung (IDA) in Zusammenarbeit mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) und dem Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW (MKFFI NRW) zu einer neuen, differenzierteren Umfrage ein. Ziel der Studie ist es zu einen, die bislang unberücksichtigte Situation von inter*, intergeschlechtlichen und Beschäftigten mit einer angeborenen Variation der Geschlechtsmerkmale zu erfassen. Zum anderen sollen der aktuelle Stand der Arbeitssituation von LSBT*Q+-Personen erforscht, mögliche Veränderungen der vergangenen Jahre nachvollzogen und
bisher nicht berücksichtigte Perspektiven – wie z.B. der Umgang mit der eigenen sexuellen und/oder geschlechtlichen Identität und/oder Intergeschlechtlichkeit im Kund*innenkontakt – untersucht werden. So können erste wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur (Arbeits-)Situation, der Perspektive und Lebenswelterfahrung von inter*-Menschen mit denen von LSBT*Q+-Beschäftigten verglichen werden, die die Grundlage für zukünftige Veränderungen bieten.

Über diese zielgruppenspezifischen Links gelangen Sie zur:

  • Studie, die sich speziell an inter*-Personen richtet, die sich natürlich auch als LSBT*Q+ identifizieren können
  • Studie, die sich an LSBT*Q+-Personen richtet
Veranstaltungsposter des IHB Bremen am 14.07.2020 zum Thema "Antimuslimischer Rassismus"

Onlineveranstaltung zu antimuslimischem Rassismus

Der Islamische Hochschulbund Bremen hat am 14.07.2020 zu einem Onlineaustausch mit der ADE der Universität Bremen eingeladen.
Antimuslimischer Rassismus als Thema in unserer Gesellschaft wie auch im universitären Kontext sollte, durch einen Erfahrungsaustausch der Studierenden zum einen und einer Vorstellung des Beratungsangebotes der ADE zum anderen, das Thema aufgreifen. Ziel der Veranstaltung war es, Ressourcen für Studierende sichtbar zu machen sowie das Thema der Diskriminierung zukünftig strukturell gezielter durch eine Zusammenarbeit zwischen Hochschulgruppen und der ADE anzugehen.
Fragen nach Lösungen im Falle einer Diskriminierung, das Thema Zivilcourage oder auch die stärkere Vernetzung von Hochschulgruppen durch beispielsweise ein Antidiskriminierungsnetzwerk von Studierenden für Studierende lagen besonders im Interesse des Austausches. Der IHB Bremen und die ADE verabreden weiterhin im Austausch auch mit anderen Akteur*innen an der Uni zu bleiben, um Prozesse anzustoßen, die zum Ziel haben, jeglicher Art von Diskriminierungen, entgegenzutreten.

Kontakt zum IHB über Facebook, Instagram und E-Mail.

Einrichtung einer zentralen Antidiskriminierungsstelle für das Land Bremen

Mit dem Beschluss vom 09. Juli 2020 setzt Bremen den bereits 2012 geäußerten politischen Willen „Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten“ mit der Einrichtung einer Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) nun endlich in die Praxis um. Zusammen mit den anderen Mitglieder des Netzwerks Antidiskriminierung begrüßen wir (siehe Presseerklärung vom 9. Juli) den Vorstoß der Regierungsfraktion, der Forderung des Netzwerks  gefolgt zu sein und mit der LADS eine zentrale Fachstelle für Diskriminierungsfragen und Antidiskriminierungsexpertise zu schaffen, mit Hilfe dieser bereits existierende Beratungsangebote ergänzt und bisherige -lücken künftig geschlossen werden sollen.

Handlungsempfehlungen für Geschlechtervielfalt an Hochschulen

Hochschulen tragen als öffentlich-rechtliche Organisationen die Verantwortung, es ihren Angehörigen zu ermöglichen, so diskriminierungsfrei wie möglich zu studieren und zu arbeiten. Es sind im Besonderen die Hochschulleitungen gefordert, die dazu notwendigen strukturellen Rahmenbedingungen sowie ein Klima zu etablieren, das es trans*, inter* und nicht-binären (TIN*) Personen ermöglicht, sich unabhängig von etwaigen Abhängigkeitsverhältnissen ohne Scham oder Angst vor Diskriminierung im Studien- und Arbeitsumfeld zu outen und von ihren Rechten Gebrauch zu machen. Die BuKoF-Kommission für queere* Gleichstellungspolitik an Hochschulen hat dazu diese Handlungsempfehlungen veröffentlicht.

Antidiskriminierungsarbeit und Diskriminierungssensibilität in Zeiten von Corona

Strukturell diskriminierte Gruppen und Einzelpersonen können von COVID-19 in besonderer Weise betroffen sein. Maßnahmen zur viralen Eindämmung müssen deshalb diskriminierungssensibel gestaltet werden, um besonders vulnerable Menschen zu schützen und bereits bestehende strukturelle Diskriminierungen und Risiken nicht weiter zu verstärken. Rassismus, Behinderung, Sexismus oder sozialer Status spielen in die Krise hinein und verstärken bestehende Ungleichheiten und Machtgefälle. Darauf weist u.a. die Pressemitteilung des Antidiskriminierungsverbandes Deutschland (advd) hin, der sich antidiskriminierend arbeitende Beratungsstellen und Verbände anschließen.
Welche Handlungsoptionen von Diskriminierung Betroffene* haben, wie Heterogenität bei staatlichen Entscheidungen  berücksichtigt und wie im Team mit den aktuellen Anforderungen und Widersprüchen umgegangen werden kann, zeigen die Kolleg*innen von "Amplifying Voices", einem Bundesmodellprojekt des BMFSFJ, und adis e.V. in "Social Distancing vor dem Hintergrund sozialer Ausgrenzung" auf.

In Gedenken an die neun Hanauer*innen

Wir trauern um  Said Nessar El Hashemi                             
                          Gökhan Gültekin
                          Sedat Gürbüz
                          Mercedes Kierpacz                                
                          Hamza Kurtović
                          Vili Viorel Păun
                          Fatih Saraçoğlu
                          Ferhat Unvar
                          Kalojan Velkov.

Um neun Menschen, die am 20. Februar 2020 aufgrund rassistischer Zuschreibungen zu ihrem Aussehen oder Aufenthaltsort, ihrer Herkunft oder religiösen Zugehörigkeit Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens wurden, das sich nahtlos in die Kontinuität zahlloser rassistischer Morde einreiht. Eines Verbrechens, das nicht verharmlosend als die Tat eines*Einzelnen* gewertet und abgetan werden oder gar die Pauschalstigmatisierung psychisch erkrankter Menschen erlauben darf. Sondern einer Gewalttat, die das direkte Resultat zunehmender Enttabuisierung, gar Normalisierung antisemitischer und rassistischer Sprache und der Hinnehmbarkeit rassistischer und rechter Hetze durch die sogenannte AfD und ihre Unterstützer*innen ist.
Wir gedenken der Opfer des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau und solidarisieren uns mit all denen, die durch rassistische Worte und Taten ausgegrenzt, diskriminiert und/oder bedroht werden.

Als Teil dieser Gesellschaft sind auch Hochschulen nicht frei ist von rassistischen Haltungen und Handlungen. Daher setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass die Universität sich auf allen Verantwortungsebenen noch entschiedener gegen Rassismus und Hetze positioniert und alles tut, um von Rassismus und Diskriminierung betroffene Menschen im Alltag ernst zu nehmen und wirksam zu schützen. Gemeinsam mit Kolleg*innen aus der Antidiskriminierungsarbeit an anderen Hochschulen schließen wir uns der Forderung des Verbands der Beratungsstellen Betroffener rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRGe.V.) an, dass Politik und Strafverfolgungsbehörden Rassismus und rechten Terror endlich ernst nehmen und dabei die Perspektive der Angegriffenen und Bedrohten sowie ihre Forderungen und Erfahrungen in den Mittelpunkt stellen müssen!

Black OurStory Month in Bremen

Im Februar 2020 wird in Bremen Geschichte geschrieben, denn die Präsenz und die Perspektiven Schwarzer Menschen rücken zum ersten Mal für einen ganzen Monat in den Vordergrund. Die Black Student Union Bremen, hat es sich zum Ziel gemacht, einen (Zeit-)Raum von Schwarzen Menschen und für Schwarze Menschen zu gestalten und lädt euch begeistert zum Bremer Black OurStory Month ein!

Hierbei reiht sich die Black Student Union Bremen in die Tradition des Black History Month ein und möchte diese zum Anlass nehmen, Prozesse des (Um-)Lernens und Weiterdenkens Schwarzer Perspektiven in Gang zu setzen. Den ganzen Februar über kommen Schwarze Menschen zusammen, um an ihre Held*innen und ihre Geschichten über Generationen hinweg zu erinnern und das (Über-)Leben Schwarzer Menschen auf der ganzen Welt sowie ihr Vermächtnis zu würdigen: Diese Geschichten sind einzigartig, zeugen von Stärke und dem Verlangen nach Freiheit. Diese Freiheit beinhaltet auch ein Dekolonialisieren von Wissen und bestehenden Normen. Die Veranstaltungsreihe hat zum Anlass, Geschichte umzuschreiben, nach außen sichtbarer zu machen und beginnt mit dem bisherigen Namen der Veranstaltungsreihe :

Der “Black OurStory Month” weicht von der traditionellen Version des “Black History Month” ab, um einen sichtbaren Fokus auf Geschichten außerhalb von cis- und heteronormativen Sichtweisen zu setzen (also nicht nur HIStory - übersetzt “seine Geschichte” - sondern Geschichten von allen Geschlechtern und Schwarzen Identitäten). 

Seid  Zeitzeug*innen wie Traditionen und Zukunftsperspektiven ineinandergreifen. Den ganzen Monat über wird es Veranstaltungen geben, die den Fokus darauf legen, Schwarze Menschen selbst zu Sprecher*innen ihrer Themen zu machen, Wissen (neu) zu definieren, Narrative als Schwarze Menschen selbst zu gestalten und einen Raum des Austausches, der Vernetzung und des Empowerments zu schaffen.

Antifeminismus und Rechtspopulismus in der Gleichstellungsarbeit

Immer wieder sehen sich Antidiskriminierungsbeauftragte rechtspopulistischen Angriffen ausgesetzt. Gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung produzierten die Bundessprecherinnen* der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) die Handreichung „Antifeminismus als Demokratiegefährdung?! Gleichstellung in Zeiten von Rechtspopulismus“. Diese soll Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten dabei helfen, die Absichten und Vorgehensweisen rechtspopulistischer Strömungen und Akteur*innen zu erkennen und entsprechend einzuordnen. Neben einer Einführung in verschiedene Geschlechterbilder und –politiken sowie einem Exkurs in die Ideologien des Rechtspopulismus bilden die Erlebnisberichte betroffener Kolleg*innen aus ganz Deutschland den zentralen Teil der Arbeit. Dieses „Grundlagenwerk“ bietet neben reinen Informationen auch praxisrelevante Gegenstrategien zum Umgang mit Antifeminismus und Rechtspopulismus im Berufsalltag.

männliche und weibliche Figuren, deren Köpfe durch diverse Gendersymbole dargestellt werden

Zum Umgang mit Geschlechtervielfalt

Wie alle Institutionen sind auch Hochschulen keine diskriminierungsfreien Räume. Mit ihrer Broschüre trans. inter*. nicht-binär. zeigt die Akademie der bildenden Künste Wien auf, wo noch Handlungsbedarf besteht und wie Studierende und Lehrende binäre Geschlechternormen und gesellschaftliche Machtverhältnisse sichtbar machen und aufbrechen können. Damit folgt sie der Entscheidung des deutschen Bundesverfassungsgerichts und -tages sowie des österreichischen Verfassungsgerichthofs neben "männlich" und "weiblich" einen weiteren Geschlechtseintrag im Geburten- bzw. Personenstandsregister zuzulassen.
Neben der formellen Erweiterung spielt auch die Verwendung geschlechtersensibler Sprache eine bedeutende inklusive Rolle. Das Koordinationsbüro für Frauenförderung und Gleichstellung der Technischen Universität Berlin bietet dazu einen beispielreichen Leitfaden an.

Gutachten Angemessene Vorkehrungen als Diskriminierungsdimension im Recht

Integration, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit

Am 03. Dezember jährt sich der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (engl.International Day of Persons with Disablities), an dem auf die Bedürfnisse, das Wohlergehen und die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigung aufmerksam gemacht wird, bereits zum 25. Mal. In diesem Jahr steht der Aktionstag ganz im Zeichen von  Empowerment, Integration und Gleichberechtigung, zu denen sich die Vereinten Nationen (UN) bereits 2015 im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verpflichteten. Dass das Recht von Menschen mit Behinderungen auf gleichen Zugang, also Barrierefreiheit am Arbeitsplatz und bei Alltagsgeschäften, in Deutschland bisher nicht ausreichend gewährt wird, stellt die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) in ihrem aktuellen Gutachten dar. Gleichzeitig spricht sie sich für dessen rechtliche Verankerung im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) aus. Die ADE unterstützt die Forderung nach einer vollständigen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Schriftzug #MeTwo in Dunkelrot

#MeTwo

Wir begrüßen, dass nach der Sichtbarmachung sexueller Gewalt durch #MeToo, nun auch Menschen, die rassistischer Diskriminierung ausgesetzt sind, eine Stimme finden. Im Sommer dieses Jahres rief der Sozialaktivist Ali Can erstmals zum Teilen eigener Rassismuserfahrungen unter dem Hashtag #MeTwo auf, dem Tausende folgten. Nach einer anfangs stark eindimensionalen und kritisierungswürdigen Berichterstattung um die binationale Zugehörigkeit eines Sportlers, kommen inzwischen vermehrt auch Perspektiven aus Politik und Wissenschaft, wie die der Migrationsforscherin Naika Foroutan, zu Wort. Eindrucksvoll enttarnt sie rassistische Strukturen, mahnt vor restriktiver Migrationspolitik und spricht sich klar für eine plurale Gesellschaft mit einem neuen gemeinsamen "Wir" aus - unabhängig von Herkunft, nationalem oder religiösem Bekenntnis und Color.

Ergebnisse der Studie "Out im Office?!" 2017 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Instituts für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung mit ersten Ergebnissen zur Arbeitssituation lesbischer, schwuler, bisexueller und Trans*-Beschäftigte

Neue Studie zur Arbeitssituation von LSBT*-Personen von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlicht

Im Juli 2017 wurde von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eine neue Studie zur Arbeitssituation von LSBT*-Personen veröffentlicht. Wie die Ergebnisse zeigen, hat sich für LSBT*-Beschäftigte innerhalb der letzten zehn Jahre nicht viel verändert. Als eine positive Veränderung kann man mehr Offenheit für lesbische und schwule Beschäftigten in Umgang mit ihrer Sexualität nennen. Heutzutage sprechen dem Bericht zufolge 28,9 Prozent mit allen Kolleg*innen offen über ihre sexuelle Identität. 2007 waren dies  nur 12,7 Prozent. Ein knappes Drittel spricht mit keinen oder nur wenigen Kolleg*innen offen über die eigene sexuelle Identität. 2007 waren dies 51,9 Prozent. Die Zahlen zeigen diesbezüglich eine positive Entwicklung in der Gesellschaft, hin zu mehr Akzeptanz von sexuellen Identitäten.

Dennoch sind diese unbefriedigend. Insbesondere bei Trans*-Beschäftigten ist die Situation alarmierend: 69,0 Prozent von ihnen sprechen mit keinen oder nur wenigen Kolleg*innen offen über ihre Geschlechts- oder sexuelle Identität. Darüber hinaus bleibt Diskriminierung für LSBT*-Beschäftigte nach wie vor ein Teil ihrer Alltagerfahrung. Drei von vier Befragten (76,3 Prozent) berichteten Diskriminierung(en) am Arbeitsplatz erfahren zu haben.

Die ADE berät zu allen Fragen der Diskriminierung am Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsplatz, auch aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt aktuellen Bericht zu Diskriminierungserfahrungen vor

Juni 30, 2017

Bei der Arbeitsvermittlung in Deutschland bestehen teils gravierende Diskriminierungsrisiken. Das geht aus dem gemeinsamen Bericht an den Deutschen Bundestag hervor, den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Donnerstag in Berlin gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen vorgestellt hat. So werden insbesondere Menschen mit einer Beeinträchtigung und Bewerber mit ausländischen Wurzeln oder ausländisch klingenden Namen nicht immer ausreichend bei der Arbeitssuche unterstützt und erleben auch viele Diskriminierungen bei der Einstellung und im Beschäftigungsverhältnis.

Ein Viertel der bei der ADS eingegangenen Fälle betreffen den Bereich der Geschlechterdiskriminierung.

Grundlage für den Bericht ist die Auswertung von Beratungsanfragen, die von 2013 - 2016 bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, den genannten Beauftragten und staatlichen und nichtstaatlichen Antididkriminierungsstellen eingegangen sind.

Auch die ADE hatte sich an der Datenerhebung beteiligt.

Die Erhebung zu "Diskriminierungserfahrungen in Deutschland", die die ADS im Jahr 2015 durchgeführt hatte, ist ebenfalls in den Bericht eingeflossen.

Mehr Informationen:

Presse-Handout [PDF] (632 KB)

Vollständiger Bericht

Stereotype an Hochschulen

"Frauen sind sozialer veranlagt als Männer" oder "Männer sind besser in Mathe als Frauen", dies sind nur zwei Beispiele für die Bewertung, Wahrnehmung oder Beurteilung des Verhaltens von Geschlechtern.

Geschlechterstereotypes Denken ist auch im Hochschulbereich nach wie vor weit verbreitet.
Dieses Phänomen zu identifizieren und zu verstehen ist der erste Schritt hin zu mehr Geschlechtergerechtigkeit.

LIBRA, ein Zusammenschluss zehn lebenswissenschaftlicher Forschungsinstitute aus zehn Ländern Europas, hat aus diesem Grund einen Test entwickelt, der Teilnehmenden geschlechterspezifisches Denken bewusst machen soll.

Wenn Sie wissen wollen, wie stark Sie von geschlechterstereotypem Denken beeinflusst sind, machen Sie den Test.

Lernen ohne Barrieren: Leitfaden für Lehrende

Die Interessengemeinschaft Handicap (IGH) hat gemeinsam mit der Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung (KIS) einen neuen Leitfaden für Lehrende der Universität Bremen herausgegeben.

"Was bedeutet es, mit einer Behinderung und/oder chronischen Erkrankung zu studieren?
Zunächst einmal das, was es für alle bedeutet: einfach studieren, an der Uni sein, neugierig sein, lernen, Zeit und Mühe in die eigene Ausbildung investieren, einen akademischen Abschluss erzielen. Nur, dass es nicht immer so einfach ist. Oftmals behindern (nicht nur bauliche) Barrieren den Zugang zum Wissen und erschweren die Teilhabe an Lehre und Forschung.

Dieser Leitfaden soll Sie als Lehrende aufmerksam machen auf die alltäglichen Hürden im Lernbetrieb, die Studierende mit Beeinträchtigung zu überwinden haben und Ihnen praktische Hinweise geben, wie Sie – teilweise mit sehr einfachen Mitteln – helfen können, Barrieren gar nicht erst entstehen zu lassen."

Hier erhalten Sie den Leitfaden als Download [PDF] (12.3 MB)