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Das Spannungsfeld zwischen Musikpädagogik und Musiktheorie im Spiegel historischer Musiklehren

Habilitationsvorhaben von Dr. Sandra Ehses

Das genannte Spannungsfeld ist sowohl Musikpädagog*innen als auch Musiktheoretiker*innen bewusst und wurde bereits aus verschiedenen, vor allem soziologischen, Perspektiven beleuchtet. In diesem Forschungsvorhaben wird der Fokus auf das Zusammenspiel der beiden Disziplinen gelegt. Es offenbart sich eine wechselhafte Geschichte, die mittels historischen Musiklehren, welche die einzigen über Jahrhunderte verfügbaren Zeugnisse des Musikunterrichts darstellen, nachgezeichnet wird. Betrachtet werden Musiklehren des deutschsprachigen Raums des 16. bis 20. Jahrhunderts, wobei der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Elementarkenntnissen der Musiktheorie im schulischen Kontext liegt. Die Erkenntnisse sollten Auswirkungen auf musikpädagogisches Handeln und übergeordnete Anforderungen an dieses haben. Gegebenenfalls sind zudem Rückschlüsse auf das Verhältnis von Forschung und Lehre möglich, welche auch in anderen Fächern von Relevanz sein können.

 

Nach dem Studium der Fächer Musik, Physik und Bildungswissenschaften hat Sandra Ehses (Kontakt) über die vier Symphonien von Friedrich Gernsheim promoviert. Derzeit ist sie Lehrerin an einem Gymnasium in Tübingen.