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"Gute" Wege aus der Klimakrise

Modul

An der ökonomischen Analyse der Klimakrise oder der gesundheitsökonomischen Frage nach planetarischer Gesundheit wird deutlich, dass Ökonomik nicht so „wertfrei“ ist, wie sie bisweilen wahrgenommen wird: welche Aspekte der Realität sie empirisch zu fassen versucht, welche Konzepte von „Nutzen“ sie beinhaltet, ist auch ethisch relevant. Ebenso sind es die Konsequenzen wirtschaftspolitischer Empfehlungen – etwa, wenn an individuellen Präferenzen orientierte Empfehlungen zu zunehmenden Treibhausgasemissionen führen. Gleichzeitig: angesichts dieser normativen Relevanz das Streben nach wissenschaftlicher Wertneutralität ganz aufzugeben, würde die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Analysen zutiefst in Frage stellen. Wie kann in der ökonomischen Analyse angemessen mit ihren ethisch relevanten Aspekten umgegangen werden?

Ausgehend von einer Einführung in ethische Begrifflichkeiten und der Unterscheidung von Positiver und normativer Ökonomik geht die Veranstaltung zunächst der Frage nach, was Webers Gebot der wissenschaftlichen Wertneutralität für die Ökonomik bedeutet. In Folge wird untersucht, welche normativen Annahmen in den ökonomischen Denkschulen enthalten sind und wie sich die jeweiligen Vorstellungen des „guten Wirtschaften“ der einzelnen Denkschulen unterscheiden. Einen Schwerpunkt darin erhält die Unterscheidung von Welfarismus und Extra-Welfarismus, die insbesondere in der Methodenwahl gesundheitsökonomischer Evaluation eine wichtige Rolle spielt. Mit dem Überlegungsgleichgewicht wird eine Methode vorgestellt, die eine (normativ) fundierte Auswahl (positiver) ökonomischer Forschungsperspektiven und Evaluationsmethoden unterstützen kann. Die Inhalte werden anhand verschiedener Fallbeispiele mit Bezug zu Klimaschutz und (planetarer) Gesundheit diskutiert.

Diese Vorlesung zur normativen Ökonomik ist eine von zwei komplementären Veranstaltungen. Gestaltet als Einführung in eine plurale Ökonomik orientiert sie sich an einer Übersicht von Forschungsprogrammen, die in der Vorlesung „Wege aus der Klimakrise. Eine problemorientierte Einführung in die positive Ökonomik“ vorgestellt werden. Eine kurze Zusammenfassung dieser komplementären Vorlesung, die im Wintersemester stattfindet, wird in der Einführungsveranstaltung gegeben. Dadurch können die beiden Veranstaltungen auch unabhängig voneinander besucht werden.
 

Lernergebnisse

Die einander ergänzenden Veranstaltungen zur ökonomischen Analyse der Klimakrise sind als philosophische Vertiefungen ökonomischer Theorie vor dem Hintergrund der Vielfalt ökonomischer Denkschulen konzipiert. 

Am Ende der Veranstaltung

  • sind Sie mit zentralen Grundbegriffen ethischer Analyse ökonomischer Konzepte vertraut;
  • können Sie philosophische Grundlagen der welfaristischen („mainstream“) ökonomischen Theorieansätze darlegen und gegen die in der Gesundheitsökonomik gängige Alternative des Extra-Welfarismus abgrenzen;
  • können Sie ergänzende ethische Aspekte verschiedener Forschungsbereiche positiver Ökonomik benennen und aus ethischer Sicht Einschränkungen der Anwendbarkeit der Ansätze benennen;
  • kennen Sie mit dem Überlegungsgleichgewicht eine Methode, mit der methodische Entscheidungen fundiert begründet werden können.

In Kürze

Inhalt:
Betrachtungen der Klimakrise aus (gesundheits-)ökonomischer Perspektive

Niveau: Bachelor-Modul 

Veranstaltungsform:
Vorlesung 

Semester: Sommersemester

Umfang: 6 CP

Modulverantwortung

Prof. Dr. Wolf Rogowski

Institut für Public Health und Pflegeforschung 
Abteilung 8: Management im Gesundheitswesen
Fachbereich 11: Human- und Gesundheitswissenschaften

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Zielgruppe

  • Das Modul richtet sich an Interessierte, die sich mit den Folgen der Klimakrise aus (gesundheits-)ökonomischer Perspektive beschäftigen möchten.

Zugangsvoraussetzungen

  • Hochschulzugangsberechtigung nach den Vorgaben der Universität Bremen mehr >

  • Mindestens ein Jahr Berufserfahrung

  • Ggf. Nachweis über Deutschkenntnisse gemäß den geltenden Voraussetzungen bezüglich deutscher Sprachkenntnisse an der Universität Bremen

Veranstaltungsdetails

Veranstaltungsform:
Vorlesung 

Veranstaltungszeiten:

im Sommersemester

Termine folgen.

Umfang

Dauer: 1 Semester

Arbeitsaufwand:
28 Std. Präsenzveranstaltungen 
+ 152 Std. individuelles Selbststudium

(entspricht 6 CP)

Prüfungen & Abschluss

Mögliche Prüfungsformen:

  • Referat/Gestaltung einer Lehreinheit mit kurzer schriftlicher Ausarbeitung
  • Schriftliche Hausarbeit (ca. 15 Seiten)
  • Mündliche Prüfung (30 min)
  • Schriftliche Arbeit unter Aufsicht (Klausur bzw. E-Klausur) von 1-2 h

Abschluss:

  • Modulzertifikat

Teilnahmeentgelt

450 Euro (= 75 Euro pro CP)

Mitglieder des Alumni-Vereins der Universität Bremen erhalten 5 % Rabatt.

Information zur Bremer Bildungsprämie

Information & Beratung:

Sie interessieren sich für unser Angebot im Bereich "Gesundheit & Pflege"? Wir beraten Sie gern:

Jörg Kastens

Telefon: 0421 - 218 61 617
eMail: jkastensprotect me ?!uni-bremenprotect me ?!.de