Aktuelles

Collage aus fünf Archivalien.

Kommunikation

Von der Depesche bis zum Tweet. Die Bremer Archive und Radio Bremen

Archivsplitter-Ausstellung des Arbeitskreises Bremer Archive und Radio Bremen vom 3. bis 24. November 2022 im Bürgerhaus Obervieland

„Kommunikation“ in den unterschiedlichsten Formen steht ab November im Bürgerhaus Obervieland im Mittelpunkt: Kommunikation als Mittel des Austausches zwischen einzelnen Menschen, als Gegenstand technischer und historischer Entwicklungen oder als aktuelles gesellschaftliches Diskussionsthema. Es ist die zweite Station einer vom Arbeitskreis Bremer Archive gemeinsam mit Radio Bremen erstellten und 2020 in der Unteren Rathaushalle präsentierten Ausstellung. Anlass war der alle zwei Jahre am ersten Märzwochenende bundesweit stattfindende TAG DER ARCHIVE. Dem Jubiläum "75 Jahre Radio Bremen" galt mit rundfunkhistorischen Themen ein besonderer Schwerpunkt.

Auf den Schautafeln zeigen rund 30 Archive Briefe, Fotos, Interviews, Langspielplatten, Plakate, Telegramme, Zeitungsausschnitte und viele weitere Exponate. Das Spektrum reicht vom US-amerikanischen Sender AFN, Kirchenfunk und Campusradio über Kunst als Kommunikation, dem Bremer „Eiffelturm“ in Walle und dem „W“ auf dem Werder-Trikot bis hin zu Satelliten in der Raumfahrt. Es entsteht ein vielfältiges Bild der technischen, gesellschaftlichen und sprachlichen Veränderungen unserer Kommunikation in den vergangenen 100 bis 200 Jahren. Auf diese Weise richten die Archive einen besonderen Blick auf das kulturelle Erbe der Stadt und des Landes Bremen, ergänzt durch überregionale und internationale Themen.

Das Universitätsarchiv ist in der Ausstellung mit einer Tafel über das Campus-Radio 1994-2001, einem Kooperationsprojekt mit Radio Bremen, präsent.

Eröffnung: Mittwoch, 2. November 2022, 18 Uhr

Zur Eröffnung stehen Vertreter*innen der Bremer Archive zu Gesprächen bereit. Weitere Termine mit Kurzführungen und mehr Informationen unter www.bremer-archive.de.     Flyer zur Ausstellung

Ausstellungsdauer: 3. bis 24. November 2022
Öffnungszeiten: 8:00 bis 21:30 Uhr
Ort: Bürgerhaus Obervieland, Alfred-Faust-Str. 4, 28279 Bremen

Schirmherrschaft: Frank Imhoff, Präsident der Bremischen Bürgerschaft
Gefördert von: Die Sparkasse Bremen

© Klaus Hönke / Fotoarchiv SKB-Bremen

Wohnen in der Geschichte

Wohnen macht Gesellschaft

Um die gesellschaftliche Rolle des Bauens geht es beim diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Bis zum 28. Februar 2023 können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre unter dem Motto „Wohnen in der Geschichte“ teilnehmen. Zu gewinnen gibt es 550 Geldpreise von der ausrichtenden Körber-Stiftung.

Wohnen auf dem Campus – dieses Thema ist durch Baupläne und Konzeptpapiere, Bauakten, Fotos, Flugblätter sowie Presseartikel im Uni-Archiv gut dokumentiert. Für die Recherche bietet das Archivteam fachkundige und individuelle Beratung an. Wir unterstützen Sie gerne bei der Recherche. Kontakt

Weitere Themen- und Recherchetipps sowie Unterstützungsangebote für Tutor/innen und Teilnehmer/innen in Bremen sind in einem Wegweiser zusammengestellt.

 

© Universitätsarchiv Bremen

Historische Vorlesungsverzeichnisse

Neues Rechercheangebot zur Geschichte der Lehre an der Uni Bremen

Vorlesungsverzeichnisse dienen in erster Linie den Studierenden dazu, sich über das aktuelle Lehrangebot ihrer Universität zu orientieren. Als historische Quelle erlauben sie vielfältige Fragen zur Struktur und Organisation der Lehre in zeitlicher Perspektive. Sie geben Auskunft über Lehrformate und -inhalte, Veränderungen im Fächerspektrum, den Themenwandel in Seminaren und Vorlesungen sowie über Dozentinnen und Dozenten.

An der Universität Bremen ist bis zum Wintersemester 2012/13 zu Beginn eines jeden Semesters ein gedrucktes Veranstaltungs- und Personalverzeichnis erschienen. Die analogen Verzeichnisse der Jahre 1971-1991 haben wir digitalisiert und stellen sie Ihnen hier als PDF-Dateien zur Verfügung.

© Pressestelle Universität Bremen

Die Geschichte der Uni Bremen entdecken

Wie entstand die Universität Bremen und wie hat sie sich in den Jahren bis heute entwickelt? Ein neues Online-Angebot lädt dazu ein, ihre Geschichte zu entdecken.

Fotos, Plakate, Textdokumente, Videos und Tonaufnahmen aus über 50 Jahren

Die digitale Zeitleiste dokumentiert die Geschichte der Bremer Uni von ihrer Gründung bis zur Gegenwart. Hierfür wurde aus den vielfältigen Quellen im Universitätsarchiv eine Auswahl getroffen. Fotos, Plakate, Textdokumente, Videos und Tonaufnahmen gewähren lebendige Einblicke in die Uni-Geschichte und laden zum Entdecken und Stöbern ein.

Die Beiträge der Zeitleiste können nach Chronologie, Ereignisse, Personen oder Architektur gefiltert werden. Als Einstieg bieten sich auch die sogenannten Meilensteine an: Es handelt sich dabei um Ereignisse oder Zeitabschnitte mit einem besonderen Gewicht für die Entwicklung der Bremer Uni.

Die Zeitleiste geht mit 98 Einträgen zu prägnanten Ereignissen und Akteur*innen an den Start. Sie wird fortlaufend ergänzt, um die Geschichte der Universität Bremen umfassend und vielschichtig zu dokumentieren. Das neue Webangebot ist ein gemeinsames Projekt des Universitätsarchivs und des Referats für Hochschulkommunikation und -marketing der Universität Bremen.

11. TAG DER ARCHIVE am 5. und 6. März 2022

Der bundesweite „Tag der Archive“ findet in diesem Jahr am Samstag und Sonntag, 5. und 6. März statt. Das Motto 2022 lautet „Fakten, Geschichten, Kurioses“. Leider muss coronabedingt weitgehend auf Präsenzveranstaltungen verzichtet werden, auf interessante Einblicke aber nicht. In diesem Zuge berichtet das Uni-Archiv von einem bemerkenswerten Vorgang in der Universitätsbibliothek im Jahre 1983.

 

„Fahrenheit 451 wurde zur Wirklichkeit“

Eine größere Aussonderungsaktion der Universitätsbibliothek Bremen erntete 1983 heftige Kritik, sowohl von Studierenden als auch von Mitarbeitenden.

Am 26.4.1983 berichtete der Allgemeine Studierendenausschuss (AstA) in seiner Zeitung „Treibsand“ erstmals von dem Vorfall und berief sich dabei auf die Informationen eines Hochschullehrers und mehrerer Studierender, die die Bücher während der Semesterferien im Papiercontainer entdeckt hatten. Einige konnten gerettet werden, während der Großteil, wohl 2000 bis 3000 Exemplare, am Ende in der Müllverbrennungsanlage landeten. Der AStA verglich die Aktion mit den Ereignissen im Film „Fahrenheit 451“ von Francois Truffaut, in dem der Besitz und das Lesen von Büchern verboten ist und sie vernichtet werden. Mit Sätzen wie „Fahrenheit 451 wurde zur Wirklichkeit in der naheliegenden Müllverbrennungsanlage“ und „Sind wir nun die erste literarisch beheizte Bibliothek?“ trat der Unmut über die Aktion besonders deutlich hervor. In dem Artikel wurde behauptet, es seien vor allem politische Werke, wie jene von Marx und Engels, sowie auch religionswissenschaftliche und soziologische Bücher vernichtet worden. Aber damit nicht genug: Es stellte sich heraus, dass die ersten Seiten fehlten und, laut einer Mitarbeiterin der Bibliothek, von den Angestellten selbst herausgerissen wurden, um sie zusätzlich zu entwerten. Zumindest bestätigte das die Abteilungsleiterin im Bereich Geschichte und Gesellschaftswissenschaften, die weiterhin erzählte, die aussortierten Bücher hätten einen Wert von 5000 DM gehabt. Unterstützt wird diese Einschätzung auch von dem zuständigen Mitarbeiter für Rara und Handschriften, der allein eine vernichtete 12-bändige Sammlung von Bismarck-Reden auf 800 DM schätzte. Beide widersprachen damit der Stellungnahme des Bibliotheksleiters, der sich nach offenen Briefen der AStA zu den Vorwürfen äußerte. Er habe aufgrund von Platzmangel entschieden, alte und unbrauchbare Bestände, vor allem der Pädagogischen Hochschule, zu entsorgen und betonte, dass die Bücher zuvor noch einmal von Antiquaren bewertet worden waren. Dies sei eine vollkommen übliche Makulierung gewesen.

Den Mitarbeitenden der Bibliothek, die sich an den AStA gewandt hatten, drohten kurz darauf Disziplinarmaßnahmen, weil sie mit ihren internen Beobachtungen an die Öffentlichkeit gegangen waren. Im Beschlussantrag für die Sitzung am 8.6.1983 forderte der Akademische Senat (AS) den Rektor bereits dazu auf, dieses Verfahren wieder einzustellen und dem wurde stattgegeben. Die Androhung solcher Schritte wurde als Unterdrückung der freien Meinungsbildung und der Kritik betrachtet und entschieden abgelehnt.  Anlässlich der darauffolgenden Sitzung konnte der Vertreter des AStA außerdem gerettete Bücher vorlegen, als Beweis dafür, dass tatsächlich nicht nur Unbrauchbares und Wertloses vernichtet worden war. Der AS zeigte vor allem angesichts von BAföG-Kürzungen durchaus Verständnis für den Ärger der Studierenden, allerdings machte einer der Senatsmitglieder in einer Erklärung deutlich, für ihn handele es sich um eine Stellvertreterdebatte, „hinter der sich in Wahrheit ganz andere Konflikte verstecken“. Auch sprach er sich gegen die wiederholte Darstellung des Vorfalls als „Bücherverbrennung“, in Anlehnung an Ereignisse insbesondere am 10. Mai 1933, aus. Am Ende stand die Festlegung, dass Aussonderungen wie diese in Zukunft öffentlich gemacht und Richtlinien erarbeitet werden müssten, um mehr Transparenz zu gewährleisten. Weiterhin behielten die Bücher selbst als aussortierte Bestände den Charakter von Arbeitsmitteln und sollten daher zuerst Hochschulangehörigen zur Verfügung gestellt werden.

So hat die umstrittene Aussonderungsaktion mit dieser Regelung für die Zukunft vielleicht doch ein gutes Ende genommen. In jedem Fall weit weniger dramatisch und folgenschwer, als in der Dystopie „Fahrenheit 451“ beschrieben.

Theres Wohlfahrt, Praktikantin Uni-Archiv

Bildausschnitt aus der Sendung von Radio Bremen 2021

50 Jahre Universität Bremen - Ein Besuch im Universitätsarchiv

Die 50 jährige Geschichte der Universität Bremen führte einen Redakteur von buten und binnen Anfang Oktober ins Universitätsarchiv. Im Gespräch mit der Archivleiterin und einer Zeitzeugin werden einige Meilensteine der Bremer Universitätsgeschichte diskutiert. Der kurzweiligen Beitrag bietet zudem eine willkommene Gelegenheit, einen Blick in die Herzkammer des Archivs -  die Magazine zu werfen.

Wie ging es zu vor 50 Jahren bei der Eröffnung der Universität Bremen an der Achterstraße, auch dazu gibt es einen kleinen zeitgenössischen Beitrag von Radio Bremen.   

Vortragsreihe zur Geschichte der Universität Bremen

Das 50-jährige Jubiläum der Universität Bremen war Anlass, um von unterschiedlichen Standorten aus auf ihre Vergangenheit zu blicken. "Rückblick - Einblick - Ausblick. Streifzüge durch 50 Jahre Universität Bremen" lautete der Titel einer Vortragsreihe, die das Universitätsarchiv Bremen in Kooperation mit dem Institut für Geschichtswissenschaften konzipiert hatte. Die Reihe fand im Sommer- und im Wintersemester 2021 statt.

Die Vorträge wurden aufgezeichnet. Die Videos finden Sie hier.

Das besondere inhaltliche Augenmerk der Vorträge lag neben den universitären Kernbereichen Forschung, Lehre und Studium auch auf Fragen der Mitbestimmung und Transparenz. All dies erfuhr an der Bremer Universität zunächst eine besondere Ausprägung (Stichwort „Bremer Modell“) und war in Teilen sehr umstritten. Während sich einige Vorträge auf die Konstellation der 1970er Jahre konzentrierten, verfolgen andere ihre Themen in die Gegenwart und Zukunft. Welche Herausforderungen hat die Universität aktuell und zukünftig zu bestehen? Wohin kann und soll sie sich entwickeln? Auf welchen Erfahrungen der Vergangenheit lässt sich in der Zukunft aufbauen?

 

Ausschnitt aus dem Plakat zur Lesung
© Nils Steffen / Universität Bremen

"Die Freie Hansestadt Bremen ist bereit..."

50 Jahre Universität Bremen 1971 – 2021

Szenische Lesung mit der bremer shakespeare company in der Reihe Aus den Akten auf die Bühne

Zum 50-jährigen Jubiläum der Universität Bremen nimmt die Lesung den langen Weg der Universitätsgründung in der Hansestadt in den Blick: Von der Idee einer internationalen Universität in der Nachkriegszeit über eine Campus-Universität mit traditionellem Fächerkanon bis zur Reform-Uni nach dem „Bremer Modell“ hinter dem Stadtwald. Welche Hoffnungen waren mit dem Vorhaben verbunden und welche Widerstände galt es zu überwinden? Welche Konzepte wurden verfolgt und wieder verworfen? Und wie reagierte die Bremer Öffentlichkeit? Flyer

In 2021 finden keine Aufführungen mehr statt. Für 2022 sind weitere geplant. Die Termine werden rechtzeitig hier und auf der Webseite der bremer shakespeare company bekant gegeben.

Über das „Making-Of“ der szenischen Lesung berichteten Dr. Eva Schöck-Quinteros, Peter Lüchinger und Sigrid Dauks Anfang Oktober 2021, bei Wissen um 11 im Haus der Wissenschaft Bremen. Der Kurzvortrag wurde aufgezeichnet und steht zum Nachschauen und -hören auf dem Youtube-Kanal des HdW bereit.

Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen aus der Universitätsgeschichte

Einblicke in ein Projekt des Uniarchivs

Seit dem Jahr 2019 führt das Universitätsarchiv Bremen ein Projekt durch, dessen Ziel darin besteht, mündliche Erinnerungen zum Arbeiten und Studieren an der hiesigen Universität zu sammeln und zu sichern. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus der Wissenschaft, Verwaltung und Technik kommen in Interviews zu Wort, auch frühere Studierende. Der Kurzvortrag geht auf das Vorgehen und auf bisherige Erfahrungen im Projekt ein. Ausgewählte interessante, teils auch amüsante Auszüge aus den Gesprächen, durchaus auch das Land bzw. die Stadt Bremen selbst betreffend, runden das Gesagte ab.   

Termine / Orte
Montag, 18.10.21, 17:00 Uhr, Gerhard-Marcks-Haus sowie am Dienstag, 19.10.21, 17:00, Kunsthalle Bremen

Geschichte hören - das Universitätsarchiv auf dem Open Campus

Über diesen Link auf eine interaktive Karte können Sie dem Universitätsarchiv im ältesten Gebäude der Universität, dem GW1, einen virtuellen Besuch abstatten. Ein schon historisch zu nennender Kurzfilm bringt Ihnen die Aufgaben und Arbeitsweise des Archivs nahe. In der Pagode 40 geben Ihnen zudem sieben Audiobeiträge Einblick in die Universitätsgeschichte. Bei den Hörproben handelt es sich um kurze Ausschnitte aus Interviews mit Personen, die in der frühen Phase der Universität in Wissenschaft oder Verwaltung gewirkt haben.

Copyright Universitätsarchiv Bremen 2018

Im Notfall gemeinsam

Universitätsarchiv schließt Kooperationsvereinbarung mit dem Staatsarchiv und der Staats- und Universitätsbibliothek

Im November 2020 haben wir mit zwei weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen in Bremen eine Notfallvereinbarung unterzeichnet. Wir schließen uns zu einem Notfallverbund zusammen und sind bereit, einander im Falle eines Brandes oder Wasserschadens gegenseitig unbürokratisch, personelle und technische Hilfe zu leisten. Dies gilt insbesondere für Fragen der Bergung und Sicherung von Kulturgut im Havariefall sowie für die Bereitstellung von Ausweichdepotflächen für eine Überbrückungszeit.
Der Verbund ist für die Aufnahme weiterer geeigneter Einrichtungen in Bremen offen.
Zusammen mit den beiden Einrichtungen freuen wir uns, nun gemeinsam Vorsorge für außergewöhnliche, akute und umfangreiche Schadensereignisse treffen zu können, um den Schutz unseres Kulturgutes zu gewährleisten. Wir hoffen zugleich, auf die Notfallplanungen nie aktiv zurückgreifen müssen

Collage mit Fotos des Universitätsarchivs (in Uhrzeigerrichtung von oben rechts die alten Räumlichkeiten im SFG und unter der Mensa (Magazinräume), Eindrücke vom Umzug sowie links oben die neuen Räumlichkeiten im GW1).
Universitätsarchiv (in Uhrzeigerrichtung die alten Räumlichkeiten, SFG und Mensa (Magazinräume), links oben die neuen Räumlichkeiten im GW1)

Das Universitätsarchiv hat Geburtstag

Es ist nun 20 Jahre alt.

Wo Generationen wechseln, Ideen  entstehen und neue Strategien verfolgt werden, kann Wissen verloren gehen, sofern es nicht weitergegeben wird. Hier kommt das Universitätsarchiv ins Spiel, das sich auch als „Gedächtnis der Universität“ versteht. Im Juni 2000, fast 30 Jahre nach ihrer Eröffnung, hatte sich die Universität ihrer Geschichte besonnen und ein eigenes Archiv unter der Leitung von Dr. Till Schelz-Brandenburg und der Mitarbeiterin Nicole Stöbener eingerichtet. Im zehnten Jahr seines Bestehens konnte das Universitätsarchiv seine jetzigen Räume im GW1 beziehen, dem ältesten Gebäude der Universität und somit selbst ein Stück Universitätsgeschichte. 2011 übernahm Sigrid Dauks die Leitung des Archivs. Neben ihr und Nicole Stöbener gehören auch Thomas Lietz und Dr. Heiko Garrelts zum Archivteam.

Das Universitätsarchiv dokumentiert seit nunmehr 20 Jahren die Geschichte der Universität in ihren unterschiedlichen Facetten anhand von Verwaltungsakten, die an der Universität entstehen (analog oder digital), studentischer Flugblätter, Broschüren und Zeitschriften, Fotos, Plakaten und Nachlässen von Professor*innen sowie durch unterschiedlichste private Sammlungen zur Universität. Dieser vielfältige Bestand wird neuerdings ergänzt durch ein stetig wachsendes Archiv mündlicher Zeugnisse, die im Rahmen eines Zeitzeug*innenprojekts entstehen.

Im Uni-Archiv werden Vorgänge und Ereignisse erfasst, verzeichnet und für künftige Forschung aufbereitet. Regelmäßig machen die Mitarbeiter*innen Aspekte der Bremer Universitätsgeschichte publik durch Kurzartikel, Ausstellungen, Vorträge, Interviews und vieles mehr. Auch arbeitet das Archiv intern der Universitätsverwaltung zu.

Wie viele Uni-Einrichtungen ist es auch außerhalb des Campus eng vernetzt: mit dem Arbeitskreis Bremer  Archive, der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Hochschularchive und dem Verband deutscher Archivarinnen und Archivare.

Das Bremer Universitätsarchiv ist vom Campus und aus der Archivlandschaft nicht mehr wegzudenken. 

Herzlichen Glückwunsch!

Prüfungsordnungen - Neuer Online-Service

Die Prüfungs- und Studienordnungen der Universität Bremen liegen für die Jahre 1971-2012 strukturiert nur in analoger Form vor. Sie können nun über ein neues Rechercheangebot des Universitätsarchivs ermittelt werden.

Copyright: Ullrich Altmann 2019

Impressionen aus dem Magazin

Fotografien von Ullrich Altmann

Im Frühsommer 2019 war der Bremer Fotograf Ullrich Altmann mit seiner Digitalkamera zu Gast in unserem Archiv. Auf der Suche nach typischen und unerwarteten Motiven durchkämmte er Magazin- und Archivräume. Eine Auswahl seiner tollen Fotografien haben wir nun für Sie bereitstellt: Impressionen aus dem Magazin

 

Foto: Matthias Duderstadt 1978.
Foto: Franziska Micheel 2018

Ein Garten der Lüste und Sieben Thore

Zwei neue Beiträge zu Kunstwerken auf dem Campus


Im Mai 1978 bot sich den Besucherinnen und Besuchern des GW2 an der Uni Bremen ein ungewöhnliches Schauspiel. Sowohl im Foyer als auch auf den Treppen des Gebäudes wurden sie von 25 teils lebensgroßen Figuren(gruppen) erwartet. Diese größtenteils unbekleideten Wesen stellten Szenen aus dem berühmten dreiteiligen Altarbild „Der Garten der Lüste“ von Hieronymus Bosch dar. Die ungewöhnliche Inszenierung http://www.zentralarchiv.uni-bremen.de/kunstweb/Garten.htm  eines gut 400 Jahre alten Kunstwerkes hatten Kunststudentinnen und -studenten erarbeitet.

 

Eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schaffen, war auch ein Anliegen des Künstlers Manfred Nipp. Mit dem Projekt „7 Thore“ http://www.zentralarchiv.uni-bremen.de/kunstweb/Nipp.htm unternahm er im Mai 1988 eine „künstlerische Intervention“ an den früheren Standorten von sieben bremischen Stadttoren. Entstanden sind 21 Metallplatten und 21 Drucke, die seit 1989 im Hörsaalgebäude am Boulevard hängen und sowohl an die historischen Bauwerke als auch an die Geschichte bremischer Stadtentwicklung erinnern.