Über DIVERGesTOOL

In den letzten Jahren wurde zunehmend die Notwendigkeit erkannt, verschiedene Dimensionen von Geschlecht sowie deren Komplexität, Verwobenheit und wechselseitige Beeinflussung in die Gesundheitsforschung zu integrieren. Allerdings fanden diese Aspekte in der Forschungspraxis erst wenig Berücksichtigung, was unter anderem auch auf die methodischen Schwierigkeiten der Operationalisierung von Geschlecht zurück zu führen ist.

Das Projekt DIVERGesTOOL hat aus diesem Grund das Ziel, eine anwendungsorientierte Toolbox zur Operationalisierung von geschlechtlicher Vielfalt für eine geschlechtersensible quantitative Gesundheitsforschung partizipativ zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Berücksichtigung der Konzepte der Intersektionalität und des Embodiments.

In enger Zusammenarbeit mit Stakeholdern von Hochschulen und Forschungsinstitutionen in Deutschland soll ein grundlegender allgemein nutzbarer Fragenkomplex für die Erfassung von Geschlecht in epidemiologischen Gesundheitsstudien entwickelt werden. Zusätzlich sollen bedarfsgerecht Aufbauinstrumente zur Berücksichtigung bestimmter Studienpopulationen und Fragestellungen entstehen.

Projekt-Team

Das Forschungsprojekt wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit durchgeführt:

Universität Bremen, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Abteilung Sozialepidemiologie:

  • Prof. Dr. Gabriele Bolte
  • Sophie Horstmann

Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften, Arbeitsgruppe Gender and Science / Naturwissenschafts- und Geschlechterforschung:

  • Prof. Dr. Kerstin Palm
  • Dr. Corinna Schmechel

Radboud Universität Nijmegen, Department of Primary and Community Care, Lehrstuhl für Gender in Primary and Transmural Care:

  • Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione
  • Dr. Eva Becher

Förderung

Das Forschungsprojekt DIVERGesTOOL wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit einer Laufzeit von 2020 – 2023 gefördert.