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Forschungsschwerpunkt – unterstützt durch das individuelle Curriculum und die studentische Mitarbeit im Faserinstitut

Zu mir

Mein Name ist Jan Yorrick Dietrich. Nach meinem Bachelorabschluss an der Hochschule Emden/Leer im Bereich internationales Wirtschaftsingenieurwesens habe ich im Sommersemester 2019 den Masterstudiengang Prozessorientierte Materialforschung, ProMat aufgenommen.

Schon während des Bachelorstudiums habe ich mich für Faserverbundwerkstoffe begeistert, deshalb wählte ich auch Faserverbundwerkstoffe und deren Modellierung als meinen ProMat-Studienschwerpunkt fest. Während meines Studiums werde ich von meinem Mentor, Prof. Dr.-Ing. Axel S. Hermann, Leiter des Faserinstituts Bremen (FIBRE), wissenschaftliche unterstützt. Seit September bin ich am Faserinstitut als studentischer Mitarbeiter tätig. Ich werde dort verschiedene Forschungsbereiche des FIBRE durchlaufen, um Einblicke zu erhalten in Modellbildung und Simulation, Messsysteme und Monitoring sowie Faser- und Materialentwicklung. Zurzeit arbeite ich im Bereich Strukturdesign- und Fertigungstechnologien, der ebenfalls zu den Forschungsbereichen des FIBRE gehört. Durch die individuelle Betreuung und den von mir gewählten Schwerpunkt, fällt es mir leicht, mich in die Arbeitsgruppe meines Mentors und in den Institutsalltag einzubringen.

Das individuelle Curriculum hilft mir mein Profil zu schleifen

Mein erstes Projekt im Bereich Strukturdesign- und Fertigungstechnologien am FIBRE umfasst die Konzeptionierung, Konstruktion und den Zusammenbau einer Vorrichtung, die die Handhabung von Probekörpern während eines Thermoforming Prozesses erleichtern und professionalisieren soll. Ich kann dabei auf erworbenes Wissen aus meinem Bachelorstudiengang zurückgreifen und werde von den MitarbeiterInnen des FIBRE in Fragen und Problemen unterstützt. Dies verlangt bei aller Unterstützung jedoch auch viel Eigeninitiative, zum Beispiel das eigenständige Erlernen des Umgangs mit CAD Software wie CATIA oder Inventor.

Um im Bereich Modellbildung und Simulation arbeiten zu können, besuche ich Vorlesungen, u.a. auch bei Prof. Hermann: Mechanik der Faserverbundwerkstoffe I + II, aber auch Vorlesungen in anderen Fachbereichen, die sich mit der Modellierung beschäftigen: Finite Elemente Methode I + II, Makroskopische Modellierung und Virtuelle Auslegung von CFK-Bauteilen sowie Fatigue and Loads, die einen besonderen Fokus auf die Luft- und Raumfahrt legen.

Auch Messsysteme und Monitoring sind besonders interessante Bereiche, auf die ich mich durch Vorlesungen bei Prof. Dr.-Ing. Andreas Fischer (Prozessnahe und In-Prozess Messtechnik), Leiter des BIMAQ, vorbereitete.

Der Bereich der Faser- und Materialentwicklung wird durch die Vorlesungen in Technologien der Faserverbundwerkstoffe, Werkstoffe bzw. Prozesse abgedeckt. Bereits jetzt konnte ich sowohl Versuchsanlagen am FIBRE am Standort IW3 sowie am EcoMat-Gebäude in der Airport-Stadt besuchen.

Viele der gewählten Lehrveranstaltungen, die ich gemeinsam mit meinem Mentor aussuchte, sind auf die Forschungsfelder des Faserinstituts ausgerichtet, sie gehen jedoch bedingt durch den Aufbau von ProMat und die Modulstruktur auch darüber hinaus. Diese Gestaltung des Studienverlaufs ermöglicht sowohl eine wissenschaftliche Laufbahn als auch eine Karriere in der Industrie.

Stärken ausbauen und Wissenslücken schließen

Der Bereich Chemie kam in meinem Bachelorstudium etwas zu kurz. Mein Wissen und meine Kompetenzen in diesem Fach erlauben mir daher nicht, alle Vorlesungen auf Masterniveau zu besuchen. Im Basismodul Chemie besuche ich deshalb die Vorlesung Organischen Chemie bei Prof. Dr. Anne Staubitz und erwerbe dort die nötigen die Grundlagen, die ich zum Verständnis von komplexen Polymerkonzepten (Vorlesung Polymerkonzepte für Faserverbundwerkstoffe) und der makromolekularen Chemie benötige. Dies ermöglicht mir, mein Profil um den Blick durch die materialwissenschaftliche Brille zu erweitern, während ich am FIBRE häufig durch die Brille eines Prozess- oder Werkstofftechnischen Forschers blicke.

Es hilft mir sehr, dass ich bis zu 18 CP/ECTS in den Basismodulen Mathematik, Physik, Chemie, Ingenieurswissenschaften und Informatikwerkzeuge auf Bachelorniveau studieren kann. Dadurch kann Grundlagenwissen erworben werden, die nicht durch mein Bachelorstudium abgedeckt wurden. Unter anderem sehe ich darin ein Alleinstellungsmerkmal von ProMat.

Ein weiteres einzigartiges Merkmal dieses Studiengangs ist, dass er – die schon erwähnten – unterschiedlichen Perspektiven auf Problemstellung sozusagen mit unterschiedlichen Brillen schafft. So belege ich beispielsweise auch ein Independent Study Modul bei Prof. Staubitz (Fachbereich Chemie) im Bereich von mechanochromen Polymeren, also Polymeren, die bei mechanischer Belastung ihre Farbe verändern (Materialwissenschaften). Im Modul Informatikwerkzeuge beschäftige ich mich mit künstlicher Intelligenzforschung, die ich später in die Materialwissenschaften im Bereich Prozesse einbringen möchte.

Bremen und mein erstes wissenschaftliches Netzwerk

Auch wenn ich mich noch am Anfang meines Studiums befinde, fühle ich mich bereits sehr heimisch in Bremen und an der Universität sowie am FIBRE und in meinem Studiengang. Besonders freue ich mich auch auf meinen Forschungsaufenthalt im Ausland, den ich bei verschiedenen Partnerinstitution des Faserinstituts absolvieren kann, wobei ich durch meinen Mentor tatkräftig unterstützt werde.

Weitere Nachrichten zum Studiengang Prozessorientierte Materialforschung, ProMat:

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Jan Yorrick Dietrich, Student

Jan ist Student im Masterstudiengang Prozessorientierte Materialforschung. Er spricht über sein persönliches Curriculum und wie dieses auf sein Wunschprofil geschneidert ist, um Kompetenzen für den Studien- und Forschungsschwerpunkt „Faserverbundwerkstoffe“ zu erwerben.

Jan Yorrick Dietrichs Curriculum (bei Klick vergrößern):
Aktualisiert von: Iva Bacic