(AKAD08) Thomas Mann: „Die Erzählungen“ II

Thomas Mann, Schriftsteller und Essayist, wurde 1875 in Lübeck geboren. Seinen frühen Ruhm begründete er 1901 mit der Veröffentlichung seines Romans „Buddenbrooks“, für den er 1929 mit dem Literaturnobelpreis geehrt wurde. 1933 begann für ihn die Emigration. Europa besuchte er erstmals wieder 1947. Die erste Rückkehr nach Deutschland fand 1949 statt. 1952 übersiedelte Thomas Mann in die Schweiz; dort verstarb er im August 1955.

Neben seinen großen Romanen schrieb Thomas Mann zahlreiche Erzählungen und Novellen. Die frühen Prosastücke verfasste er in den 1890er Jahren, die letzte Erzählung wurde 1953 veröffentlicht.

Chronologisch gelesen bieten die Erzählungen und Novellen einen Panoramablick auf die Themen und Motive, auf die Besonderheiten des Erzählstils und auf die Verknüpfung seiner biographischen und künstlerischen Gestaltungen. Diese Prosa wieder oder auch neu zu lesen bedeutet durch die großen epochalen Brüche der Jahrhunderte zu gehen und den vielen Widersprüchen des 19. und 20. Jahrhunderts zu begegnen, die in diesen Werken Thomas Manns literarisch-sinnlich erfassbar werden. In den Erzählungen fließt die Bewahrung der epischen Tradition zusammen mit den neuen Spielmöglichkeiten der Moderne.

Zugleich spiegelt diese Prosa die geistigen und gesellschaftlichen Probleme der Zeit. Zeigt sich Thomas Mann anfänglich in seinem erzählerischen Werk deutlicher als Chronist des untergehenden Bürgertums, vollzog er später mit einer Bejahung und Deutung    des Lebens aus der Freiheit und Humanität des Geistes seine künstlerische Position.

 

Wir beginnen mit der Novelle „Tonio Kröger“ (1903).

Neueinsteiger sind willkommen!

 

Ausgabe:
Thomas Mann, „Die Erzählungen“, S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main, 2024 - ISBN: 978-3-10-397647-2
Diese Ausgabe versammelt sämtliche Erzählungen, auf der Grundlage der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe in einem Band.
 


Dozentin:         Margrit Platt, M.A.

Termine:   dienstags,  07.04. - 07.07.2026

Zeit:                 10:00 (s.t.) bis 11:30 Uhr

Veranstaltungsart:   hybrid, in Präsenz (Gebäude SFG, Raum 0150) oder wahlweise Online-Teilnahme

Hinweis:   Teilnehmerbegrenzung: 70 Personen in Präsenz 

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