(AKAD15) Die Hanse und ihre Auslandskontore in Brügge, London, Bergen und Nowgorod
Im öffentlichen Bewusstsein wird der Hanse ein hohes Maß an Wertschätzung entgegengebracht, sie kann als einer der „letzten ungetrübten deutschen Geschichtsmythen“ (Stephan Selzer) gelten. Im Allgemeinen verbindet man mit der Hanse Assoziationen wie Verlässlichkeit, wirtschaftliche Solidität, Tatkraft und Weltoffenheit.
Die Hanse war ein Zusammenschluss norddeutscher Kaufleute, der sich Mitte des 14. Jahrhunderts zum Städtebund weiterentwickelte. Diese Kaufmanns- und Städtevereinigung beherrschte nicht nur weitgehend den Handel im Ostsee- und Nordseeraum, sondern beeinflusste auch nachhaltig Politik, Wirtschaft, Kultur und Architektur in den Hansestädten.
Ohne selbst je staatliche Strukturen angenommen zu haben, maß sich die Hanse im späten 14. und im 15. Jahrhundert doch mit den nordeuropäischen Anrainerstaaten (z.B. Dänemark, Norwegen, England). Nach dem Stralsunder Frieden von 1370, der den Sieg der Hanse über den dänischen König Waldemar besiegelte, nahm diese im Ostseeraum eine unumstrittene Vorrangstellung ein.
Zentrum des Hansehandels waren die großen ausländischen Niederlassungen in Brügge, London, Bergen und Nowgorod, für die sich seit dem 15. Jahrhundert die Bezeichnung „Kontor“ durchsetzte. Deren Aufgabe war es, den Schutz der kaufmännischen Interessen gegenüber den auswärtigen Mächten durchzusetzen und die Einhaltung der den Hansekaufleuten zugestandenen Freiheiten zu überwachen. Jedes der vier Hansekontore erließ im Laufe der Zeit Statuten, die das Zusammenleben der Kaufleute und Fragen des örtlichen Handels regelten.
An diesen Statuten lassen sich die Eigenheiten und die innere Organisation der Hanse in aller Deutlichkeit ablesen, sie liefern daher ein anschauliches, quellennahes Bild der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Hanse. In der Veranstaltung wollen wir uns anhand der Hansekontore und deren schriftlichen Ordnungen die Welt der spätmittelalterlichen Hanse vor Augen führen.
Dozent: Dr. Ulrich Weidinger
Termine: donnerstags, 09.04. - 09.07.2026
Zeit: 12:15 (s.t.) bis 13:45 Uhr
Veranstaltungsart: nur in Präsenz (Gebäude SFG, Raum 0140)
Hinweis: Teilnehmerbegrenzung: 70 Personen
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