Vortragsreihe "Europäische Perspektiven – Perspektiven auf Europa"
“Europäische Perspektiven – Perspektiven auf Europa” ist eine Vortrags- und Diskussionsreihe des Instituts für Europastudien der Universität Bremen. Die „Europäischen Perspektiven – Perspektiven auf Europa“ werden in der Vortragsreihe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland und von Mitgliedern des Instituts für Europastudien vorgestellt.
Gegenstand der Veranstaltungen sind die Politik und Kultur der Staaten und Gesellschaften Europas, Fragen und Herausforderungen der Europäischen Integration, sowie des Verhältnisses zwischen Europa und anderen Weltregionen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern und Regionen Europas sollen ebenso beleuchtet werden wie bedeutende Entwicklungen in einzelnen Ländern und der Europäischen Union.
Die Veranstaltungen der Vortragsreihe richten sich an Mitglieder des Instituts für Europastudien, der Universität Bremen und an Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bremen.
Nächste Veranstaltung:
Gastvortrag von Prof. Stanley Bill (Cambridge), 9. April 2026, 16:00 Uhr: "How Illiberalism Fails: The Rise and Fall of Poland's PiS Government".
Am 9. April 2026 um 16:00 Uhr hält Prof. Stanley Bill im Raum GW2 B2880 einen Gastvortrag mit dem Titel „How Illiberalism Fails: The Rise and Fall of Poland's PiS Government“.
Der Vortrag stützt sich auf seine kürzlich erschienene Monografie „Good Change: The Rise and Fall of Poland’s Illiberal Revolution“ (zusammen mit Ben Stanley; Stanford University Press, 2025) sowie auf seine neusten Forschungsergebnisse zu den Herausforderungen postilliberaler Regierungen.
Stanley Bill ist Professor für Polonistik an der Universität Cambridge (Großbritannien) und einer der weltweit führenden Experten für die Literatur, Kultur und Politik des modernen Polens. Er ist Autor der Monografie „Czesław Miłosz's Faith in the Flesh: Body, Belief, and Human Identity“ (Oxford University Press, 2021) und Mitherausgeber von „Multicultural Commonwealth: Poland-Lithuania and Its Afterlives“ (zusammen mit Simon Lewis; University of Pittsburgh Press, 2023) sowie von „The Routledge World Companion to Polish Literature“ (mit Tomasz Bilczewski und Magdalena Popiel; Routledge, 2021).
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Alle sind willkommen und keine Anmeldung ist erforderlich.
Vergangene Veranstaltungen
Die Parlamentswahl in Polen im Oktober 2023 hat die politischen Voraussetzungen für einen Regierungswechsel geschaffen. Mit einem Regierungswechsel wird in Polen und in Europa die Hoffnung nach einer Verbesserung der Rechtsstaatlichkeit und der Demokratie in Polen verbunden. Diese Verbesserungen sind jedoch mit rechtlichen und politischen Herausforderungen verbunden, die eine neue polnische Regierung überwinden muss. Im ersten Teil dieser Veranstaltung wird eine 90-minütige Dokumentation gezeigt, in der der Abbau der Rechtsstaatlichkeit in Polen in den Jahren 2015 bis 2023 anhand des Umgangs mit Richterinnen und Richtern dargestellt wird. Im Anschluss an diese Dokumentation findet eine Diskussion mit Richterinnen und Richtern des Bremischen Richterbundes darüber statt, welche Herausforderungen eine neue Regierung bei der Verbesserung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie meistern muss und welche Mittel hierfür zur Verfügung stehen.

Am 9. Juni fand die Wahl zum Europäischen Parlament statt. Vielleicht fragen Sie sich, was genau die Europäische Union macht und welche Rolle das Europäische Parlament in der EU-Politik spielt. Möglicherweise ist Ihnen auch unklar, welche Rolle nationale und europäische Parteien im Europawahlkampf spielen, auf welche Weisen unterschiedliche Parteien im Europaparlament zusammenarbeiten und welche Effekte das erwartete Erstarken europaskeptischer Parteien bei der Wahl 2024 auf die EU haben könnte. Prof. Dr. Arndt Wonka, Politikwissenschaftler und EU-Forscher an der Universität Bremen, gab im ersten Teil der Veranstaltung Informationen zu diesen und weiteren Aspekten. Im zweiten Teil der Veranstaltung gab es Gelegenheit Fragen zu stellen.
Lesung und Gespräch mit Autorin Natalja Kljutscharjowa und Übersetzerin Ganna-Maria Braungardt.
Am 25. Oktober wird Autorin Natalja Kljutscharjowa ihr Buch “Tagebuch vom Ende der Welt” (Suhrkamp 2023) vorstellen. Die Veranstaltung ist auch Teil des Globale° Literatur-Festivals und findet im EuropaPunkt Bremen statt.
Natalja Kljutscharjowa lebte in Jaroslawl, Russland, als Schriftstellerin und Dramaturgin. Inzwischen ist sie in Deutschland.
In ihrem “Tagebuch” schildert sie, wie sich nach dem 24. Februar 2022 in ihrer Umgebung lähmende Angst, Scham und Entsetzen breitmachte, während ringsum das Leben weiterging, als sei nichts geschehen. Wie einzelne trotz drakonischer Strafen Protest wagen. Wie das Leiden der Ukraine wahrgenommen wird (oder eben auch nicht). Wie Sprache und Gespräch unter Druck geraten.






