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öffentliche Seminare und Veranstaltungen

Die Kino-Schule ist ein Ort der Filmvermittlung. Hier werden Workshops und Seminare angeboten, von Filmaufführungen im Kino flankiert und von pädagogischer bzw. wissenschaftlicher Seite begleitet. Kooperationspartner sind der Fachbereich 9 der Universität Bremen / AG Filmwissenschaft und Medienästhetik und das Kommunalkino Bremen e.V. | CITY 46. Interessierte können fortlaufend oder nur an einzelnen Terminen teilnehmen.In unterschiedlichen Reihen werden Seminare mit gekoppeltem Film-Screening in den Räumen des CITY 46 gehalten. Zu den Seminaren sind Studierende wie Interessierte außerhalb der Universität zugelassen. Zu den Seminarreihen zählen:

Schule des Sehens

Das Seminar widmet sich grundlegenden Aspekten der Filmästhetik. An Standbildern und Ausschnitten aus der Filmgeschichte wird gemeinsam erforscht, was Film und Kino ist.

film:art

Das Seminar präsentiert die künstlerische Arbeit von Filmemachern und Medienkünstlern und wird flankiert von thematisch kuratierten Filmprogrammen aus dem experimentellen und avantgardistischen Bereich. zu den film:art-Veranstaltungen

Filmreihen

zu den Filmreihen-Veranstaltungen

Touching Politics II

film:art 23

Am Sonntag, den 15.1., werden zwei weitere Programme aus dem Archiv der Freunde der Deutschen Kinemathek in Berlin einen Eindruck der umfangreiche Sammlung und ihrer unkonventionellen und künstlerischen Formen vermitteln.

Florian Wüst, Künstler und Kurator für experimentellen Film und Videokunst mit internationalem Betätigungsfeld, hatte bereits die drei im letzten Jahr im Kino 46 gezeigten Programme zusammengestellt. Auch die letzten beiden Teile machen eine beispielhafte Synthese von künstlerischer Vision und politischem Engagement, von persönlichem Anliegen und formaler Brillanz sichtbar.

Programm 4: Jenseits der Worte

thematisiert das Scheitern menschlicher Kommunikation und die Schwierigkeit, unter dem Einfluss persönlicher Erinnerungen und gesellschaftlicher Rollen eine eigene Identität auszubilden. Die zwischen 1926 und 1994 entstandenen Filme von Hans Richter, Peter Weiss, Hollis Frampton, Sharon Lockhart, Helen Lee und Matthias Müller bestechen durch ihre präzisen Kompositionen von Bild und Ton. In den traumhaften wie traumatischen Szenen dieser Filme geht es nicht zuletzt um das Gefühl des Fremdseins unter Menschen.

So. 15.1. | 18.30, im Kino 46

Programm 5: Ökonomie der Moderne

kommentiert die Ambivalenz des technologischen Fortschritts im zwanzigsten Jahrhundert. Dem Enthusiasmus über die Beherrschung der Natur und die Möglichkeiten globaler Kommunikation stehen die militärischindustrielle Aufrüstung, zynische Börsenspekulanten und die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft gegenüber. Sehr unterschiedliche Filmemacher treffen hier aufeinander: Joris Ivens und Henri Storck, Len Lye und Joyce Wieland. Das Programm gipfelt in der Persiflage einer biotechnologisch veränderten Landwirtschaft, in der Tex Avery bereits 1953 vorwegnahm, was in naher Zukunft zum Alltag der Konsumenten gehören könnte.

So. 15.1. | 20.30, im Kino 46

Die Filme:

Programm 4: Jenseits der Worte

   | Filmstudie | Hans Richter | DE 1926 | 4'
   | Studie II (Hallucinationer) | Peter Weiss | SWE 1952 |  6'
   | Critical Mass | Hollis Frampton | USA 1971 | 24'
   | Khalil, Shaun | A Woman under the Influence | Sharon Lockhart | USA 1994 | 16'
   | Sally's Beauty Spot | Helen Lee | CAN 1990 | 12'
   | Alpsee | Matthias Müller | DE 1994 | 14'

Programm 5: Ökonomie der Moderne

   | Nieuwe Gronden | Joris Ivens | NL 1934 | 28'
   | L'Histoire du soldat inconnu | Henri Storck | BE 1932 | 10'
   | Trade Tattoo | Len Lye | UK 1937 |  5'
   | Nouvelle Société No. 6 | Groupe Medvedkine de Besançon | FR 1970, | 10'
   | Rat Life And Diet in North America | Joyce Wieland, | CAN 1968 | 14'
   | The Farm of Tomorrow | Tex Avery |  USA 1953 |  7'

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