Forschung
Die Arbeitsgruppe Geomorphologie und Küstendynamik untersucht geomorphologische Prozesse von Küstensystemen, insbesondere von Küstenökosystemen, sowie Interaktionen mit menschlichen und klimatischen Einflussfaktoren. Lehre und Forschung beinhalten Aspekte des globalen Klimawandels und Meerespiegelanstieges in Küstenregionen, deren Auswirkungen auf Küstensysteme sowie die Integration naturbasierter Lösungen (nature-based solutions) zur Anpassung von Küstenzonen an den Globalen Wandel.
Neben der Vermittlung theoretischer Kenntnisse spielt auch die praktische Umsetzung im Rahmen von Gelände- und Laborarbeit, sowie computer-basierter Modellierung eine wichtige Rolle. Methodisch beinhaltet dies die Messung und Modelling rezenter hydro- und morphodynamischer Prozesse, sowie die Rekonstruktion vergangener Küsten aus Sedimentkernen und die Modellingen von Küsten(öko)systemen im Kontext des Globalen Wandels. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere zur Ableitung von Küstenmanagementplänen, spielt dabei eine wichtige Rolle.
In der Arbeitsgruppe Klimageographie versuchen wir, das Klimasystem in seiner Dynamik besser zu verstehen und haben besonderes Interesse an den Wechselwirkungen zwischen menschlichem Handeln und Klima. Zentrales Thema unserer Untersuchungen sind die Gletscher der Welt. Deren Abschmelzen ist größtenteils ein Effekt der menschgemachten Klimaänderung und hat durch den Anstieg des Meeresspiegels und veränderte Saisonalitäten der Wasserverfügbarkeit wiederum bedeutende Auswirkungen auf große Teile der Menschheit.
Unser methodischer Schwerpunkt ist die numerische Modellierung. Dabei beschäftigen wir uns mit der Zirkulation der Atmosphäre in den vergletscherten Gebieten, mit dem Stoff- und Energieaustausch zwischen Atmosphäre, Gletschern und Hydrosphäre sowie mit dem dynamischen Verhalten des Gletschereises. Durch eine enge Verzahnung unserer Arbeit mir humangeographischen Projekten können wir Vulnerabilitäten und zukünftiges Konfliktpotential, z.B. bei der Verteilung von Wasser, identifizieren.
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Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe Stadtgeographie liegt im Bereich der kultur- und sozialwissenschaftlichen Stadtforschung. Ausgehend von einem Interesse an der Materialität und der Gestaltung urbaner Räume beschäftigen wir uns mit Fragen der Stadtentwicklung im Kontext zunehmender gesellschaftlicher Diversität. Dabei arbeiten wir mit einem weiten Entwicklungsbegriff, der sich nicht nur für die Steuerung der Stadt „von oben“ interessiert, sondern auch alltägliche, emanzipatorische und teilweise widerständige Praktiken „von unten“ in den Blick nimmt.
Es ist uns wichtig, urbanen Wandel in einem größeren Zusammenhang zu betrachten, sprich: globale Dynamiken ebenso mitzudenken wie konkrete Problemlagen, Debatten und (Planungs-)Kulturen „vor Ort“. Darüber hinaus legen wir Wert auf einen methodisch kontrollierten Umgang mit den Sichtweisen der unterschiedlichen, an der Stadtentwicklung beteiligten Akteure. Dazu zählen neben der lokalen Politik und Verwaltung auch privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Initiativen sowie die „ganz normalen“ Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt.
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Warum wachsen einige Regionen wirtschaftlich, während andere stagnieren oder gar schrumpfen? Wie organisieren Unternehmen ihre ökonomischen Aktivitäten und wie schlägt sich das räumlich nieder? Wie beeinflussen erfolgreiche Unternehmen vor Ort die Standortstrukturen einer ganzen Region? Welche Möglichkeiten hat die Wirtschaftsförderung diese Prozesse zu lenken und an welchen Leitlinien sollte sie sich dabei orientieren?
Wir beschäftigen uns mit diesen und ähnlichen Fragen und analysieren das Zusammenspiel zwischen der räumlichen Organisation ökonomischer Aktivitäten und regionaler Entwicklungsprozesse. Dabei berücksichtigen wir dynamische Rahmenbedingungen wie die Globalisierung, den Strukturwandel oder die zunehmende Bedeutung der Wissensökonomie.
Unsere Publikationen "Beiträge zur Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung" zum kostenlosen Download finden Sie unter: http://www.regionalentwicklung.uni-bremen.de/.
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Im Zentrum der empirischen Forschung stehen Fragen der nachhaltigen Entwicklung im internationalen Kontext, mit aktuellen Projekten zur Anpassung an den Klimawandel, zur Migration und Umweltveränderung sowie zu Landnutzungswandel und Wassereinzugsgebieten, mit regionalen Schwerpunkten in Indonesien, Ghana und Neuseeland.
Die Forschung findet am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit statt, die Eckdaten finden sich unter dem Punkt Laufende Forschungsprojekte, mehr dazu unter artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit - Universität Bremen (uni-bremen.de)
In der Arbeitsgruppe Didaktik der Geographie an der Universität Bremen werden didaktische Konzepte entwickelt, die darauf abzielen, raumbezogene Probleme im Fach Geographie als Zukunftsfach in einer sich dynamisch wandelnden Welt zu thematisieren. Dabei stehen unterschiedliche räumliche Dimensionen sowie Maßstabs- und Zeitebenen im Kontext der Mensch-Umwelt-Beziehungen im Fokus von geographischem Lehren und Lernen.
Vor dem Hintergrund der Herausforderungen einer VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität) im Anthropozän kommt dem Fach Geographie eine besondere Bedeutung zu. (Angehende) Geographielehrkräfte der Primar- und Sekundarstufe übernehmen hierbei eine zentrale Rolle. Schüler:innen sollen im Umgang mit zunehmend polarisierenden Positionen dazu befähigt werden, selbstwirksam und emanzipatorisch als mündige Bürger:innen zu handeln, komplexe Herausforderungen zu verstehen, fundierte Entscheidungen zu treffen und aktiv zu einer nachhaltigen sowie transformativen Zukunftsgestaltung beizutragen.
Die AG Geographiedidaktik verbindet hierfür konzeptionelle, empirische, unterrichtspraktische und transferorientierte Ansätze.






