Forschung
Die Arbeitsgruppe Geomorphologie und Küstendynamik untersucht geomorphologische Prozesse von Küstensystemen, insbesondere von Küstenökosystemen, sowie Interaktionen mit menschlichen und klimatischen Einflussfaktoren. Lehre und Forschung beinhalten Aspekte des globalen Klimawandels und Meerespiegelanstieges in Küstenregionen, deren Auswirkungen auf Küstensysteme sowie die Integration naturbasierter Lösungen (nature-based solutions) zur Anpassung von Küstenzonen an den Globalen Wandel.
Neben der Vermittlung theoretischer Kenntnisse spielt auch die praktische Umsetzung im Rahmen von Gelände- und Laborarbeit, sowie computer-basierter Modellierung eine wichtige Rolle. Methodisch beinhaltet dies die Messung und Modelling rezenter hydro- und morphodynamischer Prozesse, sowie die Rekonstruktion vergangener Küsten aus Sedimentkernen und die Modellingen von Küsten(öko)systemen im Kontext des Globalen Wandels. Interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere zur Ableitung von Küstenmanagementplänen, spielt dabei eine wichtige Rolle.
Warum wachsen einige Regionen wirtschaftlich, während andere stagnieren oder gar schrumpfen? Wie organisieren Unternehmen ihre ökonomischen Aktivitäten und wie schlägt sich das räumlich nieder? Wie beeinflussen erfolgreiche Unternehmen vor Ort die Standortstrukturen einer ganzen Region? Welche Möglichkeiten hat die Wirtschaftsförderung diese Prozesse zu lenken und an welchen Leitlinien sollte sie sich dabei orientieren?
Wir beschäftigen uns mit diesen und ähnlichen Fragen und analysieren das Zusammenspiel zwischen der räumlichen Organisation ökonomischer Aktivitäten und regionaler Entwicklungsprozesse. Dabei berücksichtigen wir dynamische Rahmenbedingungen wie die Globalisierung, den Strukturwandel oder die zunehmende Bedeutung der Wissensökonomie.
Unsere Publikationen "Beiträge zur Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung" zum kostenlosen Download finden Sie unter: http://www.regionalentwicklung.uni-bremen.de/.
Der Schwerpunkt der Arbeitsgruppe Stadtgeographie liegt im Bereich der sozialwissenschaftlichen Stadtforschung. Ausgehend von einem Interesse an der Gestaltung des Stadtraums beschäftigen wir uns mit Fragen der Stadt- und Regionalentwicklung im Kontext einer kulturalisierten Stadtpolitik. Es ist uns wichtig, aktuelle Herausforderungen wie Schrumpfungs- oder Migrationsprozesse im größeren Kontext zu behandeln, sprich: globale Dynamiken ebenso mitzudenken wie konkrete Problemlagen und Planungskulturen „vor Ort“. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf einen methodisch kontrollierten Umgang mit den Sichtweisen der unterschiedlichen Akteure. Dazu zählen neben der Stadt- und Regionalplanung sowie der Wirtschaftsförderung das Stadtmarketing, die Tourismus-Zentrale und nicht zuletzt die Bewohnerinnen und Bewohner einer Stadt.
In der Arbeitsgruppe Klimageographie versuchen wir, das Klimasystem in seiner Dynamik besser zu verstehen und haben besonderes Interesse an den Wechselwirkungen zwischen menschlichem Handeln und Klima. Zentrales Thema unserer Untersuchungen sind die Gletscher der Welt. Deren Abschmelzen ist größtenteils ein Effekt der menschgemachten Klimaänderung und hat durch den Anstieg des Meeresspiegels und veränderte Saisonalitäten der Wasserverfügbarkeit wiederum bedeutende Auswirkungen auf große Teile der Menschheit.
Unser methodischer Schwerpunkt ist die numerische Modellierung. Dabei beschäftigen wir uns mit der Zirkulation der Atmosphäre in den vergletscherten Gebieten, mit dem Stoff- und Energieaustausch zwischen Atmosphäre, Gletschern und Hydrosphäre sowie mit dem dynamischen Verhalten des Gletschereises. Durch eine enge Verzahnung unserer Arbeit mir humangeographischen Projekten können wir Vulnerabilitäten und zukünftiges Konfliktpotential, z.B. bei der Verteilung von Wasser, identifizieren.
Im Zentrum der empirischen Forschung stehen Fragen der nachhaltigen Entwicklung im internationalen Kontext, mit aktuellen Projekten zur Anpassung an den Klimawandel, zur Migration und Umweltveränderung sowie zu Landnutzungswandel und Wassereinzugsgebieten, mit regionalen Schwerpunkten in Indonesien, Ghana und Neuseeland.
Die Forschung findet am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit statt, die Eckdaten finden sich unter dem Punkt Laufende Forschungsprojekte, mehr dazu unter artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit - Universität Bremen (uni-bremen.de)
