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Ausstellung: Meisterschüler*innen der HfK Bremen. Karin Hollweg Preis 2019 in der Weserburg

Meisterschüler*innen der HfK Bremen. Karin Hollweg Preis 2019

Die Ausstellungen der Meisterschüler*innen, die seit 2011 jährlich in der Weserburg stattfinden, geben einen facettenreichen Einblick in die Qualität und Vielfalt der aktuellen Kunstproduktion in Bremen. Ein besonderer Höhepunkt ist die an die Präsentation gekoppelte Verleihung des Karin Hollweg Preises. Mit insgesamt 15.000 Euro dotiert gehört er zu den wichtigsten Kunstförderpreisen an deutschen Kunsthochschulen. Die Hälfte des Preisgeldes ist für eine institutionelle Einzelausstellung in Bremen reserviert.

2019 sind 16 Künstler*innen an der Präsentation beteiligt, die ausnahmslos neue, zum Teil ortsbezogene Werke zeigt. Vertreten ist die gesamte mediale Breite von Malerei und Skulptur, über mehrteilige Installationen und Medienarbeiten bis hin zu überraschenden, in einem Museum für Gegenwartskunst nicht unbedingt zu erwartenden Werken, wie ein leise dahinplätschernder Wandbrunnen von Irene Strese. Stellvertretend sollen hier vier Positionen hervorgehoben werden:

Lukas Zerbst erprobt immer wieder die Grenzen und Möglichkeiten künstlerischer Praxis. So greift er für seine neueste Arbeit unmittelbar in die bestehende Museumsarchitektur ein. Eine massive Wendeltreppe im Ausstellungsbereich wird von ihm demontiert und in eine sich dynamisch in den Raum hineinragende Skulptur verwandelt.

Rima Radhakrishnan schlägt dagegen leise Töne an, wenn sie der phonetischen Textur deutscher Sprache nachspürt. Mit spielerischer Leichtigkeit befreit sie die Wörter von der Last des Alltags. Ihre poetischen Preziosen zeugen von einem Erfindungsreichtum, der kulturelle Eigenarten auf augen- und ohrenöffnende Weise freilegt und dabei zu eigenen Wortschöpfungen animiert.

Mattia Bonafini und Luisa Eugeni präsentieren eine multimediale Oper – ein eindrückliches und alle Sinne ansprechendes Raumerlebnis, das Videoprojektionen, Musik und performative Elemente verbindet.

Vertreten sind auch mehrere malerische Positionen. Vincent Haynes nimmt beispielsweise für seine Gemälde und Druckarbeiten mediale Bilder als Vorlage. Es sind Aufnahmen afrikanischer Politiker bei öffentlichen Auftritten und Inaugurationen, die Haynes in seinen Werken einer kritischen Untersuchung zugänglich macht. Die mediale Inszenierung von Macht im Zusammenspiel mit kulturellen Traditionen übt dabei eine besondere Faszination aus.

Eröffnung

Freitag, 24. Mai 2019, um 19 Uhr

  • Begrüßung
    Janneke de Vries, Direktorin Weserburg
    Prof. Dr. Martin Schulz, HfK Bremen
  • Einführung
    Ingo Clauß, Kurator
  • Jurybegründung
    David Bartusch, Vorstand Freundeskreis der HfK Bremen
  • Preisvergabe
    Karin Hollweg
  • Im Anschluss feiern wir gemeinsam im TAU, dem benachbarten Restaurant, bei Getränken, Chili und Musik.

Ausstellung auf Etage 3, 4 1/2 und 5

https://weserburg.de/ausstellung/meisterschuelerinnen2019/

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