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Doc-Netzwerke

Der fachliche Austausch mit anderen Promovierenden stellt eine wertvolle Motivation in der Promotionsphase dar. BYRD unterstützt diesen Austausch mit dem Format „Doc-Netzwerke“. In Doc-Netzwerken schließen sich Promovierende zusammen, deren Forschungsprojekte unter ein gemeinsames Thema fallen oder einen ähnlichen methodischen Ansatz verfolgen. Zurzeit sind 12 Doc-Netzwerke mit 150 Mitgliedern aktiv. Die meisten Netzwerke sind in den Sozial- und Geisteswissenschaften angesiedelt. Ihre Themen sind vielfältig, sie reichen von „Sozialer Netzwerkanalyse“ bis „Migrationsforschung“. Die Netzwerke entwickeln gemeinsame Aktivitäten über die einzelnen Promotionsthemen hinaus, wie Methodenworkshops, Organisation von Symposien oder gemeinsame Publikationen. In den Netzwerken verbinden sich so die Erweiterung akademischer Aktivitäten und das frühe Sichtbarwerden in der Scientific Community mit der wechselseitigen, informellen Unterstützung im Promotionsprozess.

 

Recht ist ebenso Steuerungsinstrument wie selbst gesellschaftlichen Wirkungen unterworfen. Dadurch verändert sich sowohl die Form des Rechts als auch sein Verhältnis zu anderen Systemen stetig. Da klassische Rechtsnormen aber in der Regel langsameren Wandlungsprozessen unterliegen und zudem einen aus ihrer Form resultierenden Verbindlichkeitsanspruch haben, stellt sich gesellschaftlicher oder politischer Wandel aus Perspektive des Rechts selbst häufig als Herausforderung dar. Die zum Doc-Netzwerk passenden Themenstellungen untersuchen diese Herausforderungen rechtsimmanent oder -extern.

Die bearbeiteten Themen im Netzwerk überschreiten die typischen rechtswissenschaftsinternen Disziplingrenzen. Zudem hat das Netzwerk vor allem den Austausch über Methoden und die gemeinsame Fähigkeitenbildung zum Ziel. Das heißt nicht, dass kein Raum für inhaltliche Diskussionen ist. Gerade dazu bietet es sich aber an, im Falle sehr dicht beieinanderliegender Fragestellungen etwa für die Dauer eines Publikationsprojekts gegebenenfalls auch Ad-hoc-Untergruppen des Netzwerks zu bilden.

Den Mittelpunkt des Doc-Netzwerks stellt das derzeit zweiwöchentlich stattfindende Kolloquium dar. Im Kolloquium wird der tendenziell eher einsame Schreibprozess regelmäßig durch Austausch und Feedback unterbrochen. Recherchefragen und methodische Fragen stehen dabei im Mittelpunkt. Weitere geplante Formate sind Schreibworkshops zur gezielten Förderung des gemeinsamen Vorankommens und gemeinsame Tagungsbesuche mit netzwerkinterner Vor- und Nachbereitun sowie der Besuch methodischer Fortbildungen oder die Einladung von Expert:innen zur Diskussion solcher Themen.

Das Netzwerk ist methodenpluralistisch und für interdisziplinäre Zugänge offen. Im Netzwerk ist daher Raum sowohl für rechtsdogmatische und rechtstheoretische als auch für soziologische Zugriffe auf das Recht und seine Wirkungsweisen.

Sprecher*innen: Wiebke Blanquett und Lasse Ramson

Die Elektroenzephalographie (EEG) ist ein häufig genutztes Instrument zur Untersuchung menschlicher Hirnaktivität. Sie erfreut sich einer großen Beliebtheit in vielfältigen, sehr verschiedenen Kontexten und wird von verschiedenen Diziplinen genutzt. Daraus resultiert eine große Spannbreite verschiedener Verfahren in der Erhebung und Auswertung von EEG-Daten.

Das Doc-Netzwerk für EEG-Forschung bietet Promotionsstudierenden verschiedener Fachrichtungen, darunter Biologen, Informatiker und Psychologen, ein Plattform zum Erfahrungs- und Wissensaustausch. Dazu finden regelmäßige Treffen statt, auf welchen aktuelle Projekte vorgestellt werden und sich die Mitglieder über Probleme und Erkenntnisse austauschen. Um konkrete Fragen schnell an die richtige Person stellen zu können gibt es eine Wissensdatenbank aktueller Mitglieder mit Ihren spezifischen Forschungsgebieten und Expertisen. Zusätzlich werden Sprecher*Innen zu verschiedenen Bereichen der EEG-Analyse eingeladen und größere gemeinsame Aktionen wie der Besuch wissenschaftlicher Kongresse oder die Ausrichtung kleiner Symposien organisiert.


Sprecher*innen: Lisa-Marie Vortmann und Nils Doehring

Im Rahmen des Doc-Netzwerks „Reflective Practitioner in der Lehrer*innenbildung“ geht es um die Frage, wie angehende Lehrer*innen in ihrem Werden zu reflektierten Praktiker*innen (Schön 1983) unterstützt werden können. Eine zentrale Rolle nimmt dabei die Förderung von Reflexionskompetenz ein, die es ermöglicht, zentrale Schnittstellen in der Lehrer*innenbildung zu erkennen, kritisch zu hinterfragen und für das eigene professionelle Handeln nutzbar zu machen. Dabei handelt es sich vor allem um Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen den unterschiedlichen Disziplinen in der Lehrer*innenbildung.
Diese wesentlichen Elemente der Lehrer*innenbildung werden im Rahmen wissenschaftlicher und fachübergreifender Austauschformate regelmäßig aufgegriffen und durch externe Expert*innen ergänzt. Neben dieser inhaltlichen Ausrichtung werden darüber hinaus auf einer übergeordneten Ebene auch der Promotionsprozess und seine Herausforderungen in den Blick genommen, indem beispielsweise gruppenspezifische Schreibretreats oder  Workshops zur Arbeitsorganisation gemeinsam gestaltet werden.
Derzeit umfasst das Doc-Netzwerk insgesamt 10 Mitglieder aus unterschiedlichen Fachbereichen. Zusätzlich erhalten die Mitglieder regelmäßig Unterstützung und Beratung von Dr. Marion Wulf (Gesamtkoordinatorin des BMBF-Projekts „Schnittstellen gestalten“ an der Universität Bremen).

Informationen und Kontakt: Georgia Gödecke und  Stefanie Hehner

Das Organisationsteam des „ScienceChats“ besteht aus acht DoktorandInnen, die vier verschiedenen ökologischen Arbeitsgruppen (AGs) der Universität Bremen angehören. Durch regelmäßige Treffen möchten wir eine engere Zusammenarbeit der AGs und speziell der DoktorandInnen fördern. Das diverse Feld der Ökologie bietet viele verschiedene Forschungsansätze, genauso gibt es aber auch universelle Konzepte, die unabhängig von der eigenen Ausrichtung anwendbar sind. Dieser Erfahrungsaustausch und die gegenseitige Unterstützung war für uns bisher schon sehr inspirierend und soll in Zukunft noch ausgeweitet werden.
Der „ScienceChat” trifft sich wöchentlich und lädt alle Ökologie-Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, zuzuhören und sich einzubringen. Die Treffen richten sich an DoktorandInnen in der Ökologie, sind aber auch offen für MasterstudentInnen und Post-docs, ebenso für WissenschaftlerInnen aus verwandten Fachbereichen wie den Geowissenschaften. Jede Woche gibt es eine*n verantwortliche*n Redner*in und es werden in der Gruppe Forschungsergebnisse und neue Methodiken präsentiert wie auch Fragen und Probleme diskutiert.

Bei Interesse kann jede*r gerne unserer Stud.IP Gruppe (“Science Chat”) und Mailingliste beitreten!

Sprecherinnen: Carmen Villacañas de Castro und Sophie Chattington

Studies suggest (cf. Jeppesen/Lakhani 2009) that an extra head on a problem from one specific working field can lead to satisfying solutions. In the DocNetzwerk “Facing professional challenges: Cross-functional PhD network”, graduate students across technical, biological, linguistic, and social fields at the University of Bremen focus on finding the cause of the high effectivity of working groups that have a diverse scientific background in professional (both academic and industrial) environments. The main goal of the cross-functional PhD network is to explore the application of cross-functional teams in academia in order to raise the effectiveness when confronted with challenging tasks. Talks and seminars with scientists and professionals from industry will be organized.

Spokespersons: Carolina Spiegel and Tanja Brüchert

Für Promovierende der Erziehungswissenschaft stellen empirische Forschungsmethoden ein wichtiges Werkzeug dar. Das Erziehungswissenschaftliche Doc-Netzwerk für Forschungsmethoden verfolgt das Ziel, Doktorand*innen ein Forum zu bieten, um forschungsmethodische Kompetenzen durch kollegialen Austausch zu fördern und zu erweitern, um so einen Beitrag zur Verbesserung der empirisch-pädagogischen Forschung beizutragen. Es begleitet und unterstützt Promovierende in ihrem individuellen Promotionsprozess. Das Netzwerk arbeitet vorrangig in festen Kleingruppen wie Interpretationsgruppen und Lesekreisen. Treffen in der Großgruppe werden u. a. für fachliche Workshops mit externen Referent*innen und zur Organisation des Netzwerkes genutzt.

Sprecherinnen: Lydia Heidrich und Anika Wittkowski

Im interdisziplinären DoktorandInnennetzwerk  beschäftigen sich die Doktorandinnen und Doktoranden mit dem methodologischen Ansatz „Design-Based Research“. Die Mitglieder kommen aus unterschiedlichen Fachdidaktiken. Die Gemeinsamkeit der Projekte liegt vor allem darin, (unterrichtliche) Lehr-/Lernprozesse bzw. das Lernen von Individuen zu erforschen. Das Netzwerk trifft sich während der Vorlesungszeit alle zwei Wochen und die Funktion des Netzwerks soll darin bestehen, während des gesamten Entstehungsprozesses der jeweiligen Arbeiten Gelegenheit zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung zu bieten. Das Spektrum der Themen umfasst dabei alle Phasen im Forschungsprozess, bspw. die gemeinsame Lektüre von Texten, die gemeinsame Interpretation von empirischem Material oder das Besprechen einzelner Textauszüge aus den entstehenden Arbeiten.  

Darüber hinaus können aber auch aktuelle Probleme im Promotionsprozess thematisiert oder die nächsten Arbeitsschritte geplant werden. In Ergänzung zu den im zweiwöchigen Abstand stattfindenden Sitzungen sind Workshops geplant, die eine sinnvolle Unterstützung für alle DoktorandInnen beinhalten.

Bisher sind am Netzwerk Promovierende aus den Fachbereichen 2, 3, 9 und 10 der Universität Bremen beteiligt, neue Mitglieder sind aber jederzeit herzlich willkommen!

Sprecher*innen:Nathalie Werner und Eric Wolpers

Wir sind eine selbstorganisierte Gruppe von Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich im Sommer 2014 an der Universität Bremen formiert hat. Einige von uns lehren und forschen an der Universität Bremen, während andere inzwischen an anderen Universitäten tätig sind.

Das Netzwerk verfolgt das Ziel, Wissenschaftler*innen zusammenzubringen, die sich als Migrant*innen und/oder of Color/Black positionieren. Wir schaffen Räume für einen Austausch wissenschaftlicher und beruflicher Erfahrungen, für die gegenseitige Unterstützung im Prozess der fachlichen Qualifizierung und der Positionierungsmöglichkeiten im akademischen Umfeld.

Eine Besonderheit des Netzwerkes besteht darin, dass sich unsere Promotionsarbeiten im Diskussionszusammenhang der (rassismus)kritischen Migrationsforschung bewegen und erziehungs- und sprachwissenschaftlich ausgerichtete Fragestellungen untersuchen. Damit sind unsere Promotionsarbeiten in die Kritik an ethnisierenden, kulturalisierenden und rassialisierenden Ausgrenzungen strukturell-gesellschaftlicher Machtverhältnisse eingebettet.

Seit September 2014 sind wir offiziell vom Promotionszentrum der Universität Bremen als Doktorand*innen Netzwerk anerkannt. Sprecherinnen unseres Netzwerkes sind Aysun Doğmuş und Veronika Kourabas.

Unsere Arbeitsformate:

  • Forschungswerkstatt
  • Kollegiale Beratung
  • Workshops
  • Sozial-politische Interventionen

Forschungswerkstatt:

Im Mittelpunkt der Forschungswerkstatt stehen die Analyse von empirischem Datenmaterial und die Reflexion theoretischer und methodologischer Zugänge. Da alle Forschungsprojekte der Netzwerkmitglieder qualitativ ausgerichtet sind, arbeiten wir mit rekonstruktiv-interpretativen und diskurstheoretischen Textanalyseverfahren.

Kollegiale Beratung:
In Kleingruppen nutzen wir Formate  der Peer-Unterstützung zu Positionierungsmöglichkeiten und der Rollenfindung im wissenschaftlich-akademischen Feld. Mit unterschiedlichen Methoden aus der Theaterarbeit, der Supervision und des Coachings reflektieren wir gemeinsam unsere Erfahrungen und Herausforderungen (Lehre, Gremienarbeit, Team, Forschung etc.)  und erarbeiten für uns sinnvolle Strategien.

Workshops:

Zu unseren Arbeitsformaten gehören auch die Organisation und Durchführung von Workshops. In 2018 haben wir etwa einen Schreibworkshops mit Pasqual Virgine Rotter und Janine Rygalski durchgeführt. Ziel der Schreibwerkstatt war, einen gemeinsamen Rahmen für das Schreiben und den Austausch über Schreibprozesse zu ermöglichen. Darüber hinaus wurde ein Reflexionsraum für das Promovieren in u.a. rassismus- und sexismusrelevanten Machtverhältnissen – auch im wissenschaftlichen Feld – eröffnet, der zugleich als Empowerment für alle Beteiligten wirkte. Dies war für uns relevant, da nicht nur unsere thematischen Relevanzsetzungen sich auf rassismuskritische und genderspezifische Zugänge beziehen, sondern auch unsere Auseinandersetzungen und Erfahrungen im wissenschaftlichen Feld.

Darüber hinaus haben wir bspw. an einem zweitätigen Workshop zum Thema ›Rassismus im Wissenschaftsbetrieb‹ teilgenommen, der zwei unterschiedliche Reflexionsräume („Empowerment“ und „Critical Whiteness“) eröffnet hat, um zur positionierten Auseinandersetzung mit Rassismus innerhalb universitärer Strukturen anzuregen. Dieser Workshop wurde vom Doktorand*innen-Netzwerk »Postcolonial und Black Studies Perspektiven in der Kulturanalyse« organisiert und von Pasquale Virginie Rotter und Kim Annakathrin Ronacher angeleitet.

Sozial-politische Interventionen:

In unserem Netzwerk thematisieren wir auch sozial-politische Ereignisse in ihrer soziale Ungleichheit reproduzierenden, insbesondere rassistischen Relevanz und unterstützen entsprechende intervenierende Aktivitäten.

Mitglieder des Netzwerkes

Prof. Dr. Donja Amipur, M.A.

  • Dissertationsschrift 2016: Migrationsbedingt behindert? Zur Interdependenz der Wahrnehmung von Behinderung und strukturellen Rahmenbedingungen im Kontext migrationsbedingter Heterogenität.

Selin Arusoğlu, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Die Bedeutung von Sprache für junge Einwanderinnen und Einwanderer im Verlauf der betrieblichen Ausbildung.
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Migration und Bildung, Mehrsprachigkeit, Sprachenbildung und Deutsch als Fremdsprache, Übergänge in berufliche Bildung, Qualitative Forschungsmethoden.

Aysun Doğmuş, Dipl. Soziologin (Postdoc)

  • Dissertationsschrift: Professionalisierung in Migrationsverhältnissen - Eine rassismuskritische Perspektive auf das Referendariat angehender Lehrer*innen (Monographie in Vorbereitung)
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Pädagogisches Handeln und Professionalisierung in Migrationsverhältnissen, Rassismuskritik und Intersektionalität in der Lehrer*innen(aus)bildung, (rassismus-)kritische Migrations- und rekonstruktive Sozialforschung, insbesondere dokumentarische Methode und intersektionale Mehrebenenanalyse sozialer Ungleichheiten.

Rebecca Gotthilf

  • Studentin des Bachelorstudienganges Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften
  • Arbeitsschwerpunkte: Rassismuskritik, Sex and Gender, Empowerment und Anti-Bias-Ansätze

Veronika Kourabas (Postdoc)

  • Dissertation: Die Anderen ge-brauchen. Eine rassismustheoretische Analyse von ‚Gastarbeit‘ im migrationsgesellschaftlichen Deutschland. Bielefeld: transcript (Monographie im Erscheinen)
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Rassismustheorie und Rassismuskritik mit Bezug auf den bundesdeutschen Kontext, historische und gegenwartsbezogene Diskurse über Migration in Dtld., rassismuskritische Professionalisierung, Gender und intersektionale Analysen

Asli Polatdemir, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: “Empowerment Concepts of Women's Movements in Turkey: A Foucauldian Analysis of Subjectification Through Websites”

Chripa Schneller, M.A.

  • Arbeitstitel der Dissertation: Selbstpositionierung von Studierenden mit Migrationshintergrund. Does migration matter? Eine qualitative Studie zur Selbstpositionierung von Studierenden mit Migrationshintergrund an der Hochschule.

Dr. Anna Aleksandra Wojciechowicz, Dipl.-Päd.

  • Dissertationsschrift 2018: Erkämpfte Hochschulzugänge in der Migrationsgesellschaft. Rassismuskritische Perspektiven auf Biografien von Lehramts- und Jurastudentinnen.
  • Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Bildung, (Hoch)Schule und Lehrer*innen-Bildung in der Migrationsgesellschaft, Rassismuskritische Ansätze in Lehre und Forschung, Qualitativ-interpretative Sozialforschung.

Werde Mitglied im Netzwerk!

Interessierte als Migrant*innen, Black oder als People of Color positionierte Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich im Rahmen ihrer Forschungsprojekte mit Fragen im Kontext von Migration/Rassismus und Bildung auseinandersetzen, sind herzlich willkommen, sich dem Netzwerk anzuschließen.

Haben wir Dein Interesse geweckt? Wir freuen uns auf deine Nachricht! Schreib uns einfach an:
Aysun Doğmuş und/oder Veronika Kourabas.

Die  Qualitative  Forschungswerkstatt  am  IPP (Institut für Public Health und Pflegeforschung)  ist  eine  interdisziplinär  angelegte Forschungswerkstatt für qualitative Forschungsmethoden, die überwiegend von DoktorandInnen genutzt wird. Es treffen sich in einem kontinuierlichen Arbeitszusammenhang Studierende, Promovierende und Forschende des IPPs, als auch externe Interessierte, die im Rahmen von Forschungsprojekten kollegiale Beratung und Mitarbeit wünschen. Vom Forschungsinteresse, der Fragestellung, über Auszüge aus dem Datenmaterial bis hin zu selbst geschriebenen Texten kann alles eingebracht und zum Gegenstand der gemeinsamen Arbeit gemacht werden. Darüber hinaus werden auch gemeinsam methodologische und ethische Fragen zu den Forschungsthemen diskutiert.
Grundlage der Arbeit in der Werkstatt ist eine Orientierung am qualitativen und interpretativen Forschungsparadigma. Im Hinblick auf die Methoden, die in den jeweiligen Arbeiten eingesetzt werden, ist die Gruppe offen für die unterschiedlichen methodischen und methodologischen Ansätze.
Zu jeder Sitzung kann jeweils ein/e TeilnehmerIn Material, Themen oder Fragen einbringen. Das Interesse an der Gestaltung einer Sitzung muss vorher angemeldet werden. In der Forschungswerkstatt wird eine Schweige- und Sorgfaltspflicht im Umgang mit dem Datenmaterial vorausgesetzt.

Treffpunkt ist jeder 2. Montag im Monat von 15.30 – 17.30 in der Grazer Straße 4, Raum 1010.

Informationen und Kontakt:  Claudia Einig oder Sebastian Partsch

Das Doc-Netzwerk vereint junge Historiker_innen, die zu ganz unterschiedlichen Epochen (Antike, Mittelalter, Neuzeit und Zeitgeschichte) und geographischen Regionen (Europa, Asien, Nord-, Mittel- und Südamerika) forschen. Um die heterogenen geschichtswissenschaftlichen Themen und Perspektiven in einen Dialog zu bringen, stehen im Mittelpunkt des Austausches und der Zusammenarbeit methodische und theoretische Fragen, wobei der gemeinsame Fokus auf Ansätzen aus dem Bereich der Global- und Transnationalen Geschichte sowie den jüngeren durch den spatial turn angeregten Theoriedebatten liegt. Neben dem theoretisch-methodischen Austausch werden im Netzwerk Exposés, Kapitel und Vorträge der Mitglieder besprochen. Zudem bietet das Netzwerk die Möglichkeit, organisatorische Fragen zu Publikationen oder die Vorbereitung und Durchführung von Archivaufenthalten im In- und Ausland zu erörtern.

Sprecherin: Annika Bärwald

 

Im Doktorandennetzwerk Fremdsprachendidaktik tauschen sich die an der Universität Bremen promovierenden Fremdsprachendidaktiker*innen und angewandten Linguist*innen zu Inhalten, Methoden und Zielen ihrer Forschungsvorhaben aus. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf sprachenübergreifenden und interdisziplinären Fragen. Dieser Austausch erscheint in Zeiten gesellschaftlicher und schulischer Mehrsprachigkeit und angesichts des Ideals des Interkulturellen Sprechers (Byram) höchst geboten. Zudem erfordern quantitative und qualitative Forschungsvorhaben in eher geisteswissenschaftlich orientierten Disziplinen eine besonders intensive methodische Schulung und Vorbereitung. Geplant sind neben regelmäßigen Treffen im Semester eine jährliche Klausurtagung sowie Workshops zu relevanten Inhalten und forschungsmethodischen Schwerpunkten. Das Netzwerk umfasst zur Zeit 24 Promovend*innen aus der Fremdsprachendidaktik und der Angewandten Linguistik.

Sprecherinnen: Nelli Mehlmann und Georgia Gödecke

Die Early Career Researcher Academy (ECRA) ist der Zusammenschluss der Doktorand*innen und Postdocs des Leibniz ScienceCampus (LSC) Digital Public Health Bremen. Die ECRA steht Doktoranden und Postdoktoranden sowohl vom LSC DiPH als auch zugeordneter Institutionen offen. Durch den multidisziplinären Ansatz des LSC DiPH fördert die ECRA den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Nachwuchsforschern verschiedener Disziplinen. Die ECRA organisiert hierfür selbstständig Retreats und Workshops, lädt Wissenschaftler*innen zu Forschungsaufenthalten nach Bremen ein oder finanziert eigene Konferenzteilnahmen ihrer Mitglieder.

Sprecherin: Laura Maaß


Gründung eines Doc-Netzwerkes

Doc-Netzwerke beruhen auf der Initiative von Doktorandinnen und Doktoranden. Sie bilden einen Ort gegenseitiger wissenschaftlicher Unterstützung. Im Doc-Netzwerk wird die fachliche Durchführung des Promotionsprojekts durch gegenseitige Beratung, die soziale Einbindung der Einzelnen und begleitende akademische Aktivitäten der Gruppe ergänzt.

Jedes Netzwerk folgt einem übergreifenden Leitmotiv (Thema und/oder Methode), das die Promotionsideen und -projekte seiner Mitglieder verbindet und in der Regel interdisziplinär ausgerichtet sein sollte.In Netzwerken werden Promovierende und fortgeschrittene Master-Studierende frühzeitig in ihrer Selbständigkeit als wissenschaftlicher Nachwuchs gefördert.

Was bringt mir ein Netzwerk?

Doc-Netzwerke haben viele Vorteile:

  • Gegenseitige Beratung: Das Doc-Netzwerk ermöglicht Ihnen gegenseitigen Austausch über Erfahrungen und Arbeitsweisen (Methoden und Themen). Sie können sich gegenseitig gute Tipps geben und fachliche Diskussionen führen.
  • Soziale Einbindung: Sie sind Teil einer Gruppe. Der Doktorandenalltag wird durch diese begleitende Aktivität aufgelockert und ergänzt.
  • Koordinations-, Wissens- und Motivationsfunktion: Sie können sich (fachlich) austauschen und durch verschiedene Aktivitäten des Netzwerks Motivation finden.
  • Begleitende akademische Aktivität: Über Ihre fachliche universitäre Einbindung hinaus bietet Ihnen das Netzwerk die Möglichkeit, sich interdisziplinär zu engagieren und auszutauschen.

Wie rufe ich ein Doc-Netzwerk ins Leben?

Sie brauchen nicht viel:

  • Aussagekräftiger Titel/ Gemeinsames Leitmotiv: Das Thema des Doktorandennetzwerks kann am besten durch einen aussagekräftigen Titel belegt werden, der die Mitgliedersuche und die Darstellung nach außen vereinfacht. Der Titel setzt auch den Rahmen um die thematische und methodische Ausrichtung des Netzwerks und macht es einfacher, einen Bezugspunkt zum eigenen Promotionsthema zu suchen und zu finden.
  • Mitgliederzusammensetzung: Ideal ist es, wenn ein Netzwerk aus 6 bis höchstens 15 Mitgliedern besteht, von denen ein oder zwei Promovierende als Sprecher*innen und Ansprechperson fungieren. Master-Studierende und Postdocs können ebenfalls im Netzwerk mitwirken, allerdings sollten die Promovierenden in der Mehrzahl sein.
  • Schriftliches Konzept zum thematischen und methodischen Rahmen des Netzwerks sowie der Bezüge der einzelnen Promotionsthemen zu diesem Rahmen (3-4 Seiten) mit Kurzbeschreibung für die BYRD-Webseite

Wie wird das Netzwerk erfolgreich?

  • Aktive Netzwerke leben von ihren Mitgliedern. Verbindlichkeit, Motivation und persönliche Erfolge sind hierbei wichtige Faktoren.
  • Im Netzwerk arbeiten – vom Netzwerk lernen: Durch das übergreifende Thema bietet sich die Möglichkeit gemeinsame Ziele zu erarbeiten. Zum Beispiel: Besuch einer Tagung, Einladung von Gastdozent*innen oder auch interdisziplinäre Publikationen und Projekte. Der überfachliche und persönliche Austausch über Erfahrungen (Stolpersteine, Zeitfresser, gute Recherchemethoden oder neue Entwicklungen und Impulse) ist ebenfalls ein wichtiger Faktor.
  • Interdisziplinärer Austausch: Durch die möglichen Überschneidungsbereiche innerhalb des Netzwerks bekommen Sie neue Impulse, erweitern Ihren Blick in der Wissenschaftslandschaft durch den Einfluss aus anderen Fächern und können innerhalb des Doktorandennetzwerks gegenseitig von Ihren Erfahrungen profitieren.
  • Verbindlichkeit/ Regelmäßigkeit: Regelmäßiger Austausch ist wichtig. Sollten Sie hierfür einen Raum mit einer bestimmter Ausstattung und Technik benötigen, können wir von BYRD Sie gerne dabei unterstützen.
  • Weitere Aktivitäten: Jedes Netzwerk entfaltet weitere Aktivitäten, z. B. die Organisation von Fachvorträgen mit externen Referent*innen, gemeinsame Beiträge zu Konferenzen oder die Einladung geeigneter Alumni zur beruflichen Orientierung.

Welche Förderung erhält das Netzwerk?

  • Fördergelder bis zu 2.500 € pro Jahr: Als Doktorandennetzwerk können Sie über BYRD Mittel für einzelne Aktivitäten beantragen. Die Mittel können z. B. für Dozent*innenhonorare, Workshop- und Tagungsorganisation, Druckkostenzuschuss für gemeinsame Publikationen und anderes verwendet werden.
  • Soft Skills/Auftaktworkshop: Zum Start organisiert und finanziert BYRD einen bedarfsorientierten Workshop speziell für das Doc-Netzwerk.
  • Unterstützung und Beratung durch BYRD: Die gegründeten Doc-Netzwerke können jederzeit die Beratungsangebote des Promotionszentrums der Universität nutzen und mit Unterstützung und Hilfestellung seitens BYRD rechnen.
  • Bekanntmachung durch BYRD: Auf unserer Web-Plattform wird jedes Netzwerk bekannt gemacht, um Mitglieder zu finden.

Was kann daraus noch entstehen?

  • Sie können sich fachlich austauschen und auch nach Abschluss Ihrer Promotion weiterhin Kontakt halten. Sie können interdisziplinäre Fachkontakte knüpfen und über das eigene Promotionsthema hinaus Kenntnisse und Kompetenzen erwerben.
  • Gemeinsame Publikationen: Durch gemeinsame Publikationen können Sie Ihr Standing in der Wissenschaftslandschaft erhöhen. Sie können in der Gruppe oder mit Mitgliedern Ihres Netzwerkes zusammen Aufsätze veröffentlichen, Projektergebnisse bekannt machen oder auch selber Tagungen organisieren.
  • Interessanter Punkt für den eigenen Lebenslauf: Bei Bewerbungen können die Netzwerkaktivitäten und -erfolge gute und interessante Ergänzungen zu Ihren übrigen Qualifikationen darstellen.