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Selbstorganisierte Exkursion nach Berlin zum Thema Dekolonisierung von Museen und anderen Kulturinstitutionen im WiSe 19/20

Dekolonisierung von Museen und anderen Kulturinstitutionen: Exkursionsbericht, Reflexion und Essay von Hanna Schwamborn und Vera Heimisch

Für das Wintersemester 2019/20 planten wir, eine Gruppe Studierender des MATS, mit Unterstützung von Prof. Dr. Michi Knecht, eine selbstorganisierte Exkursion nach Berlin. Gemeinsam stellten wir ein 3- tägiges Programm zusammen, in dem wir der Frage „Was bedeutet Dekolonisierung der ethnologischen Museen und anderer Kulturinstitutionen?“ nachgehen wollten. An der Exkursion nahmen 30 MATS-Studierende aus unterschiedlichen Jahrgängen teil.
Bei der Planung des Programms wollten wir vor allem eine Vielfalt an Themen und Arbeitsfeldern einbringen, das Spektrum also im Vergleich zu einer Exkursion, die bereits ein Jahr zuvor stattfand und den Fokus auf Museum setzte, etwas vergrößern.
Neben einer postkolonialen Stadtführung, die uns als ein alternatives Format, als Einstieg in die Thematik und zum Ankommen am Ort Berlin wichtig war, trafen wir uns während der Exkursion mit Personen aus dem Museums- und Theaterkontext, sowie der Beratungs- und/ oder aktivistischen Arbeit, die sich im Themenspektrum rund um Dekolonisierung, Diversifizierung und Antidiskriminierung bewegen:

Tag 1
1.1. Stadtführung mit Jacqueline Mayen zu Frauen im Kolonialismus

1.2. Gespräch mit dem Dramaturgen Ludwig Haugk am Gorki Theater
und anschließender Besuch des Stücks Oder: Du verdienst deinen Krieg
(Eight Soldiers Moonsick) der Autorin Sivan Ben Yishai

Tag 2
2.1. Gespräch und Führung mit Christian Kopp vom Verein Berlin
Postkolonial durch die Ausstellung Zurückgeschaut: Treptower Park 1896.
Erste Deutsche Kolonialausstellung 1896 im Museum Treptow

2.2. Gesprächsrunde mit Lisa Scheibner und Sandrine Micossé Aikins
von Diversity Arts Culture

Tag 3
3.1. Gesprächsrunde mit Jule Bönkost vom Institut für Diskriminierungsfreie
Bildung

3.2. Gesprächsrunde und Führung mit Anna Brus durch die Ausstellung
Spektral Weiss. Das Auftauchen von Europäerfiguren in der afrikanischen
Kunst und Führung durch die Ausstellung Liebe und Ethnologie.
Die koloniale Dialektik der Empfindlichkeit im Haus der Kulturen der Welt

Aus der Exkursion entstand ein Erfahrungsbericht sowie ein Essay, die weitere Einblicke geben und hier heruntergeladen werden können:

Erfahrungsbericht von Hanna Schwamborn
Essay Vera Heimisch