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Abbau von Unterrepräsentanzen

Die Grundlage dieses Schwerpunktes der Zentralen Frauenbeauftragten ist die geschlechtsspezifische Selektion entlang des Kaskadenmodells. Wie dem CEWS Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2017 (Löther 2017) zu entnehmen ist liegt die Universität Bremen im Hinblick auf relevante Gleichstellungsindikatoren im Jahr 2015 auf Ranggruppe 4 (9 von 12), mit Spitzenwerten bei Professuren und Postdoktorandinnen aber in der Mittelgruppe bei wissenschaftlichem Personal und Promotionen. Die Rechenschaftsberichte des Rektors 'Uni in Zahlen' geben detaillierte Auskünfte über die Frauenanteile nach dem gemeinhin bekannten Kaskadenmodell.

Der Anteil von weiblichen Studierenden lag im WiSe08/09 bei 52,6% und ist bis zum Jahr WiSe17/18 auf 51,8% gefallen (Uni in Zahlen 2017:52). Unter diesem uniweiten Frauenanteil im Jahr 2017 lagen die Fachbereichen Physik/Elektrotechnik (FB 01) mit 20,5%, Mathematik/Informatik (FB 03) mit 28,8%, Produktionstechnik -Maschinenbau & Verfahrenstechnik- (FB 04) mit 20,4%, Geowissenschaften (FB 05) mit 36,2% und Wirtschaftswissenschaft (FB 07) mit 43,1% (Uni in Zahlen 2017:52). Erhöht haben sich die Anteile im FB 01 und FB 04 und verringert in den FB 03, FB 05 und FB 07 seit dem WiSe08/09.

Auf der Ebene der Promovendinnen nimmt der Frauenanteil im Vergleich zu den Studierenden bereits ab. Im Jahr 2009 haben 132 Frauen von 319 Promovendinnen, also 41,4%, ihre Promotion bestanden (Uni in Zahlen 2017:22), im Jahr 2017 waren es 143 Frauen von 317 Promovendinnen, also 45,1% (Uni in Zahlen 2017:22). Die Entwicklung der Promotionszahlen zeigt, dass der Frauenanteil an den Promotionen seit 2009 stabil unter dem Männeranteil liegt (Uni in Zahlen 2017:23). Der Anteil an Promovendinnen schwankt aber erheblich nach Fachbereichen, mit Frauenanteilen deutlich unter dem uniweiten Anteil von 45,1% im Jahr 2017 in der Physik/Elektrotechnik (FB 01), Mathematik/Informatik (FB 03), Produktionstechnik -Maschinenbau & Verfahrenstechnik- (FB 04) und Wirtschaftswissenschaft (FB 07) (Uni in Zahlen 2017:53).

In geringerem Maße erlangen Frauen eine Habilitation an der Universität Bremen. Die Entwicklung der Habilitationszahlen über die Jahre 2000 bis 2017 zeigt, die Anzahl der Habilitationen von Frauen liegt über den gesamten Zeitraum deutlich unter denen der Männer (Uni in Zahlen 2017:24). Lag das Verhältnis von Habilitationen der Männer zu Frauen bei 17 zu 7 im Jahr 2000 (Frauenanteil: 29%) liegt es im Jahr 2017 bei 13 zu 4 (Frauenanteil: 24%). Insgesamt sind von 1982 bis zum Jahr 2017 an der Universität Bremen 557 Menschen habilitiert worden, davon 151 Frauen (Uni in Zahlen 2017:25). In den Naturwissenschaften liegt der Frauenanteil an den Habilitationen seit dem Jahr 2014 bei 0% (Uni in Zahlen 2017:54).

Gering, wenn auch über dem Durchschnitt in Deutschland, ist der Frauenanteil auf professoraler Ebene: Im Jahr 2017 arbeiteten 320 Professorinnen an der Universität Bremen, davon 99 Frauen (31%) (Uni in Zahlen 2017:27). Die Vollzeitäquivalente bei den Frauen unter den Professorinnen lagen im Jahr 2017 bei 29% (Uni in Zahlen 2017:28).

Die Universität Bremen engagiert sich für die Förderung von Wissenschaftlerinnen.

Die Zentrale Frauenbeauftragte setzt sich nicht nur für eine geschlechtergerechte Personalauswahl und -entwicklung ein, sondern auch für die Installation von geschlechtergerechten Karrierewegen im akademischen Mittelbau. Sie empfiehlt eine explizite Zielformulierung entlang des Kaskadenmodells auf Fachbereichsebene sowie geschlechterpolitische Qualitätsstandards bei der Gestaltung der wissenschaftlichen Personalstruktur zugrunde zu legen. Dazu gehört auch eine geschlechtersensible Datenerfassung und Datenanalyse (Befristungen, Umfang, Dauer der Stellen) im wissenschaftlichen Mittelbau und Verbindlichkeiten/Konsequenzen bei Nichteinhaltung von Zielformulierungen.

 

Die Zentrale Frauenbeauftragte unterstützt die Universität Bremen in diesem Schwerpunkt wie folgt:

  • Beratung bei Entscheidungen des Rektorates zu Berufungs- und Personalentscheidungen im Bereich des wissenschaftlichen Personals 
  • Unterstützung beim Qualitätsmanagement für den Prozess der Berufungsverfahren und Verbesserung der internen Abläufe
  • Abgabe von Stellungnahmen und Einsprüchen bei Personalauswahl- und Berufungsverfahren
  • Handreichungen zum Überblick zu gleichstellungspolitischen Gestaltungsmöglichkeiten, Rechte und Pflichten sowie Ergebnissicherung bei Kommissionsarbeiten der Dezentralen Frauenbeauftragten
  • Schulungen und Workshops mit dezentralen Frauenbeauftragten zur geschlechtergerechten Personalauswahl
  • Überprüfung der Einhaltung der AS Richtlinie zur Erhöhung des Anteils von Frauen am wissenschaftlichen Personal der Universität Bremen auf zentraler Ebene
  • Unterstützung der dezentralen Frauenbeauftragten bei der Erstellung von Frauenförderplänen im Fachbereich
  • Unterstützung der dezentralen Frauenbeauftragten bei der Konzeption von Gleichstellungsberichten
  • Organisation von Veranstaltungen, Vollversammlungen und Netzwerktreffen der Hochschullehrerinnen, der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und der Studierenden der Universität Bremen
  • Enge Zusammenarbeit mit dem Referat 04 - Chancengleichheit an der Universität Bremen
  • Mitglied des Lenkungskreis Gendermainstreaming
  • Mitglied der Bereichsforschungskommission (BFK) NaWi/SoWi sowie der Nachwuchs-, Haushalts, und Forschungskommission des AS   

Informationen der Universität Bremen


Aktuelle Stellenangebote an der Universität Bremen


Rechenschaftsberichte des Rektors 'Uni in Zahlen'


Übersicht zu akademischen Karrierewegen an der Universität Bremen


Detailierte Informationen zu Berufungsverfahren und Tenure-Track/Juniorprofessuren der Universität Bremen


Leitfaden für die Bearbeitung von Berufungsverfahren (AG Berufungsleitfaden / Rechtsstelle der Universität Bremen) (Stand Nov. 2015)

Leitlinien zur Ausgestaltung von Tenure-Track-Professuren an der Universität Bremen (Stand 17. Dezember 2018)


Ausführliche und aktuelle Informationen des Personalrates der Universität Bremen


Bei Fragen oder Problemen aus dem beruflichen Bereich, als auch wegen Anliegen aus dem Privatleben, Sachfragen oder gesundheitlichen Schwierigkeiten kontaktieren Sie die betriebliche Sozialberatung!

Informationen auf Landes- und Bundesebene


Wissenschaftsplan 2020 (Stand: 31.07.2014)


Bremisches Hochschulgesetz in der Fassung vom 9. Mai 2007 (Brem.GBl. 2007, 339), zuletzt Inhaltsverzeichnis und mehrfach geändert, § 31a eingefügt sowie § 58 neu gefasst durch Artikel 1 des Gesetzes vom 08. Mai 2018 (Brem.GBl. S. 168)


Verordnung über den Umfang und den Nachweis der Erfüllung der Lehrverpflichtung an staatlichen Hochschulen (Lehrverpflichtungs- und Lehrnachweisverordnung - LVNV) vom 14. Mai 2004 (Brem.GBl. 2004, 441), zuletzt §§ 4, 5 und 6 neu gefasst sowie § 7a eingefügt durch Artikel 2 des Gesetzes vom 20. Juni 2017 (Brem.GBl. S. 263, 274)


Tarifverträge und Bremisches Besoldungsgesetz (BremBesG)


Detaillierte Informationen zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) und Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)


Rahmenkodex für die Verbesserung der Vertragssituationen/Rahmenbedingungen  von Beschäftigungen an Bremischen Hochschulen


Bremische Bürgerschaft: Ausschusses für die Gleichstellung der Frau und Ausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Informationsfreiheit


Stellenausschreibungen des Tenure-Track-Programm des Bundes


Gender 2020: Auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Hochschul- und Wissenschaftskultur (Baaken et al. 2018)


Personalentwicklung in der Wissenschaft geschlechtergerecht gestalten! IAB Forum (Wagner 2018)


Geschlechtergerechte Akkreditierung und Qualitätssicherung – Eine Handreichung (Hilgemann et al. 2012)


(Un-)Gleiches Entgelt bei gleichwertigen Jobanforderungen: „COMPARABLE WORTH“ Arbeitsbewertungen als blinder Fleck in der Ursachenanalyse des Gender Pay Gaps?(IAQ) (Klammer et al. 2018) 


Der digitale Gleichstellungsatlas des BMFSFJ gibt anhand von 38 Indikatoren einen umfassenden Überblick über die regionalen Unterschiede bei der Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland.