„Spannend – aber zeigen Sie erst mal, dass es funktioniert“ – so kurz gesagt die Antwort aus der Industrie, als der Wissenschaftler Sven Kerzenmacher seine Forschungsergebnisse auf der Suche nach Praxispartnern vorstellte.
Wissenschaftler:innen, die ihre Forschung in die Anwendung bringen wollen, benötigen einen „Proof of Concept“, um die Industrie zu überzeugen. Doch damit sie diesen liefern können, fehlen oftmals nicht nur bessere Einblicke, was genau die Industrie braucht. Ihnen fehlt auch die Finanzierung für die risikoreiche Phase der Prototypenentwicklung. Diese Finanzierung stellt die Industrie aber erst bereit, wenn das „Proof of Concept“ vorliegt.
Ein Paradox – in der Wissenschaft auch als „Valley of Death“ benannt. Dieses Problem fokussiert das „MaTeNa innovate! Zentrum“, das seit Ende 2024 mit Unterstützung der Joachim Herz Stiftung an der Universität Bremen im Aufbau ist: Forschung schneller zur Marktreife führen. Das „MATENA innovate! Zentrum“, eine Abkürzung für Materialien – Technologien – Nachhaltigkeit, fördert solche Projekte, bei denen sich zeigt, dass sie es in die Anwendung schaffen können, die aber zugleich noch so weit weg davon sind, dass die Industrie sich nicht engagiert.
Zum Start werden drei Pilotprojekte unter dem Dach des „innovate! Zentrums“ gefördert. Das Projekt von Sven Kerzenmacher, in dem er nachhaltige Futtermittel für die Aquakultur entwickelt, ist eines davon. Kerzenmacher ist Leiter des Fachgebiets Umweltverfahrenstechnik an der Uni Bremen.
In der Reportage „Eine Brücke über das ‚Valley of Death‘“ können Sie mehr über die Forschung Kerzenmachers und den strategischen Ansatz lesen, den das „innovate! Zentrum“ verfolgt. Die Reportage ist am 23. April erschienen und wurde von dem Journalisten Christian Heinrich für die Joachim Herz Stiftung verfasst.


