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Zeitmanagement gestalten

Eine frühzeitige und durchdachte Vorbereitung hilft Ihnen, mit einem guten Gefühl anzutreten.

Lehre als zeitliche Herausforderung

 

 

 

Die Lehre ist nur eine von zahlreichen Aufgaben, die Sie als Wissenschaftler*innen an Hochschulen haben: Sie gehen auch Ihrer Forschungstätigkeit nach, betreuen und fördern wissenschaftlichen Nachwuchs und haben Verwaltungs- und koordinierende Aufgaben. All dies unter einen Hut zu bekommen, kann zur Herausforderung werden.

Darunter kann mitunter die Vorbereitung Ihrer Lehrveranstaltungen leiden. Deshalb ist es in der Konzeptionsphase wichtig, nicht nur darüber nachzudenken, wie Sie Ihre Veranstaltungen möglichst spannend und lehrreich gestalten können, sondern auch, wie es um Ihre zeitlichen Ressourcen bestellt ist (Riedenauer & Tschirf, 2012).

Lehrende haben neben der Lehre oft noch andere Verpflichtungen wie ihre Forschung, Büroarbeit oder Privates

Zeitplanung

Warum ist Zeitplanung wichtig?

Die Entwicklung und Umsetzung von Lehr-Lern-Szenarien kann im Hinblick auf die benötigte Zeit stark variieren. Während einige Vorhaben sich mit verhältnismäßig wenig Zeitaufwand umsetzen lassen, gibt es andere, die zunächst sehr ressourcenbindend sein können.

Dabei können ganz unterschiedliche Einflussfaktoren eine Rolle spielen (Riedenauer & Tschirf, 2012):

  • Die fachliche Materie ist bekannt oder muss noch erschlossen werden.
  • Ein Lehr-Lern-Konzept muss nur angepasst oder neu entwickelt werden.
  • Lehr-Lern-Materialien bestehen bereits oder müssen neu erstellt werden.
  • Systeme und Tools, die zum Einsatz kommen sollen, sind bereits bekannt oder Sie müssen sich noch einarbeiten.

Einen Zeitplan machen

Grundsätzlich ist es wichtig, großzügig einzuschätzen, wie viel Zeit Sie für die Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung benötigen. Ein Zeitplan hilft Ihnen dabei, den Arbeitsaufwand zu überblicken. In den Praxistipps finden Sie dafür eine Vorlage. Versuchen Sie, die Balance zwischen dem Anspruch an Ihre Lehrtätigkeit und dem tatsächlich zur Verfügung stehenden Stundenkontingent zu finden. Auch die Beratung von Studierenden, sollten Sie bei Ihrer zeitlichen Planung berücksichtigen.

Bei der Erstellung eines Zeitplans sollten Sie realistisch bleiben und zeitliche Puffer einbauen. Sie können z.B. bestimmte Tage ausschließlich für die Organisation und Durchführung (Halten von Sprechstunden, Beantwortung von Mails, Aktivierung und Bearbeitung von Lernplattformen) der Lehre vorsehen.

 

Lehrveranstaltungsplanung und -durchführung als Entwicklungsprozess

Uhr

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, nicht alles auf einmal zu wollen (Riedenauer & Tschirf, 2012). Es ist sinnvoll, mit kleinen Schritten und einem überschaubaren Aufwand anzufangen, um dann Ihre Lehrveranstaltungen oder auch übergreifenden Lehrkonzepte sukzessive und erfahrungsbasiert weiter zu entwickeln.

Lassen Sie sich von dem Aufwand, der mit dem Abstecken eines zeitlichen Rahmens für Ihre Planung einhergeht, nicht abschrecken. Auch wenn Ihnen dieser zunächst einmal immens vorkommen wird, werden Sie schnell merken, dass Sie an Orientierung und Planungssicherheit  gewinnen. Außerdem werden Sie mit der Zeit lernen, Ihren Arbeitsaufwand immer besser einzuschätzen.

Tipp: Planen Sie Ihre Lehre am besten von oben nach unten: Zunächst ein Semester grob planen und dann ihre Pläne für den nächsten Monat, die nächste Woche und den nächsten Tag zu konkretisieren.

In den Praxistipps finden Sie eine Planungshilfe für Ihr Zeitmanagement, mit der Sie Ihre jeweiligen Aufgaben und die zeitlichen Ressourcen innerhalb des Planungszyklus auflisten können.

Praxistipps

Zeitmanagementtabelle

Strukturiertes Zeitmanagement kann Sie dabei unterstützen, Ihre Arbeitsschritte bei der Planung und Umsetzung von Lehrveranstaltungen im Überblick zu behalten. Sie können z.B. eine Tabelle nutzen, um grobe Arbeitsschritte zu skizzieren oder eine Detailplanung Ihrer Veranstaltung festzuhalten.

Ein Beispiel einer Zeitmanagementtabelle steht  für Sie hier als Vorlage zum Download bereit. 

Quellen, Downloads und Autorinnen

Quellen

Riedenauer, M. & Tschirf, A. (2012). Zeitmanagement und Selbstorganisation in der Wissenschaft: Ein selbstbestimmtes Leben in Balance. Stuttgart: UTB GmbH.

Autorinnen

Miriam Kahrs, Yvonne Diekmann

Aktualisiert von: Maren Praß