VIFRE (Virtual Incubator for Refugee Entrepreneurs)
VIFRE (Virtual Incubator for Refugee Entrepreneurs) ist ein Erasmus+-Projekt, das die Entwicklung von Innovationen durch strategische Partnerschaften zwischen verschiedenen Institutionen mit Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen zum Ziel hat. Das Projekt wurde von drei akademischen Partnern initiiert: der Paris Business School (PBS), der Universität Bremen: Lehrstuhl für Kleinunternehmen und Unternehmertum (LEMEX) und der Dublin Business School (DBS). Die akademischen Partner bringen ihre exzellente Forschung in das Projektkonsortium ein und stellen ihr Fachwissen in den Bereichen Bedarfsanalyse der Zielgruppen, methodische und inhaltliche Entwicklung von Entrepreneurship-Schulungen, MOOC-Design und -Spezifikationen, Schulungen für NGO-Mitarbeiter und Optimierung des E-Learning zur Verfügung. Vier große, national tätige, mit den Behörden zusammenarbeitende und von Flüchtlingen weithin anerkannte NGOs in Frankreich, Deutschland und Irland werden als Partner am VIFRE-Projekt beteiligt sein (SINGA-France, Irish Refugee Council (IRC) und Institute for Social Pedagogic Research (ISM)). Sie werden sich aktiv an der Gestaltung der Schulungen für NGO-Mitarbeiter beteiligen und Feedback zu den einzelnen Bereichen des virtuellen Inkubators geben. Ihre wichtigste Aufgabe wird es sein, als Brücke zwischen den akademischen Partnern und den Flüchtlingen zu fungieren, da sie täglich mit der Hauptzielgruppe des Projekts arbeiten und über gut etablierte Kontakte zu ihnen verfügen.
Das VIFRE-Projekt entspricht zwei horizontalen Prioritäten der strategischen Partnerschaften von Erasmus+ im Bereich Bildung, Ausbildung und Jugend:
- Soziale Inklusion (d. h. Integration von Flüchtlingen)
- Offene und innovative Praktiken im digitalen Zeitalter (d. h. neue Technologien)
Und befasst sich mit einer spezifischen Priorität im Bereich der Erwachsenenbildung:
- Erwerb relevanter und hochwertiger Fähigkeiten und Kompetenzen (d. h. unternehmerische Bildung)
Das VIFRE-Projekt möchte seine Rolle bei der sozialen Inklusion und der Förderung innovativer Methoden und Pädagogik beleuchten. Das VIFRE-Projekt behandelt das Thema der sozialen Inklusion im Zusammenhang mit der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmärkten der Aufnahmeländer und befasst sich außerdem mit dem Thema Sozialunternehmertum. Eine erfolgreiche berufliche Integration ist ein Schritt in Richtung einer guten Integration. Das Projekt zielt darauf ab, Flüchtlinge in Frankreich, Deutschland und Irland (und in Zukunft auch in anderen europäischen Ländern wie Italien) dabei zu unterstützen, sowohl beruflich als auch sozial erfolgreich zu integrieren.
Das VIFRE-Projekt wird ein innovatives, frei zugängliches IT-Tool zur Unterstützung von Flüchtlingen und NGO-Fachkräften, die mit ihnen im Bereich Unternehmertum arbeiten, entwerfen, entwickeln und validieren und damit direkt zur horizontalen Priorität „Offene und innovative Praktiken im digitalen Zeitalter” beitragen.
Was den spezifischen Bereich der Erwachsenenbildung im Programm der strategischen Partnerschaften von Erasmus+ im Bereich Bildung, Ausbildung und Jugend betrifft, so wird das VIFRE-Projekt das Angebot an hochwertigen Lernmöglichkeiten verbessern und erweitern, die auf die Bedürfnisse einzelner gering qualifizierter oder wenig qualifizierter Erwachsener zugeschnitten sind.
Da die Hauptzielgruppe des Projekts aus erwachsenen Flüchtlingen in Frankreich, Deutschland und Irland besteht, kann es sich sowohl um hoch- als auch um geringqualifizierte Personen handeln, und die ihnen angebotenen Lernmöglichkeiten werden ihre Kompetenzen sowie ihre digitalen Fähigkeiten mithilfe einer webbasierten Schulung verbessern.
Darüber hinaus entspricht das VIFRE-Projekt auch den Anforderungen der Europäischen Kommission im Bereich der Bildung. Das Projekt befasst sich mit drei der vier Prioritäten, die im strategischen Rahmen „Allgemeine und berufliche Bildung 2020“ vorgestellt wurden:
- Verbesserung der Qualität und Effizienz der allgemeinen und beruflichen Bildung
- Förderung von Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und aktiver Bürgerschaft
- Förderung von Kreativität und Innovation, einschließlich Unternehmertum, auf allen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung










