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Die Entdeckung des Buddhismus

Kiste voller alter Postkarten und Briefe
pixabay

Auch dieses Projekt fokussiert auf das 19. Jahrhundert, in dem durch die koloniale Ausbreitung europäischer Imperien die wissenschaftliche Erforschung der Welt vorangetrieben wurde. Allerdings ist das nicht als wertfreie oder „objektive“ Erforschung zu verstehen, die parallel zum Imperialismus dieser Zeit verläuft. Auch handelt es sich nicht schlicht um die „Entdeckung“ des schon vorhandenen Buddhismus oder anderer Religionen. Sondern Forschung ist immer auch von politischen Interessen, Machtstrukturen und Zwängen geprägt, die in gegenseitiger Wechselwirkung stehen. Und dies gilt auch für die Forschungsgegenstände –hier den Buddhismus- , die mit der Forschung in Verflechtung standen – etwa durch Übersetzer, einheimische Interpreten oder auch im Disput mit jenen, die sich den Forschungserkenntnissen nicht anschließen wollten und auch dadurch auf sie zurückwirkten.

Im kolonialen Kontext bildete sich das Wissen um die Weltreligion Buddhismus heraus. Das Konzept der „Weltreligion“ entsteht jedoch selbst parallel dazu, was deutliche Auswirkungen auf die Organisation, das Selbst- und Fremdverständnis und auch die weltweiten Kontakte dieser Religionen untereinander (z.B.

Projektleitung:
Dr. Ulrich Harlass