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Studentische Tagungen

Ansicht auf ein Zoom Meeting mit Studierenden und Dozentinnen

2020 - "Religion - Kritik - Medien." - Religionswissenschaftliche Analysen

29. & 30. Oktober 2020

Am 29. & 30. Oktober 2020 – zur Orientierungswoche des Wintersemesters 2020/21 - fand nun schon die dritte Seminartagung der Reihe "Religionswissenschaftliche Perspektiven" des Arbeitsbereichs „Religion und Medien“ am Institut für Religionswissenschaft und Religionspädagogik statt. Anders als in den Vorjahren, fand die Veranstaltung dieses Jahr ausschließlich online statt. Ermöglicht hat dies unter anderem die freundliche Unterstützung des ZMML, welches im Gegenzug aus dieser erstmaligen Online-Studierendentagung wertvolle Erfahrungen für zukünftige Formate ähnlichen Typs sammeln konnte.

Studierende aus vier Seminaren - Bachelor- wie Masterstudierende - präsentierten auf der zweitägigen Tagung die Ergebnisse ihrer Lehrforschungen. Die insgesamt 24 Vorträge in 12 Panels gaben Einblicke in verschiedene Themen, die an dem diesjährigen Tagungstitel „Religion – Kritik - Medien“ orientiert waren. Neben Auseinandersetzungen mit kritischen Darstellungen von Religion in Videospielen, Mangas, Comics und Fernsehserien beispielsweise an Hand der Darstellung des Teufels, von Superhelden oder kritischen Katzen und religionsausübenden Affen wurde auch die aktuelle Pandemie-Lage zum Anlass genommen religionskritische Motive in diversen Medien zu untersuchen. Dabei schlugen Vorträge zu Apokalypse und Verschwörungstheorien erfolgreich die Brücke zwischen Tagungsthema und tagespolitischer Relevanz.

Die beteiligten Seminare waren zwei Masterseminare "Mankind is a rudderless boat. Cling to me." Apokalyptische Szenarien in TV-Serien und Video Games und "With Trump, I believe we have a Cyrus to navigate through the storm." - Verschwörungstheorien und Religion in Zeiten tiefgreifender Mediatisierung. Geleitet von Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler.  Dr. Dr. Lisa Kienzl leitete das Master-Seminar Religionskritische Präsentationen und Inszenierungen in der Ästhethik von Comics, Mangas und Graphic Novels. Und schließlich nahmen auch Bachelorstudierende des Seminars Satan, Mephisto, Luzifer: Analyse visueller Teufelsdarstellungen geleitet von Bodil Stelter an der Tagung teil.

Die große Bandbreite an Themen und Methoden sorgte für zwei abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Tage vor dem Bildschirm. Kleine auflockernde Spiele und ein gemeinsamer Lunch-Zoom-Raum für die Mittagspause halfen dabei die Konzentration aufrecht zu erhalten aber auch den inhaltlichen Austausch zwischen den parallel stattfindenden Panels zu ermöglichen. Zum Ende der Tagung wurden die Ergebnisse, Erkenntnisse und methodischen Ansätze, die vorgestellt worden waren, gesammelt und verglichen. Dabei wurde durch die Studierenden besonders hervorgehoben, wie religiöse Motive oft eher unterschwellig auszumachen sind, wie ein multiperspektivisches Vorgehen zu einem verbesserten Verständnis von Medien im Generellen beiträgt und das religionskritischen Motive oft zusätzlich einen gesellschaftskritischen Moment innehaben.

Durch den Erfolg des Formats auch unter Corona Bedingungen sind wir uns sicher, dass die Seminartagung auch in den kommenden Semestern stattfinden, und sich weiterhin zu einer festen Einrichtung des Instituts etablieren wird.


Hier finden Sie den Programmplan.

Logo Seminartagung Religion-Macht-Medien

2019 - "Religion - Macht - Medien." - Religionswissenschaftliche Analysen

Studentische Tagung mit Präsentation der Lehrforschungsergebnisse

Im Februar 2019 - zum Abschluss des Wintersemesters - fand nun schon die zweite Seminartagung der Reihe "Religionswissenschaftliche Perspektiven" am Institut für Religionswissenschaft und Religionspädagogik statt. Studierende aus drei Seminaren - Bachelor- wie Masterstudierende - präsentierten auf der zweitägigen Tagung die Ergebnisse ihrer Lehrforschungen. Die insgesamt 20 Vorträge in 7 Panels gaben Einblicke in verschiedene Themen, von Musikvideos über Religionswissenschaftliche Theorien bis zur sog. "Sektendebatte". Neben den Vorträgen waren es besonders die Diskussionen unter den Studierenden verschiedener Kohorten und Studiengänge, die die Tagung so besonders machten.

Im Bachelorseminar „'Sekte, das sind die anderen.' Der spannungsreiche Diskurs um neue religiöse Bewegungen" (Dozentin: H. Grünenthal) beschäftigten sich die Studierenden während des Semesters mit der Darstellung Neuer Religiöser Bewegungen in der Öffentlichkeit und untersuchten die Darstellung einer selbstgewählten Bewegung - beispielsweise den "People's Temple" von Jim Jones, die Vereinigungskirche, den Jediismus oder die Neuapostolische Kirche - in den Medien. Auf der Tagung stellten einige von Ihnen ihr Material vor und zeigten, wie eine religionswissenschaftliche Fragestellung anhand des Materials entwickelt wird.

Im Seminar "Von Madonna bis Beyoncé: Ästhetisierung des Religiösen in der Popkultur" (DDr. L. Kienzl) lernten die Masterstudierenden, Musikvideos zu analysieren und religionswissenschatlich auszuwerten und präsentierten ihre Analyse auf der Tagung.

Religionswissenschaftliche Theorien über religiöse Autorität von Bourdieu über Chavez bis Kippenberg stellten die Studierenden aus dem Masterseminar "'Vertraue. Glaube. Folge.' Rezeption und Transformation religiöser Autorität in Zeiten von TV-Serien und Video-Games" (Prof. Dr. K. Radde-Antweiler) vor und wandten diese Theorien kritisch auf Filme und Serien an.

Die große Bandbreite an Themen und Methoden sorgte für zwei abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Tage. Konzentration und Präsenz waren gefragt, dafür wurde man belohnt mit Vorträgen und Präsentationen, die über dem üblichen Niveau von Referaten lagen. Hier finden Sie das Poster und das Book of Abstracts der Veranstaltung. Das Format der Seminartagung wird auch in den kommenden Semestern stattfinden und zu einer festen Einrichtung des Insituts werden.

Plakat der Studentischen Tagung "Katholizismus heute. Religionswissenschaftliche Analysen"

2017 - "Katholizismus heute." - Religionswissenschaftliche Analysen

Studentische Tagung mit Präsentation der Lehrforschungsergebnisse

Wissenschaft ist mehr als Texte lesen. Wissenschaft ist Inspiration, Wissenschaft ist Austausch, Wissenschaft macht Spaß! Nur - wie zeigen wir das unseren Studierenden?“ Das fragten sich Hannah Grünenthal und Prof. Dr. Kerstin Radde-Antweiler vom Institut für Religionswissenschaft, beide Mitglieder des ZeMKI, im Sommer 2016. Etwa ein halbes Jahr später fand das erste Studentische Symposium des IR² statt. Unter dem Titel „Katholizismus heute. Religionswissenschaftliche Analysen“ stellten 15 Bachelor- und Masterstudierende aus zwei Seminaren im Teerhof die Ergebnisse ihrer Lehrforschungen vor, die sie während des Semesters angefertigt hatten. Das Besondere dabei: Die Beiträge wurden vor einem Fachpublikum gehalten (nämlich Kommiliton*innen aus der eigenen und anderen Kohorten), es gab Raum für Diskussionen, die Beiträge waren in Panels organisiert, und in den Pausen gab es Kaffee, Kekse und fachlichen Austausch. Nicht nur die Vortragenden selbst waren zur Tagung eingeladen, sondern auch interessierte Kommilitonen oder Freunde und Bekannte.

Im Bachelorseminar „Viele unter einem Dach: Geistliche Gemeinschaften und andere Gruppierungen von Gläubigen in der katholischen Kirche“ (Grünenthal) nahmen die Studierenden alleine oder zu zweit katholische Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche in Deutschland unter die Lupe. Mit einer selbstgewählten Methode beantworteten sie eine selbst entwickelte Forschungsfrage - von einer Inhaltsanalyse über die Analyse einer Homepage bis hin zur teilnehmenden Beobachtung war ein weites Spektrum an Methoden vertreten.

Die Masterstudierenden richteten unter dem Titel „Katholizismus zwischen lokalen Traditionen und globalen Ansprüchen. Selbstkreuzigungen und -geißelungen auf den Philippinen“ (Radde-Antweiler) ihren Blick auf den außereuropäischen Katholizismus und betrachteten die Praxis der Selbstkreuzigung auf den Philippinen und deren Repräsentation in den Medien - in den journalistischen Medien wie auch auf Blogs oder in theologischen Schriften.

Die große Bandbreite an Themen und Methoden sorgte für zwei abwechslungsreiche, aber auch anspruchsvolle Tage. Konzentration und Präsenz waren gefragt, dafür wurde man belohnt mit Vorträgen und Präsentationen, die über dem üblichen Niveau von Referaten lagen. „Viel Arbeit - aber es lohnt sich!“ fanden die Studierenden, und auch die Dozentinnen waren zufrieden: „Das können wir noch mal machen!“

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Aktualisiert von: B. Stelter