Projektdetails

Technologien zur Unterstützung der Interaktion im täglichen Leben für Menschen mit Demenz und ihre informellen Betreuer zur Verbesserung der Lebensqualität und der sozialen Teilhabe

Laufzeit: 01.10.2019 - 30.09.2022
Forschungsteam:

Prof. Dr. Karin Wolf-Ostermann (Projektleitung);

 

Dr. Viktoria Hoel;

 

Prof. Dr.-Ing. Tanja Schultz, Universität bremen, Fachbereich 3 - Mathematik und Informatik: Cognitive Systems Lab;

 

Lars Steinert, M.Sc., Universität Bremen, Fachbereich 3 - Mathematik und Informatik: Cognitive Systems Lab;

 
Projekttyp: Drittmittelprojekt
Finanzierung: Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Networks, Leibniz-Wissenschaftscampus Bremen Digital Public Health

Beschreibung

Es wird erwartet, dass sich die Zahl der Menschen mit Demenz (MmD) bis 2050 verdreifachen wird - ein dramatischer Anstieg gegenüber den heute weltweit etwa 50 Millionen MmD. Da es noch keine medizinischen Heilmittel gibt, ist eine sekundäre Therapie, wie die körperliche, soziale und kognitive Aktivierung von Menschen mit Demenz, von entscheidender Bedeutung. Digitale Technologien, wie das I-CARE-System, erleichtern und fördern die bedarfsgerechte Aktivierung von Menschen mit Behinderung. Mehrere Studien zeigen jedoch, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung oft unbefriedigt bleiben. Da das Engagement eng mit der psychosozialen Gesundheit (PSG) und der Lebensqualität verknüpft ist, sollten Aktivierungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderung ansprechend und sinnvoll sein. Der Mangel an sozialer Interaktion kann auch eine Folge der Schwierigkeiten des Pflegepersonals sein, mit Menschen mit Behinderung zu kommunizieren.

Ziele und Vorgehensweise

Das Ziel dieses Projekts ist es, die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen der Aktivierung auf Menschen mit Behinderung und Pflegepersonal unter Verwendung bedarfsgerechter Technologien am Beispiel des Aktivierungssystems I-CARE zu untersuchen. Es wird ein Modul zur Erkennung von Engagement entwickelt, um die Nutzung ansprechender Aktivierungsinhalte zu fördern. Darüber hinaus werden bedarfsorientierte Technologien in einer ersten Vorstudie auf unmittelbare Ergebnisse wie das Niveau des Engagements, der sozialen Interaktion und des Effekts bei Menschen mit Behinderung und das Gefühl der Kompetenz bei Pflegepersonen sowie Zwischenergebnisse wie psychosoziale Gesundheit und Lebensqualität der Menschen mit Behinderung und reduzierte Belastung der Pflegepersonen (CB) untersucht. In einer Machbarkeitsstudie mit gemischten Methoden werden die PSG-Ergebnisse sowie die Akzeptanz und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung/Nutzung und die Wirksamkeit dieser Technologie mit Hilfe von international validierten, standardisierten Messinstrumenten und Tiefeninterviews untersucht.

Innovationen und Perspektiven

Das vorgeschlagene Projekt zielt darauf ab, erste fundierte Erkenntnisse über die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen der bedarfsorientierten Technologien auf die Teilnehmer der Vorstudie zu gewinnen. Außerdem soll herausgefunden werden, ob und wie gut das Engagement von Menschen mit Behinderung automatisch erkannt werden kann, um bedarfsorientierte Technologien zu verbessern. Die zu erwartenden Ergebnisse werden es ermöglichen, bestehende Betreuungsstrukturen zu optimieren, um soziale Stimulationen unter adäquatem Einsatz pflegerischer Ressourcen zu ermöglichen. Als Empfehlung für die Praxis wird das Ergebnis des geplanten Projekts eine Erleichterung der Interaktion und Kommunikation zwischen in der Gemeinschaft lebenden demenzkranken Pflegedyaden sein.

Projektpartner:

Diese Studie ist aus dem Projekt DISTINCT (Dementia: Intersectorial Strategy for Training and Innovation Network for Current Technology) hervorgegangen, das von den Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Networks (MSC-ITN) im Rahmen des Programms Horizon 2020 der Europäischen Kommission gefördert wird (Grant Agreement No. 813196). Die Studie wird auch teilweise durch den Leibniz-Wissenschaftscampus Bremen Digital Public Health (lsc-diph.de) finanziert, der gemeinsam von der Leibniz-Gemeinschaft (W4/2018), dem Land Bremen und dem Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS




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