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Kritisches Denken in Datenwissenschaften und KI

Die gegenwärtigen Entwicklungen im Bereich Künstlicher Intelligenz und des Machine Learning, aber auch die steigende Bedeutung des allgemeinen Umgangs mit großen Datenmengen, führen direkt auf wichtige Fragenstellungen der theoretischen Philosophie, insbesondere der Erkenntnistheorie: Welche Rolle spielt beispielsweise „Transparenz“ in rechnergestützten Erkenntnisprozessen und was genau ist damit gemeint? Wann kann man von genuin „neuen“ Erkenntnissen sprechen? Gibt es Umstände, unter denen beispielsweise ein Lösungs- oder Beschreibungsansatz, der von einem neuronalen Netz erzeugt wurde, als „kreativ“ gelten kann? Was bedeutet es überhaupt, etwas zu verstehen? –

Einen ersten Überblick zu diesen und ähnlichen Fragen bietet ein Blogbeitrag zu „Philosophy of AI and the Role of Digital Design“. Um diese und weitere Fragen gemeinsam mit Kollegen aus den entsprechenden Einzelwissenschaften zu untersuchen, arbeitet die Professur für Theoretische Philosophie in einer Reihe von Forschungsverbunden und -zentren mit (auf deren Webseiten Sie weitere Informationen finden können):

Data Science Center der Uni Bremen

AG Data Science der U Bremen Research Alliance

RETHINK (Rethinking Design with Artificial Intelligence) der ETH Zürich; Governance Board (Sieroka)

Turing Centre Zurich; Directory Board (Sieroka)

Aus diesen Kooperationen ist bisher u.a. ein Whitepaper zur Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Arzneimittelentwicklung hervorgegangen: „Rethinking Drug Design in the Artificial Intelligence Era“ (Nature Reviews Drug Discovery). Außerdem ist in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Architektur und Web Design ein erstes eigenes digitales Produkt entstanden. Das Online Whiteboard „KNOW“ bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Datenformate, wie sie in Lehre und Projektarbeiten typischerweise vorkommen (Bilder, Texte, Kommentare …), auf einer einheitlichen Oberfläche zusammenzuführen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Mehr erfahren.