Zum Hauptinhalt springen

Detailansicht

Neue Publikation von Michèle Rieth und Prof. Dr. Vera Hagemann zu den Auswirkungen der Covid-19-Maßnahmen auf Beschäftigte

Wir möchten Sie gerne auf die Publikation „The Impact of Telework and Closure of Educational and Childcare Facilities on Working People During COVID-19“ in der Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie aufmerksam machen.

Diese Studie untersucht die Auswirkungen der Telearbeit und der Schließung von Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen auf Beschäftigte während der COVID-19 Pandemie. Personen im und ohne Home-Office sowie Personen im Home-Office mit und ohne Kinder zu Hause werden verglichen. Via Online-Umfrage wurden Daten von 465 Beschäftigten in Deutschland gesammelt. Die Ergebnisse zeigen, dass Personen, die während der Pandemie nicht von zu Hause aus arbeiteten, mehr Stress, mehr negative und weniger positive Affekte, weniger Lebenszufriedenheit und weniger Vertrauen in die Regierung erlebten. Gleichzeitig war jedoch der Kontrollverlust über den eigenen Karriereerfolg bei dieser Gruppe geringer als bei denjenigen, die von Zuhause aus arbeiteten. In Anlehnung an die Theorie der Ressourcenerhaltung kann Home-Office in einer Pandemie als Ressourcengewinn angesehen werden und stellt gemäß der Selbstregulationstheorie eine Möglichkeit dar, mit den pandemischen Herausforderungen umzugehen. Das Home-Office scheint jedoch nur dann von Vorteil zu sein, wenn die Arbeitsbedingungen zu Hause förderlich sind. Andernfalls wird es als Ressourcenbedrohung oder -verlust empfunden, insbesondere bei gleichzeitiger Anwesenheit der Kinder zu Hause.

Sie finden die Publikation hier frei verfügbar.

Zeigt einen Teil des Artikels zur Covid Studie
Aktualisiert von: Redaktion