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PORTAL-Preis 2020


Historically, pandemics have forced humans to break with the past and imagine their world anew. This one is no different. It is a portal, a gateway between one world and the next. We can choose to walk through it, dragging the carcasses of our prejudice and hatred, our avarice, our data banks and dead ideas, our dead rivers and smoky skies behind us. Or we can walk through lightly, with little luggage, ready to imagine another world. And ready to fight for it.

(Arundhati Roy, The pandemic is a portal, April 3rd, 2020; www.ft.com)


Warum dieser Preis?

Im Frühjahr 2020 mussten sich Schulen und Lehrkräfte ad hoc auf Distanz-Unterricht umstellen. Initiativen und Projekte von Studierenden zeigen, wie mit kreativen und innovativen Ideen, digitalen Lernformaten und alternativen Konzepten dennoch Unterricht stattfinden kann.

Der PORTAL-Preis 2020 zeichnet besonders gelungene Initiativen und Projekte für das Lehren und Lernen in und außerhalb von Bildungseinrichtungen aus, die unter den radikal veränderten Bedingungen der Corona-Pandemie entwickelt und durchgeführt wurden. Der Name des Preises geht zurück auf die Autorin Arundhati Roy und ihren Blick auf die Krise („The pandemic is a portal“). Die Krise produktiv zu nutzen war Ausgangspunkt für die Initiierung des PORTAL-Preises, so Prof. Dr. Sabine Doff, die damalige Wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Lehrerinnen-/Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZfLB) an der Universität Bremen: „Es ist ein gutes Zeichen zu sehen, wie Studierende alte Vorstellungen überwunden und neue Wege beschritten haben. In den Projekten und Initiativen haben sie beispielhaft umgesetzt, was Lernen und Lehren in Zukunft bedeuten kann. Die Resonanz auf den Preis und vor allem die prämierten Projekte machen deutlich, wie Studierende den Herausforderungen mit Mut, kreativen Ideen und großem Engagement begegnen. Das verdient Anerkennung!“

Die ausgezeichneten Projekte wurden alle im Sommer/Herbst 2020 umgesetzt und beziehen sich auf Modelle fach- und mediendidaktischen Arbeitens. Die multiprofessionell besetzte Jury freute sich über die vielfältigen Einreichungen und setzt mit der Preisvergabe Impulse für die Unterrichtsentwicklung von morgen. Jury, Förderer und das ZfLB wollen auf diese Weise die engagierten Studierenden gemeinsam auf ihrem Weg unterstützen.

Portalpreis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Der erste Preis  mit  3.000 Euro geht an den Digitalen Matheforscher*innen-Tag
(Clara Ödén, Jasmin Kück und Svenja Stolz) 

Aufgrund der Pandemie bedingten Kontaktbeschränkungen konnten Schülerinnen und Schüler im Sommersemester nicht die Angebote des „mateliers“ (Matheatelier an der Universität Bremen) nutzen. Drei Lehramtsstudierende, Clara Ödén, Jasmin Kück und Svenja Stolz haben die Veranstaltungsformate weiterentwickelt, in den digitalen Raum transferiert und so neue Formen des forschenden Lernens initiiert und mit Schülerinnen und Schülern erfolgreich erprobt. Herzstück des Projektes sind digitale Unterrichtsmaterialien und motivierende „Legevideos“ zum spannenden Thema Kryptographie, die nun Bremer Schulen zur Verfügung stehen und breit genutzt werden können.

Video: 1. Preis

1. Preis

Den zweiten Preis mit 2.000 Euro erhält das Konzept „Verkehrssicherheit“ aus der Physik
(Kristina Kretz und Steffen Rohde)

In diesem Studien-Praxis-Projekt zum Thema Verkehrssicherheit für den „Physikunterricht in Distanz“ entwickelten Kristina Kretz und Steffen Rohde eine multimediale Unterrichtseinheit mit digitalen Arbeitsmaterialien und realen Experimenten. Die Materialien greifen Aspekte des Themas aus physikalischer Sicht auf und befassen sich z. B. mit Anhaltewegen, Nutzen und Wirkung von Fahrradhelmen oder dem Thema „Knautschzone“. Die entstandenen Selbstlernmaterialien leiten physikalische Experimente mit Alltagsmaterialien an; ferner können Schülerinnen und Schüler selbst aufgenommene Bewegungsabläufe mit digitalen Tools analysieren.

Video: 2. Preis

2. Preis

Mit dem dritten Preis in Höhe von 1.000 Euro wird das „Experimentierheft Fenster“ prämiert
(Maira Luna Göttle)

Wie mit einfachen Mitteln große Wirkung erzielt werden kann, zeigt dieses Projekt für den Kunstunterricht. Der Unterricht verlagert sich in das Zuhause der Schülerinnen und Schüler und fördert so den Einzug der Kunst in den Alltag. Im Mittelpunkt der Unterrichtseinheit im Distanzlernen steht das „Experimentierheft Fenster“ mit Materialien und Aufgaben, die das eigene Fenster zum Gegenstand der künstlerisch-gestalterischen Auseinandersetzung machen. Das Fenster als Ausgangspunkt der individuellen Beschäftigung mit künstlerischen Strategien ermöglicht Kommunikation und Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern in einem gemeinsamen Erlebnisraum jenseits der geschlossenen Schule.

Video: 3. Preis

3. Preis