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Projekt ENTRAPon

Projektbeschreibung:

Das Forschungsprojekt ENTRAPon – Entwicklung zusätzlicher Trainingselemente zur Prävention von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen – wird unterstützt durch den Einsatz von virtueller Realität am Beispiel von Unternehmen der Stahlerzeugung und der Post- und Paketzustellung und gefördert durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV).

In ENTRAPon werden je 70 Freiwillige aus beiden Unternehmen (DHL und HKM), die sturzgefährdende Tätigkeiten ausüben, in zwei Trainingsgruppen à 25 Beschäftigte (pro Gruppe und Unternehmen) sowie in eine Kontrollgruppe à 20 Beschäftigte (pro Gruppe und Unternehmen) randomisiert zugeteilt. Interventionsgruppe I erhält ein laufbandgestütztes Training mit unerwarteten mechanischen Gangstörungen, Interventionsgruppe II erhält ein laufbandgestütztes Training mit VR-basierten Gangstörungen. Alle Gruppen erhalten zudem eine VR-Sensibilisierung zu SRS-Gefährdungen. Die Kontrollgruppe erhält kein laufbandgestütztes Training. Alle Gruppen durchlaufen vor dem Training (T1) und unmittelbar danach (T2) sowie nach weiteren sechs Monaten Pause (T3) einen Parcours zur Messung der Veränderung der Gangstabilität und werden zusätzlich zu ihrem subjektiven Erleben befragt.

 

Projektziele:

Das Projekt ENTRAPon zielt darauf ab, ein Trainingspaket, bestehend aus theoretischer STOP- Sensibilisierung (Schulung und VR-basierter Lagerhallen-­Simulator) und Pertubations-Training zur Prävention von Stolper-, Rutsch- und Sturzunfällen, zu entwickeln und zu evaluieren. Die Wirkung des Trainingspakets wird anhand eines Prätest-Posttest-Design (mit drei Messungen: eine Prätest-, zwei Posttest-Messungen) mit zwei Trainingsgruppen und einer Kontrollgruppe empirisch untersucht. Die nachhaltige Wirkung des Trainingspakets wird durch eine weitere Messung in den Unternehmen mehrere Wochen nach dem Training überprüft. Die Wirksamkeitsüberprüfung beinhaltet auch die Bearbeitung von Transferaufgaben in VR-basierten realistischen, gefährdenden SRS-Situationen aus betrieblich bekannten Arbeitsumgebungen. Durch den Einsatz des Trainingspakets und dessen Evaluation soll die Wirkung hinsichtlich der Präventionsarbeit in zwei unterschiedlichen Gefährdungsbereichen aufgezeigt werden: Postzustellung (DHL) und industrieller Fertigung (Stahlbetrieb HKM).

 

Projektpartner:

Das ENTRAPon-Konsortium besteht aus folgenden Partnern: 

  • Ruhr-Universität Bochum
  • London South Bank University
  • Hochschule Koblenz

 

Beirat:

Frau Prof. Dr. Vera Hagemann ist wissenschaftliches Mitglied des Projektbeirates von ENTRAPon.

 

Detaillierte Informationen zu dem Projekt ENTRAPon finden Sie hier