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Projekt im Sommersemester 2020

Kulturkirche St. Stephani in Bremen mit Lautsprechern
Lautsprecherorchester in der Kulturkirche

Orchester

Im Sommersemester 2020 haben die Mitglieder des Orchesters eine orchestrale Sound-Collage und außerdem eine Video-Sound-Collage am Beispiel von Maurice Ravels Boléro erstellt. 

Zwischenbericht am 5.5.: Das Orchester hat Ravels Boléro in 4 Abschnitte unterteilt; ungefähr die Hälfte der Orchestermitglieder hat ihre Stimme im ersten Abschnitt individuell zu Hause schon eingespielt und die am Computer teilweise bereits zusammengesetzte Summe der Live-Einzelaufnahmen beginnt, nach Ravels Boléro zu klingen. 

Neu am 26.6.: Die Audio-Aufnahme ist fertig. Sie wird vom 27. Juni - 18. Juli insgesamt 21mal in einer ganz besonderen Weise live zu erleben sein: als Teil einer Installation aus einem in der Kulturkirche St. Stephani aufgebauten Lautsprecherorchester mit 34 Lautsprechern: 

Neu am 21.7: Das Lautsprecherorchester ist abgebaut worden. Die Installation ist von insgesamt mehr als 900 Menschen besucht und angehört worden - ein wunderbarer Erfolg. Dieses Projekt, das aus der Not geboren wurde, hat damit ein ganz neues Erlebnis von Ravels Boléro ermöglicht. Das Orchester der Universität Bremen dankt insbesondere Gerd Anders für die Idee und die Umsetzung, Simon Knobbe und Eve-Marie Hadamovsky für die tatkräftige Unterstützung sowie dem Team der Kulturkirche und vor allem dem Musikdirektor Tim Günther für die Gastfreundschaft!

Jetzt kann die Sound-Collage von Maurice Ravels Boléro stattdessen noch in ganz anderer Form erlebt werden, nämlich als Audio-Spur der Video-Sound-Collage, die das Orchester jetzt zusätzlich noch erstellt hat - siehe folgende Box.

Maurice Ravels Boléro als Video-Sound-Collage

Das Orchester der Universität Bremen hat im Sommersemester 2020 eine Video-Sound-Collage von Maurice Ravels Boléro produziert. Alle Orchestermitglieder haben in den Monaten Mai und Juni zu Hause einzeln nach und nach ihre Stimmen eingespielt und aufgenommen. Erst am Computer sind die Stimmen dann fortlaufend von Gerd Anders und Simon Knobbe zusammengesetzt worden. Zusätzlich zur Ton- und Videoaufnahme der Musik von Ravels Boléro haben die Orchestermitglieder persönliche Bilder und kurze Videos aus ihrem jeweiligen Studienfach oder Beruf beigesteuert.

Chor

Chorprobe draußen
Erste Chorprobe mit der Pavane "Belle qui tiens ma vie" live und draußen am 29.6.2020. Carla Linné (im schwarzen Gehrock) coacht Chormitglieder bei der Reverenz, Susanne Gläß (im rosé Pullover) sieht zu.

"Simple songs - simply songs"
Erarbeiten von Teilen des Liedrepertoires für die in den Jahren 2021 und/oder 2022 hoffentlich möglichen Konzertreisen des Chores, unterstützt von verschiedenen digitalen Formaten

Zwischenbericht am 26.6.: Beim ersten Treffen via Zoom war mit der Erarbeitung von zwei Liedern begonnen worden, wovon sich eins als rhythmisch zu komplex für diese Form der Erarbeitung erwies. Bewährt hat sich dagegen das französische Liebes- und Tanzlied "Belle qui tiens ma vie", eine Pavane, an der seitdem weitergearbeitet wird. Die Chormitglieder haben eine Strophe nach der anderen zu Hause eingesungen, immer zuerst ein Bass, dann die anderen Bässe dazu, dann wiederum dazu ein Tenor, dann die anderen Tenöre dazu, etc. Inzwischen ist der Chor bei der sechsten von insgesamt sieben Strophen angelangt.

Zwischenbericht am 10.7.: Inzwischen konnte der Chor unter Beachtung der Hygieneregeln zweimal live und draußen auf der gepflasterten Fläche vor dem GW1-Hörsaalgebäude proben. Dabei war Carla Linné, Dozentin an der HfK Bremen für historischen Tanz, zu Gast und hat den Chor den Grundschritt der Pavane gelehrt. Die Pavane war in der Renaissance ein sehr beliebter Schreit-Tanz. Mit Unterstützung durch das Orchestermitglied Carlo Arosio, der den Rhythmus auf dem Tambourin spielt, kann der Chor alle sieben Strophen auswendig singen und sich dabei gleichzeitig würdevoll und gemessen im Pavaneschritt bewegen.

Noten in moderner Umschrift stehen hier; die historische Quelle kann hier eingesehen werden.