Zum Inhalt springen

Projekt im Wintersemester 2019/20

Eric Idle
Eric Idle

„Not The Messiah: He’s A Very Naughty Boy. A Comic Oratorio by Eric Idle and John Du Prez“

Eric Idle hat im Jahr 2007 gemeinsam mit dem Komponisten John Du Prez aus dem Stoff der Filmkomödie Monty Python's „Life of Brian” (1979) ein Musikwerk geschaffen, das er selbst „A Comic Oratorio“ nennt. Es trägt den Titel „Not The Messiah: He’s A Very Naughty Boy“ und endet wie der Film mit dem Song „Always Look on the Bright Side of Life“. Orchester & Chor der Universität Bremen werden es am Sonnabend, den 1. Februar um 20 Uhr in der Glocke zur deutschen Erstaufführung bringen. Eintritt 30/24/18/12 €, erm. 15/12/9/6 €, Vorverkauf ab Mitte Oktober über Nordwest Ticket und Eventim. Einige Infos zum Inhalt und zur Musik finden sich in der übernächsten Box unten. Das Werk ist 2009 in der Royal Albert Hall in London live aufgenommen worden. Die DVD ist im Handel erhältlich; Ausschnitte daraus stehen auf YouTube kostenlos zur Verfügung.
 

Neue Mitglieder

In beiden Ensembles sind neue Mitglieder willkommen. Im Chor sind Notenkenntnisse und Chorerfahrung Voraussetzung. Im Orchester sind Plätze in der Oboe und in sämtlichen Streichinstrumentengruppen frei. Speziell für dieses Projekt werden außerdem zwei Gitarren (elektrisch und akustisch), ein Akkordeon und eine Orgel (Kirchenorgel oder elektrisch) gesucht. Mitglieder aus der Universität können unangemeldet zur ersten Probe des Projekts kommen. Details zu den Probenterminen finden sich in der nächsten Box unten. Externe Mitglieder und alle Orchesterinstrumente außer Streichinstrumenten müssen vorher mit Dr. Susanne Gläß über sglaess@uni-bremen.de Kontakt aufnehmen. Studierende können 3 CP in General Studies erwerben. Neue Mitglieder sind gebeten, vorab die Seite "Wie funktionieren Orchester & Chor?" zu lesen.


Seminar zum Programm von Orchester & Chor im Wintersemester

Das Projekt wird begleitet von einem Seminar, das unabhängig von der Teilnahme an Orchester oder Chor besucht werden kann und bei dem es um die Praxis der Kulturvermittlung am Beispiel der Aufführung von „Not The Messiah: He’s A Very Naughty Boy. A Comic Oratorio by Eric Idle and John Du Prez“ geht.
Auf welche biblischen Hintergründe bezieht sich die 1979 entstandene Filmkomödie „Monty Python’s Life of Brian“? Woraus entsteht die Komik, was ist überhaupt Komik? Ist der Film blasphemisch? Wie ist er rezipiert worden? Wie stellt die Komik sich in der Vertonung des Films als Oratorium musikalisch dar?
Das Seminar wird diese und weitere Fragen aus dem Feld zwischen Kultur, Filmwissenschaft, Musikwissenschaft, Bibelwissenschaft und Politik diskutieren und anschließend gemeinsam einen öffentlichen Einführungsvortrag im "Haus der Wissenschaft" in der Reihe "Wissen um 11" am 18. 1. gestalten und ein gedrucktes 24seitiges  Programmheft zur Aufführung durch Orchester und Chor der Universität am Semesterende verfassen. Musikalische Vorkenntnisse und Teilnahme an Orchester und Chor sind willkommen, aber nicht notwendig. Quasi nebenbei erhalten die Teilnehmenden Einblick in die Logistik und Kalkulation eines solchen komplexen musikalischen Projekts mit zwischen 150 und 200 Beteiligten. 
Das Seminar findet dienstags von 18 - 21 Uhr im GW1 in A0010 statt. Dazu kommen zwei Wochenendseminare: Freitag, 6. 12., 17 - 22 Uhr, sowie Freitag, 13. 12., 17 - 22 Uhr und Sonnabend, 14. 12., 14 - 18 Uhr. Das Seminar gilt damit als vierstündig und ist mit 9 CP anrechenbar für die fachergänzenden Studien der Gesamtuniversität, für die General Studies des Fachbereichs 9 allgemein und insbesondere des B.A. Religionswissenschaft sowie für den B.A. Kulturwissenschaft (Modul M8/9).
 

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf hat schon begonnen; Tickets sind erhältlich bei folgenden Verkaufsstellen:
Nordwest-Ticket (online)
CTS Eventim (online)
Glocke Bremen (Ticket-Service)
Außerdem findet von Mittwoch, 29.1. bis Freitag, 31.1. ein Vorverkauf in der Zentralmensa Bibliothekstraße während der Essenzeiten von 11.30 bis 14 Uhr statt.

Mitglied aus dem Chor der Universität Bremen singt ein Solo

Proben und Noten

Proben

Proben Chor: montags, 19.30 -22 Uhr im GW1-Hörsaal, 1. Probe am 14. 10., von da an wöchentlich (keine Proben am 23. 12. und am 30. 12.)
Proben Orchester: mittwochs, 19.30 - 22 Uhr im GW1-Hörsaal, 1. Probe am 16. 10., von da an wöchentlich  (ohne Proben am 25. 12. und 1. 1., aber im Anschluss ans Konzert noch Proben für die Orchesterleitungsprüfungen am 5. 2. und 12. 2.)
Stimmbildungswochenende Chor: Sonnabend, 26. 10., 15 - 20 Uhr und Sonntag, 27. 10., 12 - 15 Uhr.
Alle, die noch an keinem Stimmbildungs-Wochenende des Chores der Universität teilgenommen haben, müssen teilnehmen, alle anderen dürfen; es lohnt sich immer. Für Atemübungen bequeme Kleidung und Unterlage (Isomatte oder Wolldecke) mitbringen!
1. Probenwochenende - gemeinsam für Orchester & Chor zum Kennenlernen der jeweiligen Parts:
Freitag, 29. 11., 19 - 22.30 Uhr und Sonnabend, 30. 11., 13 - 19 Uhr
2. Probenwochenende - gemeinsam für Orchester & Chor mit Hauptprobe:
Freitag, 24. 1., 19 - 22.30 Uhr und Sonnabend, 25. 1., 15 - 21 Uhr
Generalprobe: Mittwoch, 29. Januar, 19.30 - 22 Uhr im GW1-Hörsaal, Chor: Einsingen 19.15 Uhr im großen Seminarraum oben im GW1-Hörsaalgebäude (Datum und Zeit geändert! (29.9.))
Konzert: Sonnabend, 1. Februar, 20 Uhr, in der Glocke/Bremen; am Vormittag bis 14.30 Uhr Ansing-/Anspielprobe auf der Bühne der Glocke (Chor ab 10.30 Uhr, Orchester ab 11 Uhr) (neu, 29.9.)

Details, was in jeder Probe geprobt wird, finden sich im Probenplan.


Noten

Neueintretende Orchestermitglieder melden sich bei Dr. Susanne Gläß an und erhalten dann ab September die Noten per E-Mail zugschickt.

Chornoten können vor der ersten Probe von 19 - 19.30 Uhr im Foyer des GW1-Hörsaals gekauft werden (Kosten 10 €). Wer sich nach der Schnupperprobe am 14. Oktober gegen das Mitsingen entscheidet, kann die Noten anschließend zurückgeben und erhält das Geld zurück.

Plakat für das Oratorium "Not The Messiah" von Eric Idle und John Du Prez

Der Film, das Oratorium und ein Einführungsvortrag

Beinahe wäre der Film „The Life of Brian“ von der Komikertruppe Monty Python nie gedreht worden, weil EMI kurzfristig aus der Finanzierung ausgestiegen war, da dem Vorstandsvorsitzenden das Thema zu heiß wurde. Der (Ex-)Beatle George Harrison sprang mit seinem Privatvermögen ein, belieh sein Haus und ermöglichte damit den Film. Er sollte es nicht bereuen - der Film wurde nach seiner Premiere 1979 ein Welterfolg und wurde noch 2007 als bester britischer Film aller Zeiten gefeiert.

Wie soll eine Komödie enden, deren Handlung unweigerlich darauf zuläuft, dass der Held Brian, der irrtümlicherweise für den Messias gehalten wird, einen brutalen Tod durch Kreuzigung erleidet? Eric Idle hatte die Idee, als komischen Kontrast dazu einen heiteren Song im harmlosen Walt-Disney-Stil mit einem gepfiffenen Refrain zu komponieren - als wäre eine Kreuzigung so harmlos wie ein Ausflug ins Landschulheim oder zumindest nicht schlimmer als eine Mandeloperation. Dieser Song, „Always Look on the Bright Side of Life“, wurde zusammen mit dem Film zu einem Welterfolg und wird mittlerweile in englischen Fußballstadien genauso gerne gesungen wie auf Beerdigungen.

Da Eric Idle das musikaffinste Mitglied der Komikertruppe Monty Python war, lag es nahe, dass er den Film auch irgendwann auf die Konzertbühne bringen wollte. Sein Partner dabei war der Komponist und virtuose Trompeter John Du Prez, mit dem er schon mehrere Jahrzehnte immer wieder erfolgreich zusammengearbeitet hatte. Als dem geistlichen Gegenstand angemessene Form wählten die beiden das barocke Oratorium und schufen so im Jahr 2007 das vielleicht erste komische Oratorium der Musikgeschichte. Natürlich ließen sie sich die Gelegenheit für einige Seitenhiebe auf Georg Friedrich Händels „Messias“ (auf Englisch „Messiah“) nicht entgehen. Sie bauten deshalb - neben einem Mariachi und Nummern im Musical-Stil - einige wunderbar barock klingende Trompetensoli ein. „Always Look on the Bright Side of Life“ war als letzte Nummer gesetzt. Orchester & Chor der Universität bringen das Werk in Bremen unter der Leitung von Susanne Gläß in großer Besetzung zur deutschen Erstaufführung.
 

Zum Konzert findet am Sonnabend, den 18. Januar von 11 - 11.30 Uhr ein öffentlicher Einführungsvortrag im Haus der Wissenschaft/Sandstraße statt. Der Eintritt zum Vortrag ist frei.