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Forschungsschwerpunkte des Arbeitsbereichs

Sie finden hier die aktuellen und abgeschlossenen Forschungsinitiativen des Arbeitsbereichs "Allgemeine Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Bildungstheorie".

Laufende Projekte

  • Netzwerk Erziehungswissenschaftliche Subjektivierungsforschung (NES)

    Das Netzwerk zielt darauf, das Verhältnis zwischen Erziehungswissenschaft und Subjektivierungsforschung und insbesondere die besondere Bedeutung der Erziehungswissenschaft in diesem Kontext vertiefend zu bearbeiten. Es hat sich zur Aufgabe gemacht, die vorliegende Forschungslandschaft zu kartographieren, einen Beitrag zur Weiterentwicklung und Etablierung dieser neuen Forschungsperspektive in der Erziehungswissenschaft zu leisten und Subjektivierung als neuen erziehungs-wissenschaftlichen Grundbegriff zu konturieren. Die Ergebnisse des Netzwerkes werden in einem Handbuch „Erziehungswissenschaftliche Subjektivierungsforschung“ (Arbeitstitel) gebündelt.

    DFG-Netzwerk 2020-2024, Netzwerkmitglieder: Lotta Fiedel, Vertret.-Prof. Dr. Karen Geipel, Marie Hoppe, Prof. Dr. Bettina Kleiner, Dr. Sandra Koch, Dr. Phries Künstler, Prof. Dr. Nadine Rose, Eva Reuter, Svenja Strauss, Anne Sophie Otzen, Dr. Melanie Schmidt, Sophia Stricker, Saskia Terstegen
     

  • Cultures of Knowledge in Question. 
    Zum Wandel schulischer Wissenskulturen

    „Cultures of Knowledge in Question“ ist ein interdisziplinäres Forschungsvorhaben von Professor*innen aus den Erziehungs- und Bildungswissenschaften sowie aus den Fachdidaktiken Politik, Mathematik, Englisch und Sachunterricht an der Universität Bremen. Die leitende Grundannahme der Forscher*innengruppe ist, dass Schule als institutioneller Ort der Wissensvermittlung durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen (social media, Zirkulation alternativer Fakten, Bubbles) zunehmend in Frage gestellt wird. Die Geltung von (Lehrkraft-) Wissen im Unterricht kann folglich nicht länger als gegeben betrachtet werden, sondern muss erst in der Interaktion hergestellt werden. Entsprechend untersucht das Forschungsvorhaben die Verhandlung von Geltung im (Fach-) Unterricht, die Unterscheidungen von als partikular und als allgemeingültig eingestuftem Wissen sowie die Formen und Praktiken der Autorisierung der beteiligten Akteur*innen im (Fach-) Unterricht als Wissende.

    WOC-Lab seit 2020, Beteiligte: Prof. Dr. Sabine Doff, Prof. Dr. Till-Sebastian Idel (Oldenburg), Prof. Dr. Andreas Klee, Prof. Dr. Lydia Murmann, Prof. Dr. Nadine Rose, Prof. Dr. Florian Schmidt-Borcherding, Prof. Dr. Anja Starke, Prof. Dr. Maike Vollstedt

    Ringvorlesung "Cultures of Knowledge in Question"
     

  • Promotionsprojekt Carolin Bebek: Bildende Berührung – Berührende Bildung (Arbeitstitel)
    Die Arbeit stellt den Versuch dar, ein erziehungswissenschaftliches Verständnis von Berührung im Spannungsfeld von gewaltvoller Übergriffigkeit und anthropologischer Notwendigkeit zu skizzieren. Gefragt wird zum einen: Welche Rolle spielt Berührung in Bildungsprozessen? Zum anderen: Wie ereignet sich Berührung im pädagogischen Kontext? Und darüber hinaus: Was folgt daraus hinsichtlich einer Professionalisierung von Lehr-Körpern? Die theoretische Auseinandersetzung mit diesen Fragen wird verbunden mit einer ethnographischen Spurensuche in außerunterrichtlichen Angeboten an Ganztagsschulen.
     

  • Promotionsprojekt Marie Hoppe: Subjektwerden in der Schule. Geschlecht und natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeiten im türkischen Schulsystem
    In meinem Promotionsprojekt interessiere ich mich für Subjektwerden innerhalb rassifizierter und vergeschlechtlichter Ordnungen des Nationalstaats und untersuche dies anhand von (schulbildungs)biographischen Erzählungen junger kurdischer Frauen in Istanbul. Anschließend an Judith Butlers Subjektivierungstheorie sowie postkoloniale, rassismuskritische und intersektionale Theorieangebote arbeite ich besonders subjektkonstituierende Verhandlungsweisen von outsiderness heraus, d.h. natio-ethno-kulturellem Außenseiter*innen-Sein und –Werden, mit Bezug auf die nationalstaatlich gerahmte Schule.

  • Promotionsprojekt (in Vorbereitung) Katharina Ohletz-Nahrgang: Körper – Schule – Lookismus. Rekonstruktion schulischer Differenzerfahrungen im Kontext von NormschönheitAusgehend von Butlers Theorie der Materialisierung und Subjektivierung beschäftigt sich das Promotionsprojekt mit der Produktion von Normschönheit und mit lookistischen Erfahrungen im Kontext von Schule. Unter anderem wird gefragt: Welche Erfahrungen in Bezug auf (ihren) Körper machen junge Menschen in der Institution Schule? Wie werden Schüler*innen als körperliches Selbst angerufen? Inwiefern werden dabei hegemoniale Körperbilder (re-) produziert? Diesen Fragen geht das Projekt anhand der Rekonstruktion von (Schul-) Biografien junger Menschen nach und versucht, abgeleitet davon Empfehlungen für eine lookismuskritische Pädagogik herauszuarbeiten.

 

 

Stand Januar 2021

Abgeschlossene Projekte

  • DFG-Projekt a:spect „Die Sprachlichkeit der Annerkennung“ Empirische Rekonstruktion von Adressierungsprozessen im Sekundarschulunterricht in subjektivationstheoretischer Perspektive (2014-2017) (Nadine Rose gemeinsam mit Norbert Ricken)
  • BMBF-Projekt „GemSe“ Gemeinschaft und soziale Heterogenität in Eingangsklassen an reformorientierten Sekundarschulen. Ethnographische Fallstudien zu Anerkennungsverhältnissen in individualisierenden Lernkulturen (2011-2013 /2013-15) Verbundprojekt mit 4 Teilprojekten (an den Universitäten Berlin, Göttingen und Bremen) (Projektleitung Teilprojekt Bremen1: Norbert Ricken unter Mitarbeit von Anna Welling und Nadine Rose)
  • Publikationsprojekt  „(Re-) Produktion von Ungleichheit im Schulalltag“ Judith Butlers Konzept der Subjektivation in der erziehungswissenschaftlichen Forschung. (2014) (Nadine Rose gemeinsam mit Bettina Kleiner)
  • Publikationsprojekt „Differenz unter den Bedingungen von Differenz“ Zu Spannungsverhältnissen universitärer Lehre (2013) (Nadine Rose gemeinsam mit Paul Mecheril, Susanne Arens, Susann Fegter, Britta Hoffarth, Birte Klingler, Claudia Machold, Margarete Menz und Melanie Plößer)
  • Dissertationsstudie „Migration als Bildungsherausforderung. Subjektivierung und Diskriminierung im Spiegel von Migrationsbiographien“ (2012) (Nadine Rose)

 Stand: Januar 2021